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Schlagwort-Archive: Krimi

[Rezension] "Glück Auf – Oje du fröhliche", Petra Steps (Gmeiner)

Ausgabe: TaschenbuchGmeiner
Seiten:
281
Verlag: Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2019
ISBN-10: 3839225280
ISBN-13: 978-3839225288

Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

Literarischer Adventskalender

Dieses Buch besteht aus insgesamt 24 kleinen, kriminellen Geschichten, die sehr gut in die Adventszeit passen. Man kann dieses Buch durch die passende Anzahl der Geschichten wunderbar als Adventskalender lesen, aber ich habe mir einfach jeden Tag mehrere dieser kleinen Geschichten gegönnt.

Spielort: Erzgebirge

Die Kurzkrimis haben alle einen regionalen Bezug zum Erzgebirge. Vor jeder Geschichte ist verzeichnet, in welcher Stadt man sich gerade befindet. Auch wenn ich mich im Erzgebirge überhaupt nicht auskenne fand ich das eine sehr schöne Idee. Abgesehen davon verbindet man diese Region irgendwie automatisch mit Weihnachten, aber nicht zwangsläufig mit kriminellen Machenschaften, was Geschichten ungleich interessanter machte.

Abwechslungsreich

Neben Petra Steps haben sich 10 Autoren an diesem Buch beteiligt. Ich persönlich finde solche Anthologien immer sehr schön, weil durch die unterschiedlichen Ideen, sowie der anderen Sicht – und Schreibweise fast von sich aus gewährleistet ist, dass es vielfältig wird und so war es dann auch… Ich fand die Geschichten sehr abwechslungsreich und oftmals überraschend. Jede Geschichte lies dabei den kriminellen Touch und manchmal auch ein Schmunzeln nicht vermissen.
Ich kann diese weihnachtlich angehauchte, kriminelle Anthologie sehr empfehlen.

 

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Adventskalendertürchen Nr. 3 – Buchvorstellung

Herzlich Willkommen zum dritten Türchen des Adventskalenders!

Wen wundert es… auch die vorweihnachtliche Zeit ist für mich die Zeit, in der ich gerne lese. Daher freut es mich immer besonders, wenn ich Bücher finde, die ein zusätzliches, weihnachtliches Flair zaubern.
Es gibt auch immer mehr Krimis, die weihnachtlich und spannend zugleich daher kommen und drei davon möchte ich heute vorstellen.

[WERBUNG wg. Verlinkung]

Lasst uns tot und munter sein, Elke Pistor (emons)

Inhaltstext:Lasst uns tot und munter sein
Beschauliche Adventszeit? Von wegen! Für Immobilienmakler Korbinian Löffelholz läuft es gerade richtig schlecht. Er muss noch vor Heiligabend eine alte Dorfvilla verkaufen, sonst ist er seinen Job los. Dumm nur, dass der Mieter der Villa erschlagen im Arbeitszimmer liegt – Hauptverdächtiger: Korbinian. Zum Glück schneidet ein Schneesturm das Dorf von der Außenwelt ab, und die Polizei kommt nicht durch. Um seine Unschuld zu beweisen, macht sich Korbinian selbst auf die Suche nach dem wahren Mörder. Zu spät erkennt er die Gefahr, die hinter der weihnachtlichen Idylle lauert.
Broschur, 256 Seiten, ISBN 978-3-7408-0671-2
Eine Lese- oder Hörprobe gibt es bei emons (externer Link)

_____________Gmeiner

 

Glück auf – Oje du fröhliche, Petra Steps (Gmeiner)

Inhaltstext:
Tot statt fröhlich!  Wenn es ein Weihnachtsland gibt, dann das Erzgebirge. Das Thema hat Ganzjahrescharakter, nicht nur als Geschäftsmodell und Lockmittel. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass die Idylle trügen kann: Nicht jeder erträgt den bisweilen zwangsverordneten Weihnachtsfrieden. Zugereiste und Gäste verschärfen Konflikte noch. Wen wundert es also, wenn Weihnachtsmärkte als Ausgangspunkt für Verbrechen dienen, erzgebirgische Volkskunst zweckentfremdet eingesetzt wird oder ein Weihnachtsessen eskaliert.
Paperback, 281 Seiten, ISBN 978-3-8392-2528-8
Eine Leseprobe gibt es beim Gmeiner-Verlag (externer Link)

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Advent, Advent, die Zeche brennt, Margit Kruse (Gmeiner)

Inhaltstext:Gmeiner
Zimtsternglitzern
  Das Ruhrgebiet und seine Randgebiete sind ein gefährliches Pflaster geworden, besonders zur Weihnachtszeit. 24 mörderische Geschichten aus dem Pott für die schauerlich-schönste Zeit des Jahres. Kurzkrimis von Äxten, Wummen, Gürteln, Gift und Wunschzetteln aus den Straßen der Ruhrmetropole. Morgen, Kinder, wird’s was geben: In der besinnlichen Adventszeit wird vergiftet, gemeuchelt und verscharrt, bis der Christbaum die Nadeln verliert. Nicht nur Gänse und Karpfen segnen das Zeitliche.
Paperback, 352 Seiten, ISBN 978-3-8392-2499-1
Eine Leseprobe gibt es beim Gmeiner-Verlag (externer Link)

Wer bis hierhin gelesen hat, wartet vielleicht noch auf einen Hinweis 😉 Gestern startete ja die erste Advent-Verlosung und ich versprach, dass ich heute noch etwas zum Book-Blind-Date verraten würde.
Nun… wie man vermutlich unschwer erahnen kann:
Hinter dem Book-Blind-Date, welches es seit gestern zu gewinnen gibt, verbirgt sich eins der hier vorgestellten Bücher 🙂

 

 

 

 
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Verfasst von - 03/12/2019 in Bücher, Gewinnspiele, Krimi

 

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Adventskalendertürchen Nr. 2 – Verlosung

Herzlich Willkommen!
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Kaum hat der Adventskalender begonnen, gibt es auch schon die erste Verlosung 🙂 Ich habe (hoffentlich) schöne Bücher besorgt, die einen Besitzer suchen – also ran… Die Karte auf dem Bild kann übrigens variieren.
Wie man sieht, ist es ein Book-Bind-Date, aber ich verrate schon mal, dass es sich um einen weihnachtlichen Krimi handelt. Genaueres, aber auch nichts konkretes wird morgen noch zu erfahren sein, wenn sich das dritte Türchen öffnet.

Hinterlass einfach einen Kommentar wie „Hey, ist ja toll!“, „Da bin ich dabei!“ oder etwas in der Art und schon wanderst du in den Lostopf.

Teilnahmebedingungen und Datenschutz

  1. Dieses Gewinnspiel wird von lesen und mehr organisiert und steht in keiner Verbindung mit Facebook und wird auch nicht von Facebook unterstützt (auch wenn es dort gepostet wird).
  2. Daten, die im Gewinnfall weitergegeben wurden, werden nicht für weitere Zwecke entfremdet. 4 Wochen nach Gewinnversand, werden die Daten gelöscht.
  3. Im Gewinnfall erklärt sich der Gewinner bereit, seine Daten für den Versand des Gewinns, zur Verfügung zu stellen.
  4. Weitere Informationen zum Datenschutz von „lesen und mehr“ finden sich in der Datenschutzerklärung.
  5. Der Gewinner muss sich im angegebenen Zeitraum (steht im Auslosungspost) selber melden, um Adressdaten zu hinterlassen
    Gewinner werden in der Regel öffentlich genannt (Name, der für die Bewerbung benutzt wurde)
  6. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird automatisch bestätigt, das man das 18. Lebensjahr erreicht hat und voll geschäftsfähig ist.
    Teilnehmer unter 18 Jahren müssen eine Erlaubnis haben und auf Nachfrage eine Einverständniserklärung der Erziehungs- /Sorgeberechtigten vorlegen.
  7. Der Gewinnversand erfolgt als Bücher-/Warensendung und ausschließlich nach Deutschland
  8. Für einen Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
  9. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  10. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  11. Das Gewinnspiel läuft von 02.12.2019 bis 07.12.2019, 23.59Uhr
    Der Gewinner wird bis Dienstag, den 10.12.2019 auf dem Blog bekannt gegeben

    Auf die Kommentare, fertig los…. Ich wünsche viel Glück!
 
