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[Rezension] „Uncover – Die Trollfabrik“, Manfred Theisen (Loewe)

AktuellUncover Die Trollfabrik

Dieses Jugendbuch befasst sich mit einem daueraktuellen Thema, welches immer wieder in den Medien zu finden ist, in letzter Zeit oft im Zusammenhang mit Wahlen (z.b. den USA). Sicherlich haben die meisten schon einmal von denen Trollfabriken gehört, die ganz bewusst Falschmeldung in Umlauf bringen, um Stimmung zu machen bzw. gezielt Meinungen zu beeinflussen. Hier wird im Verlauf des Romans immer wieder deutlich, wie leicht sich Menschen beeinflussen lassen, teilweise auch beeinflusst werden wollen, um dadurch die Bestätigung der vorgefassten Meinung zu erlangen. Dies bezieht der Autor nicht nur auf die Deutschen, auch wenn der Roman hauptsächlich in Deutschland spielt, sondern die Meinungsmache zieht sich quer durch alle Schichten und Ethnien. Dabei spielen die Trollfabriken sehr geschickt mit ohnehin vorhandenen Vorurteilen.

Zeitgemäß

Abgesehen davon, dass mir Schreibstil und Ausdruck des Autors sehr gefallen haben, fand ich dieses Jugendbuch auch sehr zeitgemäß. Seit einigen Jahren ist YouTube stark auf dem Vormarsch. Einige Youtuber sind zum Vorbild für die Jugend geworden, weil sie ihre Meinung zu verschiedensten Themen kundtun und zum Teil kontrovers diskutieren, abseits der gängigen Medien wie Radio oder Zeitung.
In diesem Buch geht es um drei ebensolche Youtuber, die sich Uncover nennen.
Sie gelangen durch Zufall an brisante Dokumente, berichten in Ausschnitten darüber, recherchieren weiter und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Wie im wahren Leben gibt es Hater, die gegen Uncover hetzen und solche, die die Nachrichten regelrecht feiern. Außerdem bekommen (natürlich) auch die Hintermänner der Trollfabrik mit, was Uncover gerade veranstaltet.

Ohne zuviel verraten zu wollen: es entwickelt sich eine informative, interessante, teils schockierende, spannende und rasante Geschichte, die viele krimi-thrillerähnliche Züge hat.

Lässt auf mehr hoffen

Mir hat das Buch sehr gefallen. Das lag zum einen an den daueraktuellen Themen, aber auch an den Wendungen innerhalb der Geschichte. Die Spannungskurve ging ständig hoch und runter, so dass ich dadurch von Kapitel zu Kapitel gezogen wurde. Erwachsenen Lesern dürfte einiges zu oberflächlich und einfach erscheinen, aber es ist ein Jugendbuch und als solches sollte es auch bewertet werden.

Daher mein Fazit: kurzweilig und spannend!

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WERBUNG (Coverrechte beim Verlag)Uncover Die Trollfabrik

Ausgabe: broschiert
Seiten: 314
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 11. März 2020
ISBN-10: 3743201828
ISBN-13: 978-3743201828
Herkunft: gekauft
Sterne

Bewertung: 4 von 5.
 
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Verfasst von - 27/09/2020 in Bücher

 

[Rezension] „Zeiten des Sturms“, Nele Neuhaus (ullstein)

Auch solo gut zu lesenZeiten des Sturms

Dies ist der dritte und letzte Roman der Sheridan-Grant-Reihe. Ich kannte die beiden Vorgänger nicht, aber es gelang mir trotzdem leicht in die Geschichte hinein zu gleiten. Ich fühlte mich sofort wohl und mitgerissen.
Im kleinen Rückblicken beschreibt die Autorin markante Situationen aus Sheridans Vergangenheit, die für diesen Teil von Bedeutung sind. Diese Schilderungen trugen entscheidend dazu bei, dass ich die gerade gelesene Situationen besser verstehen und einordnen konnte. Ich kann nicht abschätzen wie es LeseInnen geht, welchen die vorherigen Teile bekannt sind, aber für mich waren die Beschreibungen der Vergangenheit vollkommen ausreichend.

