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[Rezension] „Die Luft da oben“, Pauline Keller (BoD)

10 Feb

Ausgabe: TaschenbuchDie Luft da oben
Seiten: 244
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 22. April 2015
ISBN-10: 3735780628
ISBN-13: 978-3735780621

Inhalt
Lena ist eine orientierungslose Außenseiterin… wirklich?

Meinung und Fazit
Lena ist die Hauptfigur, und ihre Geschichte berührte mich. Sie war mir sehr sympathisch, doch irgendwie tat sie mir auch leid. Sie ist „anders“, war es immer schon, und das belastet sie über alle Maßen. Ich konnte das nur bedingt nachvollziehen, doch dann lernte ich ihre Eltern kennen, und das Unverständnis lichtete sich… Diese Beiden muss man wirklich erlebt haben, denn sie geben ein gutes Beispiel, wie es nicht funktionieren kann und sollte. Ich fand Lenas Verhalten nun durchaus nachvollziehbar und die Eltern unfassbar unsympathisch, wobei der Vater die Mutter noch übertraf.
Diese drei Figuren waren alle sehr gut ausgearbeitet und hinterließen aus unterschiedlichen Gründen einen bleibenden Eindruck. Lenas Eltern waren in ihrer Einstellung zum Leben äußerst durchsetzungsstark und geradlinig, wenn nicht sogar mehr als das. Bei Lena war es mit der Geradlinigkeit nicht ganz so weit her, sie wirkte sehr unentschlossen, aber es war genau das, was ich so gut an der Geschichte fand, denn es war ein Teil, der ihre Persönlichkeit gut widerspiegelte. Alle drei Figuren passten sich hervorragend in ihre Rolle ein und wirkten, ob nun positiv oder negativ, einfach echt.
Eine weitere, gute Figur war Lenas Freund. Ich fand ihn toll, aber auch wenn ich seine Art bewunderte, so wünschte ich, dass er manchmal anders reagiert hätte. Doch plötzlich war er weg, und das ist meine erste, wirkliche Kritik.
Die Geschichte teilt sich mehr oder weniger in zwei Abschnitte, und in der zweiten Hälfte taucht Lenas Freund nicht mehr auf. So als hätte es ihn nicht gegeben – sehr schade und unverständlich. Trotzdem hatte auch dieser Teil sehr viel Charme, weil er so ganz anders war als das, was ich zuvor las.
Lena wurde mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, wobei sie Erstaunliches erlebte und erfuhr. Diese Erkenntnisse habe ich ihr gegönnt, auch wenn mir hier alles etwas schnell ging. Ich denke nicht, dass man innerhalb von Stunden oder weniger Tage vieles anders sieht, auch wenn das manchmal wünschenswert wäre.
Dieses Buch hätte gerne noch mehr Seiten haben dürfen, denn ich hätte gerne noch erfahren, wie es mit Lena weiter ging.

Eine tragisch-schöne Geschichte über das erwachsen werden und -sein, die ich gerne noch weiter verfolgt hätte, und ein gutes Debüt

Die Autorin
Pauline Keller lebt mit Mann und Hund in Mainfranken (Quelle: bod)

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Verfasst von - 10/02/2016 in Bücher

 

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