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[Rezension] „Sieben Tage ohne“ von Monika Peetz (KiWi)

20 Jul

Inhalt
Die Dienstagsfrauen gehen fasten. Fünf ungleiche Freundinnen, ein gemeinsames Ziel: Entschleunigen, entschlacken, abspecken, so lautet das Gebot der Stunde. Zu ihrem jährlichen Ausflug checken die Dienstagsfrauen im einsam gelegenen Burghotel Achenkirch zum Heilfasten ein. Sieben Tage ohne Ablenkung. Kein Telefon, kein Internet, keine Männer, keine familiären Anforderungen und beruflichen Verpflichtungen. Leider auch sieben Tage ohne Essen. Theoretisch jedenfalls. Quälender Heißhunger, starre Regeln und nachreisende Probleme führen zu immer neuen Heimlichkeiten und gefährden jeden Therapieerfolg. Statt Entspannung gibt es Missverständnisse, Streit und schlaflose Nächte. Die schwerste Prüfung jedoch steht Eva bevor. Hinter den dicken Burgmauern begibt sie sich auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater. Sie entdeckt, dass man manche Familien- geheimnisse besser ruhen ließe …

Meinung und Fazit
Den Vorgänger dieses Romans („Die Dienstagsfrauen“) habe ich nicht gelesen, vielleicht kam ich daher nicht ganz so gut in die Geschichte hinein. Der Anfang plätscherte etwas dahin, im Verlauf wurde es aber etwas besser.
Die fünf Frauen gehen auf den Vorschlag von Eva ein, und verbringen ihre gemeinsame Zeit diesmal fastend. Da Evas Vorschlag nicht ganz uneigennützig ist hat man vorerst den Eindruck, dass diese Geschichte von ihr dominiert sein könnte, doch dem ist keineswegs so.
Im Verlauf der Geschichte erfährt man, dass jede der Frauen ihr Päckchen zu tragen hat und Geheimnisse zu verstecken sucht. Dies ist sehr geschickt in den Fastenalltag eingebettet, der mal anstrengend, nervenaufreibend oder auch mal unfreiwillig komisch ist (zumindest für Außenstehende). Auf jeden Fall wird das Fasten von den Frauen als entbehrungsreich empfunden, was ich gut nachvollziehen konnte.
Was ich vermisste war ein gewisser Tiefgang in der Geschichte. Es hätten gerne ein paar „Problemfälle“ weniger sein können, dafür hätte man sich zwei oder drei genauer herausnehmen und besser abhandeln können. Besonders bei Evas Geschichte war ich enttäuscht, da ich mir hier mehr erhofft hatte.
Auch mit den Frauen selber wurde ich nicht richtig warm. Sie waren zu sehr stereotypisiert, blieben oftmals zu oberflächlich, und in ihren Handlungen waren sie nicht immer nachvollziehbar. Einzig Estelles trockenen Humor und die bissigen Kommentare fand ich sehr erfrischend.

Ein Roman ohne nennenswerte Höhen und Tiefen, der mich leider nicht anhaltend fesseln konnte.
Zum Weiterlesen konnten mich nur der gute Textfluss und die recht kurz gehaltenen Kapitel animieren, die Geschichte selber plätscherte eher träge dahin. Ich fand das sehr schade, denn die Handlung hatte viel mehr Potential, dass leider nicht ausgeschöpft wurde.

Die Autorin
Monika Peetz, geboren 1963, Studium der Germanistik, Kommunikationswissenschaften und Philosophie an der Universität München. Nach Ausflügen in die Werbung und das Verlagswesen von 1990–98 Dramaturgin und Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk, Redaktion Fernsehfilm. Seit 1998 Drehbuchautorin in Deutschland und den Niederlanden. Jüngste Filmprojekte: »Und weg bist du« (2012) mit Christoph Maria Herbst, Annette Frier und Emma Schweiger. »Deckname Luna« (gemeinsam mit Christian Jeltsch), in den Hauptrollen: Anna Maria Mühe, Götz George und Heino Ferch (2012).

Monika Peetz’ Debütroman »Die Dienstagsfrauen« verkaufte sich innerhalb eines halben Jahres über 700.000 Mal, steht seit Monaten unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde erfolgreich verfilmt mit Ulrike Kriener, Nina Hoger, Inka Friedrich und Saskia Vester. Übersetzungsrechte an »Die Dienstagsfrauen« wurden in 13 Länder verkauft.

 
 

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