Fesselnd

Sheridans Geschichte hat mich von Anfang an gepackt.
Sie wirkte absolut authentisch, auch wenn ich sie hin und wieder etwas naiv fand, was der Sympathie allerdings keinen Abbruch tat. Zudem Zudem wirkte sie irgendwie zerrissen… unschlüssig, ob sie das „gute“, planbare Leben leben wählen oder ihren Träumen und Sehnsüchten nachgeben sollte. Sie schien ihrer Vergangenheit nie so ganz abgeschüttelt und vergessen zu haben. Wie auch, wenn die alten Zeiten sie immer wieder einholten.
Die schon angesprochenen Rückblenden schockierten mich bisweilen, aber es klärte sich dadurch auch einiges. Ich habe mich dazu entschlossen, dass ich mir die ersten beiden Bände dieser Saga auch noch zulegen werde, um Sheridans Weg nochmal von Anfang an verfolgen zu können.
Die Hauptgeschichte wechselt sich mit Handlungen von einem gewissen Marcus Goldstein ab, der in der Musikbranche tätig ist. Auch wenn es die Geschichte etwas auflockert, konnte ich mit dieser Nebenhandlung anfangs noch wenig anfangen. Der Zusammenhang erschloss sich im Laufe der Geschichte aber immer mehr. Ebenso war es mit Sheridans Suche nach ihren Wurzeln. Letztlich ergab aber alles ein großes Ganzes.

Toll geschrieben

Bisher kannte ich nur die Krimis von Nele Neuhaus und mochte sie sehr. Hier bedient sie (hauptsächlich) ein anderes Genre, aber ihr Ausdruck und Schreibstil sind gleichbleibend toll und gefielen mir wieder sehr gut.
Sie verstand es wieder einmal wunderbar alles in Worte zu packen, egal ob Menschen, Landschaften oder Situationen. Unweigerlich wird der Leser in die Geschichte hineingezogen.

Obwohl ich die Vorgänger nicht kannte, habe ich das lesen sehr genossen. Ein toller Mix aus verschiedenen Genre, der mir sehr gefallen hat!

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WERBUNGZeiten des Sturms

Ausgabe: broschiert
Seiten:
528

Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 3. August 2020
ISBN-10: 386493124X
ISBN-13: 978-3864931246
Herkunft: mytest
Sterne

Bewertung: 5 von 5.
 
2 Kommentare

Verfasst von - 29/08/2020 in Bücher, Land und Leute, Roman

 

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[Verlosung] Thementag 2 der Blogtour zu „Der Raum in dem alles geschah“

Hallo und herzlich willkommen zum 2. Tag der Blogtour zum Buch „Der Raum in dem alles geschah“.

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Gestern konntest du bei tinaliestvor.de schon etwas über das Buch erfahren, heute geht es bei mir um Donald Trump selbst und du hast die Chance das Buch zu gewinnen 🙂

Das Thema des heutigen Tages lautet:

D. Trump – Versuch einer Charakterisierung

Es gibt viele Gelehrte und andere Berufene, die sich in unterschiedlicher Art und Weise mit seiner Person auseinandergesetzt und das öffentliche Bild geprägt haben. Auch D. Trump selbst hat nicht unerheblich dazu beigetragen.
„Narzist“, „Lügner“, „Schauspieler“, „Unruhestifter“, „berechnend“ und „sexistisch“ sind nur wenige Wesenszüge, die ihm zugeschrieben werden.

Da ich nicht alle Merkmale und Aspekte im einzelnen erläutern und herleiten kann, das würde hier doch etwas den Rahmen sprengen, möchte ich mich bei der Charakterisierung auf das Modell der BIG-FIVE konzentrieren, welches bereits in den 30er Jahren seinen Ursprung nahm. Es legt die Annahme zugrunde, dass die Persönlichkeit auf 5 Faktoren reduziert werden kann, die wiederum mehrere Eigenschaften in sich vereinen. Jeder Eigenschaften wird in Bezug auf den Faktor zusätzlich eine Ausprägung zugesprochen (stark/schwach).

Faktorstarkschwach
Offenheiterfinderisch, neugierig, denkt sich verrücktes auskonsevativ, wenig offen für Neues, achet Bewährtes, vorsichtig
Gewissenaftigkeiteffektiv, organisiert, zielstrebig, pflichtbewusstunbekümmert, nachlässig, sprunghaft, unachtsam
Extraversiongesellig, aktiv, spontan, redet vielzurückhaltend, reserviert, ernst, eher schüchtern
Verträglichkeitkooperativ, freundlich, mitfühlend, harmoniebedachtwettbewerbsorientiert, aggressiv, stur, rau im Ton, antagonistisch
Neurotizismusemotional, verletzlich, Angst- und Depressionsneigungselbstsicher, ruhig, zufrieden, stressresistent

Diese Tabelle stellt keineswegs vollständig dar, welche Eigenschaften zur jeweiligen Ausprägung gehören, trotzdem hoffe ich, dass es einen ersten, guten Überblick verschafft.

