Ich weiß nicht, ich weiß nicht….

was soll ich nur als nächstes lesen ?

Auslöser für diese Frage ist mein SuB.
Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich am 14. Mai ein “Interview” mit meinem Buchregal veröffentlicht habe. Hier ging es u.a. um den SuB und die vielen Bücher.
Was auf dem Foto garnicht so gut zur Geltung kommt ist, dass die Bücher der oberen Regale alle in Doppelreihen stehen. Das betrifft besonders die Reihen, die als “Sub” gekennzeichnet sind. Ich habe immer gekauft was gefällt, mal wurden die Bücher auch direkt gelesen, mal nicht, und so sammelte sich einiges an.
Ich habe nie wirklich nachgehalten wie hoch mein SuB ist, wozu auch. Geschätzt habe ich ihn auf zuletzt ca. 80 Bücher. Das ist nicht wenig, aber für mich grade noch akzeptabel….
Erschüttert war ich, als ich jetzt ein weiteres Regal angeschafft und spaßeshalber den SuB durchgezählt habe. Ich kam auf 122 Bücher, und was habe ich Abends getan ? Klar… ich habe erstmal zwei Bücher bestellt^^

Nee, nee, so kann das nicht weitergehen. Daher werde ich ab jetzt jeden Monat mindestens drei SuB-Bücher lesen und rezensieren, und ihr könnt mitentscheiden, welche das sein werden.
Stimmt bis 04.06. 2012 ab, ich freue mich über jede Rückmeldung ! :-)
Für den Monat Juni schlage ich folgende Bücher zur Wahl vor:

[Rezension] „Eises Kälte“ von Klaus Kormann (Oldigor)

Und wieder eine Rezension zu einem sehr empfehlenswerten Buch :-) Es war jedoch anders als erwartet…. Eine sehr gelungene Genre-Mischung !

Klappentext
Die Kommissarin Karen Leymann kann sich keinen Reim darauf machen: Der Tote, den man im historischen Eiskeller von Altenberge gefunden hat, ist schon seit mindestens 140 Jahren tot. Dennoch ist seine Leiche nahezu unverwest.
Karen kehrt in den Keller zurück und wird Zeugin von Ereignissen, die sich um 1860 in Altenberge abgespielt haben. Zusammen mit ihren Kollegen will sie das Mysterium verstehen und den Mord aufklären …

Ein spannender Krimi um den Eiskeller in Altenberge/Münsterland, in dem bis 1930 eine Bierbrauerei betrieben wurde, der 1996 zum Baudenkmal ernannt und unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Meinung und Fazit
Die Geschichte beginnt mit einem Toten, was zunächst nichts Ungewöhnliches ist. Jedoch sind die Umstände mehr als mysteriös, was mir sehr gut gefallen hat. So kam von Anfang an Spannung auf. Die beteiligten Personen haben mir sehr gut gefallen, denn sie waren plastisch, authentisch und sehr sympathisch. Herausstechend war hierbei der schottische Pathologe Gregor. Er begeisterte mich durch seinen besonderen Humor und einen eigenwilligen, durch die Muttersprache geprägten Sprachstil. Ein nicht alltäglicher Charakter, der der Geschichte etwas besonderes gab und mich darüber hinaus immer wieder erheiterte.
Durch den guten Schreibstil lässt sich der Roman sehr flüssig lesen. Es gibt einige Einschübe in Mundart, doch hier hat der Autor dankenswerter Weise per Fußnote ins hochdeutsche übersetzt.
Besonders gelungen fand ich zudem die Krimi-Mystery-Kombination. Die ungewollten Zeitreisen von Kommissarin Karen Leymann waren interessant, spannend und bargen so manche Überraschung.

