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Schlagwort-Archive: Politik

[Rezension] „#KillTheRich – Wer Neid sät, wird Hass ernten“, Lucas Fassnacht (blanvalet)

Ausgabe: gebundenKill the rich
Seiten: 688
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum: 23. September 2019
ISBN-10: 376450675X
ISBN-13: 978-3764506759

Herkunft: Leserunde bei lovelybooks
Sterne: 5 von 5

 

Kleiner Hashtag, große Wirkung

Diese Geschichte beginnt mit dem Teilen eines kleinen Hashtags über die sozialen Medien. Was daraus entsteht ist wirklich haarsträubend. Man kennt heut zu Tage die Macht der sozialen Medien und ich fand es gut, dass der Autor dieses Thema aufgenommen hat. Durch den „#“ entstehen Unruhen und diese ziehen sich bald über die ganze Welt. Das ist wohl der Preis der Globalität.

Sehr politisch

Der Hauptteil der Geschichte wird davon bestimmt, wie die Politik auf die Weltlage reagiert. Hier muss man schon scharfe Augen und Ohren haben oder sich ohnehin etwas in der politischen Weltlage auskennen, denn man wird mit sehr vielen Namen und vor allen Dingen Abkürzungen politischer Organe konfrontiert. Das macht das Lesen zwar nicht einfacher, lässt die Geschichte dadurch aber umso realistischer wirken. Ich war oftmals schockiert über die politischen Ränkespiele, die dort auf der großen Bühne stattfinden. Allerdings (und leider) stelle ich mir die internationale Politik genauso vor. Zum einen schaut jeder zunächst auf sich, sein Herkunftsland und erwartet Hilfe von anderen, ohne zunächst dabei das große Ganze zu betrachten bzw. zu berücksichtigen. Außerdem geht es um Ränkespiele unter den Politikern selbst, die ich leider auch keineswegs für abwegig halte.

Erschreckend real

Im wesentlichen besteht diese Geschichte aus zwei Erzählsträngen.
Ich lernte mit Conrada van Pauli eine sehr starke Politikerin kennen, mit viel Wissen und Durchsetzungsvermögen, die trotzdem teilweise an ihre Grenzen stieß. Was ihr alles passierte ist unglaublich, aber ich bleibe dabei, dass es alles durchaus vorstellbar ist.
Eine zweite Hauptfigur ist Bimal Kapoor, ein ehemaliger Journalist, der auf eine heiße Fährte stößt, diese verfolgt und sich zunächst noch nicht im Klaren darüber ist, was er damit los treten wird. Auch seine Geschichte war nicht nur spannend, sondern ich verfolgte sie Teilweise mit einer gewissen Fassungslosigkeit.
Daneben gibt es noch einige kleinere Geschichten anderer Nebenfiguren. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese dem Roman wirklich so gut getan haben und ob die Geschichte diese Verzweigung wirklich gebraucht hat. Allerdings ist es auch so, dass mir zumindestens bei einer Figur im Gedächtnis geblieben ist, dass ihre Geschichte ursächlich für das Verhalten der Politik verantwortlich war. Man hätte gegebenenfalls den einen oder anderen Nebenschauplatz weglassen können, aber vermutlich hatten sie auch den Effekt, die Geschichte wenigstens ein wenig aufzulockern. Das haben sie auf alle Fälle geschafft.

Hier bekommt man eine hoch politische Geschichte, die brisanter nicht sein könnte. Sie ist zu realistisch, um sie ignorieren zu können.

 
 

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[Hörbuch-Rezension] „Gut für dich!: Ein Leitfaden für das Überleben in hysterischen Zeiten“, Dieter Nuhr (Lübbe audio)

Ausgabe: 4 Audio CDsGut für dich
Laufzeit: 307 Minuten
Verlag: Lübbe Audio
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2019
ISBN-10: 3785759878
ISBN-13: 978-3785759875

Herkunft: gekauft
Sterne: 5 von 5

Lustiger Einstieg

Am Anfang dieses Hörbuches war ich ja schon ein wenig verwirrt. Eigentlich hätte ich das Hören direkt am Anfang beenden müssen, allerdings möchte ich jetzt nicht verraten warum, denn das würde zu viel vorwegnehmen. Daher merke ich nur an, dass ich den Anfang ebenso befremdlich, als auch lustig fand. Ein echter Nuhr…. und ich muss gestehen, ganz daneben lag er mit der Kritik in seiner Anfangssequenz nicht. Aber sei es drum, ich hab das Buch trotzdem gehört, aus Trotz sozusagen 😉

Plädoyer für Gelassenheit

Was das Hören für mich sicherlich vereinfachte war, dass ich Dieter Nuhrs Stimme als sehr angenehm empfinde.
Ich war mir auch keineswegs bewusst, dass wir wirklich in so hektischen Zeiten leben. Aber je mehr er in die Materie vordrang, umso plausibler wurde, dass dem tatsächlich so ist. Ob man es jetzt persönlich so empfindet oder nicht, lasse ich jetzt mal dahin gestellt sein.
Er greift in seinem Buch mehrere, aktuelle Frage- und Problemdarstellungen auf, die vielfach Unmut in der Gesellschaft erzeugen. Mit Feinsinn und Witz versucht er das Gesagte zu analysieren und zeigt die Interpretationsspielräume auf. Damit wird klar, das nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint oder wie man es von Seiten der Standpunktverfechter glauben machen will.