Wenn man zugrunde legt, dass Trump zu den konservativen Politikern gehört und „America great again“ machen möchte, gleichzeitig aber erfinderisch und ideenreich ist so wird schnell klar, dass er im Punkt „Offenheit“ eher in der Mitte anzusiedeln ist. Ebenso verhält es sich bei der „Gewissenhaftigkeit“, denn er agiert in diesem Punkt manchmal sehr widersprüchlich.

Bei der „Extraversion“ überrascht es vermutlich nicht, dass seine Persönlichkeit in diesem Punkt besonders stark und im Gegensatz dazu die „Verträglichkeit“ eher schwach ausgeprägt ist. Meine Einschätzung „eher schwach“ resultiert aus der Tatsache, dass er sich zumindest teilweise kooperativ zeigen muss und manchmal auch freundlich sein kann (z.B. zu seinen Wählern).
Letztlich tendiert auch der „Neurotizismus“ gegen „schwach“, denn so wie man ihn aus den Medien kennt ist er wahrlich nicht verletzlich und neigt auch weder zu Depressionen, noch zu Angst. Er ist eher bestrebt seine Selbstsicherheit und Souveränität zur Schau zu stellen, auch wenn er dabei nicht immer ruhig und sachlich bleibt.

Natürlich kann sich jeder sein eigenes Bild aufgrund der aufgeführten Eigenschaften machen, denn jeder nimmt Donald Trump etwas anders wahr. Auch er selbst, würde er eine Selbstcharakterisierung vornehmen, sieht sich vermutlich anders…

Ich hoffe, dass dir mein kleiner Ausflug in den Bereich der psychologischen Persönlichkeitsanalyse gefallen hat.

Morgen geht es weiter bei franzie-liest.de und auch dort wird ein Buch verlost.

Wenn du selber einmal testen möchtest, wie stark und in welche Richtung deine Faktoren ausgeprägt sind, dann kannst du hier einen Test machen → Persönlichkeitstest auf Grundlage der Big Five (externer Link)
Ich finde, dass er einen guten Überblick liefert.

Zu guter Letzt hier noch zwei Links, als Quellenangabe und zum nachlesen für mehr Infos zum Big-Five-Model (externe Links):
bei Geo und bei Wikipedia
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Nun aber zur Verlosung 🙂

Was gibt es zu gewinnen?Thementour_Buch-1024x512
Ein Exemplar von „Der Raum in dem alles geschah“

Was musst du dafür tun?
Charakterisiere D. Trump mit mindestens einem Wort in den Kommentaren

Teilnahmebedingungen und Datenschutz

  1. Dieses Gewinnspiel wird von lesen und mehr in Verbindung mit Literaturtest (https://literaturtest.de) und dem Eulenspiegel Verlag organisiert und steht in keiner Verbindung mit Facebook/Instagram und wird auch nicht von diesen Plattformen unterstützt (auch wenn es dort gepostet wird).
  2. Im Gewinnfall erklärt sich der Gewinner bereit, seine Adresse für den Versand des Gewinns, zur Verfügung zu stellen. Diese wird im Gewinnfall an Literaturtest weitergegeben, wird aber nicht für weitere Zwecke entfremdet und von mir nach Gewinnversand gelöscht.
  3. Weitere Informationen zum Datenschutz von „lesen und mehr“ finden sich in der Datenschutzerklärung.
  4. Der Gewinner wird per email benachrichtigt und muss sich zeitnah selber melden, um Adressdaten zu hinterlassen. Gewinner werden zudem in einem Auslosungspost öffentlich genannt (Name, der für die Bewerbung benutzt wurde)
  5. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird automatisch bestätigt, das man das 18. Lebensjahr erreicht hat und voll geschäftsfähig ist.
    Teilnehmer unter 18 Jahren müssen eine Erlaubnis der Erziehungs- /Sorgeberechtigten haben und auf Nachfrage eine Einverständniserklärung vorlegen.
  6. Der Gewinnversand erfolgt als Bücher-/Warensendung ausschließlich nach Deutschland.
  7. Für einen Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
  8. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  9. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  10. Das Gewinnspiel läuft bis zum 04.09.2020, 23.59 Uhr (MEZ)

Und nun:
Auf die Kommentare, fertig los….

