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[Rezension] „Serafina – Das Königreich der Drachen“, Rachel Hartmann (cbj)

22 Jan

Klappentext
Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen?
Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens Serafinazwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.

Meinung und Fazit
Der einstieg in den Roman fiel mir nicht ganz leicht. Wohl wissend, dass ich mich in einer Fantasiewelt befand, „menschelte“ es mir zu sehr. Hinzu kamen einige fremde Wörter wie „Ard“ und „Grotesken“, die man sich zwar notdürftig, aber leider nicht umfassend erschließen konnte. Doch schon wenige Seiten später war ich mitten in der Geschichte drin, was nicht zuletzt an der bildgewaltigen Schreibweise der Autorin lag. Auch die fremden Begriffe erschlossen sich nach und nach und es stellte sich der Aha-Effekt ein.
Serafina bewegt sich in einer wunderbar detailreichen Welt, die von gut ausgebauten Charakteren bevölkert wird. Besonders die Darstellung der Drachen, inklusive ihrer ungewöhnlichen Denkweisen und Ansichten, fand ich sehr gut.
Interessant und geheimnisvoll wurde es, als Serafina in ihre zweite Welt, den Grotesken Garten eintauchte. Über lange Strecken hinweg fragte ich mich, wie beide Welten wohl zusammen passen werden, und ich muss sagen, dass der Autorin die Zusammenführung mehr als gut gelungen ist. Nichts wurde erzwungen sondern sehr gekonnt, nach und nach eingearbeitet.
Auch sonst war einiges an Spannung geboten, allerdings haben mir einige Kapitelübergänge garnicht gefallen. Erst ein gut aufgebauter Spannungsbogen, der dann ziemlich holprig und manchmal fast im freien Fall beendet wurde. Besonders bei einem Kapitelübergang war das dem Lesegenuss doch recht abträglich, was ich schade fand. Doch zum Glück ging es dann wieder besser weiter, so dass es nicht lang anhaltend störte.
Die eingeflochtene Liebesgeschichte fand ich wiederum sehr schön. Die Liebenden kamen mir vor wie die zwei Königskinder, die nicht zusammen kommen konnten. Was daraus wurde muss jeder Leser selber herausfinden.

Insgesamt ein schöner Jugendroman mit facettenreichen, interessanten Charakteren, die sich in einer wunderbaren Welt bewegen.

Die Autorin
Rachel Hartman spielte bereits als Kind Cello und synchronisierte zusammen mit ihrer Schwester Mozartopern. Das berühmte Renaissancelied „Mille Regretz“ inspirierte sie zu ihrem Debutroman, in dem Musik eine große Rolle spielt. Während sie »Serafina« schrieb, hörte sie mittelalterliche italienische Polyphonien, bretonischen Dudelsack-Rock, progressive Metalmusik, lateinamerikanische Barockmusik und gälischen Sean-nós-Gesang. Rachel Hartman lebt mit ihrer Familie in Kanada. © Rachel Hartman (Quelle: randomhouse)

Buchdetails
Format: Gebundene Ausgabe
Seiten: 512
Verlag: cbj (19. November 2012)
ISBN-10: 3570152693

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