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[Rezension] „Hummeldumm“, Tommy Jaud (Scherz)

13 Jan

Die Geschichte
Leichtsinniger Weise hatte Matze seiner Freundin Sina gesagt „buch irgendeinen Urlaub“, und das hatte sie getan. Eine Gruppenreise durch Namibia sollte es sein. Schon am Flughafen, beim Kennenlernen der Mitreisenden vermutete Matze, dass es kein Urlaub sondern ein Horrortripp werden würde. Dass er damit wirklich haben sollte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. In Namibia angekommen passierte schon die erste Kathastrophe: Ihm wurde bewußt, dass er in Deutschland vergessen hatte eine wichtige Angelegenheit abzuschließen. Sina gegenüber konnte und wollte er sich keine Blöße geben. Daher entbrannte von nun an ein Kampf um Steckdosenadapter, Handynetze und Internetzugänge. Die daraus entstehenden, teilweise sehr skurrilen Situationen sorgten für Kopfschütteln, Verwunderung und Unmut…. und Matzes kompromisslose Art und seine schlechte Laune, sowie die Eigenheiten der anderen Mitreisenden sorgen für den Rest.

Meinung und Fazit
Tommy Jaud versteht es sehr gut Personen so zu beschreiben, dass man den Eindruck hat sie stehen direkt gegenüber. Auch die Landschaft ist anschaulich beschrieben, man lernt als Nebeneffekt sogar noch etwas über Land und Leute.

Nach einem leichten Einstieg in die Geschichte geht es auch schon recht rasant los. Man kann nicht anders, als von Seite zu Seite weiterzulesen, weil man wissen will wie es weiter geht. Der ständige Kampf um Kommunikationsmittel jeglicher Art und die zwischenmenschlichen Spannungen erzeugen zudem Situationen, bei denen man nicht umhin kommt oft laut zu lachen. Man fühlt und leidet mit Matze. Allerdings ist das Ganze so angelegt, dass es sich überwiegend um Mitleid handelt, was allerdings nicht weniger amüsant ist. Einen weiteren Spaßfaktor bringt der Reiseleiter Bahee, mit seiner teilweise stoischen Ruhe und seinen Sprüchen, denen er nie müde wird.
Einige Leser mögen es anstrengend finden, sich in die verschiedenen Dialekte und in Bahees´ gebrochenes Deutsch einzulesen, mir persönlich fiel es leicht. Ich fand sogar dass es einen gewissen Charm hatte und gut zu den jeweiligen, leicht klischeebeladenen Protagonisten passte…

Flott geschriebene Humorlektüre – einfach zum ablachen :-)

Der Autor
Während seines Germanistik-Studiums arbeite er schon als Radiomoderator und schrieb für eine deutsche Fernsehshow. Er brach das Studium ab, übte aber weiterhin verschiedene Tätigkeiten für Fernsehproduktionen aus. Seine TV-Komödie „Zwei Weihnachtsmänner“ erhielt 2009 den Deutschen Comedy-Preis. Er ist freier Autor und lebt in Köln.

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