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Schlagwort-Archive: Rezensionsexemplar

[Rezension] „Bratapfel am Meer“, Anne Barns (Mira)

Format: eBookBratapfel am Meer
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 16. September 2019
ASIN: B07PQRSH71

Herkunft: Rezensionsexemplar des Verlages
Sterne: 5 von 5

Schöner Einstieg

Dieses Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen. Zum einen lag das am wunderbaren Schreibstil der Autorin, zum anderen weil ich die Hauptfigur sehr sympathisch fand. Was sie erleben musste war keineswegs schön und glich einem auf und ab der Gefühle, was sie mir umso näher brachte. Ihr Beruf, der sehr gut und authentisch, wenn auch in knappen Worten dargestellt wurde, tat dazu sein übriges.
Außerdem ist mir bei diesem Buch etwas passiert, was ich sonst normalerweise vermeide. Ich habe zu den letzten Seiten geblättert… Direkt am Anfang werden nämlich einige „Köstlichkeiten“ angesprochen und ich musste unbedingt nachsehen, ob diese denn auch im hinteren Teil des Buches aufgeführt sind. Erfreut stellte ich fest, dass dem so ist und ich freue mich jetzt schon das eine oder andere Rezept ausprobieren zu können.

Interessant und liebevoll

Caros Reise auf die Nordseeinsel Juist habe ich sehr gerne mitverfolgt. Sie fängt etwas ungewöhnlich an, denn Caro hat einen Auftrag zu erfüllen. Was ich daraus noch entwickeln würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht. Außerdem traf sie direkt am Anfang der Reise auf einen Mann, von dem ich hoffte, dass er die Geschichte noch entscheidend beeinflussen würde. Wie sich herausstellte blieb er ein Nebencharakter, aber ein Federführender, der seine Rolle sehr gut erfüllte und ganz nebenbei für ein auf und ab der Gefühle sorgte.

Zum Wohlfühlen

Dieser Roman ist so schön winterlich und weihnachtlich, dass dass ich mich einfach mit einer schönen Tasse Tee in einer Decke einkuscheln wollte. Er hinterließ im Nachklang ein absolutes Wohlgefühl, auch wenn es zwischendurch das eine oder andere Hindernis zu überwinden gab. Das betraf Caros Gefühlsleben, ebenso wie den zu erfüllen den Auftrag. Letzter entpuppte sich als gar nicht so einfach, zumal er auch ganz anders ausging, als ich es ursprünglich erwartet hatte. Hier hat die Autorin nicht nur viel Fantasie, sondern auch Fingerspitzengefühl und Feinsinn bewiesen.

Ein Roman für kuschelige Lesestunden, den ich jedem Leser von Liebesroman gerne ans Herz lege.

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[Rezension] „Postscript – Was ich dir noch sagen möchte“, Cecilia Ahern (Krüger)

Ausgabe: gebundenPostscript
Seiten: 432
Verlag: FISCHER Krüger
Erscheinungstermin: 23. Oktober 2019
ISBN-10: 3810530670
ISBN-13: 978-3810530677

Herkunft: lovelbooks Leserunde
Sterne: 4 von 5

Ein eigenständiges Buch

Auch wenn dies das Nachfolgebuch von „P.S. ich liebe dich“ ist, so bekommt man hier ein vollkommen eigenständiges Buch, dessen Geschichte bedenkenlos solo gelesen werden kann. Es gibt einige Rückblicke, aber diese haben mit der Geschichte des aktuellen Buches nichts oder nur am Rande zu tun, erklären aber Hollys Gedanken und Gefühle, die sie z.B. bei der Erfüllung ihrer „Aufträge“ oder bezüglich Begebenheiten im Privatleben hegte. Diese Stellen zeigten sehr gut, dass man die Vergangenheit nie so ohne weiteres ablegen kann und dass sie das Leben auf die eine oder andere Art und Weise verändern. Ob es einem bewusst ist oder nicht.

Bewegend

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil ist wie schon bei „PS. Ich liebe dich“ eingängig und leicht lesbar.
Es geht um eine Gruppe erkrankter, die die Hauptfigur Holly um Hilfe bitten, weil sie sich erhoffen, dass sie ihren Angehörigen auch etwas hinterlassen können. Ähnlich wie es ihr Mann damals bei ihr tat. Die Beweggründe dafür sind ganz unterschiedlich und als ich mehr darüber erfuhr, rührte es mich doch das eine oder andere Mal zu Tränen. Wie im wahren Leben, so ist auch hier jede Hintergrundgeschichte anders, sowie auch der Umgang mit Sterben und Tod.
Aber es gibt auch Erlebnisse, die mich als Leserin durchaus lächeln ließen oder die ich sehr skurril fand. Das lockerte die schwere Thematik etwas auf.

