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Archiv der Kategorie: Rezension

[Rezension] „Es war einmal Aleppo“, Jennifer Benkau (Ink Rebells)

Shirvan kommt als Flüchtling nach Deutschland.

Findet er eine Willkommenskultur vor oder eher ablehnende Haltungen?

Die Flüchtlingskrise ist seit einiger Zeit ein daueraktuelles Thema. Es läuft momentan, soweit ich das beurteilen kann, in geordneten Bahnen ab, aber der Anfang war schon manchmal haarsträubend. Massenunterkünfte, manchmal nur als Zeltlager und obendrein notdürftig ausgestattet, weil aus der Not heraus geboren, waren an der Tagesordnung.

Dieses Buch erzählt von den Anfängen der Flüchtlingswelle.

Es ist in der Hauptsache die Geschichte von Antonia und Shirvan, und auch wenn es zwischendurch stark knistert, so ist es keine Liebesgeschichte. Es ist eher die Erzählung von Kulturen, die erst zueinander finden, und von Menschen mit unterschiedlichen Vergangenheiten, die sie zum Teil erst verarbeiten müssen. Zwangsläufig handelt die Geschichte von Gutmenschen, von Vorurteilen und Fremdenhass, von Not, Gewalt und auch von Freundschaft, Nächstenliebe, vom sehen, nachdenken und verstehen.

Hervorragend fand ich,

das die Autorin durch Art und Weise der Geschichtsführung nicht polarisiert.
Natürlich findet man hier die Befürworter, als auch die Kritiker bzw. Gegner der Asylpolitik und der „Wir-schaffen-das-Mentalität“. Die entsprechenden Figuren tun ihre Meinung teilweise unumwunden kund. Aber die Autorin wertet nicht, sie erklärt höchstens und lässt die Meinungen ansonsten weitgehend nebeneinander stehen. Sie verschweigt z.B. auch nicht, dass es unter den Flüchtlingen ebenso Reibereien gibt, und dass sich einige nicht immer richtig verhalten. Es handelt sich daher hier nicht um ein „Pro-Flüchtling-Werk“, wie man zunächst erwarten könnte.

Dieses Buch habe ich mir gekauft, weil ich weiß, dass sich die Autorin sehr stark mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Daraus entstand eine sehr gefühlvolle, ehrliche, authentische Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Mehr über das Buch und die Autorin findet ihr bei den Ink Rebels

Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 510
ASIN: B01M71ZC5U
Herkunft: gekauft
Bewertung: 5 von 5 Sternen

 
 

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[Rezension] „Das Ende aller Geheimnisse – Heidi Kamembas erster Fall“, Stefan Keller (rowohlt)

Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Kriminalreihe

und somit der erste Fall von Heidi Kamemba. Ungewöhnlich und gleichzeitig sehr sympathisch war mir, dass hier die erste schwarze Kriminalkommissarin Deutschlands ermittelt.
Mag sein, dass die Hautfarbe ein erster Reibungspunkt sein könnte, aber ich persönlich fand es schon fast überfällig, dass auch Kommissare, die aus anderen Kulturkreisen stammen, eine tragende Rolle in einem Krimi übernehmen. Wir sind eine Multikultigesellschaft, das darf sich sehr gerne auch im Krimibereich widerspiegeln.

Außerdem ist Heidi einfach toll.

Mit ihrer zurückhaltenden und trotzdem engagierten, durchsetzungsstarken Art und ihren teils spitzfindigen, teils klugen Bemerkungen schlich sie sich sofort in mein Herz. Man erfährt auch einiges über ihren privaten Hintergrund, was sehr interessant war. Hier spielen auch Gefühle eine Rolle, doch es hält sich in Grenzen, was ich für einen Krimi auch angemessen fand.

Die Handlung an sich ist interessant, spannend und zum Ende hin sehr rasant.

Man erfährt viel über die verschiedenen Felder der Ermittlungsarbeit, die in verschiedene Richtungen erfolgt. Die Auflösung des Falls hat mir an sich gut gefallen, aber eine Kleinigkeit störte mich dann doch, wobei ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen möchte. Daher sag ich nur so viel, dass mir ein paar erklärende Seiten mehr gefehlt haben. Schlüssig war es, aber es ging mir zu schnell.

Ein intelligenter und sehr spannender Krimi, der auch mal mit Klischees spielt, allerdings ohne sie wirklich zu bedienen.

