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[Rezension] „Der den Regen schenkt“, Andrea Wölk (Oldigor)

22 Okt

Klappentext
Amber Maguire hat vor vierzehn Jahren ihr Zuhause in Olympia, State Washingston im Streit verlassen und kehrt nun nach vielen Jahren, zur Beerdigung ihrer Mutter zurück. Aber hier trifft sie nicht nur auf alte Freunde, sondern auch auf Hayden, den sie am Abend des Schulballs versetzt hat und ihr nun nicht mehr gut gesonnen scheint.Und wie immer geht Amber ihrem ersten Impuls nach und will vor allen Problemen flüchten. Aber so schnell, wie Amber es sich vorgestellt hat, kommt sie doch nicht von ihrem Zuhause los, um ihr altes Leben als Reisefotografin fortzusetzen. Zum einem findet Amber Briefe, die ihre Mutter Cathrin für sie hinterlassen hat und die Amber immer tiefer in das Leben ihrer Mutter eintauchen lassen, um zu verstehen, wie und warum Cathrin gehandelt und gelebt hat. Zum anderen flammen alte Gefühle für Hayden wieder auf, die lange vergraben, aber nie ganz vergessen waren. Doch kann Amber die langen Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich lassen und Vertrauen in eine neue Liebe und ein neues Leben setzten? Die Briefe ihrer Mutter sollen ihr dabei helfen, doch hier kommt ihr ein fürchterlicher Verdacht, der ihrem Glück im Wege steht. Sind die Narben auf ihrer Seele doch zu tief, um einen Neuanfang zu zulassen?

Meinung und Fazit
„Bücher extra für SIE geschrieben“ steht auf der Homepage des Oldigor Verlages geschrieben.

Und genau das darf man bei diesem Buch erwarten. Es ist Herzschmerz und Romantik pur, also nichts für Männer…. ;-)
Dieses Buch erschien bereits 2010 unter dem Titel „Was immer Dir bleibt“, wurde dann überarbeitet und kam im März 2011 als Neuauflage heraus.

Schon das Cover vermittelt einen romantisch-verträumten, leicht nachdenklichen Eindruck. Da ich ein Fan von Gesichtern auf Buchcovern bin, war ich sehr angetan, auch wenn ich finde, dass das Gesicht noch besser hätte zur Geltung kommen können.

Der Schreibstil gefiel mir von Anfang an sehr gut und war wunderbar flüssig zu lesen. Schon bei den ersten Sätzen hatte man genaue Bilder der Personen und Landschaft vor Augen, alles erschien sehr plastisch. Sehr schön fand ich auch das nicht alltägliche Schriftbild. In drei unterschiedlichen Schriftarten werden die Passagen der Protagonisten dargestellt. So weiß man sofort, wer im folgenden Absatz den größten Raum einnimmt.
Die geschaffenen Protagonisten und Nebenfiguren waren sehr gut ausgearbeitet, facettenreich und wirkten authentisch. Es gelang mir leicht, mich mit Amber ein großes Stück weit zu identifizieren. Es mag daran gelegen haben, dass über sie aus der „Ich-Perspektive“ heraus geschrieben wurde. Ihre Gefühlswelt war sehr gut dargestellt, ich kam nicht umhin mit ihr zu lieben und zu leiden. Manchmal hätte ich sie allerdings am liebsten geschüttelt, damit sie sich nicht immer wieder in ihrem Misstrauen verliert. Das rang mir mir mit der Zeit doch manchmal etwas Unverständnis ab. Beachtet man allerdings hierbei ihre Vergangenheit, so möchte man dann doch Nachsicht walten lassen.
Hayden, Ambers alten und neuen Freund, hatte ich ebenso schnell ins Herz geschlossen. Liebe machte in seinem Fall nicht blind, sondern verzieh viel. Die Nachsicht die er oft mit Amber hatte war bewundernswert.
Erstaunlich fand ich die Darstellung von Ambers toter Mutter. Sie, die die Briefe schreibt, wirkt ebenso plastisch wie die lebenden Protagonisten. An ihren Briefen konnte man gut ablesen, wie sich das Fühlen und Denken eines Menschen im lauf der Zeit verändern kann.
Was die anderen Romanfiguren angeht, so waren mir (fast) alle sehr sympathisch. Allen voran Ambers Chef Ethan. Alle kamen sehr gut zur Geltung und nahmen genau den richtigen Raum ein, um gut zu wirken und die Geschichte voran zu bringen. Ich hätte Keinen missen wollen.

Hier wartet Romantik und Gefühl pur. Man erhält einen guten Rundumblick in die Gegenwart, als auch in die Vergangenheit. Ein wunderschöner Roman über Liebe, Leid, Veränderung, Vertrauen, Einsicht und Nachsicht. Einfach zum dahinschmelzen.

Die Autorin
Schon als Kind waren Bücher für sie das Größte!

Zu Schulzeiten begann sie mit eigenen kleinen Geschichten, darunter eine Serie von Kinderdetektiv Romanen, doch es kam nie zu einer Veröffentlichung, sondern absolvierte erfolgreich eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten, in dem Beruf sie über 25 Jahre arbeitete.
Im Jahr 2009 entstand ihr 1. Frauenroman mit dem Titel “Was immer dir bleibt”, der 2010 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde. Dieser Roman erschien Anfang 2011 unter dem Titel “Der den Regen schenkt” im Oldigor Verlag.
Frauenromane und Romantik Fantasie haben es ihr angetan, in der Hoffnung, viele Leser begeistern zu können. Mehr über die Autorin erfahren Sie auf ihrer Homepage:
www.andreawoelk.de

Buchdaten
Ausgabe: Taschenbucholdigor
Seiten: 266
ISBN: 978-3-9814267-2-4
Verlag: Oldigor

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Verfasst von - 22/10/2011 in Bücher

 

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