Macht nachdenklich

Einige Stellen des Buches ließen mich auch darüber nachdenken, wie ich mit Tod und Sterben umgehe. Was mich ebenso nachdenklich machte waren die eigentlichen Beweggründe der Todkranken, ihren Angehörigen etwas zu hinterlassen. Es machte mir klar, dass vieles doch im Unterbewussten abläuft, was wir nicht beeinflussen können.
Ganz zum Schluss passierte dann noch etwas, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte und nicht erst dann war es um mich geschehen.

Diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen, aber sie kommt nicht ganz an „PS. Ich liebe dich“ heran. Vielleicht weil die Thematik anders war, vielleicht auch weil mich das Buch damals sehr mitgenommen hat. Auch wenn man die Geschichten nicht vergleichen kann, so tut man es vielleicht doch unbewusst immer ein wenig.
Nichtsdestotrotz ist und bleibt es eine sehr schöne, nachdenklich machende Geschichte und ich empfehle sie allen Lesern, die auch mit etwas schwereren, traurigen Thematiken umgehen können.

 

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[Rezension] „Stille Nacht, flauschige Nacht“, Petra Schier (Mira)

Ausgabe: TaschenbuchStille Nacht flauschige Nacht
Seiten: 320
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 16. September 2019
ISBN-10: 3745700384
ISBN-13: 978-3745700381

Herkunft: Rezensionsexemplar Autorin/Verlag
Sterne: 5 von 5 (am liebsten mehr 😉 )

Zurück bei den Sternbachs

Auch dieser Roman spielt wieder im Umfeld der Familie Sternbach, die mir schon im letzten Roman von Petra schier ans Herz gewachsen ist. Ich mag diese offene, diskussionsfreudige Familie sehr gerne und war daher natürlich gespannt, was alles passieren würde.
Im Mittelpunkt stand diesmal ihr Adoptivsohn Patrick, der auch im letzten Buch schon eine kleine Rolle spielte. Mir war er sofort sympathisch und das wurde noch gesteigert, als ich mehr über seine Vergangenheit erfuhr. Die weibliche Hauptfigur ist Angelique, die ich auch sofort mochte, weil sie durch ihre unkomplizierte und trotzdem durchorganisierte Art Patricks (Arbeits-)Leben ganz schön durcheinander wirbelte. Ich musste sehr oft schmunzeln, wenn die beiden wieder mal aneinandereckten.

Nicht unkompliziert, aber einfach schön

Wer Petra Schiers Romane kennt, der weiß in der Regel wie sie ausgehen. Man hofft auch immer darauf, dass es ein Happy End gibt, aber so ganz sicher sein kann man sich irgendwie nie.
Auch in dieser Geschichte gab es sehr viele Höhen und Tiefen, die die Hauptfiguren zu durchschreiten hatten. Manche Begebenheiten waren diesmal so unglaublich, dass ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Geschichte nicht glaubhaft gewesen wäre. Das Gegenteil war (leider) der Fall und das schockierte mich zum Teil sehr.
Auf der anderen Seite gab es allerdings auch die Momente, die ich einfach nur lustig, liebevoll oder romantisch fand und die mir das Herz wärmten.
Eine durch und durch runde Geschichte und wenn mich nicht alles täuscht, dann hat die Autorin sogar einen Vorgeschmack darauf gegeben, um welche Personen es sich im nächsten Roman handeln könnte.

Für kuschelige Lesestunden

Wie immer in Petra Schiers Büchern, so gibt es natürlich auch hier viele weitere Charaktere, die die Geschichte sehr bereichern. Manche auf positive, manche Figuren auch auf negative Art und Weise.
Die unsympathischen Figuren erwähne ich an dieser Stelle nicht, denn damit würde ich vermutlich zu viel vorwegnehmen. Wer aber absolut eine Erwähnung verdient hat ist der süße Oskar, die Hundefigur des Romans. Seine, in Kursivschrift geschriebenen Gedanken, waren teils amüsant, teils sehr treffsicher und brachten mich oft zum Lachen.
Santa und sein Gefolge spielten natürlich nur eine absolute Nebenrolle, gaben dem Roman allerdings einen liebenswerten Wiedererkennungswert und rundeten die Geschichte ab.

