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[Hörbuch-Rezension] „Ein Mann namens Ove“, Frederik Backman (Argon)

04 Mai

Ausgabe: 6 CDsEin Mann namens Ove
Laufzeit: 7 Std. 49Min.
Art: Autorisierte Lesefassung
Verlag: Argon-Verlag
Erscheinungsdatum: 21. August 2014
ISBN: 978-3-8398-1339-3

Hier gibt es eine Hörprobe

Inhalt
Eine Geschichte über einen komischen Kauz, der sich den Tod wünscht und das Leben entdeckt

Meinung und Fazit
In diesem Hörbuch geht es um Oves Geschichte. Es ist aber ebenso die Geschichte der Leute, mit denen er zu tun hat, auch wenn er die unumstrittene Hauptfigur ist.
Ove ist wirklich ein sehr eigentümlicher Charakter, und ihn umfassend zu beschreiben ist gar nicht so leicht. Grantiger Eigenbrötler, Pessimist, Rechthaber und Pedant wären wohl Persönlichkeitsmerkmale, die man ihm am ehesten zuordnen könnte. Er mimt den Antihelden und so eigenwillig seine Figur anfangs erschien, so schnell hatte ich ihn plötzlich und fast unerwartet ins Herz geschlossen.
Warum er sich so eine harte Schale zulegte, erfuhr ich in Rückblicken auf sein Leben. Er hatte es wirklich nicht leicht, aber er hat es durch seine Starrköpfigkeit auch niemandem, der mit ihm zu tun hatte, leicht gemacht. Die einzige Person, die ihn so zu nehmen wusste wie er war, war seine Frau.
Irgendwann hat er jedoch angefangen sich abzukapseln. Er ließ nichts und niemanden an sich heran, stellte stattdessen allgemeingültige Prinzipien auf und muffelte sich durch die Welt. Tja, bis…. aber das muss jeder selbst heraus finden.
In dieser Geschichte geht es auch um ein heikles Thema. Es betrifft im weitesten Sinne die Einsamkeit im Alter, und welche Gefühle und Gedanken damit einher gehen können. Das ganze wird gut in die Geschichte integriert und bisweilen leicht ins groteske verzerrt, aber ohne die Thematik lächerlich zu machen. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn die Abfolge der Handlungen zeigt, was im Leben wichtig ist. Auch Alte Menschen wollen gebraucht werden.
Die Nebenfiguren, die das Buch zu bieten hat, habe ich sehr positiv in Erinnerung behalten. Ob sie nun gut oder schlecht in der Handlung weg kamen war dabei egal. Jede hatte ihre Rolle und füllte diese gut aus. Eine gelungene Gesamtkomposition.

Heikko Deutschmann, der diese, in der 3ten Person verfasste Geschichte liest, hat wunderbare Arbeit geleistet. Trotz des gleichmäßigen und überwiegend unaufgeregten Sprechstils bringt er die Emotionen gut rüber. Seine Stimme passt hervorragend.

Alter Schwede… ein tolles Hörbuch für kurzweilige Stunden 🙂

Der Autor
Fredrik Backman, 33, war Journalist und Gabelstaplerfahrer – heute ist er Familienvater und einer der erfolgreichsten Autoren Schwedens. Sein Debüt ›Ein Mann namens Ove‹ eroberte auch in Deutschland die Bestsellerliste. Mit seinem zweiten Roman ›Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid‹ zeigt Backman erneut seine schriftstellerische Vielfalt. In Schweden hat auch sein drittes Buch schon wieder Platz 1 erreicht. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern in Solna bei Stockholm. Er muss immer noch daran arbeiten, es zu sagen, wenn ihm etwas leidtut. (Quelle: Argon Verlag)

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3 Kommentare

Verfasst von - 04/05/2015 in Bücher, Hörbuch, Rezension

 

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3 Antworten zu “[Hörbuch-Rezension] „Ein Mann namens Ove“, Frederik Backman (Argon)

  1. Janine2610

    23/05/2015 at 13:10

    Hallöchen! 🙂

    Ich würde sehr gerne deine Rezension hier bei uns im Bloggernetzwerk verlinken. Bleibt nur die Frage: unter wie vielen Sternen du sie gefühlsmäßig ‚einordnen‘ würdest?

    Alles Liebe ♥ und ein schönes Wochenende!
    Janine

     

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