RSS

Schlagwort-Archive: Ruhrpott

Die 2. LitBlogConvention – Part 2

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich euch schon meine ersten Eindrücke und Erfahrungen mit dem ersten Workshop geschildert. Heute geht es nahtlos weiter mit

Workshop 2, „Blackbox Herstellung“WS2_1

Der Untertitel lautete nicht umsonst „Content rein, Buch raus – wie geht das?“, denn genau das war das Thema.
Hanne Mandik von KiWi gab uns einen umfassenden Einblick, wie ein Produktionsprozess inkl. aller Planungsdaten abläuft. Sie erklärte einiges dazu, was z.B. mit Schriftauswahl, Entwicklung der Farb- und Fotogestaltung oder dem Einband zu tun hat. Dabei erläuterte sie zwischendurch verschiedene Fachbegriffe, so das ich jetzt z.B. weiß, was ein „Hurenkind“ ist. Letztlich wurden wir noch nach unserer Meinung gefragt und durften, unter Zuhilfenahme der Farbkarten, Vorschläge für ein bald erscheinendes Buch abgeben.DSC07752

FAZIT: Ein komplexes Thema, verständlich und kurzweilig dargestellt

Danach ging es für mich zu

Workshop 3, „Heimatgefühle“WS3_2

mit Petra Hülsmann und Anna Basener, und hier wurde ich mehr als positiv überrascht.
Petra Hülsmanns neuer Roman stand ohnehin auf meiner Wunschliste, aber Anna Baseners Roman weniger. Cover und Titel sind stimmig, keine Frage… aber nä… ich komm ja selbs aus´m Ruhrpott wech, aber dat? Nä, dat is nich meins…

Wenn ich mich da mal nicht irren sollte 😉WS3_1

Die beiden plauderten munter drauf los, wobei es um  die Arbeit mit Bastei Lübbe/Eichborn, sie selbst, ihren Heimatbezug, Mundart und natürlich um ihre Bücher ging.
Nun weiß ich, dass Anna gerne Schauspielerin geworden wäre, dann aber über den Groschenroman zum Buch kam. Erstaunt (oder schockiert?) hat mich, dass sie mal einen „Lassiter“ geschrieben hat o_O
Petra hat schon immer gerne Geschichten erzählt. Als Teenie fing sie an Kurzgeschichten zu schreiben, bis sie vor ca. 4 Jahren ihr erstes Buch veröffentlichte, und sie ist ein Nachtmensch – sehr sympathisch 😀

FAZIT: Es war derart lustig und kurzweilig, dass ich gerne noch länger zugehört hätte.
Was Anna angeht, so konnte sie mich mit Leichtigkeit für ihr Buch gewinnen. Mittlerweile habe ich es schon angelesen und wurde nicht enttäuscht 😀

Danach habe ich mit Workshops in Form von Autorengesprächen weiter gemacht.
Wen ich noch getroffen habe, erfahrt ihr morgen.

Bis dahin alles Liebe! ❤

Advertisements
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Der 1. #TagDerTrinkhallen

432553_web_R_by_Rike_pixelio.de

Quelle: Rike/pixelio.de

Als ich vor ca. 20 Jahren ins Ruhrgebiet zog, kannte ich das Phänomen der Trinkhallen nicht.
Weder an meinem Geburtsort, noch bei meinen Urlauben habe ich sie wahrgenommen, und doch waren sie stets da.
Als mir später einmal, an einem Sonntag, ein Liter Milch fehlte, klingelte ich bei meiner damaligen Nachbarin. Auf meine Bitte bekam ich allerdings nur zur Antwort

„Hab ich nich. Geh ma vorne anne Bude, da krisse allet“.

Damals fand ich diese Aussage doch etwas befremdlich, ebenso wie das Ruhrplatt, aber ich lernte zumindest die Trinkhallen (oder auch Buden) schnell zu schätzen.



26020_web_R_K_B_by_joakant_pixelio.de

Quelle: joakant/pixelio.de

Doch was steckt für eine Geschichte hinter den Büdchen?
In kurze Worte gefasst: die alkoholisierten Mitbürger, die überwiegend der Arbeiterschicht angehörten, wurden als Bedrohung für Ordnung und Moral angesehen. So entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts, von der Stadt mit günstigem Baugrund geförderte Seltersbuden bzw. Trinkhallen. Mineralwasseranbieter errichteten sie in den Industriestädten, um die Volksgesundheit zu heben, denn Leitungswasser war damals ungenießbar.

Um die Jahrhundertwende erweiterten die Besitzer das Sortiment und boten auch Tee, Kaffee, Milch und Tabakwaren an. Bald kamen die ersten Speisen hinzu, nicht viel später Zeitungen. Auch der Verkauf von Dingen des täglichen Bedarfs und sogar Alkohol wurde mit der Zeit erlaubt.
Die Buden erreichten ihre Blütezeit in den 60er Jahren, doch als sich später die Schwerindustrie immer weiter zurück zog und 1996 das Ladenschlussgesetz gelockert wurde, schlossen viele wieder ihre Türen und Fenster.

Trotzdem sind sie nicht unter zu kriegen. Es gibt noch ca. 8000 Büdchen, Buden, Kioske und Trinkhallen im Ruhrgebiet, und dies soll heute, am 1. Tag der Trinkhallen, gefeiert werden.

8743_web_R_K_B_by_magicpen_pixelio.de

Quelle: magicpen/pixelio.de

Wenn du Lust und Zeit hast, dann schau vorbei. Es erwartet dich an vielen Orten ein buntes Programm aus z.B. Musik, Lesungen, Poetry-Slam und vielem mehr.
Nähere Infos dazu und weiteres über den Budenkult findest du hier

Ich wünsche dir viel Spaß!
Möge der Budenzauber beginnen! 🙂

 
 

Schlagwörter: , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: