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Archiv der Kategorie: Rezension

[Rezension] „Atlas Obscura Kids Edition – Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!“, Dylan Thuras/Rosemary Mosco/Joy Ang (Loewe)

Gebundene Ausgabe: 112 Seitenatlas obscura
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2019
ISBN-10: 3743205408
ISBN-13: 978-3743205406
Vom Verlag empfohlenes Alter: 8 – 10 Jahre

Herkunft: Literaturagentur
Sterne: 4,5 von 5

Tolle Aufmachung

Ich kannte bisher nur die „Atlas-obscura“-Ausgaben für Erwachsene, die ja eher gediegen und sehr wissenschaftlich daher kommen.
Diese Ausgabe für Kinder ist farbenfroh, aber ohne überdreht oder knallig zu wirken. Das Cover ist ein echter Hingucker und animiert dazu, wenigstens einen kurzen Blick in das Buch werfen zu wollen. Doch ich garantiere: dabei wird es nicht bleiben!
Im Innenteil setzt sich die farbenfrohe Gestaltung fort, was nicht nur zum Entdecken des Textes sondern auch zur Betrachtung der Bilder animiert. Die Illustratorin Joy Ang hat tolle Arbeit geleistet.

Vielseitig

Wie auf dem Buchdeckel schon zu lesen ist, werden hier 100 ungewöhnliche Orte vorgestellt, die einen Besuch lohnen würden. Dabei geht es allerdings um die ganze Welt, wobei sich einige dieser Orte auch in Europa befinden. Es erklärt sich aber von selbst, dass man die anderen Orte vielfach nur in Gedanken bereisen kann, denn es geht z.b. auch nach Mexiko, Indonesien oder Südafrika.
Das Buch ist etwas größer als DIN A4 und auf jeder Seite wird einer der ungewöhnlichen Orte vorgestellt. Dies geschieht natürlich kindgerecht, manchmal wurde der Text auch mit einem kleinen (lustigen) Zusatz versehen und natürlich handelt es sich um Orte, die zwar nicht nur, aber besonders für Kinder von Interesse sind.

Interessant und Abwechslungsreich

Der Text wurde kurz gehalten und auf das Wesentliche reduziert, regte aber durchaus dazu an, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Es kam nicht nur einmal vor, dass ich mit meinen Kindern im Internet weitergehende Informationen zu dem entsprechenden Ort gesucht habe. Dabei sind wir allerdings einmal auf einen kleinen Widerspruch gestoßen (in England), den man meines Erachtens nach im Buch hätte erwähnen müssen. Kennt man diesen nicht, werden gegebenenfalls Erwartungen geschürt, die dann nicht erfüllt werden können.
Nichtsdestotrotz ist dieser Atlas ein tolles Buch für wissbegierige Kinder und auch die Eltern werden beim mitlesen ihre Freude haben. Auch ich habe Orte entdeckt, die mir vorher nicht im entferntesten bekannt waren.
Daher spreche ich auch hier eine Leseempfehlung für Kinder und/oder ihre Eltern aus

 
3 Kommentare

Verfasst von - 14/12/2019 in Bücher, Rezension, Sachbuch

 

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[Rezension] „Glück Auf – Oje du fröhliche“, Petra Steps (Gmeiner)

Ausgabe: TaschenbuchGmeiner
Seiten:
281
Verlag: Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2019
ISBN-10: 3839225280
ISBN-13: 978-3839225288

Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

Literarischer Adventskalender

Dieses Buch besteht aus insgesamt 24 kleinen, kriminellen Geschichten, die sehr gut in die Adventszeit passen. Man kann dieses Buch durch die passende Anzahl der Geschichten wunderbar als Adventskalender lesen, aber ich habe mir einfach jeden Tag mehrere dieser kleinen Geschichten gegönnt.

