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[Rezension] „Der Untergang Barcelonas“, Albert Sánchez Piñol (Fischer)

16 Apr

Ausgabe: gebunden mit SchutzumschlagDer Untergang Barcelonas
Seiten: 720
Verlag: S. FISCHER
Erscheinungsdatum: 5. März 2015
ISBN-13: 978-3100616074

Hier gibt es eine Leseprobe

Inhalt
Um 1700 wollten die Katalanen ihre Freiheit behalten und es entbrannte ein bitterer Erbfolgekrieg. Mittendrin ein kleiner Architekt, der mal ein ganz Großer werden will.

Meinung und Fazit
Als ich die ersten Seiten des Buches las, wurde ich von einem vor Leichtigkeit strotzenden Schelm eingefangen. Er nennt sich Zuvi und ist die Hauptfigur dieser Geschichte. Er hat es faustdick hinter den Ohren, und dieses spritzige Gemüt gefiel mir sehr gut.
Ich freute mich daher auf einen historischen Roman der anderen Art, doch diese Erwartung wurde leider schon kurz darauf gedämpft.

Worum es in diesem Buch geht, verraten Titel und Titelbild nahezu erschöpfend, wie ich im nachhinein gestehen muss. War der Anfang noch von einer gewissen Leichtigkeit geprägt, so waren es nachher die vielen großen und kleinen Schlachten, die das Geschehen beherrschten. In großzügiger Ausführlichkeit wurde dargelegt, wer hier gegen wen kämpft und warum. So kam es, dass auch ich selbst irgendwann mit dem Buch zu kämpfen hatte, zumindest teilweise.
Es waren sehr viele, komplexe Geschehnisse, die in meinen Kopf drangen. Hinzu kamen die vielen Figuren, von denen nur wenige mein Gedächtnis anhaltend erreichten, weil sie für meine Begriffe nicht markant genug waren. Hier half mir aber immer mal wieder das angehängte Personenregister, wofür ich sehr dankbar war. Nicht zuletzt war es dann auch Zuvi, der mir Rätsel aufgab, so dass ich nicht mehr recht wusste, was ich von ihm halten soll. Dafür gab es dann allerdings andere Figuren, die sich hervortun konnten.
Auf den letzten 200-300 Seiten entzerrte sich das Geschehen zusehends, so dass ich letztlich positiv auf die Geschichte zurück blicken kann, selbst wenn es zwischenzeitlich nicht einfach war.

Dieses Buch ist harte Kost, und man kann es nicht „mal eben zwischendurch“ lesen. Aber es ist auch hervorragend recherchiert, dass muss man dem Autor lassen. Durch die vielen ausführlichen Schlachten war es nur bedingt mein Fall, aber für Historikfans, die an der Geschichte Spaniens interessiert sind, ist es absolut zu empfehlen!

Der Autor
Gleich mit seinem Debüt ›Im Rausch der Stille‹ gelang Albert Sánchez Piñol der internationale Durchbruch, es folgte sein viel gerühmter Roman ›Pandora im Kongo‹. Nun stellt Piñol mit ›Der Untergang Barcelonas‹ seine mitreißende Erzählkraft erneut unter Beweis. ›Der Untergang Barcelonas‹ wurde ein Bestseller und das meistverkaufte Buch Spaniens 2013.

Susanne Lange lebt als freie Übersetzerin bei Barcelona. Sie überträgt lateinamerikanische und spanische Literatur, sowohl klassische Autoren wie Cervantes als auch zeit­genössische wie Juan Gabriel Vásquez oder Javier Marías. Zuletzt wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Voss-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet. (Quelle: Fischerverlage)

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Ein Kommentar

Verfasst von - 16/04/2015 in Bücher, Rezension

 

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Eine Antwort zu “[Rezension] „Der Untergang Barcelonas“, Albert Sánchez Piñol (Fischer)

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