Nachhaltige Ratschläge

Dieses Buch hat mehr zu bieten, als eine pure Analyse des Ist-Zustandes. Es gibt auch einen Ausblick darauf was sein könnte, wenn zumindest einige mit wacheren Augen und Ohren durch die Welt gehen würden.
Er plädiert für mehr Gelassenheit im Umgang miteinander und für mehr gegenseitiges Verständnis. Als Denkanstoß gibt es dafür diverse Ratschläge, über die es sich (in Teilen) tatsächlich nachzudenken lohnt. Manchmal fand ich sie sehr treffsicher, manchmal auch sehr lustig. Teilweise ist das ganze etwas überspitzt dargestellt, aber so kenne und mag ich Herrn Nuhrs Art.

Ich fand dieses Hörbuch großartig, bin mir allerdings unsicher, ob ich es als Buch genauso gemocht hätte. Das Hörbuch lebt nicht nur von seinem Inhalt, sondern auch von der Stimme des Sprechers (Dieter Nuhr selbst).
Nichtsdestotrotz kann ich dieses Hörbuch uneingeschränkt empfehlen!

 

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Picture Friday

Diese Woche habe ich viel Post erhalten,
von Angie, Christian, Alice und Alexander.

Ich bin leicht genervt, denn warum interessieren sie sich gerade jetzt so für mich?

Ach ja… Sonntag… da war was 😉

Daher: bleibt nicht passiv – geht wählen (wen auch immer),
denn jede Wahl ist besser als keine Wahl!

kreuzWahl

 

 

 
 

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[Blogtour] „Nichts bleibt vergessen/Polarglut“: Tag 1

Herzlich willkommen zum ersten Tag der

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Neben vielen anderen Veröffentlichungen hat Ylvi Walker, die auch noch unter anderen Pseudonymen veröffentlicht, mit „Nichts bleibt vergessen“ und „Polarglut“ ihre ersten beiden Titel im Bereich Romantic-Thrill herausgebracht.
Ich habe heute die Freude, euch diese beiden Bücher näher vorzustellen, und natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen. Dazu weiter unten mehr, jetzt erstmal zu beiden den Büchern.

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[Rezension] Politik und rote Rosen, Brigitte Teufl-Heimhilcher

Inhalt
Sybille gerät in die Machenschaften der Politikszene und steht ihre Frau.Politik und rote Rosen
Eine fiktive Geschichte mit Realitätsfaktor.

Meinung und Fazit
Wer bisher der Meinung war, dass es in der Politik um Vetternwirtschaft, Kungeleien, Lug und Trug geht, und Jeder nur seinen Vorteil sucht, der wird hier auch nicht eines besseren belehrt 😉

Einzig die Hauptfigur Sybille sticht als eine Art Lichtgestalt aus dieser Maschinerie hervor. Sie ist sympathisch, verfügt über Herz und Verstand, und steht nicht nur als Politikerin, sondern auch als alleinerziehende Mutter ihre Frau. Ich begleitete sie ein Stück ihres Lebens und musste feststellen, dass sie es beruflich, als auch privat nicht immer leicht hat. Sie begibt sich wissentlich in ein Haifischbecken, zieht aber konsequent ihre Bahn durch, was sie als starke Persönlichkeit auszeichnet. Trotzdem muss sie feststellen, dass sie einige Gefahren und Widrigkeiten falsch eingeschätzt hat. Doch das ließ sie nur noch sympathischer und echter wirken.
Doch bevor jetzt der Verdacht aufkommt, dass Sybille die einzige Figur war, die mir gefallen hat, der irrt. Die Autorin hat alle Figuren wohl durchdacht, gut beschrieben und in ihrer Rolle glaubhaft erscheinen lassen. In ihrem Zusammenspiel blühen sie erst richtig auf und machen aus der Geschichte ein rundes Ganzes. Man trifft zwar auf das eine oder andere Klischee, aber die Figuren wirken glaubhaft, selbst wenn sie wankelmütig sind. Die Autorin lässt sie manchmal frei nach dem Motto „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ aggieren und gibt damit gut wieder, wie einige Politiker (und andere Personen) von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Die Autorin erzählt die Geschichte rasant, abwechslungsreich und hält einige Wenden parat. Dabei verstrickt sie sich nicht in Nebensächlichkeiten und schildert alles mit einer guten Portion Humor, manchmal auch mit einem recht bissigen, ironischen Blick. Dabei hat sie dem Volk wohl mehr als einmal aufs M…. – Verzeihung – auf den Mund geschaut. Dadurch wirkt die Handlung frisch, frech und vor allem echt. Es ist vorstellbar, dass es zumindest auf Teilen des politischen Parketts so zugeht, selbst wenn die Geschichte und der Handlungsort fiktiv sind.

