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[Rezension] „Göttlich verloren“ von Josephine Angelini (Dressler)

04 Mai

Inhalt
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes….

Meinung und Fazit
Dies ist der zweite Teil der „Göttlich“ Trilogie… Ich habe mich schon lange auf die Fortsetzung gefreut, denn der erste Band war spannend und einfühlsam zugleich und lebte daneben von seinen tollen Charakteren. Natürlich musste ich diese Fortsetzung lesen….
Erfüllt wurden meine Erwartungen leider nicht.

Es ging sehr holprig los, um überhaupt an den Vorgängerband anknüpfen zu können. Helens Erlebnisse in der Unterwelt waren irgendwie immer gleich, daher wirkte die Geschichte oft zäh. Man hatte das Gefühl auf der Stelle zu treten, und dass hier die Geschichte künstlich gestreckt wurde. Was die Geschehnisse hauptsächlich hervorbrachten, waren immer wieder neue Charaktere in Gestalt von Göttern oder Halbgöttern. Diese waren zwar gut dargestellt, aber trotzdem berührten sie mich nicht, und mir war es irgendwann auch etwas zuviel.
Einzig die Figur des Orion fiel mir sehr positiv auf und wuchs mir ans Herz. Natürlich hatte er großen Anteil an der Geschichte, aber überdies war er sehr plastisch und authentisch. Seine Vergangenheit war ebenso bewegend, wie die gegenwärtigen Geschehnisse um ihn herum mitreißend waren. Ein Lichtblick…..
Die bekannten Charaktere, die ich aus dem ersten Teil so lieb gewonnen hatte, waren hingegen diesmal überwiegend lieblos und oberflächlich dargestellt. Anflüge von gefühlvollen Passen wurden nahezu im Keim erstickt.
Auch die spannenden Abschnitte waren nicht so, wie ich sie mir gewünscht hätte. Hier vermisste ich gute, anhaltende Spannungsbögen.
Hinzu kamen diverse Informationslücken und Ungereimtheiten, was Personen und Situationen betraf. Um nicht zu spoilern möchte ich hierauf aber nicht weiter eingehen.
Positiv möchte ich noch anmerken, dass es im Anhang ein Register gibt, in welchem die Häuser, Götter, Halbgötter etc. aufgeführt und erklärt werden. Diese Auflistung fand ich sehr hilfreich.
Dieses Buch kann man meiner Meinung nach nur verstehen, wenn man auch den 1.Teil kennt.

Ich hoffe auf einen besseren dritten Teil, den ich mir natürlich trotzdem kaufen werde. Denn trotz aller Kritik möchte ich wissen, wie die Geschichte zu Ende geht 🙂

Die Autorin
Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.

Buchdaten

  • ISBN-10:3-7915-2626-X
  • Erscheinungstermin:Mai 2012
  • Verlag: Dressler
  • Einband:gebunden
  • Seiten:576
  • Altersempfehlung:ab 14 Jahre
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