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[Rezension] “Assassino“, Gerd Ruebenstrunk (bloomoon)

29 Jun

Inhalt
Die 17-jährige Kati Bergmann macht sich gemeinsam mit dem Archäologen Chris Montiel auf die Suche nach einer Assassinoetruskischen Gewandfiebel. Doch sie sind nicht die Einzigen, die die Fibel in ihren Besitz nehmen möchten, und geraten in höchste Gefahr. Und dann taucht auch noch der mysteriöse Ilyas auf…

Rezension
Ich kam gut in die Geschichte hinein, der Anfang gefiel mir auch sehr gut, doch dann plätscherte die Geschichte etwas dahin. Darüber konnte mich aber der wunderbare Schreibstil des Autors hinweg trösten, der sehr ausdrucksstark war. Die Handlungsorte kenne ich nur dem Namen nach, doch der Autor stellte alles sehr plastisch dar und erklärte so gut, dass ich mittendrin statt nur dabei war.

Zeitgleich zu Ilyas Erscheinen, wurde es erstmals sehr mysteriös. Es wurden viele Fragen aufgeworfen, die es im Lauf der Geschichte zu beantworten galt. Spätestens nachdem Ilyas´ Geschichte/Hintergrund näher beleuchtet wurde, nahm die Geschichte erneut volle Fahrt auf. Hier wurde zwar der Hauptstrang der Geschichte unterbrochen, und ich erfuhr viel Historisches, aber trotzdem hat mir dieser Teil der Geschichte mit am besten gefallen. Ich bin der Meinung, dass dem Autor eine interessante und gut gemachte Verknüpfung der beiden Zeitebenen gelungen ist.
Diese neuen Informationen spornten mich nur noch mehr an dem Ende entgegen zu fiebern.

Die Hauptfiguren haben mir alle gut gefallen. In der Hauptsache Ilyas, besonders nach der Offenbarung seiner wahren Identität, aber auch Kati fand ich gut. Ich wusste zwar lange nicht was ich von ihr halten sollte, denn sie war durch ihre mangelnden sozialen Kompetenzen nicht unbedingt der Sympathieträger schlechthin. Sie zeigte diverse Ecken und Kanten, und ihr Verhalten war manchmal erst auf den zweiten Blick nachvollziehbar, aber im wesentlichen fand ich sie recht authentisch. Ein Charakter, von dem ich mir etwas mehr erhofft hatte, war Chris. Er verblasste im Lauf der Geschichte zusehends, was ich zwar recht schade fand, doch im Grunde war es zu verschmerzen. Da ich auf eine Fortsetzung hoffe, wird sich das evtl. dann ändern.

Abschließend kann ich sagen, dass es dem Autor gelungen ist eine Geschichte zu schreiben, die viele Elemente und Richtungen der Jugendfantasy vereint. Historische und zeitgenössische Passagen stehen in guter Abstimmung zueinander, und sie werden gemischt mit Humor, Liebe, Action und mystisch-mysteriösen Passagen.
Man darf auf die Fortsetzung gespannt sein, die hoffentlich kommen wird.

Der Autor
Gerd Ruebenstrunk ließ sich jedenfalls von den Büchern Karl Mays in jungen Jahren am liebsten in faszinierende fremde Welten entführen, und die May‘sche Figur des „blauroten Methusalem“ weckte in dem Buben aus Gelsenkirchen den hehren Wunsch, ebenso wie jener sein Leben dem Studium zu widmen, um irgendwann ein Universalgelehrter zu werden…

Und tatsächlich hat Gerd Ruebenstrunk seitdem schon ziemlich viel gelernt und erlebt: Er war Sprachlehrer und Kneipenwirt, Lektor und Discjockey, außerdem Texter und Kreativdirektor für Agenturen und fürs Fernsehen. Nicht zu vergessen: Tellerwäscher, Flaschenabfüller und Schaufenster-puppenverpacker.

Heute arbeitet er als PR-Autor und freier Werbetexter. Und am wichtigsten: Er schreibt Bücher!

Endlich!, möchte man rufen, denn ein bisschen gedauert hat es schon bis zur ersten Veröffentlichung: „Als ich mein erstes Buch schrieb, war ich 20 Jahre alt. Nach 50 Seiten habe ich aufgehört, weil ich dachte: das schaffst du nie. 34 Jahre später habe ich mein zweites Buch geschrieben und gemerkt: das schaffst du doch. Da habe ich mich ein wenig geärgert, dass ich damals so schnell aufgehört habe.“

Dass es schließlich doch noch geklappt hat mit dem Schreiben, hängt sicher mit Ruebenstrunks quasi angeborener Liebe zu Büchern zusammen. Als Fünfjähriger brachte ihm ein Nachbarsmädchen das Lesen bei und seitdem hat er alles verschlungen, was ihm an Büchern in die Finger kam. Aus Karl May wurden irgendwann Romane von Remarque, Krimis von Ian Rankin und Sachbücher über Hummeln oder Quantenphysik – „alles querbeet“ eben.

„Ohne Bücher könnte ich mir ein Leben überhaupt nicht vorstellen. Sie machen vergangene Zeiten lebendig, bieten die kleine Flucht aus dem Alltag und lassen mich am unermesslichen Wissen der Menschheit teilhaben.“ Als reinen Jugendbuchautor sieht Ruebenstrunk sich übrigens nicht: „Ich schreibe nicht vorsätzlich für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, sondern einfach die Geschichten, die mir einfallen.“

Dass diese Geschichten dann doch sehr zielgenau Geschmack und Interessen der jüngeren Leser treffen, ist natürlich kein Zufall. Ruebenstrunk hat zwei leibliche und drei Stiefkinder, die ihn immer wieder mit ihrem Blick auf die Welt konfrontieren, der ja von dem Erwachsener oft sehr verschieden ist – eine „Beeinflussung im Hintergrund“ sozusagen. (Quelle: bloomoon)

Buchdetailsbloomoon-logo
Ausgabe: gebunden
Seiten: 384
Auflage: 1. (5. März 2013)
ISBN-10: 3760786812
Empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

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