Ich kann diesen Roman sehr empfehlen! Mit Kuscheldecke und einem leckeren Tee, versüßt er die Vorweihnachtszeit und sorgt für kurzweilige Lesestunden

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 11/10/2019 in Bücher, Liebe, Rezension

 

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[Rezension] „Zechentod“, Sylvia Sabrowski (Gmeiner)

Ausgabe: TaschenbuchZechentod
Seiten: 224
Verlag: Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum: 14. August 2019
ISBN-10: 3839225205
ISBN-13: 978-3839225202

Herkunft: lovelybooks Leserunde
Sterne: 5 von 5

Spannend von Anfang an

Als Region für diesen Krimi hat die Autorin vorwiegend die Städte Bottrop, Kirchhellen, sowie die Zeche Prosper Haniel gewählt. Da ich selber aus der Nähe komme, freute ich mich sehr auf das lesen und wurde nicht im geringsten enttäuscht! Auch wenn einige Strukturen vereinfacht wurden, um eine bessere Lesbar- und Verständlichkeit herzustellen, fand ich alles sehr gut und plausibel dargestellt. Was mich sehr begeistert hat, war der von Anfang an herrschende Spannungseffekt. Dieser entstand hauptsächlich aus kleinen, durch Kursivschrift abgegrenzten Abschnitten, die scheinbar einen Mord nachzeichneten, bzw. die Gedanken des Mörders offen legten. Was es damit auf sich hatte konnte ich allerdings nach und nach erst erahnen, wodurch sich die Spannungskurve konstant aufrecht hielt. Abgesehen davon fühlte ich mich das eine oder andere Mal doch recht aufs Glatteis geführt, was das miträtseln ungleich interessanter machte

Unterhaltsam

Neben der Spannung fand ich die Geschichte allerdings auch überaus unterhaltsam und lehrreich. Man erfährt viel über den Bergbau und die Mentalität der Bergleute. Besonders toll fand ich auch den Abschnitt über die Bergmannskluft, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der heiligen Barbara steht. Was mich sehr überrascht hat war, das zwar die beiden Hauptfiguren (Liesa und Timo) das Geschehen und die Ermittlungsarbeit leisten, die Nebenfiguren ihnen aber in nichts nachstehen. Fast das Gegenteil war der Fall, denn die sie sorgten hauptsächlich dafür, das der Geschichte der typische regionale Touch verliehen wurde. Diese Figuren sind typische „Ur-Ruhris“, ein Menschenschlag der zwar nicht mehr häufig vorkommt, den es aber immer noch hier und da gibt. Es machte einfach Spaß ihre Unterhaltungen im typischen und sehr eigenen Dialekt zu verfolgen. Manchmal musste ich wirklich lachen, weil sie in ihrer pragmatischen, unkomplizierten, unverblümten und bodenständigen Art so authentisch wirkten.

Sehr emotional

Bei einem Krimi ist es ja häufig so, dass man miträtselt wer der Mörder sein könnte und das es den Leser auch teilweise gruselt. Ein leichter Gruselfaktor war unbestritten vorhanden, durch die schon erwähnten Abschnitte in Kursivschrift, was ich allerdings nicht erwartet hätte war, dass mich dieser Krimi auch (fast) zu Tränen rühren würde. Als es im hinteren Teil um die Schließung der letzten Zeche ging, die ja wirklich letztes Jahr im Dezember vollzogen wurde, musste ich schon sehr schlucken und an mich halten. Diesen Teil fand ich nicht nur sehr gut, sondern auch sehr emotional geschrieben. Ich habe dieses Geschehen damals nur im Fernsehen verfolgt, konnte mich aber noch gut an die Emotionalität erinnern, die dieses Ereignis mit sich brachte. Die Autorin hat es hervorragend verstanden, diese Gefühle erneut wach zu rufen. Ein toller Regionalkrimi, den ich jedem ans Herz legen möchte, der mal in den Bergbau und/oder das Ruhrgebiet hinein schnuppern möchte. Spannend, ehrlich, emotional und authentisch!