27 Kommentare

Verfasst von - 02/12/2019 in Bücher, Krimi

 

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[Rezension] „Verborgen im Gletscher“, Arnaldur Indriðason (Lübbe)

Ausgabe: gebundeneVerborgen im Gletcher
Seiten: 368
Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2019
ISBN-10: 3785726570
ISBN-13: 978-3785726570

Herkunft: Leserunde (lesejury)
Sterne: 4 von 5

Interessanter Anfang

Der Einstieg in dieses Buch versprach sehr viel. Es kam ziemlich zügig zum Fund der Leiche, wobei es sich der Autor nicht hat nehmen lassen, ein klein wenig Klimawandel in die Geschichte einzuflechten. Ein Thema, welches die Isländer in besonderem Maße betreffen dürfte, von daher fand ich das o.k. und den Hergang mehr als vorstellbar.

Eckige Figuren

Ich finde es immer schön, wenn Figuren in einer Geschichte etwas Besonderes haben. Was alle Figuren dieser Geschichte gemeinsam hatten war, dass sie irgendwie eine negative Grundstimmung ausstrahlten. Sie wirkten in weiten Teilen düster, ein wenig verkniffen und mit ihrem Leben nicht ganz im Einklang. Hinzu kam, dass es wirklich viele Figuren waren, die hier eine Rolle spielten. Das machte das Lesen nicht gerade einfacher, denn man hatte sich viele Namen und die entsprechenden Hintergrundinformationen zu merken. Teilweise stammten diese aus der Gegenwart, teilweise aber auch aus der Vergangenheit und ich habe mich manchmal im Nachhinein gefragt, ob diese ganzen Informationen mich wirklich in der Geschichte weitergebracht haben. Ich bin immer noch unschlüssig, denke aber, dass dem Buch 50 Seiten weniger auch nicht unbedingt geschadet hätten.

Ruhiger als erwartet

Wie schon erwähnt, fand ich den Einstieg in die Geschichte wirklich gut und so ging es mir auch mit dem Ende, wie ich schon mal vorweg nehmen möchte. Diese beiden Abschnitte fand ich spannend, so wie ich es von einem Krimi erwarte.
Der Mittelteil, damit meine ich gleichzeitig den Hauptpart der Geschichte, war eher erzählender Natur. Hier wurde sehr viel über die Ermittlungsarbeit geschrieben, die ich allerdings etwas zäh fand, außerdem gibt es Rückblicke, die den Ermittler a.D. Konráð betrafen. Zugegebenermaßen war das nicht uninteressant, aber es zog sich etwas in die Länge und nam der Geschichte dadurch einen Teil der Spannung, was ich sehr schade fand.

Insgesamt betrachtet fand ich den Krimi gut. Man muss sich damit arrangieren können, das die Geschichte in weiten Teilen von Hintergrunderzählungen begleitet wird. Auch die teilweise vorherrschende Düsterheit der Figuren sollte man aushalten können, dann wird man diesen Krimi bestimmt gerne lesen.

 

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[Buchmesse-Nachlese] Das war mein Freitag

Nachdem ich am Vortag schon einige Veranstaltungen besucht habe, stand auch dieser Tag wieder im Zeichen von Bloggerveranstaltungen und Lesungen.

Conte Verlag

Bild: Danke an Tanja hasirasi ❤

Zunächst ging es für mich zu Conte, ein Verlag, von dem ich bisher noch nicht so viel gelesen habe, was sich allerdings jetzt ändern wird.
Mit einer ganzen Gruppe von Bloggern traf ich mich dort mit der Schauspielerin und Autorin Isabella Archan, die ihren neuen Willa-Stark-Krimi „Ein reines Wesen“ vorstellte und über sich und ihr Leben plauderte. So erzählte sie, dass sie bereit im Alter von 15 Jahren am Grazer Schauspielhaus auftrat. Obwohl sie einst vorhatte Medizin zu studieren, ging sie von dort aus weiter ans Wiener Volkstheater, es folgten Auftritte in verschiedenen Serien und einem Kinofilm, bevor es sie an das Stadttheater in Luzern/Schweiz zog. Sie erzählte mit einem Schmunzeln, dass sie sogar schon Harald Krassnitzer (damals Faust, jetzt Tatort Kommissar) geküsst habe, als sie am Staatstheater Saarbrücken tätig war und das Gretchen in Goethes Faust spielte. Ihr zuzuhören hat viel Spaß gemacht. Mit anwesend war auch Tanja Karmann, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Conte zuständig ist. Sie stellte uns noch die genreübergreifende Kurzgeschichtensammlung „Der unmögliche Mord“ vor, die sie herausgegeben hat. Auch hieran ist Isabella beteiligt und neben ihr noch 14 weitere AutorInnen, darunter Markus Heitz und Sonja Rüther.

Danach verschlug es mich zunächst zur ARD-Bühne, wo Dennis Scheck Cannabis Connectionmit Christian Seiler sprach („Alles Gute: Die Welt als Speisekarte“) und später noch ins Lesezelt. Hier präsentierten Thomas Hoeps und Jac. Toes ihr Buch „Die Cannabis-Connection“. Neben einer Lesung aus dem Krimi gaben sie interessante Fakten zur Drogenszene zum besten und räumten auch das eine oder andere Klischee aus. Es war sehr interessant…

Danach ging es weiter zur Lesung von Marah Woolf, Ava Reed, Rose Snow-Anna Pfeffer und Katharina Herzog und auch hier wurde es kurzweilig 🙂 Alle vier (bzw. fünf) Autorinnen lasen aus ihren Büchern und erzählten etwas aus ihrem Leben. Damit ja keiner einschlief, wurde das Ganze von lustigen Spielchen unterbrochen. Ich kannte bereits drei der vorgestellten Bücher, darunter „Ashes & Souls“, „Ein Augenblick für immer“ und „Tausend mal schon“ und kann alle drei empfehlen! „Tausend mal schon“ ist dabei das einzige „stand-alone“ für all jene, die gerne oder lieber Einzelbücher lesen. Wobei ich persönlich anmerken möchte, dass sich die Autorin ein kleines Hintertürchen offen gelassen hat 😉Austrian Writers Club

Als letzte Station ging es dann zum Bloggertreffen von Emons. Es nannte sich „Austrian Writers Club“, denn mit Michaela Kastel, Berhard Hofer und Andrea Nagele waren drei österreichische Meister des Crime Noir anwesend. Sie wohnen nicht mehr alle (dauerhaft) in Österreich, fühlen sich der Heimat dennoch anhaltend verbunden. Die drei AutorInnen interviewten sich selbst im lockeren Wechsel und sprachen über ihr Leben, ihre Schreib- und Lesevorlieben und natürlich ihre neuen Bücher. „Worüber wir schweigen“ von Michaela Kastl habe ich schon gelesen und fand es sehr gut (hier die Rezension), die anderen beiden Bücher hörten sich aber auch so toll an, dass ich sie unbedingt haben wollte. Berhard Hofers „Tannenfall“ ist eine Premiere und der Auftakt zu einer Trilogie (mit Option auf einen vierten Band), während Andrea Nagele mit ihren Grado-Krimis schon zu den etablierten Autorinnen gehört. Mit „Grado im Sturm“ ist bereits der vierte Band erschienen, doch ich habe mir sagen lassen, dass sich alle Bücher auch solo lesen lassen. Auch das Rahmenprogram war typisch österreichisch geprägt, denn als kleine Aufmerksamkeit gab es Gösser-Bier und Mannerschnitten, während wir den Gesprächen lauschten.

