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[Rezension] „Die wundersame Geschichte der Faye Archer“, Christoph Marzi (Heyne)

25 Sep

Inhalt
Zwei Menschen und eine Liebe, die Hindernisse überwindet.

Meinung und Fazit
„Geschichten sind wie Melodien!“ – Dieser Satz, welchen man auf dem Buchrücken lesen kann, drückt schon fast alles aus, denn diese Geschichte ist wirklich wie eine Melodie, die mir eine wunderschöne, aber auch wundersame Liebesgeschichte erzählte.
Die Stimmungen des Romans variieren dabei von lieblich, über melancholisch, bis hin zu sehr lebendig. Die Geschichte erscheint auch mysteriös und etwas undurchsichtig, doch man kommt irgendwann dahinter, was mit den Hauptfiguren Faye und Alex nicht stimmt, und wartet dann gebannt auf jede weitere Seite, und damit auf die Auflösung.
Getragen wird die Handlung von viel Musik, bei der ich manchmal den Eindruck hatte, dass ich sie fast hören konnte. Unterstützt wurde das von Christoph Marzis wundervoller Schreibweise. Sie ist flüssig, stimmig und melodisch, und es sind viele wunderbare Sätze enthalten, die es würdig sind, dass man sie sich merkt. Dadurch wird die ganz besondere Stimmung unterstrichen.
Die Figuren haben mir alle sehr gut gefallen. Sie passen sich gut in die Handlung ein, haben viele Facetten, wirken wunderbar echt und halten so manche Überraschung bereit.
Man wandelt mit Faye durch die Geschichte, erlebt Höhen und Tiefen und ist einfach bezaubert.
Einzig am Schluss habe ich Kritik zu üben. Ich fand das Ende vom Grundgedanken her zwar sehr gut, ich hatte es auch so ähnlich vorhergesehen, aber er war für meinen Geschmack nicht ganz schlüssig. Hier hätten es gerne ein paar Seiten mehr sein können, die die Auflösung der Geschichte mehr und besser verdeutlicht hätten. Letztlich habe ich mich aber dafür entschieden, dass man nicht immer alles verstehen muss, und dass der Rest der Geschichte einfach viel zu schön war, um sich davon stören zu lassen.

Wer eine actionreiche Geschichte erwartet, der ist hier falsch. Wer aber eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Liebe und Schicksal lesen möchte, der sollte zugreifen.

Der Autor
Christoph Marzi(geboren 1970 in Mayen und aufgewachsen in Obermendig) lebt heute mit seiner Familie im Saarland und denkt sich dort und woanders Geschichten aus, während der Garten, der das Haus umgibt, immer wilder und seltsamer wird.
Seine Romane erscheinen bei Heyne und Arena, die vielen Kurzgeschichten fühlen sich in diversen Anthologien wohl.
Der Roman LYCIDAS wurde 2005 mit dem Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bestes Roman-Debüt Deutschsprachig“ ausgezeichnet, die Kurzgeschichten-sammlung NIMMERMEHR erhielt den Deutschen Phantastik Preis 2009 in der Kategorie „Beste Kurzgeschichtensammlung“.
Einige seiner Bücher wurden ins Englische, Holländische, Spanische, Italienische, Rumänische, Tschechische, Serbische, Norwegische und Japanische übersetzt. (Quelle: christoph-marzi.de)

Buchdaten
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten:
384
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 12. August 2013
ISBN-10: 3453529928

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2 Kommentare

Verfasst von - 25/09/2013 in Bücher

 

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2 Antworten zu “[Rezension] „Die wundersame Geschichte der Faye Archer“, Christoph Marzi (Heyne)

  1. buchstabentraeume

    25/09/2013 at 08:43

    Ja, dieses Buch ist einfach ganz wundervoll. 🙂 Es passt so gut in diese Jahreszeit und hat mir ein paar tolle Lesestunden beschert. Was den Schluss betrifft – da schließe ich mich dir an. Mir haben da auch ein paar Erklärungen gefehlt, er kam mir etwas zu plötzlich. Aber wie du schon sagst: Manche Dinge muss man einfach so hinnehmen. Vielleicht hätten Erklärungen auch einfach den Zauber des Buches kaputt gemacht…

     
  2. irveliest

    30/09/2013 at 20:12

    Ich glaube das Buch steht zu Recht auf meiner WuLi…

     

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