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[Rezension] „Rubinroter Schatten“ von Jeaniene Frost (Penhaligon)

07 Sep

Inhalt
Der Vampir Mencheres ist alt und mächtig, doch er ist auch seiner Existenz müde. Die ewige Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler Radjedef hat ihn ausgelaugt. Als Mencheres seine prophetische Gabe verliert, beschließt er, seiner Existenz ein Ende zu setzen. Da begegnet er der Privatdetektivin Kira Graceling, die herausfindet, dass er ein Vampir ist. Da Mencheres sie mit diesem Wissen nicht gehen lassen kann, will er ihr Gedächtnis löschen – und versagt!

So wird Kira in den uralten Konflikt zwischen Radjedef und Mencheres gezogen. Bald erkennt sie, wie sehr Mencheres der Welt überdrüssig ist, doch ohne seinen Schutz wird sie Radjedef hilflos ausgeliefert sein. Wenn Kira nicht sterben will, muss sie Mencheres, Lebenswillen wiedererwecken. Aber vielleicht hat Mencheres längst etwas gefunden, wofür es sich zu Kämpfen lohnt – die Liebe zu einer Sterblichen …

Meinung und Fazit
Dies ist der zweite Spinn-off-Roman der Serie „Night Huntress“.
Bisher erschien mir Mencheres immer sehr mysteriös, machtvoll, furchteinflößend und daher unnahbar. Ich war sehr gespannt, wie mir dieser Roman gefallen würde.
Die erste Überraschung offenbarte sich direkt zu Anfang, denn Mencheres wurde mit zunehmender Seitenzahl immer plastischer und facettenreicher. Das lag unter anderem daran, dass man viel über seine Vergangenheit, als auch seine Gegenwart erfährt. Seine vergangene und gegenwärtige Gefühls- und Gedankenwelt wird sehr glaubhaft und nachvollziehbar geschildert. Er wurde mir dadurch im Verlauf immer sympathischer. Dies lag zudem auch am Zusammenspiel mit der weiblichen Prota: Kira.
Auch Kira konnte mich überzeugen. Sie war keine graue Maus, sondern zeigte von Anfang an Präsenz. Sie wusste sich gut zu behaupten, und stellenweise erinnerte sie mich sogar an die junge „Cat“. Als sich ihre Rolle wandelte, ging mir die Anpassung allerdings etwas schnell. Ich hätte erwartet, dass es hier zu mehr Problemen kommt.

Bei den anderen Charakteren fiel mir erneut auch Vlad sehr positiv auf. Ich mag seine lockere, ironische Art und seinen arglosen Klein-Jungen-Charme, den er stets verströmt. Diesmal hatte er wieder nur ein Gastspiel, doch ich freue mich besonders, dass der nächste Spinn-off-Teil ihm gewidmet ist.
Es gab allerdings auch einen Charakter, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Das war der Bösewicht Radjedef. Seine Wesenszüge wurde gut wiedergegeben, doch in der äußeren Erscheinung war er für mich nicht greifbar genug. Darunter litt die Handlung aber nur wenig.
Der finale Kampf war der Höhepunkt des Buches und konnte mich auch nochmal überraschen. Mit einigen Geschehnissen hätte ich nicht gerechnet.
Die Geschichte an sich ist gut geschrieben und schlüssig. Obwohl sie in kleinen Teilen vorhersehbar war, wartete der Roman auch mit Überraschungen auf.
Die sehr gut dargestellten Charaktere, sowie eine spannende, erotisch angehauchte Geschichte machen das Weiterlesen einfach. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, jedoch zeigt er sich nicht so deutlich, wie in der „Night-Huntress-Serie“.
Meine Empfehlung ist, dass man diesen Roman unbedingt von „Dunkle Sehnsucht“ (Cat&Bones 5) lesen sollte.

Die Autorin

Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Und obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen. Zurzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman. (Quelle: randomhouse.de)

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Ein Kommentar

Verfasst von - 07/09/2012 in Bücher, Fantasy, Rezension

 

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Eine Antwort zu “[Rezension] „Rubinroter Schatten“ von Jeaniene Frost (Penhaligon)

  1. erlesenebuecher

    07/09/2012 at 09:13

    Super Rezension! Ich mochte das Buch auch sehr.

     

Ich freue mich immer über einen Kommentar - trau Dich :-)

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