Ein durchgehend spannender Krimi, mit gut eingeflochtenen mystery-Elementen. Lesevergnügen und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Der Autor
Klaus Kormann wurde 1958 in Elmshorn bei Hamburg geboren. Er ist seit 1981 verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt seit 2001 mit seiner Frau im Münsterland. Von Beruf IT-Projektmanager, entdeckte er erst im Alter von 50 Jahren seine Liebe zum Schreiben. 2010 veröffentlichte er seinen ersten Roman „Ebene 17. Der Untergrund“
, eine Science-Fiction-Satire. „Eises Kälte“ ist sein zweites Werk und spielt in seiner neuen Heimat.

Weitere Infos unter: www.klaus-kormann.de

Buchdaten:

  • Verlag: Oldigor
  • Einband: Kartoniert
  • ISBN: 3981476476
  • Seiten: 190
  • Erscheinungstermin:01.03.2012

[Blogtour] Zwei Autorinnen ziehen um die blogs

Heute möchte ich Euch eine Aktion ankündigen, die bestimmt sehr interessant und spannend wird. Zwei Autorinnen gehen auf Blogtour, und ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf.
Auf dieser Tour werden die Bücher der Autorinnen vorgestellt, Fragen beantwortet, Interviews geführt, es wird eine Schnitzeljagt geben und vieles mehr. Lasst Euch einfach überraschen :-)
Wenn es los geht erfahrt ihr mehr über diese Aktion, aber hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack:

[Rezension] „Der Teufel von Münster“ von Alfred Bekker (emons)

Inhalt
Ein Serienkiller geht um im Münsterland, sein letztes Opfer wird auf dem berühmten Mittelaltermarkt von Telgte gefunden. Doch während Kriminalhauptkommissar Sven Haller von der Kripo Münster und Kriminalpsychologin Anna van der Pütten im Dunkeln tappen, heftet sich ein Ermittler an die Fersen des irren Mörders, der selbst wahnsinnig zu sein scheint: Er nennt sich Branagorn der Elbenkrieger und behauptet, aus einer anderen Welt zu stammen. Doch er scheint der Einzige zu sein, der es mit dem Mörder aufnehmen kann …

Meinung und Fazit (Achtung: diesmal leider einige Spoiler !)
Von diesem Autor las ich schon das Kinder-/Jugendbuch „Die Herrschaft der Alten“, welches mir gut gefiel. An „Der Teufel von Münster“ reizte mich die Verbindung zwischen Kriminalroman und Fantasy, und ich war sehr gespannt, wie der Autor die unterschiedlichen Genres zusammen führt.

Die Geschichte fängt sehr spannend an, und man wird mehr oder weniger direkt ins Geschehen hinein katapultiert. Danach geht es erstmal seichter weiter, und die Protagonisten werden eingeführt. Allen voran Kriminalpsychologin Anna van der Pütten und Sven Haller von der Kripo Münster. Sie ermitteln in diesem Fall und werden unfreiwillig von Herrn Schmitt alias Branagorn unterstützt, der behauptet ein Elbenkrieger zu sein.
Die Protas waren sehr plastisch, doch bei Anna van der Pütten und Branagorn bin ich sehr zwiegespalten was die Glaubwürdigkeit angeht. Branagorn passt sich ganz gut in das Setting ein, welches viel auf mittelalterlichen Märkten spielt, doch ansonsten wirkt er deplatziert. Das mag evtl. noch verständlich erscheinen, da er aus einer anderen Welt kommt und nur wegen seiner geliebten „Cherenwen“ in diese Welt kam. Doch man erfährt wenig darüber, wie er das geschafft hat, noch wie er früher gelebt hat. Außerdem behauptet er den Mörder, bzw. die Mörderseele zu kennen, denn sie sei mit ihm in diese Welt gelangt. Auch hier erfuhr ich nur im Ansatz wie das geschehen konnte.
Bei dem Namen „Cherenwen“ geht es auch direkt bei Anna weiter, denn sie wird von ihm so genannt. Angeblich ist sie seine einstige Geliebte, die in seiner Welt gestorben und hier wiedergeboren wurde. Über diese Umstände erfuhr ich etwas mehr, doch was mich hier störte waren Annas Reaktionen. Da Branagorn nicht nur Mitermittler sondern auch ihr Patient ist, hätte ich erwartet, dass sie auf Abstand geht. Genau das Gegenteil war jedoch der Fall. Im Verlauf stellt sie sogar ihr eigenes Handeln diesbezüglich als unprofessionell dar und was soll ich sagen, ich konnte ihr nur zustimmen. Normalerweise hätte man sie suspendieren müssen.
Trotz der Kritik an diesen Protas muss ich allerdings sagen, dass besonders Branagorn ein sehr liebenswerter Charakter ist, nicht zuletzt durch seine altertümliche Sprache und Höflichkeit.

