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[Rezension] „Mein Herz wird dich finden“, Jessi Kirby (Sauerländer)

27 Mrz

Ausgabe: gebunden mit Schutzumschlagu1_978-3-7336-0224-6.43296656
Seiten: 368
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2016
ISBN-10: 3737353522
ISBN-13: 978-3737353526
Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Hier gibt es eine Leseprobe

Inhalt
Organtransplantation ist kein leichtes Thema. Hier wurde es gut aufbereitet und mit Fakten und Zitaten unterlegt

Meinung und Fazit
Die Geschichte beginnt dramatisch, und geht nicht weniger dramatisch weiter, auch wenn sich die Umstände dafür ändern.
Mia hat viel durchgemacht, sie zieht sich zurück und ihr Verhalten schien mir nur allzu verständlich. Sie schafft es mit der Zeit ihren Kokon aufzubrechen, doch ab diesem Zeitpunkt machte es mir Kopfzerbrechen, wie die Geschichte wohl ausgehen mag. Ihre Familie gefiel mir sehr, da sie zumindest versuchte Mia zu unterstützen, aber nur in dem Maße wie es gewollt war.
Die zweite Hauptfigur des Romans ist Noah. Er erscheint als Sunnyboy, doch nach und nach erfährt man mehr über ihn, was dann ein komplett anderes Bild ergibt. Auch um ihn machte ich mir Sorgen, nur aus anderen Gründen als bei Mia.
Beide Hauptfiguren mochte ich sehr, und in gewisser Weise sind sie auf der Suche. Sie will verstehen und die Trauer verarbeiten, er will sein Leben zurück und es im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Ich konnte Beide gut verstehen, ob manche ihrer Handlungen unvernünftig erschienen oder nicht. Es ist nicht immer leicht auf sich selbst und andere Rücksicht zu nehmen.

Die Geschichte der Beiden ist schön und beklemmend zugleich, zudem macht sie an vielen Stellen sehr nachdenklich. Die Autorin hat mit dieser Geschichte ein Thema aufgegriffen, welches ich für ein Jugendbuch sehr ungewöhnlich finde, und ich war mir anfangs auch nicht sicher, für wie realistisch ich das Ganze halten sollte. Nichtsdestotrotz fand ich die Umsetzung sehr gut, und die Echtheit der Geschichte hat mich letztlich überrascht.
Die Kapitelanfänge wurden durch sehr schöne Zitate und interessante, lehrreiche Fakten eingeleitet. Besonders die wissenschaftlichen Aussagen waren es, die mich manchmal erstaunt inne halten ließen. Zudem gaben die enthaltenen Metaphern der Geschichte etwas besonderes.

Mein einziger, wirklicher Kritikpunkt macht sich am Ende der Geschichte fest. Der Schluss kam relativ abrupt und wurde für meinen Geschmack in zu wenige Seiten gepresst. Dieses Melodram, welches sich dort nochmal abspielte, wirkte zu überladen, zumal ich eine Szene mehr als überflüssig fand.

Hier wurde ein interessantes, wenn auch ungewöhnliches Jugendbuchthema gut umgesetzt. Die Recherchearbeit der Autorin hat mich sehr begeistert und zum weiteren nachlesen angeregt.

Die Autorin
Jessi Kirby ist, genau wie Mia, eine leidenschaftliche Läuferin, und ihr Herz schlägt für ihre Familie und das Meer. Sie hat die Liebe ihres Lebens gefunden – und geheiratet. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt sie in Orange County, Kalifornien, USA. (Quelle: Fischer)

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6 Kommentare

Verfasst von - 27/03/2016 in Bücher, Rezension

 

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6 Antworten zu “[Rezension] „Mein Herz wird dich finden“, Jessi Kirby (Sauerländer)

  1. Ela

    30/03/2016 at 08:08

    Eine tolle Rezension 🙂
    Ich hab es als Hörbuch gehört und mir gefiel es auch richtig gut, was unter anderem auch an der großartigen Sprecherin lag, die sämtliche Emotionen wunderbar übertragen konnte. 🙂
    Liebe Grüße
    Ela

     
    • lesenundmehr

      31/03/2016 at 21:37

      Als Hörbuch kann ich mir die Geschichte auch super vorstellen 🙂

       
      • Ela

        01/04/2016 at 06:03

        Ja, da mach ich oft auch unterschiede.
        Romane die ich so nicht lesen würde, höre ich dann oft als Hörbuch und bin damit zufrieden.
        Ist bei mir oft aber auch eine Gefühlssache, bei der ich bisher recht viel Glück hatte 🙂
        Wünsch dir ein schönes Wochenende,
        Ela

         
  2. Miss Page Turner

    01/04/2016 at 15:07

    Das ist einw irklich interessantes Thema. Ich kann mich zumindestens nicht daran erinnern, dass mir zu Organspende ein Buch bereits untergekommen wäre.
    Allerding bin ich kein Fan von überdramatisierten Büchern, gerade im Jugendbuchbereich gibt es das leider häufiger.
    Dennoch behalte ich das Buch im hinterkopf, vielen Dank für die Rezension

    Liebe Grüße, Miss Page-Turner

     

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