Jugendliteraturpreis LebenswerkLetztlich besuchte ich an diesem Tag noch die Verleihung des deutschen Jugendliteraturpreises im Congress-Center. Durch die Veranstaltung führte, wie schon in den letzten Jahren, die Journalistin und Moderatorin Vivian Perkovic. Es folgten verschiedene Redner, darunter die Bundesministerin Dr. Franziska Giffey, die Schirmherrin der Veranstaltung.
Es war ein sehr schöner und gelungener Abend, mit einigen Überraschungen. Das betraf nicht nur die Preisträger, sondern bemerkenswert fand ich unter anderem die Eingangsrede des Vorsitzenden des Arbeitskreises für Jugendliteratur Ralf Schweikart.

Wer mehr wissen möchte, der kann sich das abschließende Video anschauen – viel Spaß!

 

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[Rezension] „Zechentod“, Sylvia Sabrowski (Gmeiner)

Ausgabe: TaschenbuchZechentod
Seiten: 224
Verlag: Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum: 14. August 2019
ISBN-10: 3839225205
ISBN-13: 978-3839225202

Herkunft: lovelybooks Leserunde
Sterne: 5 von 5

Spannend von Anfang an

Als Region für diesen Krimi hat die Autorin vorwiegend die Städte Bottrop, Kirchhellen, sowie die Zeche Prosper Haniel gewählt. Da ich selber aus der Nähe komme, freute ich mich sehr auf das lesen und wurde nicht im geringsten enttäuscht! Auch wenn einige Strukturen vereinfacht wurden, um eine bessere Lesbar- und Verständlichkeit herzustellen, fand ich alles sehr gut und plausibel dargestellt. Was mich sehr begeistert hat, war der von Anfang an herrschende Spannungseffekt. Dieser entstand hauptsächlich aus kleinen, durch Kursivschrift abgegrenzten Abschnitten, die scheinbar einen Mord nachzeichneten, bzw. die Gedanken des Mörders offen legten. Was es damit auf sich hatte konnte ich allerdings nach und nach erst erahnen, wodurch sich die Spannungskurve konstant aufrecht hielt. Abgesehen davon fühlte ich mich das eine oder andere Mal doch recht aufs Glatteis geführt, was das miträtseln ungleich interessanter machte

Unterhaltsam

Neben der Spannung fand ich die Geschichte allerdings auch überaus unterhaltsam und lehrreich. Man erfährt viel über den Bergbau und die Mentalität der Bergleute. Besonders toll fand ich auch den Abschnitt über die Bergmannskluft, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der heiligen Barbara steht. Was mich sehr überrascht hat war, das zwar die beiden Hauptfiguren (Liesa und Timo) das Geschehen und die Ermittlungsarbeit leisten, die Nebenfiguren ihnen aber in nichts nachstehen. Fast das Gegenteil war der Fall, denn die sie sorgten hauptsächlich dafür, das der Geschichte der typische regionale Touch verliehen wurde. Diese Figuren sind typische „Ur-Ruhris“, ein Menschenschlag der zwar nicht mehr häufig vorkommt, den es aber immer noch hier und da gibt. Es machte einfach Spaß ihre Unterhaltungen im typischen und sehr eigenen Dialekt zu verfolgen. Manchmal musste ich wirklich lachen, weil sie in ihrer pragmatischen, unkomplizierten, unverblümten und bodenständigen Art so authentisch wirkten.

