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Archiv der Kategorie: Land und Leute

[Rezension] „The hate u give“, Angie Thomas (cbt)

 

Ausgabe: TaschenbuchThe hate u give
Seiten:
528
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 26. Dezember 2018
ISBN-10: 3570312984
ISBN-13: 978-3570312988
Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 5 von 5

Amnerkung: Ich entschuldige mich schon vorher dafür, dass vielleicht nicht alles 100% politisch korrekt ist

Stark

Dieses war eins der wenigen Bücher, die mich dieses Jahr bisher anhaltend beeindrucken konnten.

Es erzählt die Geschichte von Starr, einem afroamerikanischen Mädchen. Ich durfte in ihren Alltag eintauchen, der mal im verarmten Viertel und teilweise auch im Umfeld ihrer besser situierten, weißen Mitbürger spielt.
Ihre Heimat ist das Ghetto, doch sie wurde von ihren Eltern in dem Maße gefördert, was sie sich erlauben konnten. Sie wollten ein besseres Leben für Starr und schickten sie daher auf eine Schule, auf die vornehmlich weiße Kinder gehen, da sie sich dort eine bessere Schulbildung für ihre Tochter versprachen.

Eindrücklich

Starr wandelt daher mit je einem Fuß in zwei verschiedenen Welten und versucht sich darin zurechtzufinden , dazuzugehören und Freundschaften zu knüpfen. Ich persönlich fand es erstaunlich wie gut ihr das gelang, die anderen Figuren im Buch sahen das aber teilweise anders bzw. zwiespältig. Sie sah sich daher immer wieder mit Vorwürfen verschiedener Art konfrontiert.
Im Laufe der Geschichte werden viele konfliktbehaftete Themen aufgegriffen, wie z.b. Bandenkriege, Rassismus oder Mobbing und hier ging es nicht nur um die klischeehafte Darstellung ‚Schwarz gegen Weiß‘. Ich fand die Darstellung dieser Themen nicht überzogen und auch nicht übermäßig wertend. Es war eher so, das alles sehr sachlich, fair und realistisch dargestellt wurde. Damit ließ die Autorin mir als Leserin genügend Spielraum um die Situationen selber werten zu können. Emotionen wie Zustimmung, Fassungslosigkeit, Erleichterung oder Mitgefühl ergaben sich somit von ganz alleine.

Nachdenklich

Dieses Buch ließ mich traurig, nachdenklich und hoffnungsfroh zugleich zurück. Ich fand die Darstellung der heutigen Situation in den USA sehr gut gelungen. Allerdings kann man diese Geschichte nicht auf Amerika alleine begrenzen. Vieles von dem was ich gelesen habe, findet tagtäglich in dem Leben von fast jedem statt. Der einzige Unterschied ist, dass man es sich nicht immer so bewusst macht. Daher hatte dieses Buch auch einen Lerneffekt für mich. Ich habe über mich selber nachgedacht und über meine Einstellungen zu verschiedenen Themen. Außerdem hat es mir klar gemacht, dass man vor allen Dingen zu sich selber und seinen Überzeugungen stehen sollte.
Doch bevor ich jetzt noch mehr Spoiler oder Lobhudeleien loslasse, nur noch eins: lest dieses Buch!

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Dieses Buch habe ich im Rahmen der #Bleibdu -Kampagne von der Netzwerkagentur Bookmark in Kooperation mit Authors Assistant erhalten.
Für mehr Infos und Artikel zum Thema, schaut auch mal hier vorbei -> https://bleibdu.de/

 

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[Rezension] „Der Fall Collini“, Ferdinand von Schirach (btb)

Ausgabe: TaschenbuchDer Fall Collini
Seiten: 208
Verlag: btb Verlag
Erscheinungsdatum: 13. Februar 2017
ISBN-10: 3442714990
ISBN-13: 978-3442714995
Herkunft: Rezensionsexemplar der Agentur „jetztundmorgen“
Sterne: 5 von 5

Hier geht es zur Leseprobe (Verlagsseite)

Fesselnd

Der Anfang ist zugegebenermaßen grausam und nichts für zart besaitete Seelen. Doch als ich auf die Hintergründe der Tat wartete, stieß ich auf Schweigen.
Das machte den Roman zunächst etwas verwirrend, da alles einfach zu klar erschien, aber es machte ihn auch spannend. Letztlich wird man doch noch über die Hintergründe informiert, aber ich fand diesen Roman trotz des zunächst fehlenden Motivs sehr fesselnd. Daran hatten nicht zuletzt der Schreibstil und Ausdruck einen erheblichen Anteil. Die manchmal minimalistische Ausdrucksweise beschönigt nicht und schmückt wenig aus. Sie stellt in wenigen Worten die Situation dar und zwar genau so wie sie ist.

