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[Rezension] „Märtyrerkunst (Elfenlicht 1)“, Judith Laverna (Papierverzierer)

09 Mai

Format: eBook

515ud2fk0el

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 586
Verlag: Papierverzierer Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2018
ASIN: B07CGMKSZR
Herkunft: Rezensionsexemplar
Sterne: 4 von 5

Der Einstieg war nicht ganz einfach

Da ich lange keine High-Fantasy mehr gelesen habe, brauchte ich einen Moment um in der Geschichte anzukommen.
Der Prolog war zunächst verwirrend, weil ich zum einen direkt in die Geschichte hinein geworfen wurde, zum anderen, weil ich die Personen noch überhaupt nicht zuordnen konnte. Allerdings ist das ja nichts unübliches. Nach diesen ersten Seiten fand ein starker Bruch statt, es begann die eigentliche Geschichte, in die ich mich wesentlich besser einfand. Sie schreitet zügig voran und stellt im wesentlichen Abschnitte aus dem Leben von Ayleen, der unumstrittenen Hauptfigur vor.

Es ist eine spannende, kampfbetonte Geschichte mit elfischer Sprache

Wer hier einen Elfenroman erwartet, in dem alles friedlich und gemächlich zugeht und mit dem man gemütliche Stunden verbringen kann, den muss ich enttäuschen. Es werden eher aufregende Lesestunden, denn diese Elfen sind stets kampflustig, dabei auch sehr kriegerisch und oft grausam bei der Durchsetzung ihrer Interessen. Es gibt diverse Ränkespiele, die ich sehr fesselnd fand, denn sie waren nicht von vornherein durchschaubar. Ein stetiges Wechselbad der Gefühle ist nahezu garantiert.
Ganz toll fand ich die elfische Sprache, die für diesen Roman erdacht wurde. Man findet einzelne Worte, aber auch elfische Verse, Lieder. Einiges erklärte sich direkt aus dem Text heraus, anderes konnte ich im Anhang nachlesen. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Die Protagonisten faszinieren und polarisieren,

was einen Teil der rigorosen Gefühlswechsel ausmacht. Ayleen war mir zwar nicht von Anfang an sympathisch, aber ihre Geschichte war trotzdem berührend, sowie faszinierend und machte mich gleichzeitig auch manchmal rat- und sprachlos. Eine starke, junge Frau, die nicht alltäglich wirkt, weder im Fühlen, noch im Denken und Handeln. Das macht sie besonders.
Ihr zur Seite stehen diverse Nebenfiguren, die trotz ihrer untergeordneten Rolle eine solche Präsenz haben, dass ich oft staunen musste. Keiner davon ist aalglatt, alle Figuren bieten reichlich Reibungspotential und ließen mich manchmal nahezu fassungslos zurück. Es gab Ausnahmen, aber auch diese Figuren sorgten für Fassungslosigkeit, nur auf eine andere Art und Weise. Insgesamt war es ein tolles Zusammenspiel, dass alleine von sich aus schon für reichlich Konfliktpotential sorgte.

Auch wenn ich die Geschichte mitreißend fand, ziehe ich einen Stern ab, da ich mit dem Prolog als auch mit den Epilogen meine Schwierigkeiten hatte. Trotzdem bleibt das Buch lesenswert, denn es ist spannend, mitreißend, bietet ein auf und ab der Gefühle und fesselt dadurch sehr.
Ein toller Trilogieauftakt für spannende Lesemomente!

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Eine Antwort zu “[Rezension] „Märtyrerkunst (Elfenlicht 1)“, Judith Laverna (Papierverzierer)

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