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[Rezension] „Mein Name ist nicht Freitag“, Jon Walter (Königskinder)

10 Aug

Ausgabe: gebunden mit Schutzumschlag51H+FBup18L
Seiten: 448
Verlag: Königskinder
Erscheinungstermin: 24. März 2017
ISBN-10: 355156020X
ISBN-13: 978-3551560209
Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Herkunft: Rezensionsexemplar des Verlages
Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eine Leseprobe gibt es hier

Die Geschichte spielt Mitte des 19. Jh., im amerikanischen Bürgerkrieg.

Sie zeigt hauptsächlich die Auswirkungen des Sezessionskrieges auf die schwarze Bevölkerung, die zum Teil zur Sklaverei verurteilt wurde. Samuel ist davon eigentlich nicht betroffen, denn er lebt in den liberalen Nordstaaten. Doch irgendwie kommt alles anders, und er muss seine komplette Identität niederlegen, inklusive seines Namens.

Samuel gibt eine großartige Hauptfigur ab.

Er ist Waise und lebt mit seinem kleinen Bruder in einem kirchlich geführten Heim. Dort ist er glücklich, lernt fleißig und versucht immer das richtige zu tun, bzw. das, was er für richtig hält. Genau das sollte ihm jedoch zum Verhängnis werden. Doch er zerbrach nicht an dieser Tatsache. Er nahm sie als Herausforderung an und machte das Beste daraus.
Ich habe Samuel, den sie später Freitag nannten, sofort in mein Herz geschlossen. Sein unerschütterlicher Glaube an Gott und an das Gute im Menschen fand ich bewundernswert. Außerdem war er sehr auffassungsstark und clever, was ihm und auch anderen oftmals aus der Klemme half.

Die Geschichte wird von Entscheidungen bestimmt.

Sie zeigt sehr deutlich, dass es oft unerheblich ist, ob man dem Gewissen, dem Verstand oder irgendwelchen Ideologien folgt. Die getroffenen Entscheidungen sind nicht immer eindeutig richtig oder falsch. Vielmehr sind sie einzig und alleine der Auslöser einer Kette von Ereignissen, die jeden der beteiligten Menschen in unterschiedlicher Art und Weise betreffen. Nicht umsonst sagt man „des einen Freud, ist des anderen Leid“.

Ich fand diesen Roman sehr gefühlsbetont.

Man findet die gesamte Palette in unterschiedlichen Ausprägungen, und sie reicht von Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Liebe, über Misstrauen und Trauer, bis hin zum Hass.
Trotzdem wertet der Roman in dieser Beziehung nicht oder zumindest kaum. Er lässt die Gefühle nahezu ausschließlich nebeneinander stehen und wirken, so dass der Leser selber entscheiden kann, wie er damit umgeht. Da sich im Verlauf der Geschichte die Gefühle ständig verändern wird überaus deutlich, dass es ein schwarz und weiß nicht gibt, sondern dass jeder Mensch beides in sich vereint. Bei einigen Figuren war ich daher aus verschiedenen Gründen einfach geschockt, andere wussten mich positiv zu überraschen.

Eine großartige Geschichte

über einen großartigen Jungen, die ich sehr gerne empfehle.
Ein wenig wie „Onkel Toms Hütte“ und doch ganz anders.

Mehr über das Buch und den Autor erfahrt ihr unter https://www.carlsen.de/urheber/jon-walter/67480

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