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[Rezension] „Social Network. Die Bibliothek des Schicksals“, Chris M. Wagner (Acabus)

24 Feb

Lange überfällig ist diese Rezension…. Das Buch habe ich schon vor längerem gelesen, kam nur nicht dazu die Rezi zu schreiben.
Für das Leseexemplar bedanke ich mich recht herzlich beim Verlag Acabus. Es war mir eine Freude 🙂
Und nun viel Spaß beim Lesen der Rezension….

Inhalt

Nach dem Rosemarie von Wards tot in Ihrem Krankenzimmer aufgefunden wird, fragt man sich wer den lebensnotwendigen Infusionsschlauch gelöst hat.
Für den Verlobten Daniel Lang beginnt nach dieser Tragödie ein neues Leben. Er zieht nach München und beginnt dort bei der FaTec zu arbeiten
Als er dann allerdings in einen Unfall verwickelt und fortan nur noch vom Priester mit dem schwarzen Kollarkragen spricht, kann ihm nur noch seine scheinbar geistig verwirrte Nachbarin Grace helfen.
Ohne es zu ahnen, befindet er sich aber längst in den Krallen des Bösen.

Meinung und Fazit

„Big brother is watching you“ Schon das Auge auf dem Cover gibt dem Leser das Gefühl beobachtet zu werden. Der keltische Knoten, der das Auge ummantelt, spiegelt die unendliche Tragweite des menschlichen Handelns wider. Nach Ende des Buches wurde mir erst bewusst, wie passend das Cover gestaltet ist.

Was den Inhalt anbelangt, so würde ich sagen, dass „mysteriös und verwirrend“ auf die ersten Kapitel des Buches sehr gut zutrifft. Etliche Handlungsstränge werden eröffnet und finden jeweils ein schicksalhaftes Ende. Man erkennt Parallelen und Verknüpfungen, vermag es allerdings dennoch nicht, diese Zusammenhänge zu konkretisieren. An dieser Stelle war ich als Leser oftmals ebenso verwirrt, wie die Protagonisten selbst. Erst im Verlauf des zweiten Teil wird alles nach und nach klarer, wenn auch nicht vollkommen durchsichtig. Das wäre allerdings auch langweilig gewesen, doch so blieb es weiter spannend.

Ein Pluspunkt ist der sprachliche Ausdruck, der mir sehr gut gefiel. Das Buch lässt sich nach anfänglichen, kleinen Holprigkeiten sehr flüssig lesen, was mich auch über kleine Längen hinweg bei Laune hielt.
Schwierig wurde es allerdings immer dann, wenn sich die Gedankenwelt der Protagonisten mit den grade geführten Dialogen vermischten. Ich fand die Darstellung der Gedankenwelt zwar sehr passend und interessant, außerdem wurden die Gedanken zur Abgrenzung kursiv geschrieben, aber auf diese Weise eingeflochten störten sie trotzdem den Lesefluss und lenkten sehr stark ab.

Am Ende wurde es nochmal sehr fesselnd und spannend, und der Roman wartete mit einem offenen Ende auf, dass mich an einen Film aus den 90ern erinnerte. Ich denke wir dürfen gespannt sein, ob es eine Fortsetzung geben wird…

Dies ist kein Buch, dass man einfach zwischendurch lesen kann. Es fordert die ganze Aufmerksamkeit, damit man den roten Faden, der zur Lösung führt, nicht verliert.
Ein komplexer, gelungener Mystery-Roman, den ich trotz kleiner Schwächen gerne gelesen habe.

Der Autor

Chris M. Wagner, Jahrgang 1972, versinkt gerne in Büchern über unheimliche Gegebenheiten an fantastischen Orten. Vielleicht fing er aus diesem Grund mit 33 Jahren an, selbst solche Texte zu verfassen. In ruhigen Momenten zeichnet er Bleistiftskizzen. Und gelegentlich spielt er ein Stück auf seiner verstaubten Gitarre.

Er lebt mit seiner Ehefrau und zwei bezaubernden Töchtern in einem Vorort von München, wo er bereits an dem nächsten mystischen Roman arbeitet

Weitere Infos unter www.chrismwagner.de

Eckdaten zum Buch

  • ISBN-10:3-86282-015-7
  • EAN:9783862820153
  • Seiten: 320
  • Erscheinungstermin:November 2011
  • Verlag: Acabus Verlag
  • Einband:Taschenbuch
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Ein Kommentar

Verfasst von - 24/02/2012 in Bücher, Fantasy, Rezension

 

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Eine Antwort zu “[Rezension] „Social Network. Die Bibliothek des Schicksals“, Chris M. Wagner (Acabus)

  1. Evy Heart

    24/06/2014 at 20:27

    Klingt inhaltlich nicht so spannend.

     

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