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[Rezension] „Der Palast der Meere“, Rebecca Gable (Bastei Lübbe)

28 Okt

Ausgabe: Hardcover, gebunden61K53YLNAJL._SX315_BO1,204,203,200_
Seiten: 960
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)
Erscheinungsdatum: 10. September 2015
ISBN-13: 978-3431039269

Eine Leseprobe gibt es hier

Inhalt
Die Waringham-Saga geht weiter: von englischen Ränkespielen und über die Meere

Meinung und Fazit
Ich muss gestehen, dass ich das Ende des letzten Waringham-Romans nicht mehr im Gedächtnis hatte, da dieser Teil der Saga schon etwas zurück liegt. Das machte allerdings gar nichts, denn ich kam wunderbar in die Geschichte hinein, die mich diesmal unerwarteter Weise auch weiter von England weg führte.
Der Roman hat zwei Haupthandlungsstränge, die aber dennoch miteinander verwoben sind, denn es sind und bleiben natürlich die Waringhams, auf denen das Hauptaugenmerk liegt.
Ein Teil spielt weiterhin in England und Umgebung, handelt von Ränkespielen, Intrigen, Lug und Trug, denn es gibt Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten, die insbesondere das Königshaus betreffen. Hier spielt Eleanor die tragende Rolle, und mit ihr hält auch eine Liebesgeschichte Einzug, die sehr schön, zum Teil geheimnisvoll, sowie auch tragisch ist. Zumindest habe ich das so empfunden. Frauen in ihrer Position hatten es wirklich nicht leicht in diesem Zeitalter und schon gar nicht, wenn sie eine Position bekleideten wie Eleanor es tat.
Der andere Teil der Handlung betraf ihren Bruder Isaac, und ich war wie in den Romanen zuvor erstaunt wie schnell die Jugend damals erwachsen werden musste, bzw. als erwachsen angesehen wurde. Isaac wird als alt genug erachtet um gewichtige Aufgaben zu übernehmen, doch er wehrt sich gegen seine Bestimmung und versucht ihr zu entkommen. Was das letztlich für ihn bedeutet konnte ich nicht vorhersehen, aber alles klang schlüssig und plausibel, so dass Isaac mir in Freud und Leid immer mehr ans Herz wuchs. Er machte sicher die beeindruckendste Entwicklung im Verlauf der Geschichte durch.
Ich könnte mich nicht entscheiden mit wem ich mehr gezittert und gelitten hätte, denn es schwankte hin und her. Fest steht, dass Rececca Gable zwei wundervolle, starke Figuren erdacht und mit einer beeindruckenden Geschichte ausgestattet hat.
Doch auch die Nebendarsteller waren keineswegs Statisten, sondern hervorragend herausgearbeitete Persönlichkeiten, die Spuren hinterließen. Es waren echte Sympathieträger dabei, sowie auch undurchsichtige Charaktere oder Bösewichte, die natürlich auch nicht fehlen dürfen. Hier möchte ich besonders Lappidot und Francis Drake hervorheben, die bleibenden Eindruck auf mich gemacht haben.
Ich hatte während des Lesens nahezu keine Orientierungsschwierigkeiten bzgl. der Figuren und ihrer Position in der Geschichte, was eindeutig für die gute und plausible Geschichtsführung und auch für die Figuren an sich spricht. Trotzdem fand ich das Personenregister sehr hilfreich, welches mir schon im vorhinein half reale und fiktive Charaktere auseinander zu halten. Von mir als geschichtlichen Laien gibt es dafür einen zusätzlichen, dicken Pluspunkt.

Rebecca Gable hat es erneut verstanden historische und fiktive Begebenheiten in wunderbarer Art und Weise zu verbinden. Ausgereifte Figuren und eine abwechslungsreiche, glaubhafte Handlung machen diesen Roman zum Genuss! Die tollen Illustrationen runden das Buch ab.

Die Autorin
Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das Schicksal der Familie Waringham genießen bei Historienfans mittlerweile Kultstatus.

http://www.gable.de
https://www.facebook.com/Rebecca.Gable.D
(Quelle: Bastei Lübbe)

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar bei
Logo BasteiLuebbe   und  bdb

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