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Archiv der Kategorie: Rezension

[Rezension] „Die Peer Gynt Papers“, Rainer Doh (Parlez)

Ausgabe: broschiertDie Peer Gynt Papers
Seiten:
400
Verlag: Parlez Verlag
Erscheinungsdatum: 1. April 2019
ISBN-10: 3863270525
ISBN-13: 978-3863270520

Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

(Nicht nur) ein Norwegen-Krimi

Die Menschheit benötigt Rohstoffe, das ist nichts Neues. Genau damit startet das Buch, in dem bekanntgegeben wird, dass ein neues, riesiges Erdgasvorkommen entdeckt wurde.
Schon kurz darauf nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Dieser Krimi startet in Norwegen, doch schon bald wird klar, dass sich dieser Fall nur auf globaler Ebene lösen lässt. So findet man sich irgendwann noch in anderen europäischen Ländern wieder, unter anderem In der Schweiz und Spanien. Dreh und Angelpunkt bleibt aber nichtsdestotrotz Norwegen.

Tolle Charaktere

Die Figuren, egal ob Haupt oder Nebenfiguren, haben mich in diesem Buch sehr begeistert. Direkt am Anfang hat mich eine Nebenfigur sogar schmunzeln lassen, weil ich sie zunächst sympathisch fand, dann aber erkennen musste, dass man mich vollkommen aufs Glatteis geführt hat. Nicht was die Sympathie betrifft, sondern… Das werde ich nicht verraten, denn das sollte aber jeder Leser selber herausfinden.
Arne Jacobsen bestimmt als ermittelnder Beamter das Geschehen. Dass er aus der Provinz kommt, machte ihn nur ungleich sympathischer.

Spannend, aber nicht unkompliziert

Dieser Krimi hält die Spannung bis zum Schluss, obwohl man als Leser manchmal mehr weiß als der ermittelnde Beamte selber, da zwischen einzelnen Szenen hin und her gesprungen wird. Trotzdem wurde ich immer wieder überrascht.
Was mir anfangs nicht ganz so leicht fiel war die norwegische Gepflogenheit, dass sich die handelnden Figuren prinzipiell mit ‚du‘ Ansprachen, unabhängig vom Rang oder dem Beziehungsstatus untereinander. Fand ich nicht unsympathisch, aber in Deutschland ist hier doch eher dass ‚Sie‘ gebräuchlich. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, dass das allerdings einen Teil der Authentizität der Geschichte ausmacht.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft allerdings die Handlung selbst. So spannend die Geschichte auch war, im hinteren Teil wird sie doch manchmal recht verworren, so dass ich höllisch aufpassen musste alles mitzubekommen.

Trotz der leisen Kritik kann ich diesen Krimi empfehlen, denn ich habe ihn sehr gerne gelesen, fand ihn spannend und ich fühlte mich gut unterhalten.

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2 Kommentare

Verfasst von - 19/09/2019 in Bücher, Krimi, Rezension

 

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[Kurz-Rezension] „Sascha, Oligarch von Moskau“, Rhiana Corbin

Format: eBookSascha Oligarch von Moskau
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 108 Seiten
ASIN: B07Q14LT28

Herkunft: gekauft
Sterne: 5 von 5

Am Anfang ging alles recht schnell.
Katharina und Sascha treffen zügig aufeinander. Ich ging jetzt davon aus, dass es sich um eine recht schnell voranschreitende Liebesgeschichte handeln würde, doch dem war nicht ganz so. Die Autorin hatte ihre Protagonisten mit einigen Geheimnissen ausgestattet, die man erst im Verlauf der Geschichte entschlüsselte. War das eine oder andere von vornherein noch etwas offensichtlicher, wurde ich trotzdem von anderen Begebenheiten sehr überrascht. Obwohl die Geschichte recht geradlinig zu verlaufen schien, konnte ich mir nie so ganz sicher sein was als nächstes passieren würde. Daher gab es im Verlauf immer wieder Raum für Spekulationen, was mir sehr gefallen hat.

