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[Rezension] „Weiß wie Schnee, rot wie Blut, grün vor Neid“, Gabriella Engelmann (Arena)

23 Jan

Geschichte
Bella will die Schönste sein. Ständig massiert, zupft und cremt sie an sich herum, lässt sich sogar operieren. Trotzdem ist ihre verhasste Stieftochter (Sarah) schöner. Das verrät ihr der Zauberspiegel. Daher beschließt sie, dass Sarah sterben soll. Doch der beauftragte Killer hat Mitleid mit dem Mädchen, woraufhin Sarah in der Zwergen-WG Unterschlupf sucht. Doch ihre Stiefmutter erfährt davon, und sie sinnt weiter auf Rache….

Meinung und Fazit
Wie man vermutlich schon erahnt: dies ist eine zeitgenössische Geschichte, in Anlehmung an das Märchen „Schneewittchen“.
Es ist eine sehr liebreizende, fantasievolle und peppig aufbereitete Umsetzung, die sich durch gut dargestellte Handlungsorte und sehr facettenreiche Protagonisten auszeichnet. Schon am Anfang findet man ein Personenregister, welches die Personen von Anfang an greifbar macht. Denn egal ob Zwerge, Schneewittchen oder der „Jäger“ – jede Figur hat andere Stärken, Schwächen und Marotten.
Die Handlung wird überwiegend aus Sarahs Sicht geschrieben, in Bellas Gefühls- und Handlungswelt wird Bella als „Die Frau“ betitelt. Dies schafft zum einen eine Identifikation mit Sarah, zum anderen eine Distanz zur „bösen“ Bella.
Die Sprache ist einfach und wird jugendlich aufgewertet durch bekannte Worte wie „SMS“ oder „email“. Wie im Märchen, so gibt es natürlich auch hier eine gehörige Portion Liebesgeschichte. Dies auch gleich in mehrfacher Hinsicht….
Bedingt durch die Bekanntheit der Geschichte finden sich wenig Überraschungsmomente. Die gesammte Umsetzung und vor allem der enthaltene Ideenreichtum ist allerdings so gut, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Ich freue mich schon auf das nächste zeitgenössische Märchen dieser Autorin !

Die Autorin
Die gelernte Buchhändlerin wurde 1966 in München geboren. Nach der Leitung eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute als freiberuflicher Literaturscout und Autorin. Aktuell lebt und arbeitet sie in Hamburg.
Sie schreibt zudem Frauenromane unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.

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