[Rezension] „Brombeerliebe“, Andrea Reichart (Oldigor)

Inhalt
Über ein unerwartetes Erbe und unerwartete Folgen

Meinung und Fazit
Diese Geschichte schaffte es, dass ich von Anfang an verzaubert war.
Andrea Reichart hat einen ganz wunderbaren, lockeren Schreibstil und viel Liebe zum Detail.
Die Geschichte beginnt mit einer Autorin, die ihr nächstes Buchprojekt beenden muss. Ihr Mann fährt daher mit den Kindern alleine in den Urlaub, wobei er allerdings von der attraktiven Yvonne, nebst Kind, begleitet wird.
Als ich wenig später schon dachte, dass sich die Geschichte in die Richtung Dreiecksbeziehung/Seitensprung/Eifersucht entwickeln würde, vollzog sich allerdings eine beeindruckende Wende, und es sollte nicht die letzte Überraschung bleiben.
Mit der Benachrichtigung über eine Erbschaft, an die allerdings Bedingungen geknüpft waren, wurde die Geschichte noch besser als sie es ohnehin schon war. Was dann folgte war interessant, stellenweise sehr lustig und auch tragisch. So trug mich die Geschichte spielerisch von Seite zu Seite.

Nicht nur die Geschichte hat mich begeistert, auch die Figuren fand ich alle ganz wunderbar.
Viele verschiedene Charaktere treffen hier aufeinander, ergänzen und bereichern sich gegenseitig.
Die Hauptfigur Sue Sandig ist Autorin und schreibt gerade ihren nächsten, potentiellen Bestseller. Daneben ist sie (zumindest vorrangig) so herrlich durchschnittlich, dass es mir das Herz erwärmt hat. Weil sie so bodenständig und lebensnah rüber kommt, hebt sie sich deutlich von den sonst gebräuchlichen, stereotypen Figuren ab.
Ganz im Gegensatz dazu ist Yvonne eine schillernde, egomane Gestalt. Ein wunderbarer Gegensatz. Später kommen so manche Typen dazu, wie man sie sich besser nicht hätte ausdenken können. Aber ich will hier nicht zu viel verraten, dass muss man einfach selber lesen.

Ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen, mit viel Humor, aber auch tragischen Momenten. Absolute Kaufempfehlung!

Die Autorin
Andrea Reichart wurde 1960 in Oberhausen geboren, verbrachte ihre Kindheit in den USA und die weiterführende Schulzeit in Deutschland (Essen). Nach ihrer Buchhandelslehre studierte sie Germanistik und Anglistik (MA, 1989), arbeitete bis 2004 als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Essen am Lehrstuhl von Prof. H. Wenzel und besaß von 1992 bis 2008 in Essen einen Verlag und eine Buchhandlung.
1986 erschien eine von ihr und Peter Gustav Bartschat zusammengestellte Stilblütensammlung aus dem Buchhandel bei Eichborn unter dem Titel ‚Bücher welken nicht‘. 1996 erschien im Item-Verlag die erweiterte Neuauflage unter dem Titel ‚Haben Sie Bücher?‘ und 2006 die nochmals erweiterte Neuauflage ‚Heidi ist tot‘.
Zu ihren wissenschaftlichen Zeiten in den frühen 90er Jahren publizierte sie zu Themen der Alltags- und Genderforschung (Wochenbett und Kindertaufe im Mittelalter) und dem Alltagsleben im spätmittelalterlichen Essen.
2008 kam sie nach Iserlohn, um das Literaturhotel Franzosenhohl zu leiten, dessen literarisches Konzept von ihr stammt. Nachdem das Hotel im Sommer 2009 von der Stiftung Lesen für „die herausragende Initiative“ ausgezeichnet wurde, übergab sie die Geschäftsleitung Ende 2009 an einen Hotelfachmann und ist seit 2010 mit ihrer Agentur Leseziel wieder selbstständig. Das Literaturhotel ist ihr Kunde.
Sie bietet dort mit großem Erfolg 1-Personen-Blitz-Workshops an, stellt aktuelle Neuerscheinungen bei Buchpartys vor oder liest bei Wellness- oder Candlelight-Lesungen, wenn sie nicht an eigenen Texten arbeitet oder fremde Texte lektoriert.
Es fließen aus ihrer Feder immer wieder Kurzgeschichten – aus Freude an der Sache oder gezielt im Auftrag für Privatpersonen und Firmen, die sich dann als literarische Figuren darin wiederfinden.
Sie ist Herausgeberin der Anthologie ‘Sprung’ (erschienen im Mönnig Verlag 2010, ISBN 978-3-933519-48-1), das Ergebnis eines von ihr organisierten Kurzgeschichten Wettbewerbs des Literaturhotels. Im Candela Verlag erschien 2011 eine Kurzgeschichte in der Erotik-Anthologie ‚Venerii‘.
Im Mönnig-Verlag erschien im September 2011 ihr erster Roman: “Nenn mich Norbert” (ISBN 978-3-933519-51-4). Die Startauflage von 1.500 Exemplaren war nach nur 12 Wochen vergriffen, die 2. Auflage wurde im Januar 2012 ausgeliefert, die 3. Auflage im Frühjahr 2013. Am 14.2.2012 wurde „Norbert“ nominiert für den DeLiA Literaturpreis 2012 für den schönsten Liebesroman des Vorjahres. 2012 erschien „Safranträume“ und gleichzeitig in der Anthologie „Der vierte König“ (Kaufmann Verlag) die Geschichte „Adventsträume“. 2013 erscheint „Brombeerliebe“ – ein Roman, der auf Fortsetzungen angelegt ist. Sue Sandig und ihre Familie sind einfach zu nett! Und – für Norbert Fans – Sue’s Agent ist Norbert Schulte … 2013 gab die Autorin die Anthologie „Zauberhafte Welten“ heraus (Oldigor Verlag), darin erschien ihre Kurzgeschichte „Spiralnebel“.
Andrea Reichart organisiert nicht nur für das Literaturhotel in Iserlohn literarische Events. Sie war Mitorganisatorin der NRW Literaturtage 2011 und 2012 im Planungsteam für die DeLiA Liebesromantage 2013, beide in Iserlohn. Sie moderierte zwischen 2010 und Sommer 2013 literarische Sendungen für den Förderverein Lokalfunk Iserlohn (Fölok). Dazu interviewte sie die Autoren, die sie zu Lesungen ins Literaturhotel nach Iserlohn einlud. Sie ist Mitglied bei DeLiA. (Quelle: Oldigor)

Buchdatenoldigor
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 250
Verlag: Oldigor
Erscheinungsdatum: 21.11.2013
ISBN: 978-3943697827

[Auslosung] Indie-Aktion zu “Grünkohlsuppenblues” und “Durch Tod heilbar”

Ihr Lieben,

erstmal ein paar Worte in eigener Sache.

Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich diesmal so spät auslose.
Leider gibt es im Privatleben manchmal Ereignisse, denen man Vorrang gewähren muss.
Ich hoffe ihr versteht das.
Ich war schon froh, dass ich die Blogtour letzte Woche schon “vorgeplant” hatte, aber zum auslosen kam ich leider nicht.

Aber dafür gibt es heute gleich drei Gewinner zu verkünden :-) Mehr

[Rezension] „Der Zorn des Lammes“, Johannes Groschupf (Oetinger)

Inhalt
Sie leben beide in Berlin, und jeder sieht die Welt mit anderen Augen. Dies ist die schockierende Geschichte von Jazz und Milan….

Meinung und Fazit
Als ich mir den Klappentext durchlas erahnte ich schon, um welches Thema sich diese Geschichte ranken dürfte. Zum Teil lag ich damit garnicht so falsch, und doch wurde ich von der Intensität dieser Erzählung überrascht.
Es ging recht locker los, und ich lernte zuerst Jazz kennen. Sie wirkte jugendlich, frisch, voller Tatendrang, auch wenn ich ihr einen gewissen Grat an Naivität zusprechen musste. Trotzdem, oder gerade deswegen, fand ich sie sehr sympathisch, vor allem weil sie mir so lebensnah erschien. Alles wirkte leicht und froh, mit einer positiven Grundstimmung.
Da die Kapitel abwechselnd aus Jazz´ und Milans Sicht geschrieben sind, wandelte sich das Bild jedoch zu Beginn des zweiten Kapitels recht abrupt.
Man erfährt zunächst nicht viel über Milan, er nimmt erst nach und nach Gestalt an. Trotzdem hat es der Autor geschafft, dass ich sofort eine vage Beklemmung verspürte. Im Gegensatz zu Jazz´ Geschichte wirken Milans Schilderungen bedrückend und düster. Nach und nach wurde mir auch klar, warum das so war, denn hier hatte ich es mit einem echten Psychopathen zu tun.
Die Geschichte nahm ihren Lauf, und manchmal konnte ich garnicht glauben was ich da lese. Es war so erschreckend real, dass mich einige Stellen fast atemlos zurück ließen. Ich hoffte und bangte, war geschockt und gefesselt gleichermaßen.
Daher mag es nicht verwundern, dass sich das Buch sehr schnell seinem Ende neigte. Zurück blieb ein Nachhall der Beklemmung und Ungläubigkeit, aber auch eine gewisse Erleichterung machte sich breit.
Vor der Leistung, diese Geschichte derart eindrücklich auf relativ wenige Seiten zu bringen, muss ich den Hut ziehen. Das war sicherlich nicht einfach, aber der Autor hat es mit Leichtigkeit geschafft alles passgenau auf den Punkt zu bringen, ohne sich in Nebensächlichkeiten zu verstricken.
Eine schockierende und gleichzeitig fesselnde Geschichte mit Nachhall. Absolute Kaufempfehlung !