Eine sehr schöne Bedtime-Novel, von der ich mich sehr gut unterhalten fühlte. Schade dass die Geschichte so schnell zu Ende war. Sie hätte von mir aus gerne noch ein paar Seiten mehr haben können.
Wer auf unterhaltsame Liebesgeschichten mit einem Hauch Erotik steht, der sollte hier zugreifen.

 
 

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[Rezension] „Generation Weltuntergang“, Stefan Bonner/Anne Weiss (Droemer TB)

Ausgabe: TaschenbuchGeneration Weltuntergang
Seiten:
320
Verlag: Droemer TB
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2019
ISBN-10: 3426301989
ISBN-13: 978-3426301982

Herkunft: jellybooks
Sterne: 5 von 5

Überarbeitete Neuausgabe

Dieses Buch erschien bereits 2017 unter dem Titel ‚Planet planlos‘.
Der ursprüngliche Titel trifft vielleicht auch nicht mehr ganz den Nerv der Zeit, denn planlos sind wir keineswegs. Wir haben einen Plan, wir sind nur zu bequem aus unserer Komfortzone heraus zu treten. Daher finde ich den jetzigen Titel ‚Generation Weltuntergang‘ besser, denn wir sind scheinbar nicht willens und in der Lage etwas an unserer Situation zu ändern. Das klingt vielleicht etwas pathetisch, aber nicht nur das Buch lies mich zu der Überzeugung gelangen, dass der Zeiger auf kurz vor 12 steht.

Erschreckend

Nicht erst seit den Debatten um den Klimawandel und seine Folgen oder die ansteigende Popularität von Greta Thunberg wissen wir um die Gefahren, die der Klimawandel mit sich bringt. Wir sehen die Auswirkungen schon seit Jahren, jedoch nehmen viele die Ursachen nicht wirklich wahr.
In diesem Buch werden dem Leser die Katastrophen der letzten Jahre und Jahrzehnte noch mal vor Augen geführt. An manches erinnerte ich mich noch sehr gut, wie z.b. an die verheerenden Verwüstungen durch einen Hurrikan auf Haiti oder die Aussage, dass es einige Inseln bald nicht mehr geben wird. Doch dieses Buch geht noch weiter und schildert auch Einzelschicksale, von denen mir bisher nichts (mehr) bekannt war. Woran das liegt, das bleibt der Interpretation des Lesers überlassen. Mag sein, dass ich sie gar nicht richtig wahrgenommen habe. Ich war an manchen Stellen aber auch überzeugt davon, dass die Politik eventuell gar nicht wollte, dass einige Fälle davon publik werden. Ich bin mir allerdings auch unsicher, ob eine öffentliche Darstellung dieser Einzelschicksale etwas an unserer Einstellung geändert hätte.

Macht nachdenklich

Stefan Bonner und Anne Weiss haben es für meine Begriffe wieder unnachahmlich geschafft, dieses schwierige Thema gesellschaftstauglich und für alle verständlich zu Papier zu bringen. Aufgelockert wird dieses komplexe Thema durch den autoreneigenen Humor und das eine oder andere Augenzwinkern. Dadurch lässt sich das Buch leichter lesen, verliert allerdings nicht an seiner Brisanz. Die genannten Beispiele sind gut recherchiert und sehr plastisch dargestellt, so dass man sich direkt in der Situation wiederfindet und sie noch einmal Revue passieren lassen kann. Ich muss gestehen, dass ich das eine oder andere Mal doch ziemlich geschockt war.
Es werden auch Experten zitiert, die zeitnah oder schon vor etlichen Jahren etwas zu der Thematik geäußert haben. Manchmal war es mir unverständlich, dass die Politik nicht schon viel früher reagiert hat, wobei das eventuell mit der schon oben angesprochenen Komfortzone und wirtschaftlichen Interessen zu tun hat.
Letztlich gibt es noch einen Leitfaden der darlegt, was jeder einzelne tun kann und sollte, um den Klimawandel aufzuhalten. Diesen Abschnitt hätte ich persönlich jetzt nicht gebraucht, denn einiges erklärt sich einfach von selbst, wenn man mit wachen Augen und Ohren durch die Gegend läuft und die Nachrichten verfolgt. Andererseits muss ich gestehen, dass dieser Abschnitt das Buch irgendwie abrundet.

