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[Rezension] „Der Sarg“, Arno Strobel (Fischer TB)

15 Feb

Inhalt
»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«Strobel_Sarg_HK_fin.indd

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …
(Quelle: fischerverlage)

Meinung und Fazit
Dies ist bereits der vierte Psychothriller des Autors, für mich war es jedoch eine Premiere, da ich die anderen Bücher nicht kenne.
Was mir direkt positiv auffiel, war der flüssige Schreibstil. Er zeichnete sich durch klar strukturierte Sätze aus, die nicht unnötig verschachtelt wurden. Hinzu kam die gute Aufteilung der Kapitel. Sie waren recht kurz gehalten, was Abwechslung und eine gewisse Rasanz mit sich brachte. Das vermittelte mir zudem das Gefühl, dass ich das Buch ohne Probleme hätte unterbrechen können, wenn es denn nicht so spannend gewesen wäre. So verflog weiter Seite um Seite.

Den Aufbau der Geschichte fand ich sehr gut und ausgewogen. Sie wurde aus mehreren Perspektiven erzählt, wobei sich ruhigere und spannende Abschnitte stetig abwechselten. Das sorgte für ein anhaltendes Lese-/Gruselvergnügen. Der Autor hat im Kern der Geschichte einen sehr guten Bogen geschlagen und viele Thrill-Elemente miteinander vereint. Ein grauenvolles Szenario sorgte dafür, dass mir so manches mal der Atem stockte, und ich ganz und gar fassungslos zurück blieb.
Das rätseln um den Täter und sein Motiv war spannend und undurchsichtig bis zum Schluss, und die letztliche Auflösung überraschte mich sehr.

Die tatbezogenen Personen hatten es in sich. Sehr unterschiedliche Charaktere, mal sympathisch, mal undurchsichtig oder auch brutal. Alle waren so gut ausgeformt, dass man sie sich gut vorstellen konnte. Sie blieben langfristig im Gedächtnis haften, was mich bei der Vielzahl an Personen äußerst positiv überraschte. Nur drei Charaktere machten mir das einschätzen schwer, doch das klärte sich im Verlauf alles sehr plausibel auf.
Ergänzt wurden sie von einem sehr gut zusammengesetzten Ermittler-Team. Auch hier war jeder Charakter eigenständig, hatte so manche Ecken und Kanten und wirkte im Zusammenspiel mit den Kollegen und im Rahmen der Ermittlung sehr authentisch.

Doch trotz aller Begeisterung gab es zwei Dinge, an welchen ich mich gestoßen habe.
Beide betreffen die Person des Psychiaters, den ich in zwei Situationen als sehr unprofessionell empfand. Mehr möchte ich wegen Spoiler-Gefahr hier allerdings nicht schreiben.
Diese Kritikpunkte konnten den Gesamteindruck allerdings keineswegs schmälern.

Dieses Buch bietet fesselnde Spannung und ist nichts für zart besaitete Gemüter. Absolute Leseempfehlung für Psychothriller-Fans !

Der Autor
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (Quelle: fischerverlage)

Buchdaten
Ausgabe : Taschenbuch
Seiten : 384 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (10. Januar 2013)
ISBN-10: 3596191025

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2 Kommentare

Verfasst von - 15/02/2013 in Bücher, Rezension

 

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2 Antworten zu “[Rezension] „Der Sarg“, Arno Strobel (Fischer TB)

  1. privatkino

    15/02/2013 at 19:37

    Dieses Buch werde ich heute beginnen und dank deiner Rezension freue ich mich schon richtig darauf! 🙂

     

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