Der Autor
Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Amerikanistik. Heute lebt er als freier Journalist in Berlin und schreibt für Die ZEIT, die FAZ, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung u.a. Er hat bereits zwei Romane für Erwachsene veröffentlicht und erhielt 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis für das NDR-Feature “Der Absturz”. (Quelle: dtv-dasjungebuch.de)

Buchdaten
Ausgabe: TaschenbuchOetinger
Seiten: 192
Erscheinungsdatum: April 2014
ISBN: 978-3-8415-0282-7
Altersempfehlung: ab 14J.
Verlag: Oetinger Taschenbuch

[Blogtour] „Der Zorn des Lammes“, Thema „Stalking“

Heute ist der zweite Tag der Blogtour und ich möchte ein zentrales Thema des Buches behandeln: Stalking.

Der Begriff Stalking kommt von englischen Wort „to stalk“, also jagen, hetzen, belästigen, belauern oder (heran) pirschen.
Es bedeutet, dass der Stalker sein Opfer wiederholt verfolgt und belästigt, weil er es will (kein äußerer Zwang). Das hat nicht selten zur Folge, dass das Opfer psychische und/oder körperliche Schäden davon trägt.

Um zu verdeutlichen was es heißt „gestalkt“ zu werden, möchte ich euch den Erfahrungsbericht einer sehr guten Freundin vorstellen. Mehr

[Blogtour] „Der Zorn des Lammes“ von Johannes Grohschupf

Ab heute findet eine Blogtour zu einem tollen, neuen Buch aus dem Oetinger Verlag statt.

Der Zorn des Lammes Mehr

[Rezension] „Die Gefangene des Highlanders“, Megan MacFadden (dotbooks)

Inhalt
„Sie ist seine Geisel – doch ihre Schönheit schlägt sein Herz in Ketten.“
Schottland, Ende des 12. Jahrhunderts. Als der tapfere Kreuzritter Braden MacDean aus dem Heiligen Land nach Hause zurückkehrt, steht er vor dem Nichts: Seine Familie wurde getötet, die Burg zerstört, das Land vom Clan der MacArons erobert. Braden bleibt nur eine Möglichkeit: Er entführt die schöne Marian MacAron, um seine Feinde unter Druck zu setzen. Natürlich glaubt der Highlander, dass seine Geisel Widerstand leisten wird – aber er ist nicht darauf vorbereitet, welche Gefühle die temperamentvolle Rothaarige in ihm weckt… (Quelle: dotbooks.de)

Meinung und Fazit
Anfangs war ich etwas skeptisch, denn der Einstieg in die Geschichte ähnelt einem bekannten, mehrfach verfilmten Roman doch recht stark. Doch ich ließ mich davon nicht beirren und stellte fest, dass sich schon nach wenigen Seiten eine sehr interessante, eigene Geschichte entwickelte.

So las ich gerne weiter, liest mich von der Geschichte mitreißen und verzaubern.
Was das Ende angeht nehme ich schon mal vorweg, dass die Geschichte recht vorhersehbar ist, aber auch das schmälerte den Lesegenuss nicht. Bei solchen Romantik-Schmökern erwarte ich das fast schon. Doch im Verlauf passiert auch viel Unerwartetes und Spannendes, was diese Geschichte erheblich aufwertete.
Die Figuren haben mir sehr gut gefallen. Sie waren sehr unterschiedlich in Wesen und Gestalt, passten sich gut in die Zeit und Umgebung ein, und sie hielten so manche Überraschung bereit. Die Autorin schaffte es sogar, dass mir einige der Nebenfiguren ans Herz wuchsen, weil sie ungewöhnlich waren, viel Beachtung fanden und aus der Masse herausragten.