Ich wünsche viel Glück! 🙂

 

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[Ankündigung] Blogtour + Verlosung zu „Der Raum in dem alles geschah“

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John R. Bolton, ehemaliger Berater für nationale Sicherheit der USA, hat ein Buch geschrieben welches die Gemüter spaltet. Neben den kritischen Stimmen gibt es deutlich mehr positive, die das Buch brisant, interessant und fesselnd finden. Es ist ein Rundumschlag über das, was während der Beratertätigkeit Boltons im weißen Haus geschah.
Im Mittelpunkt: Donald Trump.

Ab morgen findet zu diesem Buch eine Blogtour statt, die unterschiedliche Themen behandeln wird und bei der es insgesamt 5 Bücher zu gewinnen gibt – auf jedem Blog der Tour eins. Du hast also insgesamt 5 Chancen.

Hier die Tourtermine zum anklicken

24.08. tinaliestvor.de
25.08. bei mir 😉
26.08. franzi-liest.de
27.08. mounddiemachtderbuchstaben.de
28.08. inasbuecherkiste.blogspot.de

 

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[Rezension] „Das letzte Mädchen“, David Führt (TWENTYSIX)

Einstieg mit HerzrasenDas letzte Mädchen

Der Prolog war für mich schon harter Tobak. Der Autor hat an dieser Stelle vieles richtig gemacht, was allerdings keineswegs die Brisanz aus der Szene nahm. Es gibt ja immer wieder Darstellungen, die ein Leser besser verpackt als der andere. Ich persönlich musste nach dem Einstieg das Buch erst mal kurz zur Seite legen und mich sortieren. Dazu muss ich erwähnen, das eigentlich gar nicht so viel passiert, aber mir reichte es, denn das Kopfkino spielt halt hin und wieder mal verrückt. Zudem fand ich die Reaktionen der Beteiligten zwar authentisch, aber gleichzeitig abstoßend und schockierend mild.
Nach dem Durchatmen laß ich aber gespannt weiter und wollte wissen, was der Prolog mit dem Rest der Geschichte zu tun haben würde.

Spannend

Die Figuren hatten alle etwas Eigenes und man konnte ihnen nicht vorwerfen, dass sie aalglatt wären. Ecken und Kanten fand man überall und das gab nicht nur den Protas sondern auch der Geschichte etwas sehr eigenes. Außerdem barg es ein gewisses Konfliktpotenzial, welches immer unterirdisch schwelte. Mit einer Nebendarstellerin konnte ich zwar nicht besonders viel anfangen, aber ich bin mal gespannt ob man in späteren Bücher noch von ihr lesen wird. Dafür fand ich die Gedanken des Täters absolut gruselig. Aus seiner Sicht heraus authentisch dargestellt, objektiv und von außen betrachtet abstoßend und grausam. Empfindsame Gemüter dürften auch hieran etwas zu knacken haben.

Die Geschichte an sich hat mich, nach dem etwas komplizierten Anfang, sehr schnell gepackt. Sie war abwechslungsreich, spannend und kaum vorhersehbar. Die Kapitel waren recht kurz, was die Geschichte zudem sehr rasant machte. Allerdings lag hier auch ein wenig der Hase im Pfeffer, denn manche Kapitel waren mir einfach zu kurz. Dadurch wirkte es manchmal fast gehetzt und ich hatte den Eindruck, dass auch die Protas (in ihrer Tiefe) ein wenig darunter litten. Dies wurde im Nachhinein zumindest zum Teil wettgemacht, da man im Anhang noch etwas mehr erfährt. Durchaus interessant, aber ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass das eine oder andere irgendwie in die Story eingearbeitet worden wäre.

Was mir gut gefiel war, dass der Autor in seinen Darstellungen mit diversen Ängsten spielt. Sie hatten alle mit dem Fall zu tun, waren aber unterschiedlichster Natur. Einige davon projizierten sich zwangsläufig auch auf mich als Leserin. Aber das macht ja auch den Reiz eines Krimis oder Thriller aus.

Nicht unkompliziert

Schreibstil und Ausdruck des Autors haben mir weitgehend gut gefallen. Er schreibt an manchen Stellen recht unverblümt, ohne allerdings zu sehr ins Detail zu gehen. Das was er geschrieben und wie er es beschrieben hat reichte mir persönlich schon, der Rest fand ohnehin im Kopf statt.