Der Krimi ist ohne Frage spannend und gut geschrieben. Das Setting ist sehr interessant und man merkt, dass sich der Autor im Münsterland auskennt. Auch die Ausformung der Figuren hat mir überwiegend gut gefallen. Sven Haller fand ich sogar sehr gut.
Vielleicht wäre es bei Branagorn besser gewesen, wenn man ihm lediglich einen schizophrenen Anstrich gegeben hätte. Damit hätte er sich fast ebenso gut präsentieren und einbringen können. So erhielt man jedoch den Eindruck, dass zwanghaft versucht wurde, einen Fantasybezug einzubauen. Darunter leidet der Krimi leider sehr, was ich sehr schade fand.

Der Autor
Alfred Bekker, geboren 1964, begann bereits als Kind zu schreiben. Seinen ersten Roman verfasste er im Alter von 14 Jahren. Neben über 300 Romanen in unterschiedlichen Genres, hat er Kurzgeschichten und Erzählungen geschrieben. Er lebt mit seiner Familie in Nordrhein-Westfalen.

Die Buchdaten:

  • Einband: Kartoniert / Broschiert
  • ISBN: 9783897059245
  • Seiten: 288
  • Erscheinungstermin: 5.4.2012
  • Verlag: emons

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Dieses Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar. Dafür möchte ich mich recht herzlich beim emons-Verlag bedanken, denn auch wenn ich Kritik an den Figuren geübt habe, so hat mir der Kriminalfall doch sehr gut gefallen.

Ein Buchregal erzählt….

Heute habe ich mal einen Artikel der anderen Art für Euch.
Ich habe meinem Buchregal im Rahmen der “Blog dein Buch – Blogparade” ein paar Fragen gestellt. Ab morgen geht dort auch das Publikuns-Voting los. Wenn Euch das Interview gefällt, würde ich mich über eure Stimme freuen :-)
Aber nun zum Interview – viel Spaß !

*klick* zum Vergrößern

Es freut mich, dass Du Zeit für ein Interview findest !
Bitte, gerne. Ich stehe hier eh nur so in der Gegend rum…

Warst Du schon immer ein Buchregal ?
Naja, irgendwann war ich mal ein Baum. Als ich dann zum Regal umgeformt wurde beherbergte ich Bücher, aber schnell auch anderen Krimskrams.

Wie kam das ?
Ich glaube meine Besitzerin hatte keine Zeit mehr um zu lesen. Mann, Kinder, Haus, Garten und das ganze Drumherum nahmen ihr die Zeit sich mit mir und den Büchern zu beschäftigen.

Nun sind die Regale jedoch gut gefüllt….
Ja, das stimmt. Vor nicht ganz zwei Jahren ging es wieder los. Plötzlich füllten sich meine Bretter so schnell, dass ich garnicht mehr mit kam. Obwohl meine Besitzerin viele gelesene Bücher verschenkte und verkaufte kamen immer Neue hinzu. Einige dieser Bücher liegen aber auf dem SuB, keine Ahnung was das heißt. Manchmal frage ich mich, ob sie nicht wenigstens einmal an einem Buchladen vorbei gehen kann ohne direkt etwas zu kaufen. Außerdem bekommt sie ja hin und wieder ein Rezensionsexemplar oder gewinnt ein Buch. Aber ich bin auch nur ein Regal, und auch ich stoße auch irgendwann mal an meine Grenzen.

