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[Rezension] „Die verborgene Sprache der Blumen“, Vanessa Diffenbaugh (Droemer Knaur)

30 Apr

Inhalt
Victoria wanderte in ihrer Jugend von Heim zu Heim und von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Sie wurde nie akzeptiert, lernte weder Zuneigung noch Liebe kennen. Und als ihr diese Gefühle plötzlich begegneten, wusste sie sie nicht richtig damit umzugehen. Denn nur einmal, bei ihrer Pflegemutter Elisabeth, fühlte sie sich wohl. Doch auch von ihr musste sie sich wieder trennen, aus eigener Schuld. Trotzdem hat sie bei Elisabeth etwas gelernt, das ihr Kraft gibt für den Weg, der vor ihr liegt: Die Sprache der Blumen.

Diese Sprache wird in mehrfacher Weise eine ihrer wichtigsten Stützen, als sie das Heim im Alter von 18 Jahren verlassen muss…

Meinung und Fazit
„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Doch was kann passieren, wenn man nie gerlernt hat zu lieben ? Davon erzählt dieses Buch.

Einfühlsam und und offen wird die Geschichte von Victoria erzählt. Sie macht im Verlauf eine beeindruckende Entwicklung durch, die nicht gekünstelt, sondern sehr lebensnah wirkt. Die Einblicke in Victorias Vergangenheit fand ich sehr gut und plastisch geschildert. Das Wissen um die Hintergründe ihrer Entwicklung, lassen sie als Person zunehmend positiver und nachvollziehbarer erscheinen.
Die Charaktere sind insgesamt facettenreich, lebendig, authentisch und ausdrucksstark, wenn auch nicht immer auf Anhieb sympathisch. Doch die Autorin schaffte es mit Leichtigkeit, dass mir jede Figur nach und nach ans Herz wuchs.
Der Schreibstil hat mich sehr angesprochen. Das Buch ist flüssig zu lesen, jedoch zeigten sich am Anfang des zweiten Kapitels einige unnötige Längen. Gegen Mitte dieses Kapitels konnte mich die Geschichte aber wieder problemlos einfangen.
Die Erzählung ist herzergreifend emotional ohne kitschig zu wirken. Sie machte nachdenklich und rührte mich hin und wieder sogar zu Tränen.

Besonders schön fand ich auch das angehängte „Blumenlexikon“. Es greift den Kern des Buches auf, indem es eine Auswahl verschiedener Blumen auflistet und deren (frühere) Bedeutung erklärt.
Bei meinem nächsten Blumenstrauß werde ich mir vermutlich mehr Gedanken um die Zusammenstellung machen als vorher.

Wer sich auf „leise Töne in der Literatur“ einlassen kann, dem sollte dieses Buch gefallen.

Die Autorin
Vanessa Diffenbaugh ist Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Sie ist 32 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist nicht nur künstlerisch, sondern auch sozial sehr engagiert. Diffenbaugh weiß, wovon sie schreibt: Sie hat bereits mehrfach Pflegekinder in ihre Familie aufgenommen und über längere Zeit betreut. Sie lebt mit ihrer Familie in Boston. (Quelle: droemer knaur)

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