RSS

Schlagwort-Archive: Ruhrgebiet

[Rezension] „Zechentod“, Sylvia Sabrowski (Gmeiner)

Ausgabe: TaschenbuchZechentod
Seiten: 224
Verlag: Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum: 14. August 2019
ISBN-10: 3839225205
ISBN-13: 978-3839225202

Herkunft: lovelybooks Leserunde
Sterne: 5 von 5

Spannend von Anfang an

Als Region für diesen Krimi hat die Autorin vorwiegend die Städte Bottrop, Kirchhellen, sowie die Zeche Prosper Haniel gewählt. Da ich selber aus der Nähe komme, freute ich mich sehr auf das lesen und wurde nicht im geringsten enttäuscht! Auch wenn einige Strukturen vereinfacht wurden, um eine bessere Lesbar- und Verständlichkeit herzustellen, fand ich alles sehr gut und plausibel dargestellt. Was mich sehr begeistert hat, war der von Anfang an herrschende Spannungseffekt. Dieser entstand hauptsächlich aus kleinen, durch Kursivschrift abgegrenzten Abschnitten, die scheinbar einen Mord nachzeichneten, bzw. die Gedanken des Mörders offen legten. Was es damit auf sich hatte konnte ich allerdings nach und nach erst erahnen, wodurch sich die Spannungskurve konstant aufrecht hielt. Abgesehen davon fühlte ich mich das eine oder andere Mal doch recht aufs Glatteis geführt, was das miträtseln ungleich interessanter machte

Unterhaltsam

Neben der Spannung fand ich die Geschichte allerdings auch überaus unterhaltsam und lehrreich. Man erfährt viel über den Bergbau und die Mentalität der Bergleute. Besonders toll fand ich auch den Abschnitt über die Bergmannskluft, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der heiligen Barbara steht. Was mich sehr überrascht hat war, das zwar die beiden Hauptfiguren (Liesa und Timo) das Geschehen und die Ermittlungsarbeit leisten, die Nebenfiguren ihnen aber in nichts nachstehen. Fast das Gegenteil war der Fall, denn die sie sorgten hauptsächlich dafür, das der Geschichte der typische regionale Touch verliehen wurde. Diese Figuren sind typische „Ur-Ruhris“, ein Menschenschlag der zwar nicht mehr häufig vorkommt, den es aber immer noch hier und da gibt. Es machte einfach Spaß ihre Unterhaltungen im typischen und sehr eigenen Dialekt zu verfolgen. Manchmal musste ich wirklich lachen, weil sie in ihrer pragmatischen, unkomplizierten, unverblümten und bodenständigen Art so authentisch wirkten.

Sehr emotional

Bei einem Krimi ist es ja häufig so, dass man miträtselt wer der Mörder sein könnte und das es den Leser auch teilweise gruselt. Ein leichter Gruselfaktor war unbestritten vorhanden, durch die schon erwähnten Abschnitte in Kursivschrift, was ich allerdings nicht erwartet hätte war, dass mich dieser Krimi auch (fast) zu Tränen rühren würde. Als es im hinteren Teil um die Schließung der letzten Zeche ging, die ja wirklich letztes Jahr im Dezember vollzogen wurde, musste ich schon sehr schlucken und an mich halten. Diesen Teil fand ich nicht nur sehr gut, sondern auch sehr emotional geschrieben. Ich habe dieses Geschehen damals nur im Fernsehen verfolgt, konnte mich aber noch gut an die Emotionalität erinnern, die dieses Ereignis mit sich brachte. Die Autorin hat es hervorragend verstanden, diese Gefühle erneut wach zu rufen. Ein toller Regionalkrimi, den ich jedem ans Herz legen möchte, der mal in den Bergbau und/oder das Ruhrgebiet hinein schnuppern möchte. Spannend, ehrlich, emotional und authentisch!