Aber Du trägst die Bücher doch nicht allein.
Zum Glück… Erst vor einem Jahr kam Billy dazu. Anfangs war es auch wirklich eine Erleichterung. Aber jetzt – schau´ ihn dir an. Er ächzt und stöhnt auch schon herum, weil ihm alles zuviel ist. Altes Weichei…. Aber ich habe gehört, dass sich unsere Besitzerin noch ein weiteres Regal kaufen will. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Wenn ich mir die Bücher ansehe, entdecke ich viel Fantasy, aber auch Krimis, Thriller, Comedy u.s.w.. Nach welchem System stehen die Bücher auf deinen Brettern ?
System ? Was ist das ? Es gibt hier nur den SuB und die signierten Bücher. Ansonsten steht alles Durcheinander. Ich muss aber sagen, dass die Lesefrau genau zu wissen scheint, wo welches Buch zu finden ist. „Organisiertes Chaos“ hat sie das mal genannt.

Ich sehe da auch noch andere Sachen…
Zwischen den Büchern steht noch eine Tasse mit Lesezeichen, dann gibt es auch noch Postkarten und Poster. Ach ja, und da steht auch noch ein Hörbuchstapel.

Was würdest Du machen, wenn du irgendwann kein Buchregel mehr bist?
Oh nein, bitte, an so etwas will ich noch nichtmal denken, das bringt Unglück ! Ich will ewig ein Buchregal sein….
Die Bücher riechen so toll, und Jedes ist einzigartig. Wenn sie sich aneinander kuscheln, sehen besonders die Reihen toll aus. Und die Geschichten… Ach, ich liebe die Geschichten :-)

Danke für das Interview, es war sehr aufschlussreich. Weiterhin alles Gute !
Bitte, gerne. Ich stehe hier eh nur so in der Gegend rum…

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Wenn Dir mein Interview gefallen hat, dann gib doch “lesenundmehr” unter Blogg Dein Buchregel Deine Stimme. Ich würde mich sehr darüber freuen :-)
PS: Eine Anmeldung auf der BDB-Seite ist nicht erforderlich.

[Rezension] “Die Herzenscrasher” von Sabine B. Procher (Oldigor)

Inhalt
Eine fast wahre Lügengeschichte: Hier werden die Erlebnisse von Innenarchitektin Inka erzählt, auf der Suche nach Mr. Right! Die Neununddreißigjährige hat den Hang, immer etwas Außergewöhnliches erleben zu wollen. Bei ihrer Suche nach dem perfekten Pendant hält sie besonders nach den Männern Ausschau, die ihr die größte Abwechslung bieten, aber als feste Partner von vornherein völlig ungeeignet sind. Neben einigen turbulenten Begebenheiten mit dem anderen Geschlecht, ist das Hauptaugenmerk auf Inkas Bekanntschaft mit dem Anlageberater Michael gerichtet, der ihr allerdings mehr Unterhaltung und Abenteuer bietet, als ihr lieb ist. Inka merkt bald, wie wichtig es ist, sich nicht nur von Äußerlichkeiten blenden zu lassen, sondern dass man viel mehr auf die wahren Werte eines Menschen achten sollte. Doch wird auch ihr Herz sich nach dieser gewonnen Erkenntnis richten?

