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[Rezension] “Totenblick“, Markus Heitz (Knaur)

22 Aug

Inhalt
Eine schaurige Mordserie in Leipzig, verübt von einem Psychopathen. Niemand ist vor ihm sicher – wer wird der Nächste sein?

Meinung und Fazit
Markus Heitz und Thriller – das ist ein Zusammenhang, den man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Als vielseitiger Autor ist er bekannt, daher war ich sehr gespannt, wie er sich nun im Thriller-Bereich macht.

Als Handlungsort hat er Leipzig auserkoren, eine Stadt, die mir bis dato vom Stadtbild her sehr fremd war. Der Autor wählte aber solch markante Örtlichkeiten, die ohne Zweifel einen hohen Wiedererkennungswert haben, wodurch sie sich regelrecht ins Gedächtnis einbrannten. Daher wusste ich die ganze Zeit über wo ich mich in etwa befinde, zumal ist sagen muss, dass die Beschreibungen alles sehr lebendig erscheinen ließen.

Auch bei den Protagonisten bleiben kaum Wünsche offen. Sehr unterschiedliche, sehr gut ausgearbeitete Charaktere, die stimmig zusammen passen und interagieren. Obwohl die Rollenverteilung hier klar vorgegeben scheint, weiß der Autor durch kleine und größere Unvorhersehbarkeiten zu überraschen, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Ebenso entsteht bei den weniger bedeutenden Figuren nie der Eindruck, dass sie nur als Füllwerk dienen. Alle gliedern sich gut und glaubhaft in die Handlung ein.

Wie es sich bei einem Thriller gehört, erfährt man in mehreren Zwischensequenzen viele Details zum Mörder und seiner kranken Gedankenwelt. Diese Stellen sind zum Teil recht gruselig zu lesen, und werden nach meinem Geschmack nur noch von der Art der Morde getoppt. Die Ideen des Autors hierzu, sowie die Umsetzung sind grausam und faszinierend zugleich. Trotzdem muss ich sagen, dass es nie so blutig zugeht, dass es kaum auszuhalten ist. Hier wird ein für mich durchaus noch akzeptables Maß gewählt.
Im hinteren Handlungsteil ließ es sich der Autor nicht nehmen, ansatzweise in sein Stamm-Genre abzugleiten und etwas Mystic hinzu zu fügen. Es war aber sehr moderat, und ich fand diese Idee originell, wenn auch nicht typisch für einen Thriller. Doch irgendwie passte es zu der Figur, der die Umsetzung dieser Idee zugedacht war.

Sehr lesenswert vom Vor- bis zum Nachwort.
Chapeau, Herr Heitz! Ein Thriller der Extraklasse.

Der Autor
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um „Die Zwerge“ drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg. (Quelle: Knaur)
Mehr über Markus Heitz erfahrt ihr auf seiner Homepage unter mahet.de

Buchdatendroemer
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten:
528
Erscheinungstermin: 01.08.2013
ISBN: 978-3-426-50591-5

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