Erschreckend

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[Rezension] „Friends – küssen unmöglich“, Tina Eugen

Ausgabe: TaschenbuchFriends Küssen unmöglich
Seiten: 305
Verlag: Tina Eugen (Nova MD)
Erscheinungstermin: 25. Januar 2019
ISBN-10: 3964435198
ISBN-13: 978-3964435194
Von der Autorin empfohlenes Alter: Ab 15 Jahren
Herkunft: Rezensionsexemplar von authors-assistant
Sterne: 4 von 5

Toller Einstieg, tolle Figuren

Der Einstieg war schon irgendwie beklemmend, denn ich lernte Judith, die weibliche Hauptfigur der Geschichte, in einer sehr schlechten Phase ihres Lebens kennen. Sie hatte gleich zwei Schicksalsschläge zu verkraften, die ihr schwer zu schaffen machten und gleichzeitig musste sie ihrem Job nachgehen, der nicht gerade unanstrengend war. Hier legte die Autorin nicht nur viel Authentizität in die Figur, sondern auch in die Geschichte an sich.
Unterstützung erhält sie u.a. von ihrem besten Freund Leon. Anfangs dachte ich noch, dass er hier den „Ich-bin-so-toll“-Kerl miemt und nur da ist, um Judith den Kopf zu verdrehen. Letztlich muss ich mich korrigieren, denn die Autorin hatte wohl anderes mit ihm vor. Sie legte den Fokus zunächst mehr auf Hilfe und Unterstützung für Judith und so kam es, dass Leon sie nicht vom Fleck weg umhaute, sondern ihr eher zu neuer Kraft verhalf und sie strahlen ließ.

Interessant und nicht vorhersehbar

Es gab noch diverse andere Figuren, die ich sehr interessant fand. Einige davon waren mir sehr sympathisch, andere unsympathisch und von einigen wusste ich lange nicht, was ich von ihnen halten sollte. Es war aber lediglich eine Figur dabei, von der ich ein klein wenig mehr hätte erfahren wollen, um sie noch besser einordnen zu können. Allen gemein war allerdings, dass sie der Geschichte eine ganz besondere Würze gaben. Daher nahm die Geschichte einen sehr kurvigen Verlauf und ich wusste nie so recht, wie das ganze ausgehen wird.

Bis zum Schluss wunderbar

Es war letztlich bis zum Ende so, dass ich immer wieder überrascht wurde. Die Autorin hat es wirklich toll verstanden kleine Schockmomente einzubauen, die mich (und auch einige der Figuren) vollkommen verunsicherten. Trotzdem blieb die Geschichte glaubhaft, nachvollziehbar und schoss nicht über das Ziel hinaus. Sie bestach durch eine abwechslungsreiche, emotionsgeladene Mischung aus Trauer, Wut, Humor, Liebe und dergleichen mehr.
Anfangs musste ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen, aber dann war es ein absoluter Lesegenuss, daher: kuschelt euch ein und gönnt euch dieses Buch mit wunderbar winterlichem Setting.

 

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[Rezension] „Die Antwort auf vielleicht“, Hendrik Winter (Bastei Lübbe)

Ausgabe: ebook Die Antwort auf vielleicht
Seitenanzahl der Taschenbuchausgabe: 432
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 31. Januar 2019
ISBN-10: 3404177657
ISBN-13: 978-3404177653
Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Herkunft: Leserunden- und Rezensionsexemplar des Verlages
Sterne: 5 von 5

ACHTUNG: Spoilergefahr (es geht diesmal leider nicht ganz ohne)

Eine wahre Geschichte

Bevor man diese Geschichte liest ist es vielleicht gut zu wissen, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Der Autor hat (fast) alles genau so erlebt und gewährte mir als Leserin somit einen Einblick in seine private Vergangenheit.

Beklemmend und doch irgendwie hoffnungsfroh

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[Rezension] „Winterreise: Galway Girl“, Tanja Bern (EDEL Elements)

Format: Kindle EditionWinterreise Galway Girl
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 148 Seiten
Verlag: Edel Elements
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2019
ASIN: B07MJBVB5Q
Herkunft: gekauft
Sterne: 5 von 5

Auftakt einer neuen Reihe

Mit dem ersten der vier Jahreszeitenromane entführt Tanja Bern den Leser in das verschneite Galway/Irland.
Schon direkt am Anfang hat Sínead, die weibliche Hauptfigur des Romans, ihre erste Bürde zu tragen, denn sie verlässt ihren Verlobten. Fast keine der Buchfiguren versteht diesen Schritt, aber als Leser wird schnell klar, warum es vermutlich so kommen musste. Ich zumindest habe es nicht nur geahnt, sondern auch erhofft. Was sich noch alles daraus entwickeln sollte, konnte ich allerdings nicht vorhersehen.