Meinung und Fazit
Dieses Buch ist aus der Reihe der „Pusteblumen-Bücher“ des Verlages. Die Romane sind recht kurz (110-190 Seiten), daher leicht und schnell zu lesen und sie bieten kurzweilige Unterhaltung. Genau das fand ich hier.
Die Autorin hat es in der kürze der Seiten sehr gute, plastische, ausdrucksstarke Charaktere geschaffen. Dass vor allem die Männer sehr klischeebehaftet waren störte mich nicht. Ich hätte in diesem Roman nicht anders erwartet. Ebenso erging es mir mit der Vorhersehbarkeit. Als Leserin erkannte ich sofort, wer hier der Richtige für Inka wäre, sie jedoch sah das etwas anders und schlitterte von einer Männer-Katastrophe in die nächste. Manchmal hätte ich sie gerne wachrütteln mögen, aber dann wäre die Geschichte noch kürzer ausgefallen. So begleitete ich sie gerne auf dieser Suche, denn sie wuchs mir immer mehr ans Herz.
Ich fand es schade, dass der Roman so schnell zu Ende war. Aber so sind Pusteblumen nunmal….

Die Autorin
Sabine B. Procher, 1950 in Berlin geboren, ließ sich nach ihrem Realschulabschluss zur Kosmetikerin und Fußpflegerin ausbilden und machte sich schon wenige Jahre nach ihrer Fachschul- und Volontärzeit selbständig.
Durch ihren intensiven Kontakt am und zum Menschen entwickelte sich ihr Interesse zur Medizin und sie entschloss sich, an einem Vollzeitstudium der Paracelsus Heilpraktiker Schule teilzunehmen. 1986 eröffnete sie in Berlin eine Naturheilpraxis und nimmt seitdem weiterhin regelmäßig an medizinischen Fortbildungen teil, um sich immer auf dem neuesten Stand zu halten.
Als sie sich Anfang 2000, während der Betreuung ihres pflegebedürftigen Vaters, extrem ausgelaugt fühlte, begann sie Tagebuch zu führen und schrieb sich ihren Kummer von der Seele. Dabei entdeckte sie, wie viel Spaß ihr das Schreiben machte, und wie hilfreich es beim Aufarbeiten ihrer Vergangenheit war. Irgendwann kam ihr die Idee, dies professionell zu gestalten, und sie meldete sich zu einem mehrjährigen Fernlehrgang bei der Hamburger Akademie “Schule des Schreibens” an. Dort belegte sie die Lehrgänge Belletristik, Sach- und Fachbuch sowie Journalismus. Schon nach dem zweiten Studienjahr begann sie mit dem Schreiben eines Erlebnisberichtes, der vom Lektoratsdienst der Akademie als würdig für eine Veröffentlichung eingestuft wurde.
Inzwischen hat sie mehrere Bücher geschrieben, von denen drei noch im Jahr 2012 im Buchhandel erscheinen werden.
Seit Herbst 2011 arbeitet sie ehrenamtlich als Redakteurin und Lektorin bei der Kampagne “With-(he)art-against-FGM”.

Die Buchdaten

  • Ausgabe: Taschenbuch / eBook
  • Seiten: 144
  • ISBN: 978-3-943697-01-8 (eBook)
  • ISBN: 978-3-943697-00-1 (Taschenbuch)
  • Erscheinungsdatum: April 2012

[Rezension] Mörderische Rosen von Regina Fouqué (Traumstunden Verlag)

Heute ist wieder eine Krimi-Rezension dran.
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar von wir lesen erhalten und war sehr gespannt, denn dieser Verlag war mir bisher nicht bekannt. Da ich sehr gerne neue Verlage entdecke, war es mir ein besonderes Vergnügen dieses Buch lesen zu dürfen, aber wie sich bald heraus stellte nicht nur deswegen….
Aber lest selbst – viel Spaß !

