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[Rezension] „Der Store“, Rob Hard (Heyne)

09 Sep

Ausgabe : gebundenDer Store
Seiten:
592
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 2. September 2019
ISBN-10: 3453272307
ISBN-13: 978-3453272309

Herkunft: gekauft
Sterne: 5 von 5

 

Licht- und Schattenseiten der Verkaufsgiganten

Dieser Roman handelt von einem Großkonzern. Man kennt solche Firmen heute schon, aber ich prophezeie einfach mal, dass „Der Store“ alles schon dagewesene schlägt.

„Der Onlinestore ‚Cloud‘ weiß, beschafft und liefert alles“. So würde ich das Konzept dieses Onlinegigannten grob umreißen und auch das kennt man heute (fast) schon. Zunächst hört sich vieles sehr positiv an, nicht nur für den Kunden, sondern ebenso für den Arbeiter, aber schnell werden auch die Schattenseiten in den Fokus gerückt.
Schon dem Klappentext kann man eine Groteske entnehmen, die mir persönlich sauer aufstieß und im Roman gibt es noch einige mehr.

Fiktion trifft Non-Fiktion

Einiges was dieser Roman thematisiert existiert heute schon, ist gängige Praxis oder befindet sich zumindest in Planung. Manches fand ich nicht gut, aber es erschreckte mich beim lesen auch nur mäßig. Scheinbar lässt die Realitätsnähe eine gewisse Abstumpfung aufkommen, was mir allerdings schon zu denken gab. Dann passierten aber wiederum Dinge und es kam zu Begebenheiten, die ich zum Teil wirklich gruselig fand wenn ich mir vorstelle, dass so etwas mal Realität werden würde. An diesen Stellen kam nicht nur Spannung, sondern auch Unbehagen auf. Ich persönlich hoffe, dass einiges wirklich Fiktion bleiben wird.

Sehr spannend

Was diesen Roman noch auszeichnet ist, dass er nicht einfach nur von den Machenschaften eines riesigen Konzerns erzählt. Je weiter man in die Geschichte vordringt, umso spannender wird sie.
Hierbei spielen die zwei Hauptfiguren, Paxton und Zinnia tragende Rollen, denn sie arbeiten wie viele andere bei ‚Cloud‘.
Zunächst beherrschte daher noch „der Store“ selbst, sowie seine Hintergründe, Arbeitsbedigungen und andere Details die Bühne, die aus der unterschiedlichen Sichtweise von Paxton und Zinnia präsentiert wurden. Doch zum Glück gingen beide stets mit wachen Augen und klarem Verstand vor und durch ihre unterschiedliche Motivation bei ‚Cloud‘ zu arbeiten, traten immer mehr Details zutage, die nicht nur mir eine Gänsehaut verursachen dürften. Es entwickelte sich fast eine Art Krimi und es blieb bis zum Schluss sehr spannend, da Details nur nach und nach offensichtlich wurden. Erst zum Schluss offenbarte sich ein großes Gesamtbild.

Ich fürchte, dass ich Onlinekäufe von nun an mit anderen Augen sehen werde. Außerdem ruht meine Hoffnung darauf, dass die Politik und andere Kontrollinstanzen solche Konzerne zu verhindern wissen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

 
2 Kommentare

Verfasst von - 09/09/2019 in Bücher, Krimi, Land und Leute, Roman

 

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2 Antworten zu “[Rezension] „Der Store“, Rob Hard (Heyne)

  1. Babsi

    10/09/2019 at 13:20

    Ich lese auch gerade ein Buch, das sich mit unserem Online-Verhalten auseinandersetzt und es ist erschreckend. Man kann tatsächlich nur hoffen, dass vieles davon Fiktion bleiben wird. Ich befürchte aber, dass es das nicht wird ….

     
  2. lesen und mehr

    10/09/2019 at 19:20

    Ja, das fürchte ich auch :-/

     

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