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[Rezension] „Dämonensilber: Der Wettlauf“ von Marc Strauch (SCRATCH Verlag)

18 Aug

Diesmal wieder High-Fantasy, allerdings mit beigemischten SciFi-Elementen.

Inhalt
Tepor – eine wilde vergessene Welt, in deren Wäldern noch die Ruinen einer alten Tragödie. Zwei Reiche, die seit Jahrhunderten um die Vorherrschaft in Tepor kämpfen. Ein dunkles Geheimnis in den Tiefen der Wälder, das einen Wettlauf um Wissen und Macht auslöst. Ein dunkles Geheimnis, das alle, die es entdecken, in uralte Auseinandersetzungen hineinzieht, die weit über die Grenzen der Welt hinausgehen. Dämonensilber.

Meinung und Fazit

Schon mit dem ersten Kapitel wurde man direkt in die Geschichte hineingeworfen. Es klang sehr spannend und versprach viel.
Danach wurden die Protagonisten eingeführt. Sie waren im Grunde alle recht gut beschrieben, aber leider schafften trotzdem nur sehr wenige den sofortigen Schritt in mein Langzeitgedächtnis. Ein entscheidender Grund dafür war, dass es einfach zu viele Protas auf zu wenigen Seiten waren. Ich fühlte mich geradezu erdrückt von ihrer Masse, trotzdem bemühte ich mich weiterhin sie auseinander zu halten. Irgendwann gelang das auch, aber es dauerte und machte das Lesen besonders am Anfang recht anstrengend.
Dafür gefiel mir die Umgebungsbeschreibung sehr gut. Der bildhafte Schreibstil ließ alles sehr lebendig und plastisch erscheinen. Zudem bin ich ein Fan von Landkarten in Büchern (findet man am Anfang), denn auch das erleichtert die Orientierung. Zudem war das angehängte Register an manchen Stellen recht hilfreich.

Die Geschichte an sich ist interessant, wenn ich auch deutliches Entwicklungspotential sehe. Denn leider entsteht selten eine länger andauernde Spannung, weil eine der Hauptfiguren sofort eine Lösung parat hat, wie z.B. Heilen oder Magie, wie das grade aufgetauchte Problem beseitigt werden kann.
Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, da es zwischendurch auch manch feinen Humor offenbarte und vieles eingängig erklärte. Z.B. legte der Autor den Unterschied zwischen Magiern, Priestern und Klerikern sehr verständlich und schlüssig offen.

Dem Autor ist mit diesem Roman ein gutes Debüt gelungen. Es ist ein Fantasy-Roman mit SciFi-Elementen und einem Spritzer Herr der Ringe. Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht vollends überzeugen. Rollenspieler und eingefleischte High-Fantasy-Leser, die ein wenig SciFi mögen, dürften hieran aber sicherlich ihre Freude haben.

Der Autor
Marc Strauch, Jahrgang 1971, studierte Informatik und arbeitete lange Zeit als Softwaretechniker. Seine Liebe zu fantastischen Geschichten ist in seiner Kindheit im Besonderen durch die „Narnia“-Romane von C.S. Lewis geprägt worden.
Sein intensives Interesse an Literatur und Geschichte sowie das Entwickeln von Abenteuern für Fantasy-Rollenspiele führten ihn schließlich selbst zum Schreiben. Er nahm sich zwei Jahre Zeit, ein Fantasy-Epos und die dazugehörige Welt zu entwickeln. Seine Bücher erscheinen seit 2010 im SCRATCH Verlag. Marc Strauch wohnt und arbeitet in Hamburg. (Quelle: Scratch Verlag)

Mein Dank für dieses Buch geht an wir lesen 🙂

 

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