Inhalt
Profilerin Lea Berling wird nach zwei Jahren Abwesenheit der SoKo Düsseldorf zugeteilt. Kurz darauf erfolgt der erste Mord. Was hat dieser mit dem Tod ihres Mannes zu tun? Und wieso liegen neben jedem Opfer dunkelrote Rosen? Lea Berling ahnt, ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Meinung und Fazit
Ich kannte bisher weder den Verlag, noch die Autorin. Umso interessierter war ich, dieses Buch zu lesen. Ich nehme schonmal vorweg, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil machte es mir leicht in die Geschichte hinein zu kommen. Daneben fielen mir sofort die gut ausgearbeiteten Charaktere auf. Allen voran die Protagonistin Lea Berling. Man erlebt sie nicht nur von der Ermittlerseite aus, sondern erfährt auch viel über ihre tragische Vorgeschichte. Sie ist ein authentischer, sympathischer Charakter und man kann sich gut mit ihr identifizieren. Auch die anderen Protagonisten gefielen mir sehr gut, auch wenn die Autorin – zumindest ansatzweise – das eine oder andere Klischee bedient.

Man erahnt schon zügig worauf die Geschichte hinauslaufen wird, doch hier war für mich eher der Weg das Ziel, bzw. der Kern des Krimis. Spannung wechselte sich mit ruhigeren Passagen ausgewogen ab, so dass ich mich immer animiert fühlte weiter lesen zu wollen. Zwischendurch gab es Stellen, an welchen ich sogar etwas verwirrt und irritiert war. Die Autorin schaffte es gut die wahre Identität des Täters bis zu Schluss zu verschleiern.

Ein Manko des Buches ist, dass man leider sehr viele Rechtschreibfehler findet. Da ich aber weiß, dass sich das Buch aktuell in der Überarbeitung befindet, lasse ich dies bei der Beurteilung außen vor.
Noch ein kurzes Wort zum Cover und Qualität. Das Cover gefällt mir in seiner Gestaltung sehr gut. Was mich aber besonders überrascht hat war, dass ein Kleinverlag Bücher in solch guter Qualität heraus gibt. Der Preis ist daher etwas höher, aber ich denke es lohnt sich.

Für mich persönlich ist dieser Roman eine Mischung aus Krimi und Thriller. Mysteriös, spannend, bewegend und unterhaltsam zugleich. Man sollte sich Zeit nehmen das Buch zu lesen, denn sonst fehlen evt. später Puzzlestücke zur Lösung.

Die Autorin
Regina Fouqué geboren 1946 Wildes Kind der sechziger Jahre, trotzdem Abitur, Studium. Seit dem elften Lebensjahr übten Papier und Bleistift, eine magische Anziehungskraft auf die Autorin aus. So entstanden erste Gedichte und kleine Geschichten. 1986 gelangten einige ihrer ausgegoreneren Geistesblitze bis in eine Tageszeitung. Ab 1999 sogar in einige Boulevardblätter. Heute lebt die Autorin meist friedlich mit zwei Miniaturtigern, vor den Toren Düsseldorfs.

Die Buchdaten

  • Taschenbuch: 290 Seiten
  • Verlag: Traumstundenverlag Essen; Auflage: 1 (28. Februar 2011)
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • ISBN-10: 3942514060
  • Erscheinungstermin: Februar 2011


[Rezension] „Göttlich verloren“ von Josephine Angelini (Dressler)

Inhalt
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes….

Meinung und Fazit
Dies ist der zweite Teil der „Göttlich“ Trilogie… Ich habe mich schon lange auf die Fortsetzung gefreut, denn der erste Band war spannend und einfühlsam zugleich und lebte daneben von seinen tollen Charakteren. Natürlich musste ich diese Fortsetzung lesen….
Erfüllt wurden meine Erwartungen leider nicht.

