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[Rezension] „Die Wanifen“, Rene Anour (bookshouse)

07 Nov

Inhalt
In den Alpen vor langer Zeit…. Die Menschen hatte die Wanifen schon fast vergessen. Doch in Ainwa erwacht diese Macht zu neuem Leben, aber ihre Existenz wird durch einen übermächtigen Geist bedroht.

Meinung und Fazit
Die Geschichte beginnt in einem guten Tempo. Schreibstil und Ausdruck gefielen mir von Anfang an sehr, zudem wurde sofort ein mystisch-magisches Flair aufgebaut. Mich beeindruckte nachhaltig, wie spielend leicht der Autor Spannungskurven aufbaute, und die Geschichte gekonnt von einem Höhepunkt zum anderen steuerte. Selbst die Passagen dazwischen, wenn es z.B. um Ainwas Wanifen-Ausbildung ging, waren keineswegs langatmig, sondern immer sehr interessant, anregend und manchmal sogar lustig.
Die Figuren haben mir alle sehr gut gefallen. Ainwa machte es mir sehr leicht, mich mit ihr zu identifizieren. Da die Geschichte in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, erlebte ich alles hautnah mit und konnte mich gut einfühlen. Daneben gab es eingefügte Textpassagen, die Ainwas Vergangenheit beschrieben und das Bild komplettierten.
Obwohl sie eindeutig den Hauptcharakter der Geschichte darstellte, zeigten auch die anderen Figuren eine deutliche Präsenz. Alle waren sehr gut ausgearbeitet, und blieben durch ihre gute Verstrickung mit der Geschichte und ihren Bindungen untereinander dauerhaft im Gedächtnis. Das betraf nicht nur die Figuren, denen ohnehin mehr Beachtung zu Teil wurde, weil sie maßgeblich zum Verlauf beitrugen, sondern auch die „echten“ Nebencharaktere.
Ganz wunderbar fand ich auch die Idee mit den Seelengeistern, die den Wanifen zugeordnet sind. Sicher ist dieser Einfall nicht ganz neu, aber hier zählt, was der Autor daraus gemacht hat. Er spielt gekonnt mit dem Aussehen, sowie Fähigkeiten und Eigenarten der Geister, und gibt der Geschichte damit einen besonderen Anstrich. Ohne sie wäre es sicher nur halb so spannend und unterhaltsam gewesen.

Der Autor reduziert die Geschichte auf das Wesentliche und bildet nicht alles in epischer Breite aus, so dass man sich fast erschlagen fühlt. Daher, und auch durch die vielen Ideen, wirkt der Roman jung, frisch, rasant und ist zudem spannend bis zum Schluss. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Der Autor
René Anour wurde 1983 in Wien geboren. Nach seinem Studium der Veterinärmedizin forschte er im Rahmen seines Doktorats an der Wirkung des Jungbrunnengens Klotho. Seine Forschung führte ihn dabei bis an die Harvard Medical School. Mittlerweile arbeitet er im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums und beurteilt die Sicherheit und Wirksamkeit neu entwickelter Medikamente. Schreiben bedeutet für ihn „den größten Spaß, den man alleine haben kann“ und die einzige Tätigkeit, bei der man wirklich zur Ruhe kommt. René ist außerdem Gründungsmitglied der Kabarettgruppe „vetophil“, mit der er regelmäßig auf den renommiertesten Kleinkunstbühnen Österreichs auftritt. (Quelle: bookshouse)

Buchdaten
Ausgabe: Broschiert
Seiten: 440bookshouse_-_logo_72dpi_-_laengsformat_RGB
Verlag: At Bookshouse Ltd.
Erscheinungstermin: 22. Juni 2013
ISBN-10: 9963724787

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6 Kommentare

Verfasst von - 07/11/2013 in Bücher, Blogtour, Fantasy, Rezension

 

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6 Antworten zu “[Rezension] „Die Wanifen“, Rene Anour (bookshouse)

  1. katnissdean

    07/11/2013 at 08:15

    Wie kommst Du eigentlich auf die 6000 Jahre? Es hieß „in grauer Vorzeit“ – ich hatte René Anour gefragt und er meinte, er hat es bewusst schwammig gelassen, damit eben niemand eine Jahreszahl draus macht ^^ (weil sonst kommen Archäologen wie ich und sagen das ist Blödsinn..^^).

    Ansonsten: Stimme ich Dir zu! Das Buch ist eines meiner Lieblingsbücher diesen Jahres und ich habe auch volle 5 Sterne vergeben. Und es hat mich sogar zu Tränen gerührt! Hach.

     
    • lesenundmehr

      07/11/2013 at 09:10

      Hm, gute Frage… Ich habe mich nach der Blogtour-Anfrage mit dem Buch beschäftigt und war mir ganz sicher, dass ich es irgendwo gelesen habe. Jetzt hab ich nochmal gesucht, aber ich find´s nicht mehr 😉
      Auch wenn ich glaube, dass (Jung-)Steinzeit ganz gut hinkommt, hab ich es mal geändert – danke für den Hinweis 🙂

       
      • katnissdean

        07/11/2013 at 09:47

        Wenn er es wirklich als Neolithikum angegeben hätte, müsste ich herzlich drüber lachen und könnte es nicht ernst nehmen. Berufsrisiko… es ist besser so, wie es ist. Alpen in grauer Vorzeit ist super 😉

         
  2. katnissdean

    07/11/2013 at 09:52

    (das soll nicht heißen, das René nicht recherchiert hat… aber es gibt in dem Zusammenhang einfach zu viele Wissenslücken und Unwahrscheinlichkeiten ^^ und mir gefällt der mystische Teil einfach viel zu gut)

     
    • lesenundmehr

      07/11/2013 at 13:13

      Ja, das ist ja auf vielen Gebieten so… und wenn man nicht vom Fach ist, dann ist es nochmal ungleich schwieriger.
      Trotzdem möchte ich immer noch wissen, woher ich die 6000 hatte… egal 🙂

       
  3. reneanour

    07/11/2013 at 16:36

    Ich fürchte, ich muss gestehen, es ist mir selbst in einen Klappentext gerutscht und hat sich irgendwann auch bei mir eingeschlichen. katnissdean, du hast natürlich recht. Die graue Vorzeit ist besser und ich hatte das damals auch bewusst gewählt, und Tanja, du hast es dir sicher nicht eingebildet 🙂 Die Verwirrung ahbe ich gestiftet.

     

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