Ich finde, dass viel mehr Leser sich diesem Buch widmen sollten! Es ist wichtig dass wir uns vor Augen führen, was schon passiert ist und was alles noch passieren kann. Vermutlich wird sich nur dann unsere Einstellung zum Leben ändern.

Klimawandel ist global! Lest dieses Buch und tut was! Kommt raus aus der Komfortzone und ändert etwas!

 

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[Kurz-Rezension]“Der laute Mond am stillen Horizont“, Rhiana Corbin

Format: eBookDer laute Mond am stillen Horizont
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 156 Seiten
ASIN: B07QJ7ZWMD

Herkunft: gekauft
Sterne: 5 von 5 (mit Sternchen)

Auch wenn mir alle Geschichten der Autorin gefallen: So eine tolle Geschichte habe ich von Rhiana Corbin schon lange nicht mehr gelesen!
Direkt am Anfang ging mir die Geschichte sehr zu Herzen, denn die weibliche Hauptfigur hatte einiges zu verkraften. Schon hier konnte man so richtig mitleiden. Danach schritt die Geschichte erstmal etwas zügiger voran, der eine oder andere mag auch sagen dass es vorhersehbar war, aber mir hat das überhaupt nichts ausgemacht. Dazu war die Geschichte einfach zu zauberhaft geschrieben. Abgesehen davon musste ich hier und da feststellen, dass eben nicht immer alles so war, wie es auf den ersten Blick erschien.
Trotz der geringen Seitenzahl dringt die Autorin tiefer in die Geschichte ein, als ich es mir ursprünglich vorgestellt habe und spricht dabei ein Thema an, welches immer mal wieder diskutiert wird. Ich würde fast behaupten, dass dieses Buch eine regelrechte
Hommage an die Organspende ist. Hier wird ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen, welches viel zu selten in Büchern thematisiert wird. Besonders beeindruckend fand ich in diesem Zusammenhang nicht nur die Geschichte selbst, sondern auch das Nachwort der Autorin. Sinngemäß heißt es dort, dass jeder sich überlegen sollte wie er anderen helfen kann, wenn ihm selber nicht mehr zu helfen ist. Das ist ein Satz der mir so schnell vermutlich nicht mehr aus dem Kopf gehen wird.
Hier bekommt man eine wunderbar geschriebene Geschichte, die ein wichtiges Thema behandelt. Verpackt wird das Ganze in einer zauberhafte Liebesgeschichte. Trotz der Fiktion kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es etwas ähnliches vielleicht schonmal im realen Leben gegeben hat. Die Geschichte hat mich zum Lachen gebracht, schockiert, zu Tränen gerührt und sie wird mir bestimmt so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Zumal es auch die eine oder andere Situation gab, bei der die Geschichte nicht geradlinig, sondern recht kurvig verlief.
Dieses Buch sollte dir unbedingt lesen!

 

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[Kurz-Rezension] „I have nothing“, Rhiana Corbin

 

Format: eBook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 115 Seiten
Verlag: My Book Love
Erscheinungsdatum: 10. September 2018
ASIN: B07H7XD1Q6

Herkunft: gekauft
Sterne: 4 von 5

 

Ich nehme schon mal vorweg, dass mir der Klappentext dieses Buches diesmal etwas zu viel verrät… Mir persönlich hat das nicht allzu viel ausgemacht, aber es mag den einen oder anderen Leser geben den dies stört. Daher ist hier gegebenenfalls Vorsicht geboten.