Braden und Marian, die beiden Hauptfiguren, nahmen den größten Raum ein. Was mir an den Beiden gut gefiel war, dass hier die typischen Rollenklischees nicht immer, aber zumindest oftmals durchbrochen wurden. Braden mimte nicht immer den Held und Herrscher, sondern zeigte auch weiche Seiten, und Marian bestritt ihre Rolle mit nicht alltäglicher Präsenz, reichlich Stärke und Durchsetzungsvermögen.
Das einzige was ich den beiden Figuren ankreiden muss ist das Misstrauen und die Zickigkeit, die sie in Beziehungsdingen manchmal an den Tag legten. Ohne diese ständigen Feden und Missverständnisse hätte die Geschichte zwar einige Seiten eingebüßt, aber meinen Nerven hätte es offen gestanden gut getan. So hatte ich leider den Eindruck, dass ich mich in dieser Sache etwas zu sehr im Kreis drehte. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich den Rest der Geschichte nicht trotzdem genossen hätte.

Eine unterhaltsame, spannende Highland-Saga mit viel Romantik. Sehr lesenswert!

Die Autorin
Megan MacFadden ist eins der Pseudonyme, unter denen die Autorin Hilke Sellnick ihre leidenschaftlichen Historienromane veröffentlicht. Sie studierte Russisch und Französisch und arbeitet heute als freie Roman- und Drehbuchautorin. Gemeinsam mit ihrer Familie lebt Hilke Sellnick im Taunus.

Bei dotbooks erschienen die Megan-MacFadden-Romane „Die Gefangene des Highlanders“, „Die Geliebte des Kosacken“ und „In den Fesseln des Wikingers“. (Quelle: dotbooks.de)

Buchdatendb_logo_72dpi
Ausgabe: ePUB
Seiten: (ca.) 396
Erscheinungsdatum: Apr 2013
ISBN: eBook 978-3-95520-187-6
Verlag: dotbooks

 

[Verlosung] “Durch Tod heilbar” von Bernd Niklas

In der letzten Woche habe ich euch den Autor Bernd Niklas vorgestellt.

Ich durfte sein Buch “Durch Tod heilbar” lesen (hier die Rezension), welches mir sehr gut gefallen hat, und er hat meine “Geistesblitze” beantwortet.

Auch diese Woche gibt es etwas zu gewinnen.
Der Autor hat mir zwei Bücher “Durch Tod heilbar” zur Verfügung gestellt, die ihr wahlweise als eBook oder Print gewinnen könnt. Mehr

[Rezension] „Humor und Hausverstand gewünscht“, Brigitte Teufl-Heimhilcher

Inhalt
Eine Powerfrau meistert ihr Leben

Meinung und Fazit
Ich muss schon sagen, dass mich alleine die Hauptfigur Thessa schon dazu bewogen hat das Buch in einem Rutsch zu lesen, denn sie ist alles andere als stereotypisch. Modelmaße und Perfektion sucht man vergebens, nur im Beruf macht ihr niemand so schnell etwas vor. Sie erschien mir recht bodenständig und sympathisch, und sie hatte mit so manchen Widrigkeiten zu kämpfen. Als alleinerziehende Mutter ist sie vermutlich gestählt.
Wie man an dieser (groben) Beschreibung schon merkt, hat die Autorin ihrer Hauptfigur sehr viel Persönlichkeit verliehen. Das macht die Identifikation wunderbar leicht, auch wenn man nicht gerade alleinerziehend ist. Etwas anders sieht das bei den weiteren Figuren aus. Sie bleiben manchmal hinter den Erwartungen zurück. Auch wenn sie sich überwiegend gut in die Geschichte einpassten, waren sie mir etwas zu blaß. Das betrifft natürlich nicht alle Figuren, aber einige. Mich persönlich störte das allerdings nicht so sehr, denn mir blieb ja Thessa…

Locker, leicht und herzlich ist der Schreibstil, mit einem sympathischen österreicher Dialekt. Letzteres aber sehr gut dosiert, so dass man alles versteht. Außerdem hat ein Dialekt für mich immer etwas sehr charmantes.
Die Geschichte an sich wirkt modern, was nicht zuletzt Thessas Lebens- und Beziehungsführung zu verdanken ist. Sie hat mit typischen, aber auch nicht ganz so typischen Situationen zu kämpfen, und versucht ihr Leben zu meistern.
Manchmal schwenkt die Geschichte zu ihrem (noch) Ehemann, der sich im Vorarlberg niedergelassen hat. Das macht die Erzählung abwechslungsreich, aber trotzdem fand ich diesen Teil der Geschichte etwas schwächer. Aber als ich gerade dachte dass die Geschichte jetzt in einen Zickenkrieg mit Eifersuchtsdrama abdriftet, überraschte mich die Autorin mit einer ungeahnten Wende. Das gab neuen Schwung und hat mir sehr gefallen, so dass ich gerne weiter las.