Spielort: Erzgebirge

Die Kurzkrimis haben alle einen regionalen Bezug zum Erzgebirge. Vor jeder Geschichte ist verzeichnet, in welcher Stadt man sich gerade befindet. Auch wenn ich mich im Erzgebirge überhaupt nicht auskenne fand ich das eine sehr schöne Idee. Abgesehen davon verbindet man diese Region irgendwie automatisch mit Weihnachten, aber nicht zwangsläufig mit kriminellen Machenschaften, was Geschichten ungleich interessanter machte.

Abwechslungsreich

Neben Petra Steps haben sich 10 Autoren an diesem Buch beteiligt. Ich persönlich finde solche Anthologien immer sehr schön, weil durch die unterschiedlichen Ideen, sowie der anderen Sicht – und Schreibweise fast von sich aus gewährleistet ist, dass es vielfältig wird und so war es dann auch… Ich fand die Geschichten sehr abwechslungsreich und oftmals überraschend. Jede Geschichte lies dabei den kriminellen Touch und manchmal auch ein Schmunzeln nicht vermissen.
Ich kann diese weihnachtlich angehauchte, kriminelle Anthologie sehr empfehlen.

 

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[Rezension] „Ashes and Souls – Schwingen aus Rauch und Gold“, Ava Reed (Loewe)

Ausgabe: eBookAshes and Souls
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 18. September 2019
ASIN: B07RYNM58L
Vom Verlag empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Meine Empfehlung: für alle, die Jugendbücher mögen

Herkunft: Leseexemplar ohne Rezensionspflicht
Sterne: 5 von 5

Toller Einstieg

Ich nehme mal vorweg, dass mich dieses Jugendbuch zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat.
Die Geschichte spielt in einer urbanen Fantasy-Welt, also in unsere Zeit und der Hauptspielort ist Prag. Ich war vor vielen Jahren einmal dort, konnte mich aber durch die guten Beschreibungen der Umgebung sofort wieder an einiges erinnern. Daneben gibt es Schauplätze, die der Fantasie der Autoren entsprungen sind. Doch auch hier war die Beschreibung stets so umfangreich, dass ich mich jederzeit gut orientieren konnte.

Wunderbare Figuren

Mila, die Hauptfigur der Geschichte, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Vielleicht lag es daran, dass sie am Anfang so verloren und unsicher wirkte, dass ich ihr einfach gewünscht habe sie möge finden wonach Sie sucht.
Neben ihr gab es mit Asher und Tariel noch zwei männliche Hauptfiguren. Beide könnte man mit Engeln verwechseln, doch zum einen gibt es keinen Gott, zum anderen nennen sie sich „Ewige“ und symbolisieren Licht und Schatten (hell und dunkel). Wie Ying und Yang sind sie dafür verantwortlich, die Welt im Gleichgewicht zu halten, wobei ich an dieser Stelle nicht mehr verraten möchte, um nicht unnötig zu spoilern.
Als kleine Anmerkung möchte ich noch hinzufügen, dass hier auch die Nebencharaktere ganz hervorragend ausgearbeitet und in die Geschichte eingearbeitet wurden. In einem Fall war es sogar so, dass ich sehr mit einem Nebencharakter mitgelitten habe. Das ist mir vorher in ähnlicher Form selten passiert.

Spannend bis zum Schluss

Da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der drei Hauptcharaktere erzählt wird, erfährt man immer mehr und andere Details, was die Geschichte durchweg spannend und interessant hält. Man weiß oft nie so ganz genau woran man ist und wer welche Interessen verfolgt.
Zwischendurch musste ich zwar schon schon etwas aufpassen, dass ich die ganzen Ewigen nicht durcheinander werfe, aber im Großen und Ganzen klappte das sehr gut.
Ich bin wahrlich kein Freund von Cliffhangern, doch genau mit einem solchen endet die Geschichte. Auch wenn ich es ungern zugebe, die Autorin hätte kein besseres Ende wählen können. Es war spannend und dramatisch zugleich, so dass ich jetzt händeringend auf die Fortsetzung warte.
Von mir gibt es daher eine ganz klare Leseempfehlung!