 
2 Kommentare

Verfasst von - 27/09/2019 in Bücher, Krimi

 

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[Rezension] „Die Peer Gynt Papers“, Rainer Doh (Parlez)

Ausgabe: broschiertDie Peer Gynt Papers
Seiten:
400
Verlag: Parlez Verlag
Erscheinungsdatum: 1. April 2019
ISBN-10: 3863270525
ISBN-13: 978-3863270520

Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

(Nicht nur) ein Norwegen-Krimi

Die Menschheit benötigt Rohstoffe, das ist nichts Neues. Genau damit startet das Buch, in dem bekanntgegeben wird, dass ein neues, riesiges Erdgasvorkommen entdeckt wurde.
Schon kurz darauf nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Dieser Krimi startet in Norwegen, doch schon bald wird klar, dass sich dieser Fall nur auf globaler Ebene lösen lässt. So findet man sich irgendwann noch in anderen europäischen Ländern wieder, unter anderem In der Schweiz und Spanien. Dreh und Angelpunkt bleibt aber nichtsdestotrotz Norwegen.

Tolle Charaktere

Die Figuren, egal ob Haupt oder Nebenfiguren, haben mich in diesem Buch sehr begeistert. Direkt am Anfang hat mich eine Nebenfigur sogar schmunzeln lassen, weil ich sie zunächst sympathisch fand, dann aber erkennen musste, dass man mich vollkommen aufs Glatteis geführt hat. Nicht was die Sympathie betrifft, sondern… Das werde ich nicht verraten, denn das sollte aber jeder Leser selber herausfinden.
Arne Jacobsen bestimmt als ermittelnder Beamter das Geschehen. Dass er aus der Provinz kommt, machte ihn nur ungleich sympathischer.

Spannend, aber nicht unkompliziert

Dieser Krimi hält die Spannung bis zum Schluss, obwohl man als Leser manchmal mehr weiß als der ermittelnde Beamte selber, da zwischen einzelnen Szenen hin und her gesprungen wird. Trotzdem wurde ich immer wieder überrascht.
Was mir anfangs nicht ganz so leicht fiel war die norwegische Gepflogenheit, dass sich die handelnden Figuren prinzipiell mit ‚du‘ Ansprachen, unabhängig vom Rang oder dem Beziehungsstatus untereinander. Fand ich nicht unsympathisch, aber in Deutschland ist hier doch eher dass ‚Sie‘ gebräuchlich. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, dass das allerdings einen Teil der Authentizität der Geschichte ausmacht.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft allerdings die Handlung selbst. So spannend die Geschichte auch war, im hinteren Teil wird sie doch manchmal recht verworren, so dass ich höllisch aufpassen musste alles mitzubekommen.

Trotz der leisen Kritik kann ich diesen Krimi empfehlen, denn ich habe ihn sehr gerne gelesen, fand ihn spannend und ich fühlte mich gut unterhalten.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 19/09/2019 in Bücher, Krimi, Rezension

 

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[Rezension] „Friends – küssen unmöglich“, Tina Eugen

Ausgabe: TaschenbuchFriends Küssen unmöglich
Seiten: 305
Verlag: Tina Eugen (Nova MD)
Erscheinungstermin: 25. Januar 2019
ISBN-10: 3964435198
ISBN-13: 978-3964435194
Von der Autorin empfohlenes Alter: Ab 15 Jahren
Herkunft: Rezensionsexemplar von authors-assistant
Sterne: 4 von 5

Toller Einstieg, tolle Figuren

Der Einstieg war schon irgendwie beklemmend, denn ich lernte Judith, die weibliche Hauptfigur der Geschichte, in einer sehr schlechten Phase ihres Lebens kennen. Sie hatte gleich zwei Schicksalsschläge zu verkraften, die ihr schwer zu schaffen machten und gleichzeitig musste sie ihrem Job nachgehen, der nicht gerade unanstrengend war. Hier legte die Autorin nicht nur viel Authentizität in die Figur, sondern auch in die Geschichte an sich.
Unterstützung erhält sie u.a. von ihrem besten Freund Leon. Anfangs dachte ich noch, dass er hier den „Ich-bin-so-toll“-Kerl miemt und nur da ist, um Judith den Kopf zu verdrehen. Letztlich muss ich mich korrigieren, denn die Autorin hatte wohl anderes mit ihm vor. Sie legte den Fokus zunächst mehr auf Hilfe und Unterstützung für Judith und so kam es, dass Leon sie nicht vom Fleck weg umhaute, sondern ihr eher zu neuer Kraft verhalf und sie strahlen ließ.