Es ging sehr holprig los, um überhaupt an den Vorgängerband anknüpfen zu können. Helens Erlebnisse in der Unterwelt waren irgendwie immer gleich, daher wirkte die Geschichte oft zäh. Man hatte das Gefühl auf der Stelle zu treten, und dass hier die Geschichte künstlich gestreckt wurde. Was die Geschehnisse hauptsächlich hervorbrachten, waren immer wieder neue Charaktere in Gestalt von Göttern oder Halbgöttern. Diese waren zwar gut dargestellt, aber trotzdem berührten sie mich nicht, und mir war es irgendwann auch etwas zuviel.
Einzig die Figur des Orion fiel mir sehr positiv auf und wuchs mir ans Herz. Natürlich hatte er großen Anteil an der Geschichte, aber überdies war er sehr plastisch und authentisch. Seine Vergangenheit war ebenso bewegend, wie die gegenwärtigen Geschehnisse um ihn herum mitreißend waren. Ein Lichtblick…..
Die bekannten Charaktere, die ich aus dem ersten Teil so lieb gewonnen hatte, waren hingegen diesmal überwiegend lieblos und oberflächlich dargestellt. Anflüge von gefühlvollen Passen wurden nahezu im Keim erstickt.
Auch die spannenden Abschnitte waren nicht so, wie ich sie mir gewünscht hätte. Hier vermisste ich gute, anhaltende Spannungsbögen.
Hinzu kamen diverse Informationslücken und Ungereimtheiten, was Personen und Situationen betraf. Um nicht zu spoilern möchte ich hierauf aber nicht weiter eingehen.
Positiv möchte ich noch anmerken, dass es im Anhang ein Register gibt, in welchem die Häuser, Götter, Halbgötter etc. aufgeführt und erklärt werden. Diese Auflistung fand ich sehr hilfreich.
Dieses Buch kann man meiner Meinung nach nur verstehen, wenn man auch den 1.Teil kennt.

Ich hoffe auf einen besseren dritten Teil, den ich mir natürlich trotzdem kaufen werde. Denn trotz aller Kritik möchte ich wissen, wie die Geschichte zu Ende geht :-)

Die Autorin
Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.

Buchdaten

  • ISBN-10:3-7915-2626-X
  • Erscheinungstermin:Mai 2012
  • Verlag: Dressler
  • Einband:gebunden
  • Seiten:576
  • Altersempfehlung:ab 14 Jahre

[Rezension] „Ich bin der Herr Deiner Angst“ von Stephan M. Rother (rororo)

Klappentext
In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.

Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen…

Meinung und Fazit
Ich hatte diesmal ein wenig Mühe in die Geschichte hinein zu finden.
Das lag zum Großteil am Schreibstil, denn die Geschichte wird aus den (unterschiedlichen) Sichtweisen von Hauptermittler Jörg Albrecht und Kommissarin Hannah Friedrichs erzählt. Den Ansatz, die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen fand ich sehr gut, aber ich hatte anfangs Schwierigkeiten zu erkennen, wessen Sicht hier grade dargestellt wird. Doch nachdem ich einen guten Zugang zu den Protagonisten gefunden hatte löste sich dieses Problem, und das Lesen gestaltete sich immer flüssiger.
Die zahlreichen Morde geschahen teilweise zeitlich recht geballt, und sie waren alle sehr grausam, was nicht Jedermanns Fall ist. Ich finde aber, dass der Autor weitgehend darauf verzichtet zu sehr ins Detail zu gehen, so dass das Kopfkino das übrige verrichten konnte oder musste. Das habe ich positiv zur Kenntnis genommen. Irgendwann während der Ermittlungsarbeit kam aber leider der Punkt, wo ich das ungute Gefühl hatte, dass ich grade eine angelehnte Erzählung an „Das Schweigen der Lämmer“ lese. Der Autor hat hier allerdings zügig und gut die Kurve bekommen, um doch seine eigene Geschichte weiter zu führen.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mir die Geschichte auf Grund des Titels anders vorgestellt hätte, eher in Richtung Psychothriller.
Trotz aller Kritik finde ich das Buch lesenswert. Es hat mich in weiten Teilen gefesselt, und es war spannend bis zum Schluss. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch und in ihrer Gesamtheit gut dargestellt. Hoffentlich darf dieses Duo noch weiter Fälle lösen.

