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[Rezension] „Grotesk“ von Hrsg. Jan-Eike Hornauer (Candela Verlag)

07 Mrz

Heute habe ich das Vergnügen, euch eine Anthologie vorstellen zu dürfen.

Das Buch bietet eine bunte Mischung sehr fantasievoller, grotesker Geschichten, wobei mich die Vielfalt und Darstellung der frischen, neuen Ideen sehr angesprochen hat.

Für das Buch bedanke ich mich bei „wir lesen“ und beim Candela Verlag.

Klappentext
Absonderliche Ideen, großes Lesevergnügen und literarisches Niveau: das bieten die Geschichten aller 19 Autoren in diesem Band. Hier wird die Tapete zum Liebesziel, die eigene Frau überraschend zum Mops, ein Sandkubus im Nirgendwo zum Ort der Erkenntnis und die heimische Wohnung zum souveränen Staat. Bonbonpapierchen versprechen Erlösung, Menschen im Haar erfreuen nicht lange und ein schillerndes Ei gibt Lebenssinn. Eine rote Ampel, ein Milchweib und ein geheimnisvoller Gast erschüttern Existenzen. Und es wird klar: Jenseits der üblichen Mauern ist die Welt voller Risse. Dabei zeigen die 22 Geschichten, die allesamt hier erstmals veröffentlicht sind, was Groteske alles sein kann, geben so einen Überblick über dieses literarisch bedeutende Genre und stellen ganz nebenher unter Beweis: Gute Grotesken zu lesen, macht einfach Spaß!

Meinung und Fazit
Diese Anthologie ist durch einen Autorenwettbewerb des Verlages hervorgegangen, wobei letztlich 22 Geschichten von 19 Autoren veröffentlicht wurden.
Herausgegeben ist das Buch als Hardcover mit Leseband. Das gibt dem Buch von der äußeren Erscheinung her schon ein gewisses Etwas. Dazu der sehr passend gestaltete Schutzumschlag. Schon nach lesen der ersten Seiten konnte ich eine gute Verbindung zwischen dem Umschlagsbild und den Texten herstellen.
Der Buchtitel „Grotesk“ ist Programm. Die Geschichten sind wunderlich, bizarr, fantastisch, absurd oder schaurig, und sie zeigen eine verzerrte, überspannte, manchmal völlig abgedrehte Sicht der Dinge und der Welt. Manche Geschichten haben sogar einen philosophischen oder anzüglichen Charakter. Sie ließen mich als Leser erschrecken, erstaunen oder schmunzeln.
Die Texte sind in verschiedenen Genres angesiedelt und von unterschiedlicher Länge. Doch nicht nur das lies das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen werden. Besonders begeistert haben mich die Ideen der AutorInnen zum Thema und deren Umsetzung. Alle Geschichten waren auf andere Weise interessant und fesselnd, sie bedienten sich verschiedener Schreib-/Sprachstile, was zusätzlich für Abwechslung sorgte. Der sprachliche Ausdruck ist literarisch recht anspruchsvoll und zeichnet auch in der Kürze der Geschichten gute bis sehr gute Figuren und Szenarien.
Abgerundet wird das Buch durch ein Nachwort und einer Auflistung der Autoren inkl. kurzer Vita.
Hier ist auch zu lesen, dass die Geschichten von deutschen und österreichischen AutorInnen geschrieben wurden. Das erklärte mir im Nachhinein manchen Wortgebrauch, wie z.B. Papierle.

Dieses Buch kann ich Lesern empfehlen, die gerne auch weit ab des Mainstreams lesen und sich gerne auf absurde Szenarien einlassen möchten. Dann steht dem Lesegenuss nichts mehr im Wege 🙂

Die Autoren

Jan-Eike Hornauer, Mimi Awono, Gabriele Behrend, Karsten Beuchert, Peter R. Bolech, Harald Dahrer, Raphaela Edelbauer, Beja Christine Garduhn, Ulf Großmann, Katrin Jacob, Margarete Karetta, Stefanie Kißling, Michael Kramer, Matthias Kröner, Steve Kußin, Arnd Moritz, Dirk Röse, Julia Werner, Werner Vogel

Hier noch die Buchdaten:

  • ISBN-10: 3942635224
  • Erscheinungstermin: Ende 2011
  • Gebundene Ausgabe: 277 Seiten
  • Verlag: Candela Verlag
  • Einband: Hardcover


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