Mehr Infos zum Buch und zum Autor gibt es hier

Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 336
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2017
ISBN-10: 3499272490
ISBN-13: 978-3499272493
Herkunft: Rezensionsexemplar

Sterne: 4,5 von 5

 
 

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[Rezension] „Wir.Für immer.“, Emma Wagner

Dieses Buch ist zwar der Nachfolgeband von „ Du.Für immer“, aber beide Bücher sind in imagesich geschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden.

In diesem Buch heißt die Hauptfigur Sophie, und ich habe sie sofort lieb gewonnen. Ihre Art geht ans Herz, und ich folgte ihr sehr gerne auf ihrer Reise. Durch einen Schicksalsschlag erfährt sie Dinge, die bisher verborgen waren, und nicht nur das bringt sie und auch einige andere Figuren gehörig aus dem Konzept. Ich habe die komplette Gefühlspalette mit ihr durchlitten, und das sehr gerne.
Ihr Mitstreiter ist Noel, denn er begleitet sie auf ihrer Berg- und Talfahrt. Ich war lange recht zwiegespalten, was ich von ihm halten sollte, aber irgendwann lichteten sich die Fronten. Manche Protas brauchen halt etwas länger um zu wirken.

Auch dieser Roman, wie zuvor schon „ Du.Für immer“, spielt in zwei Zeitebenen. Das ließ mich noch näher an die einzelnen Figuren herankommen.

Im ersten Buch haben mir die Übergänge zwischen diesen einzelnen Erzählsträngen schon super gefallen. Manchmal musste ich wirklich schmunzeln, denn hier trifft eindeutig das Wort „Raffinesse“ zu. Man merkt lediglich an den Überschriften, in welcher Zeit man sich befindet, ansonsten ist die Brücke lückenlos gebaut, so dass kein Stocken im Lesefluss vorhanden ist.

Emma Wagner ist es wiederholt gelungen, eine wunderschöne, berührende Geschichte zu schreiben. Mir fiel es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Mehr zur Autorin und zum Buch gibt es unter https://www.emma-wagner.de/

Buchdatenimage
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 4291 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 383 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.07.2017
ASIN: B073KBLW7R
Herkunft: gekauft
Bewertung: 5 Sterne

 

 

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[Rezension] „Der Koffer“, Robin Roe (Königskinder)

Ausgabe: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 416
Verlag: Königskinder
Erscheinungsdatum: 24. März 2017
ISBN-10: 3551560293
ISBN-13: 978-3551560292
Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Herkunft: Rezensionsexemplar

Bücher aus dem Königskinderverlag sind immer etwas besonderes. Abseits des Mainstreams, mit packendem Inhalt, spielen sie in unterschiedlichsten Lebenswelten.
„Der Koffer“ versprach laut Klappentext viel und konnte es halten, wenn auch anders, als ich erwartet hätte. Read the rest of this entry »

 

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[Rezension] „Schlank mit Darm“, Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann / Regina Rautenberg

Ausgabe: broschiert51v5k8ewljl
Seiten: 192
Verlag: Südwest Verlag
Erscheinungsdatum: 16. November 2015
ISBN-10: 3517094226
ISBN-13: 978-3517094229
Herkunft: Rezensionsexemplar

Einen Blick ins Buch gibt es hier

Inhalt
Darmdiät-Praxisbuch: dauerhafte Gewichtsreduktion, das 6-Wochen-Programm
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Ein Kommentar

Verfasst von - 26/02/2017 in Bücher, Rezension

 

[Blogtour] „Nichts bleibt vergessen/Polarglut“: Tag 1

Herzlich willkommen zum ersten Tag der

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Neben vielen anderen Veröffentlichungen hat Ylvi Walker, die auch noch unter anderen Pseudonymen veröffentlicht, mit „Nichts bleibt vergessen“ und „Polarglut“ ihre ersten beiden Titel im Bereich Romantic-Thrill herausgebracht.
Ich habe heute die Freude, euch diese beiden Bücher näher vorzustellen, und natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen. Dazu weiter unten mehr, jetzt erstmal zu beiden den Büchern.

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[Rezension] „Taste of Love – Geheimzutat Liebe 1“, Poppy J. Anderson (Bastei Lübbe)

Ausgabe: broschiert61uslxn8nyl-_sx312_bo1204203200_
Seiten: 384
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2017
ISBN-10: 3404174682
ISBN-13: 978-3404174683
Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Herkunft: Leserundenexemplar vom Verlag

Eine Leseprobe gibt es beim Verlag (klick)


Inhalt

Ein Roman nach dem Motto „Liebe geht durch den Magen“
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4 Kommentare

Verfasst von - 13/01/2017 in Bücher, Rezension

 

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