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[Rezension] „Zum Traummann in 30 Tagen“, Theresa Selig (Langenscheidt)

30 Nov

Inhalt
Langenscheidt kann nicht nur Wörterbücher verlegen, sondern auch mit sehr kreativen, lustigen Wissenswerken anderer Art aufwarten. Vor einiger Zeit habe ich schon mal ein Buch dieses Verlages rezensiert. Es heißt „Forbetter your english“, und befasst sich mit den Stolperfallen, in die Deutsche gerne tappen, wenn sie Englisch reden.
Meine heutige Rezension richtet sich vor allem an alle Single-Frauen.
Wer will ihn nicht, den Traummann ? Und dann noch am besten in 30 Tagen.

Meinung und Fazit
Beim Anblick des Covers kam mir spontan „Küss den Frosch in den Sinn“. Von daher war mir klar, dass die Thematik dieses Buches mit einem Augenzwinkern zu sehen ist.
In 10 Lektionen führt die Autorin durch das Buch, wobei ich (als Nicht-Single) die beiden letzten Kapitel am lustigsten fand. Aber ich will nicht vorgreifen…

Den Einstieg schafft die Autorin mit einem Test, der den Verzweiflungsgrad festlegen soll. Das sorgte für erste Erheiterung. Danach geht es im wesentlichen um die Orte, wo man potentielle Traummann-Kandidaten treffen und ansprechen kann. Egal ob Büro, Supermarkt, Cafe, Urlaub oder sonst wo. Alle „Gelegenheiten“ sind mit entsprechenden Tipps versehen, wie man sich verhalten sollte bzw. was man lassen sollte. Manchmal waren die Tipps altbekannt, manchmal aber auch so absurd, dass ich laut lachen musste.
„Nehmen Sie eine Erdbeere und stecken sie in den Mund, lutschen Sie daran und rollen lustvoll mit den Augen. Ignorieren Sie die Pestizide, die sich grade in Ihrem Speichel auflösen.“ (Auszug S. 31)
Ähnlich verrückt im positiven Sinn fand ich die Tipps „Falls Sie wild entschlossen sind, adlig einzuheiraten“ (S. 86). Sehr lustig, irgendwie treffend und doch entbehrt es nicht einer gewissen Ironie…. Spätestens an dieser Stelle muss man gemerkt haben, dass nicht alles Geschriebene ernst zu nehmen ist….
Durch die verschiedenen Kapitel ziehen sich immer wieder diverse Merkkästen, sowie Gegenüberstellungen von verbalen und nonverbalen Kommunikationsfallen. Was man in der Bar bestellt oder wie man sich verhält und wie das ggf. auf Männer wirkt, was die Freundin vorsichtig ausdrückt und was sie wirklich sagen will etc. . Hier hat die Autorin eine recht gute Beobachtungsgabe an den Tag gelegt. Vielleicht hat sie auch „Miteinander reden“ von Schulz von Thun gelesen. Ich weiß es nicht ;-)
Die letzten beiden Kapitel stechen nochmal heraus. Hat man es bis Tag 29 nicht geschafft, dann soll der Notfallplan helfen. Auch hier fand ich das eine oder andere köstlich. Wer denkt ernsthaft darüber nach homosexuell zu werden oder ins Kloster zu gehen, wenn es mit Männern nicht klappt? Versucht man wirklich, sich einen Mann zurechtzulügen? Hier fand ich einige Synonyme zum brüllen. Z.B. „Ungepflegt = Naturbelassen“ (S.134), darauf muss man erstmal kommen…
Schlussendlich geht es dann noch darum, wie man den Traummann behalten kann, und damit schließt das Buch.

Ich denke dieses Buch spaltet die Gemüter. Einige werden es mögen, Andere als Schund verteufeln. Ich bin der Meinung, wer dieses Buch zu ernst nimmt, ist selber Schuld. Es mag der Ansatz eines Leitfadens sein, aber mit einer kräftigen Portion spitzfindigen Humors. Es ist gut geeignet, um den Leser, ob nun Single oder nicht, zu erheitern. Ich glaube allerdings, dass man durch dieses Buch nicht wirklich „zum Traummann in 30 Tagen“ kommt. Aber wie gesagt, dass ist vermutlich auch nicht Sinn der Sache. Gute Unterhaltung und Lachfaktor ist auf jeden Fall an vielen Stellen garantiert.

Die Autorin
Theresa Selig wurde 1979 geboren und studierte Politikwissenschafen in Berlin. An der Berliner Journalisten Schule wurde sie zur Redakteurin ausgebildet. Nach Stationen bei der Neon Online und Vanity Fair arbeitet sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, FAZ, Tagesspiegel und Neon. Das Suchen und Finden ihres persönlichen Traummannes mündete in eine Hochzeit und ihr Buch „Wer Ja sagt, muss auch Onkel Horst einladen“, das 2010 erschien. Sie lebt samt Traummann in Berlin. (Quelle: lovelybooks)

Ich möchte mich herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken, dass mir der Langenscheidt-Verlag zur Verfügung gestellt hat !

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