Der Autor
Stephan M. Rother wurde 1968 im niedersächsischen Wittingen geboren, ist studierter Historiker und war fünfzehn Jahre lang als Kabarettist unterwegs. Seit einem Jahrzehnt veröffentlicht er erfolgreich Romane, darüber hinaus ist er als Übersetzer tätig. Stephan M. Rother ist verheiratet und lebt in einem verwinkelten Haus voller Bücher und Katzen am Rande der Lüneburger Heide.

Die Buchdaten

  • ISBN-10:3-499-25869-2
  • Erscheinungstermin:02.04.2012
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch
  • Seiten:574
  • Einband:Taschenbuch

[Rezension]“Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, Jonas Jonasson (carl´s book)

Hätte ich dieses Buch nicht gelesen, so wäre es ein Verlust….

Rezensionen zu diesem Roman gibt es wie Sand am Meer.
Ich war jedoch so begeistert, dass ich einfach nicht umhin kam, auch eine Besprechung zu schreiben. Ich hoffe, dass Ihr sie trotzdem lest. Wenn sie euch dann auch noch gefällt… umso besser :-)

Inhalt
Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.

Meinung und Fazit
Ich muss zugeben, dass mich das Cover etwas irritiert hat. Was hat ein Elefant mit einem Hundertjährigen gemeinsam ? Die Falten vielleicht ? Doch weit gefehlt, das Cover passt sehr gut, und man findet schnell heraus warum.
Aufgebaut in zwei Zeitsträngen, führt uns das Buch weit in die Vergangenheit von Allan und erzählt auch von seiner gegenwärtigen Situation. Beide Handlungen sind mit Datums-/Jahresangaben versehen, damit die Orientierung leichter fällt, außerdem sind sie aber so gut verzahnt, dass man ohnehin keine Schwierigkeiten haben dürfte die Zeiten zu zu ordnen.
Die Geschichte ist so unglaublich und gleichzeitig so gut, dass man meinen könnte der Autor sei ein neuer Münchhausen. Die Figuren erlangen im Verlauf des Romans immer mehr Tiefe, allen voran natürlich Allan, der mit Abstand den größten Part einnimmt. Doch viel interessanter als die Figur des Protagonisten selber, sind natürlich seine Erlebnisse und sein Wesen. Er legt einen sehr lockeren Lebenstil an den Tag, nimmt alles wie es kommt und hat dabei noch jede Menge Glück. Dabei wirkt er oft so herzerfrischend naiv, dass es einem manchmal die Tränen in die Augen treibt – vor lachen. Überhaupt habe ich während des Lesens selten so viel und herzhaft gelacht. Der schwarze Humor war brüllend komisch, und besonders auch das Ende. Hier erläutert diese sehr illustre Truppe, die im Romanverlauf zusammen findet, dem Staatsanwalt den „wirklichen“ Hergang der Ereignisse. Die Reaktionen des Anwalts, die die Geschichte hervorrief, waren einfach zu gut.

Dies ist kein Buch für Leser, die nichts mit geschichtlichem zu tun haben wollen. Man sollte zumindest eine grobe Vorstellung besitzen, wer Trumen, Stalin, Mao und Co waren und in welchem Verhältnis sie zueinander standen. Im Buch wird zwar Einiges dazu erläutert, ich glaube aber, dass ein wenig Vorwissen den Lesegenuss sehr steigert.

Für mich persönlich ist dieses Buch eins der Besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Der Autor
Jonas Jonasson, geb. 1962 im schwedischen Växsjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen „Smålandsposten“ und „Expressen“. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er alles und zog in den Schweizer Kanton Tessin. Sein Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ trat in Schweden eine regelrechte Allan-Karlsson-Manie los. Inzwischen erscheint der Titel in ganz Europa und entwickelt sich zu einem internationalen Bestseller. Zurzeit schreibt Jonasson an einem zweiten Roman.

Hier die Buchdaten:

  • ISBN-10:3-570-58501-8
  • Erscheinungstermin:29.08.2011
  • Verlag: Carl’s Books
  • Einband:broschier
  • Seiten:412

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