Sehr emotional

Bei einem Krimi ist es ja häufig so, dass man miträtselt wer der Mörder sein könnte und das es den Leser auch teilweise gruselt. Ein leichter Gruselfaktor war unbestritten vorhanden, durch die schon erwähnten Abschnitte in Kursivschrift, was ich allerdings nicht erwartet hätte war, dass mich dieser Krimi auch (fast) zu Tränen rühren würde. Als es im hinteren Teil um die Schließung der letzten Zeche ging, die ja wirklich letztes Jahr im Dezember vollzogen wurde, musste ich schon sehr schlucken und an mich halten. Diesen Teil fand ich nicht nur sehr gut, sondern auch sehr emotional geschrieben. Ich habe dieses Geschehen damals nur im Fernsehen verfolgt, konnte mich aber noch gut an die Emotionalität erinnern, die dieses Ereignis mit sich brachte. Die Autorin hat es hervorragend verstanden, diese Gefühle erneut wach zu rufen. Ein toller Regionalkrimi, den ich jedem ans Herz legen möchte, der mal in den Bergbau und/oder das Ruhrgebiet hinein schnuppern möchte. Spannend, ehrlich, emotional und authentisch!

 
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Verfasst von - 27/09/2019 in Bücher, Krimi

 

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[Rezension] „Die Peer Gynt Papers“, Rainer Doh (Parlez)

Ausgabe: broschiertDie Peer Gynt Papers
Seiten:
400
Verlag: Parlez Verlag
Erscheinungsdatum: 1. April 2019
ISBN-10: 3863270525
ISBN-13: 978-3863270520

Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

(Nicht nur) ein Norwegen-Krimi

Die Menschheit benötigt Rohstoffe, das ist nichts Neues. Genau damit startet das Buch, in dem bekanntgegeben wird, dass ein neues, riesiges Erdgasvorkommen entdeckt wurde.
Schon kurz darauf nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Dieser Krimi startet in Norwegen, doch schon bald wird klar, dass sich dieser Fall nur auf globaler Ebene lösen lässt. So findet man sich irgendwann noch in anderen europäischen Ländern wieder, unter anderem In der Schweiz und Spanien. Dreh und Angelpunkt bleibt aber nichtsdestotrotz Norwegen.

Tolle Charaktere

Die Figuren, egal ob Haupt oder Nebenfiguren, haben mich in diesem Buch sehr begeistert. Direkt am Anfang hat mich eine Nebenfigur sogar schmunzeln lassen, weil ich sie zunächst sympathisch fand, dann aber erkennen musste, dass man mich vollkommen aufs Glatteis geführt hat. Nicht was die Sympathie betrifft, sondern… Das werde ich nicht verraten, denn das sollte aber jeder Leser selber herausfinden.
Arne Jacobsen bestimmt als ermittelnder Beamter das Geschehen. Dass er aus der Provinz kommt, machte ihn nur ungleich sympathischer.

Spannend, aber nicht unkompliziert

Dieser Krimi hält die Spannung bis zum Schluss, obwohl man als Leser manchmal mehr weiß als der ermittelnde Beamte selber, da zwischen einzelnen Szenen hin und her gesprungen wird. Trotzdem wurde ich immer wieder überrascht.
Was mir anfangs nicht ganz so leicht fiel war die norwegische Gepflogenheit, dass sich die handelnden Figuren prinzipiell mit ‚du‘ Ansprachen, unabhängig vom Rang oder dem Beziehungsstatus untereinander. Fand ich nicht unsympathisch, aber in Deutschland ist hier doch eher dass ‚Sie‘ gebräuchlich. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, dass das allerdings einen Teil der Authentizität der Geschichte ausmacht.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft allerdings die Handlung selbst. So spannend die Geschichte auch war, im hinteren Teil wird sie doch manchmal recht verworren, so dass ich höllisch aufpassen musste alles mitzubekommen.

Trotz der leisen Kritik kann ich diesen Krimi empfehlen, denn ich habe ihn sehr gerne gelesen, fand ihn spannend und ich fühlte mich gut unterhalten.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 19/09/2019 in Bücher, Krimi, Rezension

 

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