Der Anfang hatte schon irgendwie etwas skurriles und erinnerte mich ein kleinwenig an ‚1000 $ Trinkgeld‘, auch wenn es hier erstmal nicht ums Geld ging. Gefallen hat es mir trotzdem, weil ich besonders die weibliche Hauptfigur (Molly) direkt von Anfang an den Herz geschlossen habe. Sie erschienen mir sehr authentisch und vor allem herzenswarm zu sein.
Danach folgte zunächst ein locker-flockiger Verlauf, den ich Molly sehr gönnte, bevor die Geschichte richtig dramatisch wurde und zu Herzen ging. Ich konnte kaum mit dem Lesen aufhören.
Nach einem Zeitsprung, den die Geschichte dann vollzog, fand ich Molly in einer Art anderem Leben wieder. Sie war immer noch im Begriff dieses Leben neu zu ordnen, ich erfuhr aber im Verlauf auch, was sie schon durchgemacht hatte.
Zum Ende hin wurde die Geschichte etwas durchschaubar und zumindest partiell unrealistisch. Das konnte aber nicht davon ablenken, dass ich mich (trotzdem) sehr gut unterhalten fühlte.

 

[Rezension] „Strandkörbchen und Wellenfunkeln“, Petra Schier (mtb)

 

Ausgabe: TaschenbuchStrandkörbchen und Wellenfunkeln
Seiten: 336
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 1. April 2019
ISBN-10: 3745700058
ISBN-13: 978-3745700053

Herkunft: Rezensionsexemplar des Verlags
Sterne: 5 von 5

Eine Leseprobe gibt es hier (beim Verlag)

Sehnlichst erwartet

Seit dem ersten Buch verfolge ich diese Romanreihe, wobei auch diese Geschichte wieder in sich geschlossen ist. Diesmal ging es um Christina, die ich schon aus den vorherigen Büchern kannte, und um Lars. Bei ihm hatte ich noch keine genaue Vorstellung, wie ich ihn einzuschätzen hatte.
Was in Petra Schiers Buch natürlich auch nicht fehlen darf ist die kleine Fellnase, die stets ihre ganz eigene Sicht der Dinge preisgibt. Diese „Hundegedanken“ sind stets kursiv vom übrigen Text abgesetzt und somit gut erkennbar. Außerdem ist es immer wieder eine Freude dem Vierbeiner zuzuhören (seine Gedanken zu lesen). Das lockert die Geschichte zum einen auf, zum anderen sind diese Gedanken so treffsicher, dass es mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Schockierend, überraschend

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3 Kommentare

Verfasst von - 02/05/2019 in Bücher, Liebe, Rezension

 

[Rezension] „Der Fall Collini“, Ferdinand von Schirach (btb)

Ausgabe: TaschenbuchDer Fall Collini
Seiten: 208
Verlag: btb Verlag
Erscheinungsdatum: 13. Februar 2017
ISBN-10: 3442714990
ISBN-13: 978-3442714995
Herkunft: Rezensionsexemplar der Agentur „jetztundmorgen“
Sterne: 5 von 5

Hier geht es zur Leseprobe (Verlagsseite)

Fesselnd

Der Anfang ist zugegebenermaßen grausam und nichts für zart besaitete Seelen. Doch als ich auf die Hintergründe der Tat wartete, stieß ich auf Schweigen.
Das machte den Roman zunächst etwas verwirrend, da alles einfach zu klar erschien, aber es machte ihn auch spannend. Letztlich wird man doch noch über die Hintergründe informiert, aber ich fand diesen Roman trotz des zunächst fehlenden Motivs sehr fesselnd. Daran hatten nicht zuletzt der Schreibstil und Ausdruck einen erheblichen Anteil. Die manchmal minimalistische Ausdrucksweise beschönigt nicht und schmückt wenig aus. Sie stellt in wenigen Worten die Situation dar und zwar genau so wie sie ist.

Erschreckend

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