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[Buchmesse] Samstag: die BdB-Blogreporter-Tour

Ich hatte euch ja versprochen, dass es zum Samstag noch einen ausführlichen Bericht geben würde.
Hier ist er nun, und ich warne euch schonmal vor: er wird etwas länger 😉 Ich hoffe trotzdem sehr, dass ihr durch die ganzen Verlagsinfos nicht erschlagen werdet und Spaß an den Bildern habt 🙂

Los ging es bereits um 9.30Uhr. Wir trafen uns am Stand von Blogg dein Buch und wurden über den Ablauf des Tages informiert. Teresa und Ann-Catrin begleiteten uns fortan, stets gut sichtbar durch die erhobene BdB-Mappe.

Unsere erste Verlagsstation war dotbooks, ein junger, aufstrebender Ebook-Verlag, der aber Anfang nächsten Jahres beabsichtigt auch einige Bücher als Printausgabe herauszubringen. Hier wartete auch ein Meet&Greet mit den Autorinnen Katja Piel („The Hunter“) und Stefanie Maucher („Kalte Berechnung“) auf uns. Darauf freute ich mich sehr und ich wurde nicht enttäuscht. Für mich ergab sich ein sehr schönes Gespräch mit Katja Piel, und somit war der Auftakt schonmal gelungen.
Die zu sehenden Fotos hierzu hat mir dotbooks freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.

Als nächstes machten wir Station bei Bastei Lübbe. Das Programm des Verlages ist ohnehin breit gefächert, wurde aber zuletzt noch durch den „Eichborn-Verlag“ um eine Sparte erweitert. Mein persönliches Eichborn-Highlight ist „Er ist wieder da“ von Timur Vermes. Ich konnte mich allerdings bisher noch nicht entscheiden, ob ich mir das Buch oder Hörbuch kaufen soll. Gelesen wird das Hörbuch nämlich von Christoph Maria Herbst, für mich eine perfekte Wahl. Die Hörprobe hat mir so gut gefallen, dass ich momentan eher zum Hörbuch tendiere.
Wäre mein Sohn anwesend gewesen, dann hätte er laut aufgeschrien, denn plötzlich tauchte auch noch Greg („Gregs Tagebuch“) auf, um das neuste Buch zu bewerben. Der Autor Jeff Kinney signierte an diesem Tag auch seine Bücher, und so nahm ich eine der späteren Pausen wahr, um ein solches Exemplar zu erstehen.

Doch erstmal ging es auf der Tour noch weiter zum Thienemann-Verlag.
Dieser bietet ein breites Leseprogramm für Kinder und Jugendliche an, aber auch All Age-und spirituelle Bücher. Ich persönlich liebe die klassischen Kinderbücher von Michael Ende und Otfried Preußler, der „Räuber Hotzenplotz“ wurde ja dieses Jahr 50., aber auch „The Homelanders“ und „Touched“ wussten mich zu begeistern.
Später am Tag kehrte ich noch einmal zu diesem Verlag zurück, weil hier ein Meet&Greet mit Kim Winter („Sternenschimmer“/ “Sternensturm“) statt fand. Leider konnte ich nur kurz bleiben und dem sehr interessanten Gespräch lauschen, aber ich lies wenigstens mein Buch signieren.

Nach einer Mittagspause trafen wir uns dann bei Frau Beckmann vom moses.Verlag. Dieser ist für sein Themenwelten rund ums Kinderbuch bekannt (Bücher, Spiele, Spielsachen), als auch für die „Black Stories“, die es jetzt auch für Kinder gibt. An den Spielen finde ich besonders schön, dass sie zwar gut durchdacht, aber nicht aufwendig in der Handhabung sind. Es gibt kein stundenlanges Aufbauen und sortieren der Materialien. „Einfach auspacken und los spielen“ ist hier die Devise. Was mir hier auch direkt ins Auge sprang waren die vielen, sogenannten liebenswerten Kleinigkeiten, wie Buchhüllen, Lesezeichen, Buchstützen und dergleichen mehr. Hier hätte ich mich ewig aufhalten und stöbern können, aber wir mussten ja leider zügig weiter….

… denn man wartete schon bei Blanvalet/Limes/Penhaligon auf uns.
Hier gab uns Herr Rothfuss viele Informationen, u.a. dass der Nachfolgeband zu „Die Seelen der Macht“ bereits in Vorbereitung ist. Ich persönlich freue mich momentan auf das Erscheinen von „Dunkle Flammen der Leidenschaft“ von Jeaniene Frost. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Serie um Vlad Tepesch, der bei Cat&Bones bisher nur eine Nebenrolle einnahm.
Außerdem erfuhren wir, dass Randomhouse durchschnittlich ca. 1 Buch pro Tag herausbringt. Das fand ich äußerst beachtlich und mir war nicht klar, dass es wirklich so viele Neuerscheinungen pro Jahr sind. Aber gut, der Verlag ist groß, unterhält viele Sparten, da mag das schon hinkommen.

Nach einer kurzen Pause hatten wir dann einen Termin beim Residenz-Verlag, dem ältesten österreichische Literaturverlag. Herr Zoltan erzählte uns, dass der Verlag ursprünglich nur Sachbücher heraus brachte, doch mit den Jahren wurde das Programm erweitert, so dass man nun auch Belletristik und Kinderbücher findet.
Besonders schön fand ich die „Drachen-Kinderbücher“ von Christine Nöstlinger, aber meine Kinder sind dafür leider schon etwas zu groß.
Auch im Belletristik-Bereich hat der Verlag einiges zu bieten. Hier sprang mir sofort „Zebulon“ ins Auge. Dieses Buch durfte ich kürzlich lesen und rezensieren, und es repräsentiert sehr gut die Philosophie des Verlages. Die Bücher sollen etwas besonderes haben, was aus dem Mainstream heraus sticht. Doch für die Zukunft plant der Verlag eine Ebook-Sparte, die sich dann auch dem Mainstream annehmen wird.

Auch hier war die Zeit sehr schnell um, und wir gingen zu den Fischer-Verlagen, die nur unweit des Residenz-Verlages zu finden waren. Hier war mir noch die Aktion um das Buch „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ in bester Erinnerung. Frau Kurpiela und ihr Kollegin brachten uns den Verlag näher und verrieten schonmal, dass es im Jugendbuchbereich bald eine ganz neue, spannende Serie geben wird. Außerdem wird es mit „Daughter of Smoke and Bone“ weitergehen und am 01.12. startet eine besondere Aktion zu „House of Night“. Man darf also gespannt sein.

Von dort aus machten wir uns auf den Weg zu arsEdition. Dieser Verlag ist bereits über 100Jahre alt und vertreibt Kinder- und Jugendliteratur, sowie Geschenkbücher und -artikel. Titel wie „Drachenhaut“, „Ashes, Ashes“ oder „Elfenblick“ dürften euch hier ein Begriff sein.
Obwohl wir in einem separaten Bereich Platz nehmen durften, war der Geräuschpegel in Halle 3.0 leider so hoch, dass ich vom Gespräch wenig mitbekam. Und nach einer halben Stunde ging es dann auch schon zur Abschlussveranstaltung in die Ikea Lounge.

Dort erwartete uns der Epidu-Gründer Cao Hung Nguyen und erzählte etwas zur Entstehungsgeschichte von Blogg dein Buch. Außerdem gab er bekannt, dass er mit seinem Team noch weitere Neuerungen plant. Einige, ganz tolle Aktionen gab es ja in der jüngeren Vergangenheit schon. Ich bin sehr gespannt, was da noch auf uns wartet.

Auch wenn es durch den sonstigen Publikumsverkehr an den Verlagsständen oft recht voll war, und man daher etwas Schwierigkeiten hatte alles mit zu bekommen, war es für mich ein überaus gelungener, informativer Tag. Ich hatte das Gefühl überall willkommen zu sein und ernst genommen zu werden. Das hat mich persönlich sehr gefreut.
Einige Verlage sorgten darüber hinaus noch für unser leibliches Wohl und/oder hatten Geschenke für uns. Auch das fand ich keineswegs selbstverständlich, und ich möchte mich auf diesem Weg nochmals herzlich dafür bedanken !
Anschließend qualmten meine Füße, ich hätte mir doch bequemere Schuhe anziehen sollen, und meine Ohren klingelten. Aber so muss das sein ! 😉

Danke an Blogg dein Buch und alle Verlage, die sich an dieser tollen Aktion beteiligt haben !
Es hat riesigen Spaß gemacht ! 🙂

Und außerdem gilt mein Dank McBaylie und ihrer Begleitung, die mir viele der Fotos zur Verfügung gestellt haben 🙂

 
2 Kommentare

Verfasst von - 29/10/2012 in Bücher, Uncategorized

 

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[Rezension] „Zebulon“ von Rudolph Wurlitzer (Residenz Verlag)

Vor einiger Zeit habe ich mich bei Blogg Dein Buch für das Zebulon-Gewinnspiel beworben und bin tatsächlich ausgelost worden. Den Trailer zum Buch könnt ihr Euch hier (klick) nochmal anschauen, und eine Leseprobe und weitere Infos gibt es unter: http://www.book2look.com/vBook.aspx?id=9783701791996&shoplinkNumbers=none

Nun steht noch meine Rezension an, und damit wünsche ich euch viel Spaß !

Inhalt
Zebulon Shook heißt der Held dieses Western ohne Helden: Nachdem er Lobo Bill im Kampf um eine Frau, halb Irin, halb Indianerin, erschießt, verlässt der abgebrannte Trapper und Fellhändler seine Hütte am Gila-Fluss in New Mexico und zieht Richtung Westen. Sein Weg führt ihn durch ein Land, wo kein Gesetz herrscht und Amerika noch nicht begonnen hat. In einem Bordell trifft er seinen Stiefbruder Hatchet Jack wieder, verliert beim Poker gegen die trickreiche und schöne Hure Delilah, fängt sich eine Kugel ein, und als er tags darauf erwacht, weiß er nicht, ob er noch lebt oder nur ein Geist ist unter Geistern. Auf der Suche nach seinem Vater macht er sich auf nach Kalifornien, wo der Goldrausch Exzesse von Gier und Gewalt feiert, trifft in einer Opiumhöhle Delilah wieder und wird als notorischer Outlaw von den Kräften von Recht und Ordnung gejagt. Schließlich stößt er an die letzte Grenze, wo die Welt endet und etwas anderes beginnt … (Quelle: Residenz Verlag)

Meinung und Fazit
„Was ist das?“ dachte ich auf den ersten Seiten, als ich im wahrsten Sinne in die Geschichte hinein rumpelte. Ich gebe zu, dass ich mir unter diesem Roman etwas anderes vorgestellt hatte. Wie er hätte sein sollen, kann ich jedoch noch nicht einmal genau sagen.
Als ich mich dann in die Geschichte eingelesen bzw. eingefunden hatte, lies sie mich allerdings kaum wieder los. Ich musste mir erst mal bewusst werden, dass dieses Werk an aneinandergereihten Grotesken vermutlich schwer zu übertreffen sein dürfte.
Ich erlebte einen Helden, der überaus polarisierend wirkte. Er lebt zu einer Zeit im Wilden Westen, in der es weder Recht noch Gesetz gab, es sei denn, es war zufällig gerade ein Sheriff anwesend.
Zebulon Shook ist, wenn man es genau nimmt, sogar ein Antiheld. Er wandelt als tragische Figur oft mehr tot als lebendig durch die Welt, weil er in Schießereien verwickelt oder von heimtückischen Krankheiten heimgesucht wird. Daneben wird er auch gerne mal verflucht, oder er gönnt sich diverse Frauengeschichten, wobei er besonders von seiner „immer-mal-wieder“- Gefährtin Delilah nicht wirklich loskommt.
Alle Personen, die Zebulons Leben begleiten, sind ebenso verschlagen und skurril wie er. Zusammen ergeben sie eine recht illustre Mischung. Sie gehen sich ohne mit der Wimper zu zucken auch gerne mal gegenseitig an die Gurgel, wenn es dem eigenen Vorankommen dienlich ist.

Im Verlauf der Geschichte war es irgendwann so, dass mich dieses Buch in seiner Art doch sehr an einen Film erinnerte, den ich vor vielen Jahren sah. Und tatsächlich findet auf dem Umschlagtext ein Hinweis auf eben diesen Film: Dead Man. Ist das Buch also abgekupfert ?
Wie ich im Nachgang erfuhr ist das keineswegs so, denn Zebulon entstand ursprünglich schon um 1970. Vielmehr war es der DeadMan-Regisseur J. Jarmusch, der sich von der skurrilen Geschichte Zebulons inspirieren lies….

Dieses Buch, so abgedreht die Geschichte auch sein mag, entbehrt nicht einen gewissen Anspruch.
Man stolpert mit Zebulon von einer unglaublichen Situation in die Nächste und muss aufpassen, dass man nichts überliest. Diese rasanten Wechsel sind nicht unanstrengend, und sicherlich ist das zum Teil der Drehbuchautorentätigkeit Wurlitzers geschuldet. Dafür erhält man allerdings auch eine sehr bildgewaltige Darstellung der Personen und Handlungsorte. Und das hat mir sehr gefallen.
Insgesamt gesehen komme ich jedoch trotzdem zu dem Schluss, dass mich das Buch nur mittelmäßig angesprochen hat. Ich gebe aber auch gerne zu, dass mir einige Situationen, wie auch das Buch insgesamt immer noch sehr präsent sind. Besonders das Ende hat mich einerseits schmunzelnd, andererseits nachdenklich zurück gelassen.

Es könnte ein Roman mit anstehendem Kultstatus sein, allerdings nur für Leser, die abgedrehte Geschichten wie „Dead Man“ mögen. Wer allerdings „Rio Bravo“ oder gar „Bonanza“ erwartet, der wird sehr enttäuscht sein.

Der Autor
Rudolph Wurlitzer, geboren 1937 in Cincinnati, Ohio. Fünf Romane in knapp 40 Jahren (u.a. „Nog“ (1969), „Slow Fade“ (1984)) und mehrere Filmdrehbücher, u.a. für Sam Peckinpah („Pat Garrett jagt Billy the Kid“ (1973)), Alex Cox, Volker Schlöndorff und Bernardo Bertolucci, haben seinen Ruf als Kultautor begründet. „Zebulon“ ist sein jüngster Roman, er erschien 2008 unter dem Titel „The Drop Edge of Yonder“. Wurlitzer lebt in New York und Nova Scotia. (Quelle: http://www.residenzverlag.at/?m=20&o=2&char=W&id_author=639)

Buchinfos

Verlag: Residenz Verlag
Erscheinungsjahr: 2o12
Ausgabe: Hardcover, 304 Seiten
ISBN: 9783701715961

 
8 Kommentare

Verfasst von - 22/10/2012 in Bücher, Rezension

 

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Werde „Blogg dein Buch – Blogreporter“

Wieder hat sich das Team von „Blogg dein Buch“ eine tolle Aktion einfallen lassen, und natürlich möchte auch ich als Blogreporter auf der Buchmesse dabei sein. 🙂
Um dieses Ziel zu erreichen, sind vorher allerdings noch einige Fragen zu beantworten/Aufgaben zu erledigen:

1. Warum bist DU der perfekte Blogreporter für uns?
Ich bin eine absolute Leseratte und liebe Bücher !
Ich lese mit Begeisterung (fast) jedes Genre, egal ob Fantasy, Krimi, Thriller, Chic-Lit oder was mich in der Buchhandlung sonst gerade so anspricht. Kinder- und Jugendbücher gehören selbstverständlich auch dazu, schließlich muss ich immer wissen, was ich meinen beiden kleinen Leseratten empfehlen kann. Abgesehen davon machen Jugendbücher auch Erwachsenen Spaß…
Mein persönliches Highlight erlebte ich dann letztes Jahr im Oktober: Buchmessepremiere ! Drei Tage habe ich Bücher gewälzt, Lesungen/Vorträge gehört und sehr nette Gespräche geführt. Es ist ein tolles Erlebnis für alle Leseratten die neugierige Aus- und Rückblicke auf die Buchvielfalt werfen möchten!
Je näher der Termin für die diesjährige Buchmesse rückte, desto nervöser wurde ich. Als Familienmanagerin ist es nicht ganz so einfach, wenn man mal ein paar Tage verreisen möchte…. Letztlich gab mir mein Mann den entscheidenden Schubs, und daher werde ich auch dieses Jahr wieder die Messe besuchen und freue mich jetzt schon riesig 🙂
Wenn ich dann noch als Blogreporter dabei sein könnte, wäre dass das absolute Highlight !

2. Schreibt einen spannenden, witzigen oder schönen Teaser (max. 200 Zeichen) zum Gastland Neuseeland!
Schafe – und unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2012. Dies ist das Jahr des Gastlandes Neuseeland auf der Frankfurter Buchmesse.
Lassen Sie Sich überraschen! Sie werden fasziniert sein!

3. Nenne uns deine drei Neuseeland-Tops
Nur drei Tops zu nennen ist nicht so leicht.
Sollte ich jedoch nach Neuseeland reisen, dann würde ich auf jeden Fall die Tierwelt erkunden, und zwar über als auch unter Wasser. Schon Jacques Cousteau schwärmte von den Tauchgebieten Neuseelands.
Auch für Naturliebhaber hat die Insel viel zu bieten. Ich persönlich würde mich dafür auf die Pfade der Hobbits begeben, um mir die verschiedenen Spielstätten von „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ anzusehen.
Da ich mich immer sehr für landestypische Dinge interessiere, wäre mein drittes Top die Kultur und Kunst der Maori. Über dieses Volk würde ich gerne mehr erfahren.

 

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