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[Rezension] „Für eine Nacht sind wir unendlich“, Lea Coplin (dtv)

MagischFür eine Nacht sind wir unendlich

Ich muss gestehen, dass ich vorher nicht gedacht hätte, dass man einen Roman nur über einen einzigen Tag schreiben kann. Dies ist der Autorin allerdings mit Bravour gelungen.

Mit dem Festival, auf dem sich die beiden Hauptfiguren (Jonah und Liv) befinden, hat sie einen wundervollen, ausdrucksstarken und emotionsgeladenen Ort für die Handlung geschaffen. Die einzelnen Abschnitte des Festivalgeländes hatte ich schnell deutlich vor Augen, konnte die Atmosphäre spüren und die Musik nahezu hören. Hinzu kam noch die unvergleichliche Spannung, die die ganze Zeit zwischen Jonah und Liv herrschte.

Emotional

Zum Gelingen der Geschichte trägt entscheidend bei, dass die sie abwechselnd aus Jonahs und Livs Sicht erzählt wird.

Sie bewegen sich langsam aufeinander zu und scheinen sich gegenseitig abzutasten. Irgendwann fangen sie an umeinander herum zu tanzen und ich würde es fast mit einem Tango vergleichen. Unerwartet gaben sie ihre Schwächen Preis, waren darüber erschrocken oder erstaunt und verlangen dem anderen gleichzeitig ein eben solches Geständnis ab.

Es findet nicht nur eine gegenseitige Auseinandersetzung statt, sondern auch eine mit sich selbst. Das betraf die Gegenwart als auch die Vergangenheit, die man weder ablegen noch dauerhaft verleugnen kann.

Bewegend

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Fast kam es mir vor, als würde ich ständig neben Liv und Jonah stehen und ihnen zuhören und -sehen.
Das erste was mir nach dem Lesen in den Sinn kam war: „Beziehungen kommen, Beziehungen gehen, aber die Schatten bleiben lange im Gedächtnis. Doch man darf nicht zulassen, dass sie das Leben bestimmen.“.

Trotz dieser Schatten herrscht zwischen den beiden schnell eine Art Seelenverwandtschaft, die beiden gut tut, sie auf der anderen Seite aber auch etwas erschreckt und vorsichtig werden lässt. Gerade das fand ich sehr authentisch, weil man so etwas nicht oft erlebt und es liegt vermutlich in der Natur des Menschen, dass man zwangsläufig misstrauisch mit den eigenen Gefühlen umgeht. Hinzu kamen auch immer wieder Situationen, die von sich aus diese spontane Verbundenheit auf die Probe stellten. Auch das konnte ich sehr gut verstehen.

Dieses Buch war ein absoluter Lesegenuss vom Anfang bis zum Ende. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter!

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WERBUNGFür eine Nacht sind wir unendlich
Ausgabe: broschiert
Seiten: 304 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 24. Juli 2020
ISBN-10: 3423740604
ISBN-13: 978-3423740609
Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herkunft: lovelybooks

Sterne

Bewertung: 5 von 5.

Coverrechte liegen beim Verlag

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 12/08/2020 in Bücher, Buchvorstellung

 

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[Rezension] „Atlas Obscura Kids Edition – Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!“, Dylan Thuras/Rosemary Mosco/Joy Ang (Loewe)

Gebundene Ausgabe: 112 Seitenatlas obscura
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2019
ISBN-10: 3743205408
ISBN-13: 978-3743205406
Vom Verlag empfohlenes Alter: 8 – 10 Jahre

Herkunft: Literaturagentur
Sterne: 4,5 von 5

Tolle Aufmachung

Ich kannte bisher nur die „Atlas-obscura“-Ausgaben für Erwachsene, die ja eher gediegen und sehr wissenschaftlich daher kommen.
Diese Ausgabe für Kinder ist farbenfroh, aber ohne überdreht oder knallig zu wirken. Das Cover ist ein echter Hingucker und animiert dazu, wenigstens einen kurzen Blick in das Buch werfen zu wollen. Doch ich garantiere: dabei wird es nicht bleiben!
Im Innenteil setzt sich die farbenfrohe Gestaltung fort, was nicht nur zum Entdecken des Textes sondern auch zur Betrachtung der Bilder animiert. Die Illustratorin Joy Ang hat tolle Arbeit geleistet.

Vielseitig

Wie auf dem Buchdeckel schon zu lesen ist, werden hier 100 ungewöhnliche Orte vorgestellt, die einen Besuch lohnen würden. Dabei geht es allerdings um die ganze Welt, wobei sich einige dieser Orte auch in Europa befinden. Es erklärt sich aber von selbst, dass man die anderen Orte vielfach nur in Gedanken bereisen kann, denn es geht z.b. auch nach Mexiko, Indonesien oder Südafrika.
Das Buch ist etwas größer als DIN A4 und auf jeder Seite wird einer der ungewöhnlichen Orte vorgestellt. Dies geschieht natürlich kindgerecht, manchmal wurde der Text auch mit einem kleinen (lustigen) Zusatz versehen und natürlich handelt es sich um Orte, die zwar nicht nur, aber besonders für Kinder von Interesse sind.

Interessant und Abwechslungsreich

Der Text wurde kurz gehalten und auf das Wesentliche reduziert, regte aber durchaus dazu an, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Es kam nicht nur einmal vor, dass ich mit meinen Kindern im Internet weitergehende Informationen zu dem entsprechenden Ort gesucht habe. Dabei sind wir allerdings einmal auf einen kleinen Widerspruch gestoßen (in England), den man meines Erachtens nach im Buch hätte erwähnen müssen. Kennt man diesen nicht, werden gegebenenfalls Erwartungen geschürt, die dann nicht erfüllt werden können.
Nichtsdestotrotz ist dieser Atlas ein tolles Buch für wissbegierige Kinder und auch die Eltern werden beim mitlesen ihre Freude haben. Auch ich habe Orte entdeckt, die mir vorher nicht im entferntesten bekannt waren.
Daher spreche ich auch hier eine Leseempfehlung für Kinder und/oder ihre Eltern aus

 
3 Kommentare

Verfasst von - 14/12/2019 in Bücher, Rezension, Sachbuch

 

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[Rezension] „Cold Storage, es tötet“ David Koepp (HarperCollins)

Ausgabe: broschiertCold Storage
Seiten: 336
Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum: 16. September 2019
ISBN-10: 3959673418
ISBN-13: 978-3959673419

Herkunft: Rezensionsexemplar (Verlag)
Sterne: 5 von 5

Fesselnd

Ich fand den Klappentext spannend, der mich dazu animiert hat das Buch lesen zu wollen. Was mir gut gefallen hat war, dass der Auto nicht lange fackelt. Nach einer kurzen Einführung wird es bereits sehr spannend und ich fand mich in einem fast unwirklichen Szenario wieder. Von da an flog Seite um Seite nur so dahin.

Spannend

Die Geschichte spielt im wesentlichen in zwei Zeitabschnitten, einmal 1987 und der zweite Abschnitt beginnt 32 Jahre danach.
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber es geht um eine mutierte, biologische Substanz, die die Welt in Angst und Schrecken versetzen könnte. Um dies zu verhindern schickt man im ersten Abschnitt der Geschichte zwei Beamte einer Sondereinheit und eine Biologin vor Ort, die sich der Sache annehmen und sie untersuchen sollen. Vorsichtig ausgedrückt könnte man sagen, dass schon dabei nicht alles ganz glatt läuft.
Im zweiten Teil der Geschichte findet man sich in einer Art „Outbreak-Szenario“ wieder.
Was hier nach und nach erzählt wurde, fand ich unglaublich spannend und nervenaufreibend.

Horrormäßig

Im Verlauf der Geschichte kam mir der Gedanke, dass ich hier keinen Thriller, sondern eher ein Horrorstreifen vor mir habe.
Ich las die Geschichte mit einer gewissen Atemlosigkeit, denn es gab kaum Stellen, an denen es wirklich ruhig zuging. Wenn ich die eine Szene gerade verdaut hatte, ging es an anderer Schaustätte mit gleicher Intensität weiter. Zu Atem kam ich höchstens, wenn von der biologischen Substanz und ihren Mutationseigenschaften die Rede war. Doch diese Abschnitte waren sehr interessant und auch wenn einiges vermutlich Fiktion sein dürfte, so klang es für mich durchaus plausibel und zumindest vorstellbar.
Ein großes Lob möchte ich auch den Figuren aussprechen. Zumeist ließen sich nicht in eine bestimmte Kategorie einteilen oder in eine Schublade stecken, was mir sehr gut gefallen hat. Es gab lediglich zwei Figuren, die ich als Anti – Helden einstufen würde und die ihre Rollen hervorragend gespielt haben. Sie haben die Geschichte nicht nur größtenteils dominiert, sondern sie auch über alle Maßen bereichert ohne dass es irgendwie klischeehaft gewirkt hätte.

Ein Thriller zum mitfiebern und ein echter Page-Turner! Von mir gibt es dafür eine klare Kaufempfehlung!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 28/11/2019 in Bücher, Thriller

 

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[Rezension] „#KillTheRich – Wer Neid sät, wird Hass ernten“, Lucas Fassnacht (blanvalet)

Ausgabe: gebundenKill the rich
Seiten: 688
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum: 23. September 2019
ISBN-10: 376450675X
ISBN-13: 978-3764506759

Herkunft: Leserunde bei lovelybooks
Sterne: 5 von 5

 

Kleiner Hashtag, große Wirkung

Diese Geschichte beginnt mit dem Teilen eines kleinen Hashtags über die sozialen Medien. Was daraus entsteht ist wirklich haarsträubend. Man kennt heut zu Tage die Macht der sozialen Medien und ich fand es gut, dass der Autor dieses Thema aufgenommen hat. Durch den „#“ entstehen Unruhen und diese ziehen sich bald über die ganze Welt. Das ist wohl der Preis der Globalität.

Sehr politisch

Der Hauptteil der Geschichte wird davon bestimmt, wie die Politik auf die Weltlage reagiert. Hier muss man schon scharfe Augen und Ohren haben oder sich ohnehin etwas in der politischen Weltlage auskennen, denn man wird mit sehr vielen Namen und vor allen Dingen Abkürzungen politischer Organe konfrontiert. Das macht das Lesen zwar nicht einfacher, lässt die Geschichte dadurch aber umso realistischer wirken. Ich war oftmals schockiert über die politischen Ränkespiele, die dort auf der großen Bühne stattfinden. Allerdings (und leider) stelle ich mir die internationale Politik genauso vor. Zum einen schaut jeder zunächst auf sich, sein Herkunftsland und erwartet Hilfe von anderen, ohne zunächst dabei das große Ganze zu betrachten bzw. zu berücksichtigen. Außerdem geht es um Ränkespiele unter den Politikern selbst, die ich leider auch keineswegs für abwegig halte.

Erschreckend real

Im wesentlichen besteht diese Geschichte aus zwei Erzählsträngen.
Ich lernte mit Conrada van Pauli eine sehr starke Politikerin kennen, mit viel Wissen und Durchsetzungsvermögen, die trotzdem teilweise an ihre Grenzen stieß. Was ihr alles passierte ist unglaublich, aber ich bleibe dabei, dass es alles durchaus vorstellbar ist.
Eine zweite Hauptfigur ist Bimal Kapoor, ein ehemaliger Journalist, der auf eine heiße Fährte stößt, diese verfolgt und sich zunächst noch nicht im Klaren darüber ist, was er damit los treten wird. Auch seine Geschichte war nicht nur spannend, sondern ich verfolgte sie Teilweise mit einer gewissen Fassungslosigkeit.
Daneben gibt es noch einige kleinere Geschichten anderer Nebenfiguren. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese dem Roman wirklich so gut getan haben und ob die Geschichte diese Verzweigung wirklich gebraucht hat. Allerdings ist es auch so, dass mir zumindestens bei einer Figur im Gedächtnis geblieben ist, dass ihre Geschichte ursächlich für das Verhalten der Politik verantwortlich war. Man hätte gegebenenfalls den einen oder anderen Nebenschauplatz weglassen können, aber vermutlich hatten sie auch den Effekt, die Geschichte wenigstens ein wenig aufzulockern. Das haben sie auf alle Fälle geschafft.