 
2 Kommentare

Verfasst von - 27/09/2019 in Bücher, Krimi

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Der 1. #TagDerTrinkhallen

432553_web_R_by_Rike_pixelio.de

Quelle: Rike/pixelio.de

Als ich vor ca. 20 Jahren ins Ruhrgebiet zog, kannte ich das Phänomen der Trinkhallen nicht.
Weder an meinem Geburtsort, noch bei meinen Urlauben habe ich sie wahrgenommen, und doch waren sie stets da.
Als mir später einmal, an einem Sonntag, ein Liter Milch fehlte, klingelte ich bei meiner damaligen Nachbarin. Auf meine Bitte bekam ich allerdings nur zur Antwort

„Hab ich nich. Geh ma vorne anne Bude, da krisse allet“.

Damals fand ich diese Aussage doch etwas befremdlich, ebenso wie das Ruhrplatt, aber ich lernte zumindest die Trinkhallen (oder auch Buden) schnell zu schätzen.



26020_web_R_K_B_by_joakant_pixelio.de

Quelle: joakant/pixelio.de

Doch was steckt für eine Geschichte hinter den Büdchen?
In kurze Worte gefasst: die alkoholisierten Mitbürger, die überwiegend der Arbeiterschicht angehörten, wurden als Bedrohung für Ordnung und Moral angesehen. So entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts, von der Stadt mit günstigem Baugrund geförderte Seltersbuden bzw. Trinkhallen. Mineralwasseranbieter errichteten sie in den Industriestädten, um die Volksgesundheit zu heben, denn Leitungswasser war damals ungenießbar.

Um die Jahrhundertwende erweiterten die Besitzer das Sortiment und boten auch Tee, Kaffee, Milch und Tabakwaren an. Bald kamen die ersten Speisen hinzu, nicht viel später Zeitungen. Auch der Verkauf von Dingen des täglichen Bedarfs und sogar Alkohol wurde mit der Zeit erlaubt.
Die Buden erreichten ihre Blütezeit in den 60er Jahren, doch als sich später die Schwerindustrie immer weiter zurück zog und 1996 das Ladenschlussgesetz gelockert wurde, schlossen viele wieder ihre Türen und Fenster.

Trotzdem sind sie nicht unter zu kriegen. Es gibt noch ca. 8000 Büdchen, Buden, Kioske und Trinkhallen im Ruhrgebiet, und dies soll heute, am 1. Tag der Trinkhallen, gefeiert werden.

8743_web_R_K_B_by_magicpen_pixelio.de

Quelle: magicpen/pixelio.de

Wenn du Lust und Zeit hast, dann schau vorbei. Es erwartet dich an vielen Orten ein buntes Programm aus z.B. Musik, Lesungen, Poetry-Slam und vielem mehr.
Nähere Infos dazu und weiteres über den Budenkult findest du hier

Ich wünsche dir viel Spaß!
Möge der Budenzauber beginnen! 🙂

 
 

Schlagwörter: , , , , , , ,

[Blogtour] zu „Mondlicht in deinen Augen“ – Tag 1

Hallo,
und herzlich willkommen zum ersten Tag der Blogtour zu „Mondlicht in deinen Augen“ von Anke Höhl-Kayser.

Ich möchte euch heute das Buch vorstellen, damit ihr einen Eindruck von der Geschichte bekommt.

Am Ende dieser Buchvorstellung gibt es auch etwas zu gewinnen, aber jetzt erst mal ein paar Infos zum Buch:

Der Plot (Buchrückentext)

Als die Wuppertaler Studentin Jenny ein Skelett in einem Holzsarg findet, beginnt ein Albtraum: Sie wird von einer Geistererscheinung heimgesucht, die zu real ist, um sie als Traum abtun zu können. Ein mysteriöser Mann namens Gero entführt sie nach Rügen – ins Jahr 2062.