 

[Rezension] „#KillTheRich – Wer Neid sät, wird Hass ernten“, Lucas Fassnacht (blanvalet)

Ausgabe: gebundenKill the rich
Seiten: 688
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum: 23. September 2019
ISBN-10: 376450675X
ISBN-13: 978-3764506759

Herkunft: Leserunde bei lovelybooks
Sterne: 5 von 5

 

Kleiner Hashtag, große Wirkung

Diese Geschichte beginnt mit dem Teilen eines kleinen Hashtags über die sozialen Medien. Was daraus entsteht ist wirklich haarsträubend. Man kennt heut zu Tage die Macht der sozialen Medien und ich fand es gut, dass der Autor dieses Thema aufgenommen hat. Durch den „#“ entstehen Unruhen und diese ziehen sich bald über die ganze Welt. Das ist wohl der Preis der Globalität.

Sehr politisch

Der Hauptteil der Geschichte wird davon bestimmt, wie die Politik auf die Weltlage reagiert. Hier muss man schon scharfe Augen und Ohren haben oder sich ohnehin etwas in der politischen Weltlage auskennen, denn man wird mit sehr vielen Namen und vor allen Dingen Abkürzungen politischer Organe konfrontiert. Das macht das Lesen zwar nicht einfacher, lässt die Geschichte dadurch aber umso realistischer wirken. Ich war oftmals schockiert über die politischen Ränkespiele, die dort auf der großen Bühne stattfinden. Allerdings (und leider) stelle ich mir die internationale Politik genauso vor. Zum einen schaut jeder zunächst auf sich, sein Herkunftsland und erwartet Hilfe von anderen, ohne zunächst dabei das große Ganze zu betrachten bzw. zu berücksichtigen. Außerdem geht es um Ränkespiele unter den Politikern selbst, die ich leider auch keineswegs für abwegig halte.

Erschreckend real

Im wesentlichen besteht diese Geschichte aus zwei Erzählsträngen.
Ich lernte mit Conrada van Pauli eine sehr starke Politikerin kennen, mit viel Wissen und Durchsetzungsvermögen, die trotzdem teilweise an ihre Grenzen stieß. Was ihr alles passierte ist unglaublich, aber ich bleibe dabei, dass es alles durchaus vorstellbar ist.
Eine zweite Hauptfigur ist Bimal Kapoor, ein ehemaliger Journalist, der auf eine heiße Fährte stößt, diese verfolgt und sich zunächst noch nicht im Klaren darüber ist, was er damit los treten wird. Auch seine Geschichte war nicht nur spannend, sondern ich verfolgte sie Teilweise mit einer gewissen Fassungslosigkeit.
Daneben gibt es noch einige kleinere Geschichten anderer Nebenfiguren. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese dem Roman wirklich so gut getan haben und ob die Geschichte diese Verzweigung wirklich gebraucht hat. Allerdings ist es auch so, dass mir zumindestens bei einer Figur im Gedächtnis geblieben ist, dass ihre Geschichte ursächlich für das Verhalten der Politik verantwortlich war. Man hätte gegebenenfalls den einen oder anderen Nebenschauplatz weglassen können, aber vermutlich hatten sie auch den Effekt, die Geschichte wenigstens ein wenig aufzulockern. Das haben sie auf alle Fälle geschafft.

Hier bekommt man eine hoch politische Geschichte, die brisanter nicht sein könnte. Sie ist zu realistisch, um sie ignorieren zu können.

 
 

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[Rezension] “ Blank Space“, Susanne Mischke (dtv bold)

Ausgabe: broschiertBlank Space
Seiten: 320
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft, bold
Erscheinungsdatum: 23. August 2019
ISBN-10: 3423230002
ISBN-13: 978-3423230001

Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

Interessant

Der Titel ist wirklich sehr gut gewählt. Die Hauptperson ist Caroline, die plötzlich in einer psychiatrischen Einrichtung aufwacht und nach und nach erst wieder zu sich selber finden muss. Ich denke, dass ich anfangs mindestens genauso verwirrt war wie die Hauptperson selbst und daher das ganze Geschehen nicht einordnen konnte. Die Geschichte liest sich anfangs auch eher wie ein Roman, nicht wie ein Thriller, aber das ist der Lesefreude wenig abträglich.

Fesselnd

Was schon von Anfang an ein klein wenig Spannung rein bringt, sind die Nachrichten von Maart, einer der tragenden Nebenfiguren. Die Infos, die daraus hervorgehen, sind zwar nicht auf den ersten Blick zielführend, geben der Geschichte aber einen zusätzlichen, mysteriösen Anstrich. Erst nach und nach beginnt sich ein Bild zu formen. Dieses wohl dosierte Einsetzen dieser Zwischensequenzen sorgte dafür, dass ich einfach weiter lesen musste. Ich wollte unbedingt wissen, ob die bisher aufgestellten Vermutungen zutrafen oder nicht.

Spannend

Und das miträtseln um den „Fall“, war hier deutlich gegeben. Wenn sich der Thriller anfänglich noch eher locker lesen ließ, war es ca ab der Hälfte so, dass Seite um Seite umgeblättert wurde. Ab dann fiel es mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen, da sich immer mehr Puzzleteilchen zum Gesamtbild hinzufügen. Ich war gespannt, gefesselt, geschockt, erstaunt… und das alles gleichzeitig.
Die Aufklärung des Falls hat mich in Teilen wirklich überrascht. Zudem war sie lückenlos und plausibel, sodass ich das Buch am Ende mit ruhigem Gewissen zur Seite legen konnte.

Wer blutige Thriller mag, wird hier gegebenenfalls enttäuscht sein. Blut gibt es unbestreitbar, aber es geht mehr um Caroline, ihren „blank space“ und die Aufklärung dessen, was noch alles im Verlauf passiert bzw. herauskommt.

Ein Thriller mit viel Feingefühl und Nähe zur Hauptfigur.

 

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[Rezension] „Verborgen im Gletscher“, Arnaldur Indriðason (Lübbe)

Ausgabe: gebundeneVerborgen im Gletcher
Seiten: 368
Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2019
ISBN-10: 3785726570
ISBN-13: 978-3785726570

Herkunft: Leserunde (lesejury)
Sterne: 4 von 5

Interessanter Anfang

Der Einstieg in dieses Buch versprach sehr viel. Es kam ziemlich zügig zum Fund der Leiche, wobei es sich der Autor nicht hat nehmen lassen, ein klein wenig Klimawandel in die Geschichte einzuflechten. Ein Thema, welches die Isländer in besonderem Maße betreffen dürfte, von daher fand ich das o.k. und den Hergang mehr als vorstellbar.

Eckige Figuren

Ich finde es immer schön, wenn Figuren in einer Geschichte etwas Besonderes haben. Was alle Figuren dieser Geschichte gemeinsam hatten war, dass sie irgendwie eine negative Grundstimmung ausstrahlten. Sie wirkten in weiten Teilen düster, ein wenig verkniffen und mit ihrem Leben nicht ganz im Einklang. Hinzu kam, dass es wirklich viele Figuren waren, die hier eine Rolle spielten. Das machte das Lesen nicht gerade einfacher, denn man hatte sich viele Namen und die entsprechenden Hintergrundinformationen zu merken. Teilweise stammten diese aus der Gegenwart, teilweise aber auch aus der Vergangenheit und ich habe mich manchmal im Nachhinein gefragt, ob diese ganzen Informationen mich wirklich in der Geschichte weitergebracht haben. Ich bin immer noch unschlüssig, denke aber, dass dem Buch 50 Seiten weniger auch nicht unbedingt geschadet hätten.

Ruhiger als erwartet

Wie schon erwähnt, fand ich den Einstieg in die Geschichte wirklich gut und so ging es mir auch mit dem Ende, wie ich schon mal vorweg nehmen möchte. Diese beiden Abschnitte fand ich spannend, so wie ich es von einem Krimi erwarte.
Der Mittelteil, damit meine ich gleichzeitig den Hauptpart der Geschichte, war eher erzählender Natur. Hier wurde sehr viel über die Ermittlungsarbeit geschrieben, die ich allerdings etwas zäh fand, außerdem gibt es Rückblicke, die den Ermittler a.D. Konráð betrafen. Zugegebenermaßen war das nicht uninteressant, aber es zog sich etwas in die Länge und nam der Geschichte dadurch einen Teil der Spannung, was ich sehr schade fand.

Insgesamt betrachtet fand ich den Krimi gut. Man muss sich damit arrangieren können, das die Geschichte in weiten Teilen von Hintergrunderzählungen begleitet wird. Auch die teilweise vorherrschende Düsterheit der Figuren sollte man aushalten können, dann wird man diesen Krimi bestimmt gerne lesen.

 

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[Hörbuch-Rezension] „Gut für dich!: Ein Leitfaden für das Überleben in hysterischen Zeiten“, Dieter Nuhr (Lübbe audio)

Ausgabe: 4 Audio CDsGut für dich
Laufzeit: 307 Minuten
Verlag: Lübbe Audio
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2019
ISBN-10: 3785759878
ISBN-13: 978-3785759875

Herkunft: gekauft
Sterne: 5 von 5

Lustiger Einstieg

Am Anfang dieses Hörbuches war ich ja schon ein wenig verwirrt. Eigentlich hätte ich das Hören direkt am Anfang beenden müssen, allerdings möchte ich jetzt nicht verraten warum, denn das würde zu viel vorwegnehmen. Daher merke ich nur an, dass ich den Anfang ebenso befremdlich, als auch lustig fand. Ein echter Nuhr…. und ich muss gestehen, ganz daneben lag er mit der Kritik in seiner Anfangssequenz nicht. Aber sei es drum, ich hab das Buch trotzdem gehört, aus Trotz sozusagen 😉

Plädoyer für Gelassenheit

Was das Hören für mich sicherlich vereinfachte war, dass ich Dieter Nuhrs Stimme als sehr angenehm empfinde.
Ich war mir auch keineswegs bewusst, dass wir wirklich in so hektischen Zeiten leben. Aber je mehr er in die Materie vordrang, umso plausibler wurde, dass dem tatsächlich so ist. Ob man es jetzt persönlich so empfindet oder nicht, lasse ich jetzt mal dahin gestellt sein.
Er greift in seinem Buch mehrere, aktuelle Frage- und Problemdarstellungen auf, die vielfach Unmut in der Gesellschaft erzeugen. Mit Feinsinn und Witz versucht er das Gesagte zu analysieren und zeigt die Interpretationsspielräume auf. Damit wird klar, das nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint oder wie man es von Seiten der Standpunktverfechter glauben machen will.

Nachhaltige Ratschläge

Dieses Buch hat mehr zu bieten, als eine pure Analyse des Ist-Zustandes. Es gibt auch einen Ausblick darauf was sein könnte, wenn zumindest einige mit wacheren Augen und Ohren durch die Welt gehen würden.
Er plädiert für mehr Gelassenheit im Umgang miteinander und für mehr gegenseitiges Verständnis. Als Denkanstoß gibt es dafür diverse Ratschläge, über die es sich (in Teilen) tatsächlich nachzudenken lohnt. Manchmal fand ich sie sehr treffsicher, manchmal auch sehr lustig. Teilweise ist das ganze etwas überspitzt dargestellt, aber so kenne und mag ich Herrn Nuhrs Art.

Ich fand dieses Hörbuch großartig, bin mir allerdings unsicher, ob ich es als Buch genauso gemocht hätte. Das Hörbuch lebt nicht nur von seinem Inhalt, sondern auch von der Stimme des Sprechers (Dieter Nuhr selbst).
Nichtsdestotrotz kann ich dieses Hörbuch uneingeschränkt empfehlen!

 

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