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[Rezension] „Noah“, Sebastian Fitzek (Bastei Lübbe)

08 Feb

Inhalt
Ein Thriller über Identitätssuche, den Wert des Lebens und eine unglaubliche Entdeckung.1-4-1-5-3-9-1-978-3-7857-2482-8-Fitzek-Noah-org

Meinung und Fazit
Was Sebastian Fitzek hier geschafft hat, beeindruckte mich sehr. Ohne Zweifel ist diese Geschichte ein Thriller, aber sie wirkt nachhaltig, weil sie erschüttert, aufrüttelt und nachdenklich macht – zumindest wenn man das möchte.

Der Roman startet in einem asiatischen Slum, was mich erstmal stutzig machte. In unregelmäßigen Abständen wird diese Geschichte parallel zu den anderen Begebenheiten fortgeführt, und es dauerte lange, bis ich einen Zusammenhang festgestellt habe. Das Szenario ist erdrückend, der Müllgestank steigt mir fast in die Nase, und das Elend ist nahezu greifbar. Hinzu kommt, dass es hier um das Schicksal einer Familie geht, und nicht zuletzt um das eines Säuglings. Grauenvoll real, voller Verzweiflung und letztlich, zumindest im ersten Augenblick, mit einem winzigen Hoffnungsschimmer versehen.
Als Noahs Geschichte beginnt, bin ich ebenso geschockt wie gebannt. Er ist verletzt, weiß nicht wer er ist, noch wo er herkommt. Lediglich sein Name scheint ihm klar zu sein, denn dieser ist auf seiner Hand eintätowiert. Er ist Obdachlos und lebt mit seinem etwas merkwürdigen Kumpel Oscar im Berliner Untergrund.
Nach und nach kristallisiert sich jedoch heraus, dass hinter der Person Noah sehr viel mehr steckt, als man zuerst vielleicht vermutet. Diese Offenbarung beginnt mit einem Bild…

Was danach folgt ist eine teilweise atemlose, spannungsgeladene Hetzjagd, die hauptsächlich in Berlin aber auch in anderen Ländern spielt. Die Szenarien, die dabei aufgebaut werden sind mysteriös, erschreckend, schockierend und voller Action.
Es gibt auch Stellen, an welchen ich gelächelt habe oder mir wehmütig zu Mute war, denn im Gegensatz zur restlichen Geschichte offenbarten die Figuren auch sanfte Seiten, die ich nicht unbedingt vermutet hätte.
Das auf und ab der Gefühle, gepaart mit reichlich Thrill, sorgt für absolutes Lesevergnügen.

Hier bekommt man einen Thriller mit hervorragend ausgearbeiteten, facettenreichen und teils ungewöhnlichen Figuren, die durchaus auch Reibungspotential bieten. Passgenau wurden sie in eine stimmige, actionreiche, immer wieder überraschende Geschichte eingegliedert, die auch nachdenklich stimmt. Sehr spannend und mitreißend, vom Anfang bis zum Nachwort, und es bleibt die Frage: Wie viel ist zuviel?

Ein Blockbuster und eine Steilvorlage für ein Drehbuch – Chapeau!

Der Autor
Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist.

„Mit so einem großem Erfolg hätte ich nie gerechnet“, sagt Fitzek zu BILD. „Die Resonanz auf das Buch ist unglaublich. Jeden Tag bekomme ich seitenlange Leserpost.“ (Quelle: luebbe.de)

Buchdaten
Ausgabe: gebunden, HardcoverLogo BasteiLuebbe
Seiten: 560
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Erscheinungsdatum: 20. Dezember 2013
ISBN-10: 3785724829

 
7 Kommentare

Verfasst von - 08/02/2014 in Bücher, Rezension

 

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7 Antworten zu “[Rezension] „Noah“, Sebastian Fitzek (Bastei Lübbe)

  1. Gregor

    08/02/2014 at 17:26

    O jej, wenn ich „Ein Thriller über Identitätssuche, den Wert des Lebens und eine vermeintliche Rettung der Welt.“ lese, dann kann es nichts gutes bedeuten. 🙂
    Liebe Grüße, Gregor

     
    • lesenundmehr

      08/02/2014 at 18:56

      Naja, das kommt auf die Interpretation an 😉
      Aber einen spoilerfreien Kurzinhalt schreiben fällt mir ohnehin immer schwer. Aber wenn ich es mir so überlege, dann lösche ich den letzten Teil doch wieder.

       
      • Gregor

        08/02/2014 at 19:10

        Na ja, wenn es eh ne Rezi sein soll, schreib doch einfach es war spannend, interessant – 5 Sterne – fertig – next 🙂
        Es sei denn, Du fängst es auf die philosophische und psychische Art es zu analysieren und erörtern, dann wir der Beitrag wie meiner sein 🙂
        Vielleicht verpasst Du es ihm ein Essay und wertest deinen Blog so auf, wobei dann keiner lesen wird, weil es zu hoch für die Masse ist. 🙂
        Also wie der Spruch ist, man kann keinem recht machen. 🙂
        Hauptsache Du hast Spaß dabei!

         
      • lesenundmehr

        08/02/2014 at 19:26

        Nee, wenn ich Deine Kurzfassung wählen würde, dann brauche ich auch garnichts schreiben…
        Aber zu philosophisch mag ich auch nicht werden. Zum einen ist das hier ohnehin schon eine meiner längeren Rezis, zum anderen liest das wirklich keiner mehr 😉 Davon ab ist es auch nicht mein Stil….

        Aber auch wenn man es tatsächlich nicht Jedem recht machen kann, ist „vermeintliche Rettung der Welt“ trotzdem etwas pathetisch. 🙂

         
      • Gregor

        08/02/2014 at 19:45

        Stimmt, wer sich keine eigene Doman macht, der machts eh hobbymäßig und es muss nicht unbedingt jetzt sofort gelesen werden – von jedem. 🙂
        Deshalb, Spaß haben und sich nicht ärgern lassen, weil wieder keiner was geschrieben hat, wo Du nun sooooo viel geschrieben hast. 😉

        Wir können uns nicht retten, also gleich Blog dicht machen und den scheiß eReader wegwerfen und Regale entleeren und für was nützliches verwenden. 😉

        Na ja 🙂
        Liebe Grüße, Gregor

         
  2. Gregor

    09/02/2014 at 00:23

    Was anderes, hast Du nicht hier irgendwo ne Top 10 oder so?
    Könnt mir die dann genauer angucken und vielleicht auch lesen 🙂
    Danke und liebe Grüße
    Gregor

     
  3. fraeuleinbuecherwald

    25/02/2014 at 13:13

    Sehr schöne Rezension 🙂 Deckt sich zu 100 % mit meiner Meinung zu dem Buch!

    Liebe Grüße,
    Fräulein Bücherwald
    http://www.fraeuleinbuecherwald.com

     

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