Interessant und nicht vorhersehbar

Es gab noch diverse andere Figuren, die ich sehr interessant fand. Einige davon waren mir sehr sympathisch, andere unsympathisch und von einigen wusste ich lange nicht, was ich von ihnen halten sollte. Es war aber lediglich eine Figur dabei, von der ich ein klein wenig mehr hätte erfahren wollen, um sie noch besser einordnen zu können. Allen gemein war allerdings, dass sie der Geschichte eine ganz besondere Würze gaben. Daher nahm die Geschichte einen sehr kurvigen Verlauf und ich wusste nie so recht, wie das ganze ausgehen wird.

Bis zum Schluss wunderbar

Es war letztlich bis zum Ende so, dass ich immer wieder überrascht wurde. Die Autorin hat es wirklich toll verstanden kleine Schockmomente einzubauen, die mich (und auch einige der Figuren) vollkommen verunsicherten. Trotzdem blieb die Geschichte glaubhaft, nachvollziehbar und schoss nicht über das Ziel hinaus. Sie bestach durch eine abwechslungsreiche, emotionsgeladene Mischung aus Trauer, Wut, Humor, Liebe und dergleichen mehr.
Anfangs musste ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen, aber dann war es ein absoluter Lesegenuss, daher: kuschelt euch ein und gönnt euch dieses Buch mit wunderbar winterlichem Setting.

 

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[Rezension] „Healing – Dir zu vertrauen (Frankfurt In Love 6)“, Sara Herz (Hippomonte)

Format: Kindle EditionHealing Dir zu vertrauen
Verlag: Hippomonte Publishing e.K.
Erscheinungstermin: 15. Februar 2019
ASIN: B07NKVTKRH
Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

Schockierender, aber packender Anfang

Die Autorin mutete mir als Leserin auf den ersten Seiten schon einiges zu. Was dort zu lesen war, musste ich erstmal verdauen, es sorgte allerdings gleichzeitig dafür, dass ich direkt von der Geschichte gepackt wurde. Ich wollte unbedingt wissen, wie es der weiblichen Hauptfigur (Kristina) gelingt, wieder ins normale Leben zurückzufinden.

Dieses Buch ist zwar der sechste Teil einer Reihe, kann aber bedenkenlos solo gelesen werden, da es quasi ein Spinoff ist. Ich kannte die anderen Teile der Reihe vorher auch nicht, aber die Autorin erklärt relevante Punkte gut und in wenigen Sätzen (z.B. die Beziehungen der Figuren untereinander).

Tolle Figuren

Kristina fand ich echt stark, nur wusste sie das selbst noch nicht so wirklich. Ihr fehlt das Vertrauen zu anderen und zu sich selbst. Doch obwohl sie unvorstellbares mitgemacht hat, geht sie ihren Weg. Tim, die männliche Hauptfigur, schaffte es gut ihr dabei zu helfen. Er hatte es nicht immer leicht, aber ich persönlich hätte Tim auch irgendwann zu Füßen gelegen. Er erfüllt das typische Klischee des Traummanns, wobei ich das jetzt nicht negativ meine, auch wenn es sich so anhört. Aber wenn man ganz ehrlich ist, dann träumt doch jede Frau von dem (fast) perfekten Mann… Ich mochte Tim und seine unerbittliche, ausdauernde und fürsorgliche Art sehr.

Lückenlose Geschichtsführung

Wenn ich anfangs noch dachte „irgendwie fehlt etwas“, so wurde auch dieser Rest im Verlauf des Buches aufgeklärt. In der Kürze der Seiten hat es die Autorin geschafft, dass ich Kristinas früheren Werdegang und alle anderen Situationen klar vor Augen hatte.

Ich denke man mag solche Geschichten oder man mag sie nicht, weil sie zu vorhersehbar sind. Aber wie bei anderen Reihen dieser Art, ist für mich auch hier der Weg das Ziel. Das einzige, was ich zu bemängeln habe ist, dass mir einer von Tims Gedanken zu oft erwähnt und ausgebreitet wurde. Das hätte nicht unbedingt sein müssen und hat mich auch einklein wenig gestört (aber wirklich nur ein kleinwenig).
Ich fand Kristinas und Tims Geschichte sehr lesenswert.

 
 

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