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[Rezension] „Geschichten von Trulla: Eine City-Single-Frau sucht den Akademiker für´s Leben“, Frauke Baldrich-Brümmer (Verlag Monika Fuchs)

16 Aug

Inhalt
Welche Frau sucht ihn nicht, den Mann fürs Leben?

Trulla, die Heldin dieser Geschichten, macht da keine Ausnahme. Allerdings muss es schon ein Akademiker sein, der der engelsanbetenden, pendelnden und gewiss nicht aufs Herzchakra gefallenen Trulla Liebe, Wärme und Geborgenheit geben darf.
Gar nicht so einfach! Und so findet sich die wohlproportionierte Lehrerin in herzzerreißend komisch-skurrilen Situationen wieder, die sie mit Engelslichtern, Mantren und Prosecco zu meistern versteht.
Trulla, so heißt es im Vorwort, genießt man am besten kapitelweise – und zwar aus der Sicht ihrer besten Freundin, welche sich dem Strudel der Ereignisse kaum entziehen kann.

Meinung und Fazit
Alleine das Cover ist es wert, dass man genauer hinschaut. Es spiegelt die Inhalte des Buches sehr gut wieder. Einen besonderen Charm hat zudem das filigrane Lesebändchen. welches man bei Taschenbüchern sonst vergeblich sucht. Zwei Zugaben vervollständigen das Buch. Zum einen eine Visitenkarte, die im Coverdesign gehalten ist, und ein “Leitfaden für die Akademikerjagd”. Letzterer sehr skurril, völlig überspitzt, absolut „Trulla“.

Zum Inhalt:
Sie ist ein Unikat, die Trulla, soviel steht fest. Das Leben der leicht schrulligen, spontanen, chaotischen, esoterischen Lehrerin und Singelfrau wird aus der Sicht ihrer Freundin beschrieben. Sie treibt nicht nur Diese, sondern auch den Leser der kleinen „trulligen“ Geschichten manchmal fast zur Verzweiflung. Trotzdem, oder grade deswegen wirkt Trulla liebenswert.
Egal ob sie (Parklücken) pendelt, Kerzen anzündet, Engel aufstellt, Wollsocken anzieht, sich „versteigern“ lässt oder sonst was anstellt. Irgendwie passt es zu ihrer Person. Und sie kann Fehler zugeben, wenn auch oft erst im Nachhinein….
Auf dem Buchrücken steht schon zu lesen „Trulla, so heißt es im Vorwort, genießt man am besten kapitelweise….“ und das sollte man wirklich tun, denn manchmal waren mir die Geschichten (in Massen genossen) sehr stark überspitzt. Zu viel davon wirkt erschlagend und leider nur noch wenig glaubwürdig. Als Beispiel dient mir hier die „Hubertusjagd“. Wie naiv und unwissend kann man sein, um hierunter eine berittene Jagd auf einen Mann gleichen Namens zu verstehen ? Das kam mir sehr weit hergeholt vor. Auch die verbissene Akademikerjagd an sich war mit der Zeit zu viel.

Was auch nicht so wirklich ins Bild passen wollte, war meiner Meinung nach das Wort „anringeln“, dass immer wieder zu lesen war. Zum einen fand ich diesen anhaltenden Wortgebrauch irgendwann nervig, zum anderen passte dieses Wort auch nicht zum übrigen Wortschatz der Erzählerin.
Ansonsten sagte mir der recht rasante Schreibstil allerdings durchaus zu.

Unter Berücksichtigung der Kritik kann ich jedoch nichtsdestotrotz sagen, dass mir die Geschichten gut gefallen haben. Man sollte nur beachten, dass dieses Buch, ungeachtet der rund 150 Seiten, nicht zum weglesen geeignet ist. Vielmehr sollte man es immer wieder mal zur Hand nehmen und die Geschichten einzeln oder max. im Doppelpack genießen. Dann wirken sie viel besser, und der skurrile Witz kommt besser zur Geltung.
Und man darf gespannt sein, ob Trulla doch noch ihren Traummann findet. Egal ob mit „Grieche sucht Griechin“, „Holy-Handy-Heart“-Hilfe oder sonst wie….

Die Autorin
Frauke Baldrich-Brümmer, geboren am 25. Dezember 1956 in Hannover.

Nach dem Studium von Sonderpädagogik, Deutsch und bildender Kunst mehrere Jahre in verschiedenen “Behinderteneinrichtungen” tätig gewesen.
Zwei Kinder: Eicke Fabian (gestorben 1999) und Malte Florian.
Seit 1996 als freie Autorin mit den Arbeitsschwerpunkten: Lyrik, Kurzprosa, Slam-Poetry, Kabarett, Geschichten für Kinder und Jugendliche tätig.
Daneben Schreibworkshops für Schüler und Erwachsene, Schullesungen, Autorenpatenschaften.
Seit 2005: „Sal(l)on 17 Literatur zum Wohnfühlen mit Workshops und Lesungen.
Preise: 1998: 2. Preis Inge-Czernik-Förderpreis für Lyrik
2003: Slam and Lounge, Hannover
2004: 1. Preis Dichterschlacht Hannover/Braunschweig (Gruppensieg)
Letzte Veröffentlichung: „Wörtlich bestäubt“, Gedichte, Geest-Verlag 2006
Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller in Niedersachen und Bremen.
Ab 2006: Aufnahme der Tourneeprogramme
Ab Dezember 2009: Ständige Mitarbeiterin beim Satiremagazin “Euklenspigel”

Mehr über Frauke Baldrich-Brümmer: www.sallon17.de

(Quelle: http://www.medienbuero-fuchs.de/03Verlag/_Autoren/baldrich.html)

Ihr habt Lust bekommen „Trulla“ zu bestellen ? Dann tut das hier: Verlag Monika Fuchs

Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an
  und 

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