Hier bekommt man eine hoch politische Geschichte, die brisanter nicht sein könnte. Sie ist zu realistisch, um sie ignorieren zu können.

 
 

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[Rezension] “ Blank Space“, Susanne Mischke (dtv bold)

Ausgabe: broschiertBlank Space
Seiten: 320
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft, bold
Erscheinungsdatum: 23. August 2019
ISBN-10: 3423230002
ISBN-13: 978-3423230001

Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

Interessant

Der Titel ist wirklich sehr gut gewählt. Die Hauptperson ist Caroline, die plötzlich in einer psychiatrischen Einrichtung aufwacht und nach und nach erst wieder zu sich selber finden muss. Ich denke, dass ich anfangs mindestens genauso verwirrt war wie die Hauptperson selbst und daher das ganze Geschehen nicht einordnen konnte. Die Geschichte liest sich anfangs auch eher wie ein Roman, nicht wie ein Thriller, aber das ist der Lesefreude wenig abträglich.

Fesselnd

Was schon von Anfang an ein klein wenig Spannung rein bringt, sind die Nachrichten von Maart, einer der tragenden Nebenfiguren. Die Infos, die daraus hervorgehen, sind zwar nicht auf den ersten Blick zielführend, geben der Geschichte aber einen zusätzlichen, mysteriösen Anstrich. Erst nach und nach beginnt sich ein Bild zu formen. Dieses wohl dosierte Einsetzen dieser Zwischensequenzen sorgte dafür, dass ich einfach weiter lesen musste. Ich wollte unbedingt wissen, ob die bisher aufgestellten Vermutungen zutrafen oder nicht.

Spannend

Und das miträtseln um den „Fall“, war hier deutlich gegeben. Wenn sich der Thriller anfänglich noch eher locker lesen ließ, war es ca ab der Hälfte so, dass Seite um Seite umgeblättert wurde. Ab dann fiel es mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen, da sich immer mehr Puzzleteilchen zum Gesamtbild hinzufügen. Ich war gespannt, gefesselt, geschockt, erstaunt… und das alles gleichzeitig.
Die Aufklärung des Falls hat mich in Teilen wirklich überrascht. Zudem war sie lückenlos und plausibel, sodass ich das Buch am Ende mit ruhigem Gewissen zur Seite legen konnte.

Wer blutige Thriller mag, wird hier gegebenenfalls enttäuscht sein. Blut gibt es unbestreitbar, aber es geht mehr um Caroline, ihren „blank space“ und die Aufklärung dessen, was noch alles im Verlauf passiert bzw. herauskommt.

Ein Thriller mit viel Feingefühl und Nähe zur Hauptfigur.

 

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[Rezension] „Verborgen im Gletscher“, Arnaldur Indriðason (Lübbe)

Ausgabe: gebundeneVerborgen im Gletcher
Seiten: 368
Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2019
ISBN-10: 3785726570
ISBN-13: 978-3785726570

Herkunft: Leserunde (lesejury)
Sterne: 4 von 5

Interessanter Anfang

Der Einstieg in dieses Buch versprach sehr viel. Es kam ziemlich zügig zum Fund der Leiche, wobei es sich der Autor nicht hat nehmen lassen, ein klein wenig Klimawandel in die Geschichte einzuflechten. Ein Thema, welches die Isländer in besonderem Maße betreffen dürfte, von daher fand ich das o.k. und den Hergang mehr als vorstellbar.

Eckige Figuren

Ich finde es immer schön, wenn Figuren in einer Geschichte etwas Besonderes haben. Was alle Figuren dieser Geschichte gemeinsam hatten war, dass sie irgendwie eine negative Grundstimmung ausstrahlten. Sie wirkten in weiten Teilen düster, ein wenig verkniffen und mit ihrem Leben nicht ganz im Einklang. Hinzu kam, dass es wirklich viele Figuren waren, die hier eine Rolle spielten. Das machte das Lesen nicht gerade einfacher, denn man hatte sich viele Namen und die entsprechenden Hintergrundinformationen zu merken. Teilweise stammten diese aus der Gegenwart, teilweise aber auch aus der Vergangenheit und ich habe mich manchmal im Nachhinein gefragt, ob diese ganzen Informationen mich wirklich in der Geschichte weitergebracht haben. Ich bin immer noch unschlüssig, denke aber, dass dem Buch 50 Seiten weniger auch nicht unbedingt geschadet hätten.

