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„Voyeur“, Simon Beckett: Auch Bestseller können….

20 Jan

… ein Fehlgriff sein.

Inhalt
Der Londoner Galerist Donald Ramsay hat ein pikantes Geheimnis: er sammelt erotische Kunst. Als er dann zufällig seine Assistententin Anna sieht wie sie sich umzieht, ist es um ihn geschehen. Der Voyeurismus geht in die nächste Phase. Doch es tauchen unvorhersehbare Probleme auf. Anna will ihren Job kündigen, um mit ihrem Freund Marty wegzuziehen. Das will Donald unbedingt verhindern und heuert einen jungen, charmanten Mann an, um Anna zu verführen. Da sich das nicht so einfach wie gedacht gestaltet, müssen andere Pläne her. Und letztlich gerät vieles außer Kontrolle….

Meinung und Fazit
Dieses Buch stand lange auf Platz 1 der Bestsellerlisten, ich weiß leider absolut nicht warum. Ist die Grundidee noch als gut zu bewerten, so ist zumindest die Umsetzung mangelhaft.
Man sollte hier vielleicht zu Gute halten, dass dies ein Erstlingswerk ist. Doch so bekannt und renomiert wie der Autor heute ist, muss er sich die Kritik gefallen lassen, dass er das Buch vor der Veröffentlichung unter neuem Titel ggf. in Teilen hätte verbessern können.
Die Geschichte dümpelt in langen Phasen nur so vor sich hin, die erotischen Komponenten lassen auch oft zu wünschen übrig und manchmal ist die Geschichte zu platt und vorhersehbar. Ein Spannungsaufbau ist zwar hier und da erkennbar, flacht aber immer wieder sehr schnell ab.

Der Titel und der Klappentext versprechen viel, was der Inhalt leider nicht halten kann.

Voyeur stand lange auf Platz 1 der Bestseller-Listen. Als ich mich in der Buchhandlung daran erinnerte, hätte ich besser vorher noch verschiedene Rezensionen zu Rate ziehen sollen. Ich tat es, wie bei Spontankäufen üblich, nicht – und war erschüttert. Denn das hier war das schlechteste Buch, was ich seit langem gelesen habe 😦

Der Autor
Sein Studium der englischen Sprache schloss er mit dem Master of Arts ab, nahm dann verschiedene größere und kleinere Jobs an, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. Er arbeitete für verschiedene Publikationen als Journalist und recherchierte dabei oft in Bereichen der Polizeiarbeit. Dies war zum Teil Inspiration für seine Romane.

„Voyeur“ war sein erstes Werk. Bei der Erstveröffentlichung erschien es unter dem Titel „Gallerie der Verführung“.
Heute lebt der Autor in seiner Geburtsstadt Sheffield, Großbritannien.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 20/01/2011 in Bücher

 

Eine Antwort zu “„Voyeur“, Simon Beckett: Auch Bestseller können….

  1. Blinkfeuer

    21/01/2011 at 00:28

    Wieso „Bestseller“?
    Irgendwann, vermutlich zum Zeitpunkt, zu dem der Mehdorn mit seinen Heidelberger Druckmaschinen einen technisch nicht mehr zu begrenzenden Ausstoß in die Buchhandlungen kippte, wurden doch die Vorbestellungen gezählt. Ein „Seller“ waren die Schmöker da noch nicht, Plapperköppe – medial – machten die dann zu solchen.
    Andere Bücher wurden dann billige „Restposten“; meistens aber die besseren Werke?
    Und andere lesen, was Karrasek empfiehlt. Hauptsache es tut nicht weh. Das erst ganz doll, wenn er schreibt, wird gemunkelt.

     

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