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[Rezension] „Lieb mich!“ von Hilke-Gesa Bußmann (AAVAA)

21 Feb

Vor etwa drei Wochen habe ich euch auf die Blogparade zu „Lieb mich!“ von Hilke-Gesa Bußmann aufmerksam gemacht.
Nun habe ich das Buch gelesen und muss sagen, dass ich überrascht war. Aber lest selbst. Viel Spaß !

Klappentext

Die Buchhändlerin Tanja Feldmann ist auf der Suche nach ihrem Traummann und besessen von den zuckersüßen Versprechen aus Liebesromanen. Doch Tanja ist keine Prinzessin, ihr Leben kein Märchen und die wahre Liebe für sie eine Illusion. Bei einem Speeddating lernt sie Alexander Bach, den Inbegriff eines Machos, kennen und hassen. Ihre getrübte Beziehung zur Männerwelt gerät vollends aus den Fugen. Dennoch scheint für einen Augenblick das Märchen perfekt, als sich Alexander in Tanja verliebt. Doch die Realität holt beide ein …

Meinung und Fazit

Ein Roman über Liebe, Leid, Zuversicht und Stärke.
Was ich an Romanen immer schätze, ist ein deutscher Handlungsort. Die Autorin hat Frankfurt am Main als Schauplatz ausgewählt, und sie führte mich als Leser gekonnt durch diese Stadt, gab mir ein Stück weit das Gefühl wirklich vor Ort zu sein.

Auch die Akteure des Romans waren gut gezeichnet. Ich bin selber ein wenig von der naiv-romantischen Art, vermutlich war mir die Protagonistin Tanja daher sofort sympathisch. Der Leser lebt, liebt und leidet mit ihr und nimmt an ihrer Gedankenwelt teil. Ihr gegenüber steht mit Alexander ein Macho sondergleichen. An der Kurzbeschreibung dieser zwei Charaktere kann man schon ersehen, dass die Autorin in ihrem Roman mit Klischees spielt. Dies tut sie allerdings sehr gekonnt und orientiert sich trotzdem nah am „echten“ Leben. Denn bei genauerer Betrachtung begegnet man tagtäglich diversen Personen, die das eine oder andere Klischee bedienen.
Auch die anderen Charaktere gefielen mir sehr gut. Alle (trotz der Klischeebehaftung) sehr authentisch und facettenreich. Sie tragen gemeinsam zum gelingen der Geschichte bei und sorgen dafür, dass der Leser mit jeder Seite andere, immer wieder wechselnde Gefühle durchlebt.

Nach Ende des Romans war ich sehr überrascht, dass ich hier keine schnulzige Liebesgeschichte in Händen hielt, sondern eine wunderbare, wenn auch in Teilen leicht überspitzte Lebensgeschichte. Liebenswert klischeehafte, facettenreiche Charaktere zeichnen den Roman aus, allen voran eine Hauptprotagonistin, die sich von der grauen Maus zu einer starken Frau wandelt und erkennt was sie will, bzw. was sie nicht mehr will.
Besonders originell fand ich zudem, dass Tanja als Buchhändlerin auf den „Nicht-Leser“ Alexander trifft.
Ein locker, leichter Roman, unterhaltsam, temporeich und immer wieder überraschend – bis zum Ende.

Die Autorin

Hilke-Gesa Bußmann, geboren Ende Januar 2011, lernte in ihrer Kindheit das norddeutsche Ostfriesland lieben. Dort verbrachte sie, in der heimischen und wohlbehüteten Atmosphäre des Dorflebens, ihre Kindheit und Jugend. Sie besuchte das Gymnasium Ulricianum in Aurich und beendete 2009 ihre schulische Laufbahn mit dem Abitur. Das Studium der Germanistik, Theater,- Film- und Medienwissenschaft und Pädagogik brachte sie nach Offenbach am Main, wo sie in den Wonnen ihrer Kreativität lebt.

Literatur und Schreiben gehörten schon immer zu ihren Leidenschaften. Bereits als Jugendliche gehörte die Lektüre der verschiedensten Klassiker und Werke zu ihren Hobbys. Die eigenen Geschichten verfasste sie mit elf Jahren — sie handelten größtenteils von der damaligen Vorliebe für Pferde, Reiterhöfe und dem Hobby, Namen für Pferde zu sammeln und diesen ganz spezielle Charaktereigenschaften zuzuschreiben. Doch schon bald begann sie sich von den autobiographisch behafteten Vorstellungen zu lösen und wandte sich dem Genre Krimis und Thriller zu. Mit sechzehn dann der erste Erfolg: Beim Odenwälder Krimipreis 2006 erreichte sie den 2. Platz ihrer Altersklasse mit ihrer Kurzgeschichte “Mord auf dem Kartoffelacker”. Der nächst größere Erfolg schloss sich 2008 mit einer Prämierung des ersten Platzes ihrer Geschichte “Lämmer schimmen nicht”, wieder beim Odenwälder Krimipreis. Neben dem Schreiben von Kurzgeschichten, konzentrierte sie sich zunehmend auf Romane und Erzählungen. Im Januar 2011 beendete sie ihren Debütroman “Lieb mich!”, der im November 2011 im AAVAA-Verlag erschienen ist.

Vorwiegend in den Genres Thriller, Krimi und Fantasy interessiert, arbeitet sie momentan an mehreren Projekten, die teilweise als E-Books im Self-Publishing erscheinen, als auch auf traditionelle Art verlegt werden sollen. (Quelle: http://blog.hilke-gesabussmann.de/?page_id=433)

Mehr über Hilke erfahrt ihr auf der Autorenseite oder in ihrem blog. Ein Besuch lohnt sich ! 🙂

Und hier noch die Buchdaten:

  • Verlag: Aavaa
  • Erschienen: 11/2011
  • Seitenzahl: 279
  • ISBN-13: 9783862547869
  • ISBN-10: 3862547868
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2 Kommentare

Verfasst von - 21/02/2012 in Bücher, Rezension

 

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2 Antworten zu “[Rezension] „Lieb mich!“ von Hilke-Gesa Bußmann (AAVAA)

  1. Evy Heart

    24/06/2014 at 20:30

    Du hast dich bei Hillys GEburtsjahr um eine Dekade vertan 😛 Ich hab das Buch noch in der Rohfassung gelesen *damals* und fand es nur bedingt gut – war einfach nicht das Richtige für mich. Aber ihr Engagement ist klasse!

     
    • lesenundmehr

      25/06/2014 at 16:51

      Man muss ChickLit schon mögen, das stimmt 🙂
      Wegen dem Geburtsjahr schau ich mal – danke!

       

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