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[Rezension] „Irgendwo im Glück“, Anna McPartlin (rororo)

13 Okt

Ausgabe: Taschenbuchirgendwo-im-glueck
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: 26.08.2016
Verlag : ROWOHLT Taschenbuch
ISBN: 9783499272233

Hier geht es zur Leseprobe
Inhalt
Über gesellschaftliche Missstände und familiäre Schicksale

Meinung und Fazit
Das Cover und der Titel des Buches lassen vorerst auf eine locker-leichte Wohlfühlgeschichte hoffen. Doch direkt am Anfang holte mich der Prolog rüde auf den Boden der Tatsachen zurück, indem er mir klar machte, dass dies ein Schicksalsroman werden würde.
Die Protagonistin (Maisie Bean) stellt ihr Buch vor, welches von ihr und ihrer Familie handelt. Dieses Buch, und damit auch der Hauptteil des Romans, spielt in der Vergangenheit, und es soll aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Gegen Ende des Romans kehrt man in die Gegenwart zurück, wobei Maisie nochmals ihre eigenen Gedanken zum Ausdruck bringt, die auch ein Teil meiner Gefühle und Überlegungen widerspiegelten.
Wer die Autorin kennt der weiß, dass sie gerne in Rückblicken schreibt. Sie berichtet von Maisie Beans Zeit als alleinstehende Mutter, von ihren Kindern und deren Erziehung und den Schwierigkeiten die manchmal auftraten. Der Blick wird dabei immer wieder auf ihren Sohn Jeremy und seine Freunde gelenkt, und man erfährt viel über ihn und seine Verbundenheit zum Freundeskreis. Bis er verschwindet, wie schon der Buchrückentext verrät. Was daraufhin geschieht, und was man noch alles erfährt, ist nahezu unbegreiflich.
Sehr entscheidend für die Geschichte ist, dass man mit ihr nach Irland ins Jahr 1995 und auch weiter zurück reist. Das muss man sich während des Lesens immer wieder vergegenwärtigen, denn einige Ereignisse sind einfach zu unfassbar, wenn man in einer Gesellschaft lebt, in der etliche, im Buch angesprochenen Verhaltensweisen, schon lange als ethisch und moralisch verwerflich gelten. Was man hier zu lesen bekommt ist demzufolge nicht nur ein internes Familiendrama, sondern es wurde entscheidend durch die Gesellschaft verursacht.

Eine Geschichte die sanft beginnt, immer unfassbarer wird, bis das Drama seinen (fast unerwarteten) Höhepunkt erreicht. Sie wird getragen durch starke Charaktere und eine stetig steigende Spannungskurve.

Die Autorin
Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing. Nebenbei stand sie auch als Comedienne auf der Bühne, doch ihre wahre Liebe galt dem Schreiben, das sie bald zum Beruf machte. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben heute zusammen mit ihren drei Hunden und zwei Katzen in Dublin.

Bereits ihr Debüt «Weil du bei mir bist» war international ein Bestseller. Mit dem Roman «Die letzten Tage von Rabbit Hayes», in dem Anna McPartlin viel von ihrer eigenen Vergangenheit verarbeitet hat, rührte und begeisterte sie unzählige Leserinnen und Leser und landete einen Riesenerfolg.

 

 
2 Kommentare

Verfasst von - 13/10/2016 in Bücher, Land und Leute, Rezension

 

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2 Antworten zu “[Rezension] „Irgendwo im Glück“, Anna McPartlin (rororo)

  1. kitsune_miyagi

    14/10/2016 at 13:34

    Ich habe schon so viel gutes über dieses Buch gelesen, es sollte wohl endlich mal bei mir einziehen. „Die letzen Tage von Rabbit Hayes“ konnte mich leider nicht ganz mitnehmen, aber ich habe noch „Niemand kennt mich so wie du“ auf dem SuB liegen und werde diesen wohl von meiner Kaufentscheidung abhängig machen.🙂

     
    • lesenundmehr

      14/10/2016 at 16:06

      Mach das🙂
      Was das Buch „Irgendwo im Glück“ besonders macht, das sind die gesellschaftlichen Hintergründe, die nach und nach ans Licht kommen.
      Aber wenn dir Rabbit nicht gefallen hat, dann mag ich dir hier weder zu- noch abraten…
      LG
      Tanja

       

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