Ein Buch für vergnügliche Lesestunden, mit Liebe, Leid und Überraschungen. Einkuscheln und loslegen!

Die Autorin
Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt die kommunikative Hobbyköchin seit einigen Jahren heitere Gesellschaftsromane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag, Beziehungen aller Art und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinandersetzt.

Buchdaten
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 559 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 281 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B00CS3NTNW

 

[Geistesblitze] Heute: Bernd Niklas

1959– In Deutschland werden erstmals Radarkontrollen durchgeführt. Das Godesberger Programm der SPD wird Bernd Niklasverabschiedet. Der Monatslohn beträgt im Durchschnitt 398 DM. „Die Blechtrommel” von Günter Grass erscheint.Kein Wunder, dass meine Geburt kaum jemand zur Kenntnis genommen hat!
Zwar soll ich sofort versucht haben, mich lautstark zu Wort zu melden. Zeitzeugen berichten allerdings glaubhaft, dass mir anfänglich die Worte dazu fehlten.
Mit der Zeit hat sich dies geändert.
In der Abitur-Rede der „Wilden 13″ 1978 im Leopoldinum II, Detmold, fiel meine Leidenschaft für das Spiel mit Worten erstmals auf. Danach ging es Jahre lang eher um nüchterne Wissenschaft (z. B. Pharmazie-Studium und Lebensmittelchemie-Studium) – jetzt gewinnt die schriftstellerische Leidenschaft die Überhand. (Quelle: bernd-niklas.de)
Man findet Bernd Niklas auch auf lovelybooks, Twitter und google+

Lieber Bernd! Danke dass Du Dir Zeit für die Geistesblitze nimmst :-)

Steckbrief
(Real-)Name: Bernd Niklas2013 10 07 Bernd Niklas - Arbeit an Texten
Wohnort: Willich-Anrath
Alter: 55
Sternzeichen: Jungfrau
Größe: 183cm
Haarfarbe: dunkelblond
Augenfarbe: graublau

und nun zu den Geistesblitzen:

Mein liebstes Reiseziel -
Schweden, weil ich dort Ruhe und Entspannung in herrlicher Natur finde.

Auf eine einsame Insel würde ich folgende drei Dinge mitnehmen -
(grinst) Ganz prosaisch: ein gutes großes Messer, Schwimmflossen und einen großen Kochtopf

Diese Person würde ich gerne mal treffen -
Ganz klar: Andreas Eschbach und den leider schon lange verstorbenen Hans Dominik.
Mit beiden würde ich mich gerne darüber unterhalten, wie sie auf die Ideen zu ihren faszinierenden Romanen gekommen sind. Vor allem interessiert mich aber brennend, wie sie diese Ideen dann tatsächlich praktisch in Manuskripte umgesetzt haben.
Eine gute Idee zu haben ist das eine. Daraus einen packenden Roman zu machen, aber eine mindestens ebenso große weitere Herausforderung.

Mein Lebensmotto -
Heute das Leben genießen und dennoch dabei das morgen nicht aus den Augen zu verlieren.

Ein optimaler, erfüllter Tag sieht für mich so aus -
Das kann ich so pauschal gar nicht beantworten (siehe die nächste Frage nach den Hobbys).
Ein guter Tag fängt auf jeden Fall mit einem guten Frühstück an, idealerweise in der Sonne im Garten.

Mein liebstes Hobby -
(lacht) Das ist eine Frage für die ich einfach der Falsche bin!
Ich habe nicht EIN Hobby, sondern viele unterschiedliche Interessen.

Da wäre natürlich das Schreiben.
Aber auch Kitesurfen begeistert mich, ebenso Inliner fahren, Schwimmen, Gesellschaftsspiele, mein Aquarium, die Tätigkeit als Fußballschiedsrichter oder meine Arbeit als Pressesprecher der örtlichen Werberinges. Nicht vergessen werden sollten auch Kochen, die Arbeit in unserem riesigen Garten, der Skilanglauf und natürlich Snowboardfahren sowie sommerliche Radtouren.