Am Ende kommt es zu einem echten Aha-Effekt, den ich so habe nicht kommen sehen. Ich fand diese Wendung/Erkenntnis interessant und überraschend, zum anderen allerdings nicht hundertprozentig stimmig. Es hätte den beteiligten Personen/Beamten schneller klar sein müssen, dass da etwas nicht zusammenpasst. Es war für mich schwer vorstellbar, dass das nicht auffällt, aber möglich ist natürlich alles.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die zeitlichen und örtlichen Abläufe, die ich mir etwas klarer dargestellt gewünscht hätte. Teilweise war es so, das zwischen einem Szenenwechsel noch nicht mal ein Absatz eingefügt wurde. Das hat mich dann doch etwas verwirrt und führte dazu, dass mein Lesefluss behindert wurde.

Trotz der Kritik hat der Autor mit diesem Thriller ein Debüt hingelegt, was mir letztlich gut gefallen hat. Sollte es einen weiteren Fall für Schröder und Fuchs geben, würde ich vermutlich wieder zugreifen.

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Ausgabe: TaschenbuchDas letzte Mädchen
Seiten: 256
Verlag: TWENTYSIX
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2019
ISBN-10: 3740753544
ISBN-13: 978-3740753542
Meine Altersempfehlung: ab 18J.
Herkunft: Recensio online für den Crime Award


Sterne

Bewertung: 3 von 5.

Coverrechte liegen beim Verlag

 

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[Rezension] „Für eine Nacht sind wir unendlich“, Lea Coplin (dtv)

MagischFür eine Nacht sind wir unendlich

Ich muss gestehen, dass ich vorher nicht gedacht hätte, dass man einen Roman nur über einen einzigen Tag schreiben kann. Dies ist der Autorin allerdings mit Bravour gelungen.

Mit dem Festival, auf dem sich die beiden Hauptfiguren (Jonah und Liv) befinden, hat sie einen wundervollen, ausdrucksstarken und emotionsgeladenen Ort für die Handlung geschaffen. Die einzelnen Abschnitte des Festivalgeländes hatte ich schnell deutlich vor Augen, konnte die Atmosphäre spüren und die Musik nahezu hören. Hinzu kam noch die unvergleichliche Spannung, die die ganze Zeit zwischen Jonah und Liv herrschte.

Emotional

Zum Gelingen der Geschichte trägt entscheidend bei, dass die sie abwechselnd aus Jonahs und Livs Sicht erzählt wird.

Sie bewegen sich langsam aufeinander zu und scheinen sich gegenseitig abzutasten. Irgendwann fangen sie an umeinander herum zu tanzen und ich würde es fast mit einem Tango vergleichen. Unerwartet gaben sie ihre Schwächen Preis, waren darüber erschrocken oder erstaunt und verlangen dem anderen gleichzeitig ein eben solches Geständnis ab.

Es findet nicht nur eine gegenseitige Auseinandersetzung statt, sondern auch eine mit sich selbst. Das betraf die Gegenwart als auch die Vergangenheit, die man weder ablegen noch dauerhaft verleugnen kann.

Bewegend

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Fast kam es mir vor, als würde ich ständig neben Liv und Jonah stehen und ihnen zuhören und -sehen.
Das erste was mir nach dem Lesen in den Sinn kam war: „Beziehungen kommen, Beziehungen gehen, aber die Schatten bleiben lange im Gedächtnis. Doch man darf nicht zulassen, dass sie das Leben bestimmen.“.

Trotz dieser Schatten herrscht zwischen den beiden schnell eine Art Seelenverwandtschaft, die beiden gut tut, sie auf der anderen Seite aber auch etwas erschreckt und vorsichtig werden lässt. Gerade das fand ich sehr authentisch, weil man so etwas nicht oft erlebt und es liegt vermutlich in der Natur des Menschen, dass man zwangsläufig misstrauisch mit den eigenen Gefühlen umgeht. Hinzu kamen auch immer wieder Situationen, die von sich aus diese spontane Verbundenheit auf die Probe stellten. Auch das konnte ich sehr gut verstehen.

Dieses Buch war ein absoluter Lesegenuss vom Anfang bis zum Ende. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter!

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WERBUNGFür eine Nacht sind wir unendlich
Ausgabe: broschiert
Seiten: 304 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 24. Juli 2020
ISBN-10: 3423740604
ISBN-13: 978-3423740609
Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herkunft: lovelybooks

Sterne

Bewertung: 5 von 5.

