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[Rezension] „Wild Cards – Das Spiel der Spiele“, George R.R. Martin (Penhaligon)

10 Sep

Ausgabe: Paperback, KlappenbroschurWildCards
Seiten: 544
Erscheinungstermin: 25.08.2014
Verlag: Penhaligon
ISBN: 978-3-7645-3127-0

Hier geht´s zur Leseprobe

Inhalt
Ein Virus schafft eine Alternative dazu, was wir heute als „unsere“ Welt kennen. Alles gleicht einen Spiel: hat man eine glückliche Hand, dann zieht man ein Ass oder einen Joker, hat man Pech…

Meinung und Fazit
Der Name George R.R. Martin steht für exzellente Unterhaltung, doch diesmal ist der Autor nur einer unter vielen und fungiert zudem als Herausgeber dieses Buches. Er schreibt die Geschichte zusammen mit 8 weiteren AutorInnen, was gut gehen kann, aber nicht zwangsläufig gut gehen muss. Außerdem waren bei der Kreation der diversen Figuren nochmal ungleich mehr Personen beteiligt.
Das Kunststück, alle unter einen Hut zu bekommen und die Geschichte zu einem großen Ganzen verschmelzen zu lassen, ist hier allerdings hervorragend gelungen!
Ich habe schon lange keinen Fantasyroman mehr gelesen, der mich derart in seinen Bann zog.

Was sich anfänglich wie eine Dystopie mit SciFi-Einschlag liest, ist bei genauerer Betrachtung eine alternative Entwicklung der Weltgeschichte nach dem 2ten Weltkrieg. Das Wild-Card-Virus hat die Welt verändert, und gute bzw. schlechte Karten entscheiden über die Zukunft jedes Einzelnen.
Erstmal geht es hauptsächlich um die Spiel-/Castingshow „American Hero“, die wie eine Mischung aus Big Brother und der perfekten Minute anmutet. Insgesamt treten hier 28 Asse (Menschen mit besonderen Begabungen) gegeneinander an. Jede Figur ist dabei einzigartig in ihrem Können und überaus faszinierend. Zum Glück für mich wurden die Asse zu Beginn des Buches kurz und übersichtlich vorgestellt, so konnte ich immer mal wieder nachschlagen. Doch mit der Zeit prägte sich ohnehin alles sehr gut ein, weil jeder Charakter genug Raum bekam, um sich ins Gedächtnis einzubrennen.
Ein zweiter Handlungsstrang spielt im nahen Osten, inmitten politischer Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Hier wird ein daueraktuelles Thema aufgegriffen, und wieder sind es in dieser Geschichte die Asse, denen die meiste Aufmerksamkeit zu Teil wird. Auch diese Handlung war überaus interessant und packend.

Vieles was im Buch passierte hatte etwas sehr realitätsnahes. Immer wieder schien es so, als würden kleine Nadelstiche in Richtung Film, Fernsehen, Politik und Berichterstattung verteilt. Ob zu recht oder zu unrecht, dass muss jeder selbst beantworten. Trotz der kleinen, moralischen Keule bleibt es eine herausragende Geschichte, wo es sich auf die Fortsetzung zu warten lohnt.

Dieses Buch hat einen echten WOW-Effekt. Vergesst die „Fantastic Four“, hier kommen die „Fantastic Twenty-eight & Friends“ !

Der Autor/Herausgeber
George R.R. Martin, 1948 in Bayonne/New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Danach arbeitete er in der Produktion von Fernsehserien, etwa als Dramaturg der TV-Serie „Twilight Zone“, ehe er 1996 mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy-Literatur zurückkehrte: Sein mehrteiliges Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R.R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico. (Quelle: randomhouse)

10von10

 
4 Kommentare

Verfasst von - 10/09/2014 in Bücher, Fantasy, Rezension

 

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4 Antworten zu “[Rezension] „Wild Cards – Das Spiel der Spiele“, George R.R. Martin (Penhaligon)

  1. Kastanies-Leseecke

    10/09/2014 at 17:54

    Klingt richtig gut, das Buch steht auch schon seit Kurzem auf meiner Wunschliste – Deine Rezension bestätigt mich damit 🙂

     
  2. theRealDarkFairy

    13/09/2014 at 09:54

    Da kann ich mich Kastanie nur anschließen. Hatte auch schon überlegt, ob ich das Buch haben möchte war mir aber nicht so ganz schlüssig. Ich denke dank deiner Rezi setz ich es mal auf den Wunschzettel für Weihnachten 😉

     

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