Ich schreibe, weil -
Lesen Silber ist und Schreiben Gold.
Klingt das vielleicht zu pathetisch?
Nun gut, Schreiben macht mir schlicht und einfach Spaß.

Mein nächstes Projekt/Buch -
Aktuell bin ich mit zwei Projekten beschäftigt.
In der Schreibphase befindet sich ein Krimi über einen sadistischen Tierquäler. Dazu bin ich angeregt worden durch Vorkommnisse hier im Raum Krefeld/Viersen und vor allem die Reaktionen der Bevölkerung darauf.

Vor dem Abschluss der Recherche- und Planungsphase befindet sich ein Jugendroman über die DDR. Dabei geht es darum, den heutigen Jugendlichen die gar nicht so ferne aber meist unbekannte deutsche Vergangenheit näher zu bringen.

Für die Zukunft wünsche ich mir –
Mich stärker dem Schreiben widmen zu können.
Die einzelnen Projekte ziehen sich stark in die Länge ziehen und werden nicht gerade einfacher, wenn man „nebenher“ noch für seinen Lebensunterhalt einer geregelten Arbeit nachgehen muss.

[Rezension] „Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat“, Gavin Extence (Limes)

Inhalt
Eine ungewöhnliche und berührende Geschichte

Meinung und Fazit
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So könnte man den Anfang des Romans umschreiben.
Alex erzählt auch seine Geschichte, doch anders als zunächst vermutet. Er berichtet von der Reise durch sein bisheriges Leben, welches sich seit seinem 10 Geburtstag radikal veränderte.
Locker und leicht wird man durch das Buch geleitet. Dabei gibt es jede Menge Input, abe immer so wohl dosiert, dass man sich nicht überfahren fühlt. Zwischendurch hatte ich zwar hier und da den Eindruck dass der Autor etwas abschweift, aber das wärte nie lange.
Alex war mir von Anfang an sympathisch. Ich weiß nicht woran das genau lag, manchmal schließt man Hauptfiguren einfach sofort ins Herz. Es wurde aber sicherlich durch „sein Schicksal“ und die Probleme, mit denen er zu kämpfen hatte verstärkt. Außerdem war er weiter entwickelt als seine gleichaltrigen Kollegen, was immer wieder zu nachvollziehbaren Schwierigkeiten, aber auch so manch ungewöhnlicher Erkenntnis führte. Z. B. diskutierte er gerne und ausführlich mit seinem Arzt und der Astrophysikerin, was seine weite Entwicklung unterstrich. Trotzdem war da auch noch die Seite, auf der er wieder ganz Kind und recht naiv war. Ein nicht ungewöhnlicher Gegensatz, aber sehr schön dargestellt.

Auch die anderen (Haupt-)Figuren fand ich ganz wunderbar, weil sie einfach ungewöhnlich waren und die Geschichte bereicherten.
Zunächst ist da Alex´ Mutter, eine weissagende Esotherikerin mit Leib und Seele. Etwas später lernt Alex dann Mr. Peterson kennen, einen weiteren, ganz wunderbaren Charakter, den man einfach ins Herz schließen muss. In seiner sehr eigenen, knurrigen, verschrobenen Art begleitet er Alex und regt ihn immer wieder zum Nachdenken an. Zusammen gaben sie ein tolles Duo ab. Auch mit ihm diskutiert und philosophiert er viel, bis er vor eine recht schwere Entscheidung gestellt wird.
Am Ende der Reise angekommen war ich um einiges Wissen reicher, sehr bewegt und nachdenklich.

Ein emotionales Buch mit Tiefgang. Sehr lesenswert!

Der Autor
Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler; er gewann zahlreiche nationale Turniere und reiste nach Moskau und St. Petersburg, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Er gewann nur ein Spiel.

Sein erster Roman »Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat« schlug in Großbritannien ein wie ein Meteorit – Alex Woods eroberte die Herzen der Leser im Sturm und die Presse feierte den Roman als DIE Entdeckung des Jahres.

Heute lebt Gavin Extence mit seiner Familie in Sheffield und schreibt an seinem zweiten Roman.
(Quelle:
randomhouse)

Buchdaten
Ausgabe: gebunden mit Schutzumschlaglimes
Seiten: 480
Verlag: Limes
Erscheinungsdatum: 03.03.2013
ISBN: 3809026336

Vorherige ältere Einträge

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