Coverrechte liegen beim Verlag

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 12/08/2020 in Bücher, Buchvorstellung

 

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[Hörbuch-Rezension] „Man wird ja wohl noch träumen dürfen“, Kristina Günak (Lübbe Audio)

Tolle Figuren, super in Szene gesetzt

Die Hausgemeinschaft, die man hier zunächst kennenlernt, ist einfach Zucker. Alle Figuren haben etwas Eigenes, wirken auf unterschiedliche Weise leicht exzentrisch und sind dabei so liebenswert, dass man sie einfach nur gerne haben kann. In ihrer Unterschiedlichkeit passen sie wunderbar zusammen und ergänzen sich hervorragend.

Die Hauptfigur ist zunächst Physiotherapeuten Thea, wobei ihr Nachbar Schröder nach und nach die zweite Hauptfigurenrolle einnimmt. Ich fand von Anfang an, dass sie hervorragend zueinander passen würden, aber irgendwie wollte das nicht so wirklich gelingen. Stattdessen verlässt sich Thea auf Partnerschafts-Weissagungen ihrer Oma, was zu sehr lustigen und interessanten Begegnungen mit anderen Männern führt.

Apropos: auch die Nebenfiguren haben es wirklich in sich. Auch diese sind sehr liebevoll ausgestaltet, wobei „liebevoll“ jetzt nicht unbedingt bedeutet, dass ich alle gemocht habe. Es gab auch Nebendarsteller, wo ich mich gezwungen sah genervt mit den Augen zu rollen. Nichtsdestotrotz wirkten sie absolut authentisch in ihrer Rolle. Es gibt ja auch im wahren Leben Menschen, mit denen möchte man freiwillig nichts zu tun haben. Genau so war es hier auch.

Abwechslungsreich und turbulent

Neben dem Zusammenleben der Hausgemeinschaft ist Theas „Männersuche“ ein Bestandteil der Geschichte. Außerdem geht es, wie im Klappentext beschrieben auch darum, dass der Hausgemeinschaft gekündigt wurde, was auch zu sehr merkwürdigen, teils unfreiwillig lustigen Situationen und zu viel Aktionismus seitens der Haus-WG führte.
Wäre ich bisher nicht schon von der Geschichte sehr begeistert gewesen, so hätte mich spätestens das letzte Drittel gepackt. Denn hier ging es noch mal richtig zur Sache und neben einem ziemlichen Gefühlshinundher kam es auch zu so einigen Aha-Effekten. Einiges davon hatte ich schon im Vorfeld vermutet, aber auch hier ergab das Gesamtpaket, dass mir beim Hören keineswegs langweilig wurde.

Ein Hörgenuss

Dass dieses Hörbuch so unterhaltsam war, liegt natürlich an der Schreib- und Ausdrucksweise von Kristina Günak. Allerdings hat auch die Sprecherin maßgeblichen Anteil daran.
Ich mag die Stimme von Vanida Karun ohnehin, aber hier hat sie sich wieder mal selbst übertroffen. Sie liest das Buch auf der einen Seite sehr unaufgeregt, schafft es aber immer wieder mit kleinen Veränderungen in der Stimmfarbe den einzelnen Figuren und Szenen das richtige Gewicht und den passenden Raum zu geben. Ich finde sie war für dieses Hörbuch die perfekte Wahl.

Wem die Geschichte bekannt vorkommt dem sei noch gesagt, dass sie ursprünglich schon 2014 unter dem Titel „Verliebt noch mal“ erschienen ist. Ich kannte sie allerdings noch nicht und ich finde es schön, dass dieser tollen Geschichte eine zweite Chance gegeben wurde. Außerdem wurde das Cover geändert, so dass es perfekt zu den anderen Büchern von Kristina Günak passt.

Es war mir eine große Freude dieses Hörbuch zu hören. Ich fühlte mich bestens unterhalten und empfehle es daher sehr gerne weiter!

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WERBUNGMan wird ja wohl noch träumen dürfen

Tracks: 125
Hördauer: 7 Std. 4 Min.
Verlag: Lübbe AudioHörbuch (Download)
Sprecherin: Vanida Karun
Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8387-9461-7
Herkunft: Hörrundenexemplar der Lesejury

Sterne

Bewertung: 5 von 5.
 
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Verfasst von - 14/07/2020 in Bücher

 
 
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