Locker, leicht, lustig und zum Kopf schütteln, für unterhaltsame Lesestunden!

Die Autorin
Alles über die Autorin erfahrt ihr auf ihrem Blog oder auf Facebook

Buchdaten
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 196
Verlag: Brigitte Teufl-Heimhilcher
Erscheinungsdatum: 31. März 2014 (1.Auflage)
ISBN-13: 978-3950347845

Ausgabe: eBook
ASIN: B00JB5KN1Q
Dateigröße: 1469 KB
Seiten: 201

Hier gibt es eine Leseprobe auf Amazon

 
 

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So langsam reicht es…. das muss jetzt raus

Ich bin wirklich ein (meist) geduldiger, harmoniebedürftiger Mensch. Ich denke gerne an mich, aber noch lieber an Andere, bin für Hilfe dankbar, helfe aber auch immer selber gerne mit, wenn Not an der Frau ist.
Ich kümmere mich gerne um meine Kinder und lese ihnen gerne etwas vor. Und genau hier platzt mir mittlerweile fast der Kragen.
Nein, es geht nicht um meine Kinder, es geht um die Bücher.

Lange habe ich Diskussionen über diskriminierende Inhalte in Kinderbüchern ausgehalten und habe nur die Augen gerollt, wenn eine Autorin wegen des Ausdrucks „Negerpuppe“ angefeindet wurde.
Aber nun ist der Zeitpunkt erreicht, dass selbst ich so langsam aus der Haut fahre.
Ursprung dafür war ein Artikel im letzten Dezember über die pädagogisch ach so wertvollen Ansichten unserer geschätzten Familienministerin Kristina Schröder, die klassische Kinderliteratur als „oft sexistisch“ hinstellt (Artikel Spiegel Online). Andere Stimmen bemängelten zudem einen „rassistischen“ Einschlag in mancher Kinderlektüre.

Nachdem der Oetinger Verlag schon „Pippi Langstrumpf“ bereinigte, sprang dann der Thienemann-Verlag darauf an und überarbeitete z.B. die „Kleine Hexe“.
Naja, dann sollen sie.
Aber bei allem Verständnis für diverse Minderheiten und ethnische (Klein-)Gruppen möchte ich anmerken, dass Kinder völlig unvoreingenommen an die Inhalte herangehen. Was wir Erwachsenen daraus machen und zusätzlich vermitteln spielt die wesentlich größere Rolle.
Kinderbücher sollten meines Erachtens nach nicht nur vorgelesen werden, sondern sollten Gesprächsanlässe bieten. Dazu gehört, dass man den Kindern klarmacht, dass sie bitte nicht in den nächsten Brunnen springen sollen, weil dort unten, nach Ansicht der Kinder, Frau Holle wartet. Und dazu gehört auch, dass erklärt wird, dass man nicht mehr Neger sagt, weil dies ein nicht mehr angebrachtes, verletzendes, zu ungenaues etc. Wort ist.

Hinzu kommt, dass sich die „political correctness“ ständig ändert, und außerdem von unterschiedlichen Wissenschaftlern ganz unterschiedlich betrachtet/bewertet wird. Wer bitte soll und will da noch durchblicken ?

Ein Artikel der mir diesbezüglich aus Herz und Seele spricht, erschien vor einer Woche bei Spiegel Online. Ich bin gespannt wie ihr dazu steht, denn ich kann dem Autor in vielen Punkten nur zustimmen.

Aber nochmal kurz zur Kinderliteratur und Kristina Schröder. Ich würde doch zu gerne wissen, was unsere Familienministerin unter einem „positiven Frauenbild“ versteht. So wie sie das Fähnchen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ vor sich her trägt, kann ich mir das nur zu gut erschließen.
Tja, schade…. ich bin „nur“ Hausfrau und Mutter, das sehr gerne und entspreche daher ihrem Idealbild wohl eher nicht. Ich habe meinen Status freiwillig gewählt und bin mir sehr wohl bewusst, dass auch ich damit einer Minderheit angehöre.
Und ich finde es furchtbar, dass mir mit Penetranz um die Ohren gehauen wird, dass ich doch bestimmt arbeiten gehen wollen muss.
Nein, muss ich nicht, will ich auch im Moment (noch) nicht.
Außerdem bin ich viel mehr für meine Familie und mein soziales Umfeld als Hausfrau und Mutter. Ich bevorzuge die Begriffe Familienmanagerin und freischaffende Ehrenamtlerin. Alles Andere empfinde ich als diskriminierend 😉

Nun Frau Schröder, liebe Wissenschaftler: Wie wollen sie der Minderheit, der ich angehöre, gerecht werden ?

 
13 Kommentare

Verfasst von - 24/01/2013 in Bücher, Uncategorized

 

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