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[Rezension] „Ein Traum von einem Schiff“, Christoph Maria Herbst (Fischer)

02 Mrz

Inhalt
Herr Herbst wird gebeten eine Rolle auf dem „TV-Traumschiff“ zu übernehmen. Er ziert sich und erst als er erfährt, wohin die Reise gehen soll, nimmt er die Rolle an. Zu verlockend ist die Aussicht auf eine Reise nach Panama, Chile und Bora Bora. Doch es sollte, zumindest in großen Anteilen, ein Albtraum werden. Der Koffer kommt abhanden, er hat schlechte Träume, wird fast verprügelt, von „Montezumas Rache“ verfolgt und einiges mehr. Nebanbei erfährt man Details über andere Schauspieler, Regiseure oder Assistentinnen. Ein Reisebericht der bizarren Art.

Meinung und Fazit
Ich habe mir das Buch gekauft, da ich Liebhaber der Serie „Stromberg“ bin. Wie erwartet ist der Erzählstil dieses Romans ähnlich dem der Fernsehserie. Ironisch, zynisch, authentisch, rasant und überwiegend kurzweilig, nur der rote Faden hat hier und da starke Risse. Wenn Beispielsweise plötzlich von einer früheren Pragreise die Rede ist, fragt man sich schnell nach der Relevanz für die jetzige Geschichte.

C.M.Herbst rechnet mit dem „traumhaften Traumschiff“ ab, erlebt so bizarre Situationen, dass sie fast nicht real sein können. Der Autor beteuert allerdings, dass Alles dem Erlebten entspricht. Er verteilt diverse Seitenhiebe in Richtung anderer Kollegen. Hier sind die Beschreibungen von Äußerlichkeiten und Macken so geschildert, dass man sofort weiß von wem die Rede ist, auch wenn Namen nicht genannt werden. Eine Assistentin und frühere Freundin von C.M. Herbst, nimmt eine Sonderstellung innerhalb des Romans ein. Man hat hier den leichten Eindruck einer Art Vergangenheitsbewältigung. Ob das in ein solches Buch gehört ist fragwürdig, wenn auch in Teilen amüsant.

Man mag dieses Buch oder man mag es nicht, soviel steht fest.
Ich gehöre zur ersten Kategorie, wenn auch mit Abstrichen. Ich habe das Buch gerne gelesen, muss aber sagen, dass es nicht nur Höhen, sondern auch einige Tiefen hatte.

Der Autor
Der gebürtige Wuppertaler versuchte ich schon in jungen Jahren an der Schauspielrei. Nach dem Abitur folgte eine Ausbildung zum Bankkaufmann, doch er war weiterhin in der Wuppertaler Theaterszene aktiv. Auch ohne abgeschlossene Schauspielschule bekam er 1989 sein erstes Engagement am Landestheater in Dinslaken. Nach einem Kurzausflug Richtung Jurastudium , kehrte er zügig zur Schauspielerei zurück.

Er ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a. ist er Träger des Adolf-Grimme-Preises und dreimaliger Gewinner des Deutschen Comedypreises als „Bester Schauspieler“. Er arbeitet als Schauspieler, Synchronsprecher, Hörbuchinterpret und Autor.

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