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[Rezension]“Mann zu verschenken“, Yvonne de Bark (Solibro)

09 Dez

Inhalt
Eines Nachts, nach dem routinemäßigen Wochenendsex, wird der Enddreißigerin Bea schlagartig klar, weshalb sie sich trotz eines gutbürgerlichen Lebens unwohl fühlt: Sie liebt ihren Mann nicht mehr! Punkt! Aus!Mann zu verschenken

Bea steuert auf den magischen 40. Geburtstag zu. Ein Anlass, in Krisenstimmung zu verfallen, ist dies jedoch eigentlich nicht, denn sie hat alles, was man sich nur wünschen kann: einen gut verdienenden Ehemann; zwei Kinder, die in der Pubertät zwar manchmal nerven, im Großen und Ganzen aber „pflegeleicht“ sind; wenn sie sich im Spiegel betrachtet, gibt es auch keinen Grund zur Unzufriedenheit – sie ist hübsch und sexy, wie eh und je …
Eines Nachts jedoch, unmittelbar nach dem routinemäßigen Wochenendsex, wird Bea schlagartig klar, weshalb sie sich trotz allem unwohl fühlt: Sie liebt ihren Mann nicht mehr! Punkt! Aus! – Eine Scheidung kommt allerdings nicht in Frage, denn Bea hat keine abgeschlossene Ausbildung – und außerdem gibt es da noch diesen leidigen Ehevertrag. Was tun? Um weiterhin seelenruhig und mit allen erstrebenswerten Freiheiten wie die Made im Speck leben zu können, ersinnt sie einen verrückten Gedanken: Ihr Mann bräuchte eine Geliebte … (Quelle: Solibro)

Meinung und Fazit
Bisher schrieb Frau de Bark humorvolle Elternratgeber, jetzt folgte ihr erster Roman.
Bücher dieses Genre lese ich nicht ganz so oft, aber nachdem ich schon Teile der Geschichte auf der Buchmesse-Lesung hören durfte, war mein Interesse geweckt.
Ich erlebt eine weibliche Hauptfigur, die mir durch ihr Alter und Lebensumfeld recht ähnlich war, aber ihre Einstellungen zur Ehe und allem was sich drumrum rankt, konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. So kam es, dass mir Bea nicht gerade sympathisch war. Doch wider Erwarten machte das gar nichts, denn die Geschichte strotzte nur so vor bissigem Humor und sorgte dafür, dass ich einfach weiter lesen musste. Schon nach ein paar Seiten konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Einige Situationen waren zum totlachen skurril, und die Autorin hat eine ganz tolle Art, alles in Bilder umzusetzen. Der Roman versprüht in allen Teilen eine wunderbare Lebendigkeit und lebt auch von seiner Rasanz, sowie dem auf und ab der Gefühlswelten. Mein Kopfkino hatte gut zu tun, und ich hatte sehr viel Spaß.
Sicherlich wird in diesem Roman das eine oder andere Klischee bedient, aber das hätte ich weder anders erwartet noch gewollt. In dieser Geschichte wirkt alles sehr stimmig und passgenau.
Letztlich muss ich sagen, dass mich dieses Buch überaus positiv überrascht hat. Erstaunlich fand ich, dass der Titel nur bedingt Rückschlüsse auf den zu erwartenden Inhalt zulässt. Das Ende ist zudem recht offen gehalten und lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen. Ich würde zu gerne wissen, wie es mit Bea weiter geht….

Ein sehr gelungener Debüt-Roman, der ehrlich, humorvoll, überraschend und nachdenklich zugleich ist – ein kurzweiliger Volltreffer !

Die Autorin
Yvonne de Bark (*1972, München) ist eine viel beschäftigte Schauspielerin, Sachbuchautorin sowie mit „Mann zu verschenken“ (Solibro 2012) auch Romanautorin.
Nach anfänglichem Lehramtsstudium genoss sie eine Schauspielausbildung in Berlin und Los Angeles.
Bekannt und beliebt wurde sie durch ihre zahlreichen TV-Serien-Rollen (u. v. a. „Motorradcops“, „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“, die RTL Daily-Soap „Unter uns“ in der Rolle der Dr. Pia Lassner (2006 – 2009), „Küstenwache“, „Ein Fall für zwei“, „Marienhof“, „Hallo Robbie!“, „Der Fahnder“ oder die Darstellung der Liane Fußmann in der Kinder- und Jugendserie „Schloss Einstein“ 2011) und Auftritte in Kinofilmen („Trinity und Babyface“, 1994, „Zeit des Schweigens“, 1996, in weiblicher Hauptrolle im Film „FinalCut.com“ (dt. Titel „Suicide“, 2001) sowie „Mörderischer Plan“, 2003).

Das Leben mit ihren beiden Kindern inspirierte sie zu bislang 3 Sachbüchern: „Mama-Trost-Buch – Auch andere Mütter erziehen Monster …“ (Ueberreuter, 2008), „Mamas wissen mehr: Das schräge Fachwissen der Mütter“ (Ueberreuter, 2010), „Spielen macht schlau: Spaß ohne Computer & Co“ (Ueberreuter, 2011).
„Mann zu verschenken“ ist ihr erster Roman (Solibro, 2012).

Die zweifache Mutter ist sportlich und hält sich fit u. a. mit Triathlon und Kinderweitwurf. Aber auch mit Ballett und Jazzdance hält sie Ihren Körper geschmeidig, so dass u. a. der Playboy zugriff und die Schauspielerin auch einmal hüllenlos zeigte. Yvonne de Bark lebt im Rheinland bei Köln.
(Quelle: Solibro)

Und hier noch die Buchdaten:

  • Erschienen: 10/2012
  • Seitenzahl: 220
  • ISBN-10: 3932927508
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Ein Kommentar

Verfasst von - 09/12/2012 in Bücher, Rezension

 

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Eine Antwort zu “[Rezension]“Mann zu verschenken“, Yvonne de Bark (Solibro)

  1. Yvonnes Lesewelt

    09/12/2012 at 09:47

    Eine schöne Rezension hast du geschrieben! Meinen Geschmack hat das Buch leider nicht so getroffen, aber handwerklich ist es gut gemacht.
    LG
    Yvonne

     

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