Voller Gefühl

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[Rezension] „Die Sprache der Menschlichkeit“, Christie Watson (Goldmann)

Ausgabe: gebunden mit Schutzumschlagdiesprachedermenschlichkeit
Seiten: 384
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 29. Oktober 2018
ISBN-10: 3442314739
ISBN-13: 978-3442314737
Herkunft: Rezensionsexemplar des Verlages
Sterne: 4 von 5

Eine Autobiographie

Ich muss gestehen, dass ich mit bestimmten Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin. Ich habe eine Diskussion über verschiedener Punkte zur Ethik und Moral in der Pflege erwartet. Was läuft richtig, was falsch, warum sollte man und wie kann man etwas ändern? Wo sollte man das eigene Tun in Frage stellen, wie kann man neu gesteckte Ziele erreichen? Wie gelingt eine gute Sozialhygiene? Die Liste kann beliebig erweitert werden.
Dass es sich hier vorrangig um eine Autobiographie handelt, war mir vorher nicht ganz klar. Trotzdem wurden viele meiner Fragen beantwortet. Dies geschah alleine dadurch, dass ich miterleben durfte, wie andere Pflegende oder auch die Autorin selbst in den verschiedenen Situationen handelten.

Menschlich und echt

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[Rezension] „Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder“, Petra Schier (Mira)

Taschenbuch: 336 SeitenVier Pfoten für ein Weihnachtswunder
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2018
ISBN-10: 9783956498350
ISBN-13: 978-3956498350
Herkunft: Autorin
Sterne: 5 von 5

Eine Leseprobe gibt es beim Verlag

Der Weihnachtsmann ist wieder da

Ich liebe die Weihnachtsgeschichten von Petra Schier, das ist nichts Neues. Jeden Herbst warte ich daher sehnlichst auf das nächste Buch, und ich nehme schon mal vorweg, dass ich auch dieses mal nicht enttäuscht wurde.
Am Anfang dachte ich noch kurz „nanu, wo ist er denn?“, aber dann waren alle wieder da: Der Weihnachtsmann, diesmal samt Christkind, ein süßer Hund und jemand, der hoffentlich zufrieden gestellt und sein Wunsch erfüllt werden konnte.

Eine herzerwärmende Geschichte

Als erstes lernte ich Laura kennen, die aus beruflichen und privaten Gründen einen Standortwechsel vornehmen musste. Ihre Geschichte bewegte mich sehr, und ich fand sie als Person insgesamt sehr authentisch. Nachdem sie in der neuen Stadt angekommen war, traf sie auf Justus Sternbach, den Sohn ihres neuen Arbeitgebers. Auch ihn schloss ich schnell ins Herz, wie überhaupt alle Sternbachs, die teilweise für einiges Chaos sorgten. Ich kann von keiner der tragenden Haupt- und Nebenfiguren behaupten, dass sie mir unsympathisch war. Alle und alles passte wieder einmal perfekt zusammen, so wie ich es von der Autorin gewohnt bin.
Es entspann sich eine wunderschöne, rührende, herzige Geschichte, die nie langweilig wurde. Dafür sorgten unter anderem auch die Abschnitte, in welchen der Weihnachtsmann das Zepter übernahm und natürlich Hundedame Lizzy. Es ist zu schön zu lesen und immer ein Highlight, wenn Petra Schier ihren heimlichen Haupt- oder tragenden Nebenfiguren eine Stimme gibt.

Nie mehr „ohne“

Die Handlung war einfacher gehalten und ich wusste eigentlich auch schon vorher, wohin die Reise gehen bzw. das ganze führen würde. Doch wer Petra Schiers Romane kennt, der weiß wie toll sie Personen, Umgebungen und Situationen beschreibt, wie wunderbar sie den Weihnachtsmann und ihre stets süße Hundefigur einbaut. In ihren bisherigen Weihnachtsromanen war der Weg das Ziel, und dieser Weg war stets ein Vergnügen mit hohem Wohlfühlfaktor. Das ist ihr auch mit diesem Roman wieder eindeutig gelungen!
Daher rate ich zum einkuscheln und loslegen, um schon mal in weihnachtlich-romantischen Gefühlen zu schwelgen.

 

 

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