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[Rezension] „Was will man mehr“, Hans Rath (Wunderlich)

05 Jul

Klappentext
Das war so nicht geplant: Paul wird Vater. Leider ist das Kind nicht von Iris, seiner Traumfrau, sondern von ihrer Schwester Audrey. Drum kümmern darf er sich auch nicht wirklich. Und seine Karriere geht gerade fürstlich den Bach runter. Da helfen nur Schamski, Günther und Bronko, Pauls WG-Gefährten aus besseren Tagen. Doch für das große Glück müssen sie alle einiges riskieren …

Meinung und Fazit
„Was will man mehr“ ist der letzte Teil einer Trilogie um Paul und seine Kumpel Schamski, Günther und Bronko.
Ich las ihn ohne das Vorwissen der beiden ersten Bücher und war mehr als begeistert. Sicher ist es schön, wenn man die Charaktere schon kennt. Doch Hans Rath verstand es sehr gut jede Figur so plastisch und facettenreich darzustellen, dass sie schon nach kurzer Lesezeit mein Herz im Sturm erobert hatten.
Ebenso plastisch, als auch lebendig, war die Geschichte selbst. Ich fand mich sehr schnell in den Örtlichkeiten zurecht, die beschrieben Situationen waren sehr gut dargestellt.
Der Roman sprüht gradezu vor Rasanz, skurrilen Situationen und unverhofften Wendungen. Manche Sätze und Dialoge fand ich so urkomisch, dass ich nicht umhin kam, laut loslachen zu müssen. Dafür sorgten nicht zuletzt die Haupt- und Nebenfiguren, als auch der Protagonist selbst.
Pauls Tollpatschigkeit, die Miseren und kuriosen Abenteuer in die er gerät und sein überaus chaotisches Umfeld sorgen immer wieder für haarstreubende und zugleich sehr witzige Situationen.
Hans Raths Schilderungen hierzu sind einmalig. Dies beginnt schon mit dem ersten Abschnitt und endet erst mit dem letzten Wort.
Der Autor bedient sich in seinem Roman einiger Klischees und die Geschichte wirkt nicht immer ganz authentisch. Störend fand ich das allerdings nicht. Im Gegenteil: Die Klischees, gemischt mit Selbstironie, Sarkasmus und herzerfrischendem Irrwitz machen das Buch zu dem was es ist. Ich ziehe nur ungern Vergleiche zwischen Büchern. Doch hier kam ich nicht umhin, dass ich immer wieder an Tommy Jauds „Hummeldumm“ erinnert wurde. Die Geschichten sind selbstverständlich unterschiedlich, aber die Art des Humors gleicht sich sehr. Wunderbar…. :-)

Ich habe dieses Buch verschlungen und hoffe sehr, dass wir noch viel von dem Autor hören und lesen werden.

Der Autor
Geboren wurde ich am 3.11.1965 im niederrheinischen Straelen. In dieser Region lebt die Bevölkerung von Landwirtschaft und Gartenbau. Wer zu beidem nicht taugt, muss aufs Gymnasium. Nach dem Abitur studierte ich Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn, laut Arbeitsamt eine solide Basis für eine Zukunft als Erntehelfer. Jobs als Tankwart, Bauarbeiter, Bühnentechniker, später Theaterkritiker und Drehbuchlektor. Als mir Mitte der 90er ein Job in einem in Deutschland, Tschechien und Ungarn tätigen Zeitungsverlag angeboten wurde, tauschte ich meine bereits angezahlte Erntehelfer-Latzhose gegen einen Nadelstreifenanzug und wechselte ins mittlere Managment. Kurz vorm Vierzigsten hatte ich genug davon und beschloß es als freier Autor in Berlin zu versuchen. Dort lebe ich heute mit meiner Lebensgefährtin Michaela Wiebusch und unserem Sohn Matti. (Quelle: hansrath.de)

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich bei academicworld.net 🙂

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