Ruhiger als erwartet

Wie schon erwähnt, fand ich den Einstieg in die Geschichte wirklich gut und so ging es mir auch mit dem Ende, wie ich schon mal vorweg nehmen möchte. Diese beiden Abschnitte fand ich spannend, so wie ich es von einem Krimi erwarte.
Der Mittelteil, damit meine ich gleichzeitig den Hauptpart der Geschichte, war eher erzählender Natur. Hier wurde sehr viel über die Ermittlungsarbeit geschrieben, die ich allerdings etwas zäh fand, außerdem gibt es Rückblicke, die den Ermittler a.D. Konráð betrafen. Zugegebenermaßen war das nicht uninteressant, aber es zog sich etwas in die Länge und nam der Geschichte dadurch einen Teil der Spannung, was ich sehr schade fand.

Insgesamt betrachtet fand ich den Krimi gut. Man muss sich damit arrangieren können, das die Geschichte in weiten Teilen von Hintergrunderzählungen begleitet wird. Auch die teilweise vorherrschende Düsterheit der Figuren sollte man aushalten können, dann wird man diesen Krimi bestimmt gerne lesen.

 

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[Buchmesse-Nachlese] Das war mein Sonntag

Nachdem sich mein Kreislauf von den letzten drei, etwas anstrengenden Tagen wieder erholt hat, machte ich mich heute auf zum letzten Tag der Frankfurter Buchmesse.Weltbleibwach
Ich hatte mir den Tag ganz bewusst freigehalten, um noch mal etwas entspannt durch den Messehallen zu schlendern.
Normalerweise wollte ich zu Jojo Moyes, aber da es auch am Sonntag gewöhnlich deutlich voller ist als sonst, standen die Besucher schon eine halbe Stunde vor Beginn der Signierstunde in langen Schlangen vor dem Stand an. Da ich offen gestanden keine Lust hatte mich in diese Reihe einzugliedern, sah ich mir einfach die Auslagen der anderen Buchverlage noch etwas näher an.
So kam es, das auch noch das eine oder andere Buch gekauft wurde, obwohl ich das eigentlich nicht vorhatte. Aber Lesestoff kann man ja bekanntlich nie genug haben 😉Ulrich Wickert
Letztlich verschlug es mich noch in den Frankfurt Pavillon, wo Ulrich Wickert gerade sein kürzlich erschienenes Kinderbuch vorstellte. Nachdem ich ihm eine Weile zugehört habe, was ich zugegebenermaßen sehr unterhaltsam fand, fiel mir auf, dass ich mich dem Gastland noch gar nicht gewidmet habe.
Also besuchte ich dementsprechend auch noch den Ehrengast – Pavillon. Dieser beeindruckte mich durch die Weite die der Raum ausstrahlte. Diese war trotz der zahlreichen Besucher noch deutlich erkennbar und wurde zudem durch bewegliche Spiegel erweitert, die rechts und links im Raum angebracht waren. Neben den hohen Skulpturen, die verteilt im Raum aufgestellt waren, fanden sich diverse Tische, die Unterhaltung für groß und klein boten. Hier wurde z.b. gestempelt, man versuchte Grüchen nachzuspüren und es wurde in Büchern geschmökert. Ich fand die gesamte Gestaltung des Raumes sehr passend für das Gastland, welches ich mit dünner Besiedlung, großen Weiten, Kreativität und vielfältigem, kulturellem Interesse in Verbindung bringe.

Nachdem ich abschließend dem Lesezelt noch einen kleinen Besuch abgestattet und einen letzten Yogi Tee getrunken hatte, machte ich mich auf die Heimreise.logo2019-1

Damit endeten vorerst die Messetage, zumindest was die Frankfurter Buchmesse angeht. Dieses Jahr ist für mich „nach der Messe, vor der Messe“, denn schon bald geht es zur Lit.Love nach München. Darauf freue ich mich auch schon sehr!

 

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