110843_web_R_K_B_by_Thomas Max Müller_pixelio.de

Blick auf Wuppertal (Quelle: ThomasMax/pixelio)

In der Zukunft ist der letzte Kampf der Menschheit angebrochen. Die Überlebenden stellen sich gegen die Flammenwächter, eine neu entwickelte menschliche Spezies mit paranormalen Fähigkeiten. Jenny erkennt, dass der attraktive Gero sie für seine Zwecke missbraucht, doch kann sie sich noch länger seiner Faszination entziehen?
Jennys Freunde Tom und Cara überwinden die Zeitbarriere, um sie zu retten – aber Jenny ist inzwischen zu einer Flammenwächterin geworden, und der Krieg ist in vollem Gange … (Quelle: bookshouse)

 

Das Setting

44050_web_R_K_by_Gecko_pixelio.de

Wuppertaler Schwebebahn (Quelle: gecko/pixelio)

Am Anfang der Geschichte befindet man sich in Wuppertal/NRW. Sie ist die größte Stadt des Bergischen Landes und liegt südlich des Ruhrgebiets, mitten im Grünen. Ich persönlich verbinde mit Wuppertal immer das Klinikum und die Schwebebahn. Mit der Hauptfigur schaut man hier von den Hügeln hinab und besucht u.a. ein nahes Waldstück. Auch wenn die Geschichte zwischen Wuppertal und dem zweiten Spielort hin und her pendelt, so dauert der Aufenthalt hier nie besonders lange. Die Haupthandlung spielt sich auf Rügen ab.
Rügen ist die größte deutsche Insel, liegt vor der pommerschen Ostseeküste und gehört zum Land Mecklenburg-Vorpommern. Vielen ist sie als beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel bekannt,

731795_web_R_B_by_günther gumhold_pixelio.de

Rügen: Kreidefelsen (Quelle: gumhold/pixelio)

u.a. wegen der langen Strände und der Kreidefelsen. Ein zentraler Spielort ist hier u.a. der Herthasee.

 

Die Geschichte spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft, im Jahr 2062, wie oben schon zu lesen war. Daher bekommt man hier einen Zeitreiseroman, wobei die Welt der Zukunft stark dystopische Züge hat. Außerdem wird es sehr magisch/mystisch/spirituell, also paranormal, und natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. Eine gute Mischung verschiedener Genre.

Protas

Es gibt im wesentlichen zwei Hauptcharaktere und zwei Nebendarsteller. Außerdem findet man natürlich noch diverse andere Nebenfiguren, die aber nur zum Teil für die Geschichte relevant sind.

Die verschiedenen Protagonisten werden euch morgen auf dem Blog http://www.worldofbooks4.blogspot.de genauer vorgestellt.

Ich hoffe, dass euch die Buchvorstellung gefallen hat.

Wenn ihr Lust auf mehr Eindrücke habt, dann empfehle ich unbedingt die Leseprobe http://www.bookshouse.de/leseproben/322/322.pdf

Nun aber zum Gewinnspiel:12924520_1584610998522382_8114195675011389358_n
Zu gewinnen gibt es 12919850_1584611025189046_4106860776762385507_n
1. Preis
2 x 1 signiertes Print von „Mondlicht in deinen Augen“

2. Preis
2 x 1 signiertes Print von „Der Zeitwandler – Restart“

3. Preis
2 x 1 signiertes Print von „Die Löffel-Liste“

Um zu gewinnen müsst ihr mir lediglich eine Frage beantworten:
Kennt ihr Wuppertal (das Ruhrgebiet) oder Rügen? Wart ihr schon einmal dort, oder würde es euch reizen dort mal hin zu fahren?

Teilnahmebedingungen

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich.
  • Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.

Das Gewinnspiel endet am 24.4.2016 um 23:59 Uhr.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Hier noch die anderen Tourdaten
12961733_1588007038182778_7495239764389203661_n

 
31 Kommentare

Verfasst von - 18/04/2016 in Bücher, Blogtour, Gewinnspiele

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: