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[Rezension] „Das Mädchen, das in der Metro las“, Christine Féret-Fleury (DuMont)

19 Aug

Ausgabe: gebundenDas Mädchen das in der Metro las
Seiten: 176
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Erscheinungstermin: 27. Juni 2018
ISBN-10: 3832198865
ISBN-13: 978-3832198862
Herkunft: Geschenk
Sterne: 4 von 5

Eine Leseprobe gibt es beim Verlag

Ein Buch über Bücher

Hier sprachen mich Titel und Inhalt sofort an, allerdings dauerte es einige Seiten, bis ich wirklich in der Geschichte angekommen war. Die Geschichte war anders, als ich zuerst gedacht hatte, doch mit zunehmender Seitenzahl wuchs die Faszination und damit auch die Lesefreude.

Vielfältige Figuren bestimmen die Geschichte, kommen aber oft zu kurz

Zunächst lernen wir die Immobilienmaklerin Juliette kennen. Sie bestimmt und leitet durch die Geschichte. Wirklich glücklich und zufrieden wirkte sie nie, bis sie durch Zufall auf Soliman und seine Bücher trifft. Die Philosophie, die Soliman mit seiner selbst errichteten Bibliothek verfolgt, konnte ich nur mit einem schmunzelnden Nicken kommentieren. Ich war da sehr auf seiner Wellenlänge. Er verteilt Bücher aus bestimmten Gründen, an bestimmte Menschen, und Juliette tat es ihm irgendwann gleich.
Auf diesen Buchwanderungen lernt man noch andere Personen kennen, aber ich muss gestehen, dass sie mir alle recht fern blieben. Auch die dazu genannten bzw. für diese Personen auserkorenen Bücher schwebten irgendwie im Hintergrund, was ich sehr schade fand.
Ich denke, dass vieles der Länge (Kürze) der Geschichte geschuldet ist, aber ich persönlich hätte gewünscht, dass ich mehr über die Personen-Buch-Beziehung und ihre Auswirkungen er fahren hätte. So wirkte es für mich nicht ganz vollständig und eher wie eine Art Literaturempfehlung.

Trotzdem fand ich das Buch sehr lesenswert

Alleine die Wandlung, die Juliette durchgemacht hat, machte das Buch besonders und verdeutlichte die Aussage der Geschichte. Die teils philosophische, teils melancholische Atmosphäre sorgte für eine besondere Grundstimmung, der ich mich gut hingeben konnte.

Hier bekommt man ein leises, nachdenklich machendes Buch, welches schöne Lesestunden beschert, wenn man sich auf die Geschichte einlassen kann.

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