[Rezension] „Der Duft der Maiglöckchen“, Heidrun Böhm (Verlagshaus el Gato)

Klappentext
In Schrobenheim, einer typischen deutschen Kleinstadt, geschieht ein Mord. Aufsehenerregend vor allem deswegen, da bereits die erste Ehefrau versucht hat, ihren Mann vom Leben zum Tod zu befördern. Verdächtigt wird Ehefrau Nummer Maiglöckchen2. Oder war es doch Nummer 1? Oder jemand ganz anderes?
In diesem nicht ganz ernst zu nehmenden Krimi werden Spießbürgerlichkeit und kleinkariertes Denken aufs Korn genommen und nebenbei ein nicht alltäglicher Mord aufgeklärt.

Meinung und Fazit
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, war ich zunächst recht ernüchtert.
Schonmal vorweg: Ich bin mir nicht ganz sicher, wie man das Genre „Krimi“ oder „Krimisatire“ genau definiert, aber dieses Buch war für mich ein Gesellschaftsroman, der höchstens ein paar Krimispuren erkennen lies.
Anfangs ging es noch recht viel versprechend mit einem Mordfall los. Danach erlebt man das Leben des Toten im Rückblick. Das fand ich in Ordnung, aber ich wusste zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, dass diese Rückblende den Rest der Romanhandlung bestimmen würde. Erst ganz zum Schluss wird es noch mal „kriminell“, wobei jedoch der ursprünglich Mord immer noch unaufgeklärt bleibt. Und das ist mein größter Kritikpunkt, denn dadurch hat die Geschichte nur einen Bruchteil dessen, was der Klappentext suggeriert. Lediglich die Spießbürgerlichkeiten und das gesellschaftliche Treiben kommen in allen Facetten zum Vorschein.
Nun muss ich der Autorin hierbei allerdings zu Gute halten, dass sie (vermutlich) nichts für den Klappentext kann. Da hätte der Verlag mehr bzw. etwas anderes schreiben müssen. Aber so fühlte ich mich in die Irre geführt.
Was das oben angesprochene gesellschaftliche Treiben angeht, hat die Autorin gut gearbeitet. Alles ist reichlich überspitzt dargestellt, doch das hatte ich dem Klappentext zufolge auch nicht anders erwartet. So traf ich auf neugierzerfressene Nachbarn, Tratschtanten, schwarze Schafe und dergleichen mehr. Die Personen wurden im überwiegenden gut dargestellt, aber für meinen Geschmack waren es zu Viele. Hinzu kam, dass ich bis zum Schluss nicht wirklich wusste was ich von Barbara, eine der Hauptfiguren und Frau des Toten, halten sollte. Ihre spirituellen Neigungen und ihr ruhiges, fast devotes Wesen standen im krassen Gegensatz zu der gradlinigen Frau, die ich zwischendurch und besonders am Ende erlebte. Ich bekam weder in der einen, noch in der anderen Phase einen Zugang zu ihr. Allerdings habe ich ihr die Entwicklung trotzdem gegönnt.
Die Verknüpfungen der restlichen Bewohner untereinander (Wer, mit wem und warum) waren zumeist recht schlüssig, trotzdem hatte ich den Eindruck, dass sich die Autorin hier und da zu sehr in Einzelheiten verstrickte.
Der Kriminalteil, der fast am Ende nochmal zum Vorschein kam, war ganz nett zu lesen, zumal ich damit garnicht mehr gerechnet hatte. Leider konnte er den Gesamteindruck nicht mehr deutlich heben, was aber auch an dem schon angesprochenen, recht unbefriedigenden Ende lag.

Nicht schlecht, aber leider ganz anders als erwartet.

Die Autorin
Heidrun Böhm, geboren 4.10.1953 in Albstadt, war Mitglied der Autorengruppe Zimmerer in Albstadt. In Zusammenarbeit mit der Autorengruppe, Lesungen, Veröffentlichung von, und in Anthologien. Die meisten ihrer Geschichten und Gedichte sind aus Alltagserlebnissen entstanden.

Es ist nicht zu bestreiten, sie ist gebrandmarkt. Jeden Tag sitzt sie am Computer und schreibt. Das Schreiben mit den Fingern in den Staub auf der Tischplatte gehört zu ihren Gewohnheiten. Nur manchmal ist sie ansprechbar. Auf ihrem Speiseplan stehen Buchstabensuppe und russisch Brot. Beim fegen im Keller formen sich Buchstaben aus Kohlenstaub. Ihr Haushalt wird vernachlässigt. Füll und Unwörter bestimmen ihren Alltag. Mit ihrem Mann redet sie in Methapern. Der Arzt sagt, diese Krankheit sei unheilbar, Hypnose nütze nichts. Nach ausführlichen Recherchen im Internet wurde ihr klar, dass sie ein Virus befallen hat. Er nennt sich „Schriftstellervirus.“

Heidruns Entschluss, diesen Virus zu akzeptieren steht fest. Wenn sie ihn ignoriert, wird er aufdringlich. Sie wird ihre Gewohnheiten nicht ändern, und weiterhin versuchen, ihren Lesern mit Kurzgeschichten und Gedichten den Alltag zu verschönern. (Quelle: verlagshaus el Gato)
Mehr über die Autorin unter http://heidrun-diegedankensindfrei.blogspot.de/

Buchdaten
Format: Taschenbuch
Seiten: 190
Verlag: el Gato, Verlagshaus; Auflage: 1. (2. Mai 2012)
ISBN-10: 3943596052

Ich wollt noch Danke sagen, doch…

momentan bin ich irgendwie im Dauerstress, was nicht zuletzt daran liegt, dass Einiges zu tun ist, bevor ich morgen zur Buchmesse fahre.

Naja, sei es drum.
Mich haben in der letzten Wochen zwei Geschenke und ein Rezensionsexemplar erreicht, die ich Euch gerne vorstellen möchte.

Da wäre zunächst einmal das Hörbuch „Das Haus in der Löwengasse“ von Petra Schier.
Ich habe schon den Anfang gehört und bin bisher sehr begeistert. Mehr dazu werdet ihr später erfahren.
Hier der Kurzinhalt:
“Pauline Schmitz ist Waise. Die 23-jährige ist nach dem Tod ihres Oheims ganz auf sich gestellt, 1823 keine einfache Situation für eine unverheiratete, mittellose Frau im großen Köln. Schließlich kommt Pauline im Haushalt des Textilfabrikanten Julius Reuther als Gouvernante unter. Bald entdeckt sie an dem unzugänglichen Witwer überraschende Seiten und verliebt sich rettungslos. Julius ist jedoch mit der reichen Erbin Frieda von Oppenheim verlobt. Eine Verbindung, die sein Geschäft vor dem drohenden Ruin retten soll …”

Herzlichen Dank an Petra Schier und Radioropa für das Rezensionsexemplar :-)

Dann habe ich bei der Sommeraktion von „Wir lesen“ mitgemacht und „Heldenmutter von Wolfgang und Heike Hohlbein gewonnen. Auch hierfür möchte ich herzlich „Danke“ sagen, ich habe mich sehr gefreut !
Auch hierzu der Klappentext:
Eigentlich ist Lyra nur ein armes Bauernmädchen, doch dann findet sie das Kind der erschlagenen Elfenprinzessin und muß fliehen. Denn dieses Neugeborene wird gejagt, weil eine alte Prophezeiung es zum Befreier des Landes erklärt. Um dem Kind ein Leben in Krieg und Kampf zu ersparen, greift Lyra selbst zum Schwert. Gegen den übermächtigen Feind steht ihr nur ein Helfer zur Seite – der mächtige Zauberer Dago. Doch kann sie einem Mann vertrauen, der aus den Nichts zu kommen scheint?

Und last but not least habe ich beim Retweet2Win vom Löwe-Verlag mitgemacht und eine superdupertolle, limitierte „Skulduggery Pleasant Figur“ gewonnen. Mein Sohn hat sich fast noch ein wenig mehr gefreut als ich, aber nur fast ;-)
Vielen, vielen, lieben Dank dafür !

[Rezension] „Dämonensilber: Der Wettlauf“ von Marc Strauch (SCRATCH Verlag)

Diesmal wieder High-Fantasy, allerdings mit beigemischten SciFi-Elementen.

Inhalt
Tepor – eine wilde vergessene Welt, in deren Wäldern noch die Ruinen einer alten Tragödie. Zwei Reiche, die seit Jahrhunderten um die Vorherrschaft in Tepor kämpfen. Ein dunkles Geheimnis in den Tiefen der Wälder, das einen Wettlauf um Wissen und Macht auslöst. Ein dunkles Geheimnis, das alle, die es entdecken, in uralte Auseinandersetzungen hineinzieht, die weit über die Grenzen der Welt hinausgehen. Dämonensilber.

Meinung und Fazit

Schon mit dem ersten Kapitel wurde man direkt in die Geschichte hineingeworfen. Es klang sehr spannend und versprach viel.
Danach wurden die Protagonisten eingeführt. Sie waren im Grunde alle recht gut beschrieben, aber leider schafften trotzdem nur sehr wenige den sofortigen Schritt in mein Langzeitgedächtnis. Ein entscheidender Grund dafür war, dass es einfach zu viele Protas auf zu wenigen Seiten waren. Ich fühlte mich geradezu erdrückt von ihrer Masse, trotzdem bemühte ich mich weiterhin sie auseinander zu halten. Irgendwann gelang das auch, aber es dauerte und machte das Lesen besonders am Anfang recht anstrengend.
Dafür gefiel mir die Umgebungsbeschreibung sehr gut. Der bildhafte Schreibstil ließ alles sehr lebendig und plastisch erscheinen. Zudem bin ich ein Fan von Landkarten in Büchern (findet man am Anfang), denn auch das erleichtert die Orientierung. Zudem war das angehängte Register an manchen Stellen recht hilfreich.

Die Geschichte an sich ist interessant, wenn ich auch deutliches Entwicklungspotential sehe. Denn leider entsteht selten eine länger andauernde Spannung, weil eine der Hauptfiguren sofort eine Lösung parat hat, wie z.B. Heilen oder Magie, wie das grade aufgetauchte Problem beseitigt werden kann.
Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, da es zwischendurch auch manch feinen Humor offenbarte und vieles eingängig erklärte. Z.B. legte der Autor den Unterschied zwischen Magiern, Priestern und Klerikern sehr verständlich und schlüssig offen.

Dem Autor ist mit diesem Roman ein gutes Debüt gelungen. Es ist ein Fantasy-Roman mit SciFi-Elementen und einem Spritzer Herr der Ringe. Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht vollends überzeugen. Rollenspieler und eingefleischte High-Fantasy-Leser, die ein wenig SciFi mögen, dürften hieran aber sicherlich ihre Freude haben.

Der Autor
Marc Strauch, Jahrgang 1971, studierte Informatik und arbeitete lange Zeit als Softwaretechniker. Seine Liebe zu fantastischen Geschichten ist in seiner Kindheit im Besonderen durch die “Narnia”-Romane von C.S. Lewis geprägt worden.
Sein intensives Interesse an Literatur und Geschichte sowie das Entwickeln von Abenteuern für Fantasy-Rollenspiele führten ihn schließlich selbst zum Schreiben. Er nahm sich zwei Jahre Zeit, ein Fantasy-Epos und die dazugehörige Welt zu entwickeln. Seine Bücher erscheinen seit 2010 im SCRATCH Verlag. Marc Strauch wohnt und arbeitet in Hamburg. (Quelle: Scratch Verlag)

Mein Dank für dieses Buch geht an wir lesen :-)

[Rezension] Männertour, aber anders… von Ben Bertram (Traumstundenverlag)

Inhalt
Dem öden Alltag entfliehen, wer möchte es nicht? Als Nick und seine besten Freunde Anton und Carlos endlich die Chance bekommen, die Flucht anzutreten, haben sie keine Ahnung, was vor ihnen liegt. Sie haben nur ein Ziel, raus aus Hamburg, sich eine Auszeit nehmen und für vier Monate mit einem Wohnmobil durch die Weltgeschichte reisen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Alle drei sind bereits über vierzig Jahre alt und eine Beziehung führt, schon längere Zeit, keiner von ihnen mehr. Ganz im Gegenteil, alle drei sind, allem Anschein nach, nicht beziehungstauglich und wollen während ihrer Tour absolut nichts mit Frauen zu tun haben. Zumindest nicht mit dieser Art von Frauen, bei denen die Gefahr bestehen könnte, sich in sie zu verlieben. Kurze Abenteuer sind natürlich erlaubt. Mehr aber nicht! Mit Surfequipment, dem Drang nach Freiheit und jeder Menge Flausen im Kopf geht es los. Alle drei haben nur ein Problem: Wie wird ihr Leben nach der Tour aussehen? Sie wissen nur zu genau, was sie nicht wollen. Aber der Plan dafür, was sie nach der Männertour machen wollen, der fehlt den drei Freunden komplett. Keiner von ihnen hat Interesse daran, zu wissen, was in vier Monaten sein wird. Aber ist es überhaupt heute schon notwendig, etwas darüber zu wissen? Ist es nicht viel spannender, eine Tour unter dem Motto Der Tag, die Sorge zu starten? Außerdem, wer sagt denn, dass es während einer Männertour nicht auch die Möglichkeit geben würde, sein Leben neu zu gestalten? So starten die Drei ins Ungewisse ohne eine Ahnung davon zu haben, dass manchmal sogar Träume wahr werden, die man noch gar nicht geträumt hat! Viel Spaß bei der etwas anderen Männertour. Oder auch, bei der Männertour, aber anders … !
(Quelle: Traumstundenverlag Essen)

Meinung und Fazit
Um eine persönliche Krise zu beenden, gehen Frauen zum Friseur und Männer gehen auf Sauf- oder Männertour. Der Titel des Buches verrät schon, dass wir es hier mit der Bewältigung männlicher Lebens-/Liebeskrisen zu tun bekommen.
Was sich erstmal klischeehaft anhört, fand ich garnicht so aus der Luft gegriffen. Ich kenne zwei solche Männer, die es den Protagonisten gleich getan haben. Von daher war ich sehr auf die Erlebnisse der Freunde Nick, Carlos und Anton gespannt.
Es geht erstmal recht locker in der Heimatstadt des Trios (Hamburg) los. Die Stadt wirkt durch die Beschreibungen plastisch und lebendig, außerdem lässt der Autor ausreichend Zeit die Protagonisten vorzustellen. Damit wurde ein sehr schöner Einstieg geschaffen, so dass mir nicht nur Nick, sondern auch die anderen Figuren von Anfang an sehr sympathisch waren.

Die Erlebnisse werden aus der Sicht von Nick geschrieben, und so ist er auch der Erste, der sich in recht merkwürdigen Situationen wiederfindet. Man kann einfach oft nur über ihn schmunzeln, manchmal möchte man ihn aber auch schütteln oder nur in den Arm nehmen. Er und seine Kumpels sind einfach „echt“, und erleben Höhen und Tiefen wie jeder andere auch.
Als es dann auf Tour geht wurde dieses Bild noch verstärkt. Alles wirkt so plastisch und real, wenn auch manchmal leicht abgedreht, dass richtiges Sommerfeeling aufkam. Die Jungs waren mir mittlerweile so ans Herz gewachsen, dass ich dem Kopfkino freien lauf lassen konnte. Und plötzlich war ich mittendrin, grillte, zitterte und freute mich ihnen.
Auch wenn ich dachte, dass es unterhaltsamer kaum werden konnte, überraschte mich der Autor zum Schluss doch nochmal. Ein sehr gelungenes Ende…. mehr möchte ich dazu aber nicht verraten.

Dieser Roman verfolgt keine hohen literarischen Ansprüche, sondern er will leicht, locker, lustig, sonnig, auch mal ein wenig gefühlsduselig und unterhaltsam sein. Diese Aufgabe hat er mit Bravour gemeistert !

Der Autor
Ben Bertram ist ein waschechter Hamburger.
Am 14.05.1968 erblickte er das Licht der Welt und fand im Umgang mit Witz und Wort schnell ein Hobby, welches er seit vielen Jahren pflegt.
Gemeinsam mit seiner Frau Maike hat er eine Tochter, die am 05.02.2004 geboren wurde und auf den Namen Elina hört.
Er lebt in seiner Lieblingsstadt Hamburg und verbringt viel Zeit auf der Insel Sylt, auf die er sich auch gerne zum Schreiben zurückzieht.
Und ganz oft, mit Blick auf das Meer, von vielen neuen Ideen „überfallen“ wird.
Am 30.09.2011 erfüllte er sich einen seiner größten Träume. Sein erstes Buch kam, unter dem Titel „Ben – Wolken schmecken…!“, auf den Büchermarkt.
Eine Geschichte über Träume, Liebe und Freundschaft.
Mit dem Buch “Männertour – aber anders!”hat er wieder mit einer Menge Witz und Charme ein sicherlich ungewöhnliches Werk geschaffen.
Ben versucht nach dem Motto:
Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen…!“
zu leben und es gelingt ihm immer besser!

Buchdaten:

  • Verlag: Traumstunden Verlag Essen
  • Taschenbuch
  • ISBN: 978-3-942514-23
  • Seiten: 221

[Rezension] Mörderische Rosen von Regina Fouqué (Traumstunden Verlag)

Heute ist wieder eine Krimi-Rezension dran.
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar von wir lesen erhalten und war sehr gespannt, denn dieser Verlag war mir bisher nicht bekannt. Da ich sehr gerne neue Verlage entdecke, war es mir ein besonderes Vergnügen dieses Buch lesen zu dürfen, aber wie sich bald heraus stellte nicht nur deswegen….
Aber lest selbst – viel Spaß !

Inhalt
Profilerin Lea Berling wird nach zwei Jahren Abwesenheit der SoKo Düsseldorf zugeteilt. Kurz darauf erfolgt der erste Mord. Was hat dieser mit dem Tod ihres Mannes zu tun? Und wieso liegen neben jedem Opfer dunkelrote Rosen? Lea Berling ahnt, ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Meinung und Fazit
Ich kannte bisher weder den Verlag, noch die Autorin. Umso interessierter war ich, dieses Buch zu lesen. Ich nehme schonmal vorweg, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil machte es mir leicht in die Geschichte hinein zu kommen. Daneben fielen mir sofort die gut ausgearbeiteten Charaktere auf. Allen voran die Protagonistin Lea Berling. Man erlebt sie nicht nur von der Ermittlerseite aus, sondern erfährt auch viel über ihre tragische Vorgeschichte. Sie ist ein authentischer, sympathischer Charakter und man kann sich gut mit ihr identifizieren. Auch die anderen Protagonisten gefielen mir sehr gut, auch wenn die Autorin – zumindest ansatzweise – das eine oder andere Klischee bedient.

Man erahnt schon zügig worauf die Geschichte hinauslaufen wird, doch hier war für mich eher der Weg das Ziel, bzw. der Kern des Krimis. Spannung wechselte sich mit ruhigeren Passagen ausgewogen ab, so dass ich mich immer animiert fühlte weiter lesen zu wollen. Zwischendurch gab es Stellen, an welchen ich sogar etwas verwirrt und irritiert war. Die Autorin schaffte es gut die wahre Identität des Täters bis zu Schluss zu verschleiern.

Ein Manko des Buches ist, dass man leider sehr viele Rechtschreibfehler findet. Da ich aber weiß, dass sich das Buch aktuell in der Überarbeitung befindet, lasse ich dies bei der Beurteilung außen vor.
Noch ein kurzes Wort zum Cover und Qualität. Das Cover gefällt mir in seiner Gestaltung sehr gut. Was mich aber besonders überrascht hat war, dass ein Kleinverlag Bücher in solch guter Qualität heraus gibt. Der Preis ist daher etwas höher, aber ich denke es lohnt sich.

Für mich persönlich ist dieser Roman eine Mischung aus Krimi und Thriller. Mysteriös, spannend, bewegend und unterhaltsam zugleich. Man sollte sich Zeit nehmen das Buch zu lesen, denn sonst fehlen evt. später Puzzlestücke zur Lösung.

Die Autorin
Regina Fouqué geboren 1946 Wildes Kind der sechziger Jahre, trotzdem Abitur, Studium. Seit dem elften Lebensjahr übten Papier und Bleistift, eine magische Anziehungskraft auf die Autorin aus. So entstanden erste Gedichte und kleine Geschichten. 1986 gelangten einige ihrer ausgegoreneren Geistesblitze bis in eine Tageszeitung. Ab 1999 sogar in einige Boulevardblätter. Heute lebt die Autorin meist friedlich mit zwei Miniaturtigern, vor den Toren Düsseldorfs.

Die Buchdaten

  • Taschenbuch: 290 Seiten
  • Verlag: Traumstundenverlag Essen; Auflage: 1 (28. Februar 2011)
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • ISBN-10: 3942514060
  • Erscheinungstermin: Februar 2011


[Rezension] „Grotesk“ von Hrsg. Jan-Eike Hornauer (Candela Verlag)

Heute habe ich das Vergnügen, euch eine Anthologie vorstellen zu dürfen.

Das Buch bietet eine bunte Mischung sehr fantasievoller, grotesker Geschichten, wobei mich die Vielfalt und Darstellung der frischen, neuen Ideen sehr angesprochen hat.

Für das Buch bedanke ich mich bei “wir lesen” und beim Candela Verlag.

Klappentext
Absonderliche Ideen, großes Lesevergnügen und literarisches Niveau: das bieten die Geschichten aller 19 Autoren in diesem Band. Hier wird die Tapete zum Liebesziel, die eigene Frau überraschend zum Mops, ein Sandkubus im Nirgendwo zum Ort der Erkenntnis und die heimische Wohnung zum souveränen Staat. Bonbonpapierchen versprechen Erlösung, Menschen im Haar erfreuen nicht lange und ein schillerndes Ei gibt Lebenssinn. Eine rote Ampel, ein Milchweib und ein geheimnisvoller Gast erschüttern Existenzen. Und es wird klar: Jenseits der üblichen Mauern ist die Welt voller Risse. Dabei zeigen die 22 Geschichten, die allesamt hier erstmals veröffentlicht sind, was Groteske alles sein kann, geben so einen Überblick über dieses literarisch bedeutende Genre und stellen ganz nebenher unter Beweis: Gute Grotesken zu lesen, macht einfach Spaß!

Meinung und Fazit
Diese Anthologie ist durch einen Autorenwettbewerb des Verlages hervorgegangen, wobei letztlich 22 Geschichten von 19 Autoren veröffentlicht wurden.
Herausgegeben ist das Buch als Hardcover mit Leseband. Das gibt dem Buch von der äußeren Erscheinung her schon ein gewisses Etwas. Dazu der sehr passend gestaltete Schutzumschlag. Schon nach lesen der ersten Seiten konnte ich eine gute Verbindung zwischen dem Umschlagsbild und den Texten herstellen.
Der Buchtitel „Grotesk“ ist Programm. Die Geschichten sind wunderlich, bizarr, fantastisch, absurd oder schaurig, und sie zeigen eine verzerrte, überspannte, manchmal völlig abgedrehte Sicht der Dinge und der Welt. Manche Geschichten haben sogar einen philosophischen oder anzüglichen Charakter. Sie ließen mich als Leser erschrecken, erstaunen oder schmunzeln.
Die Texte sind in verschiedenen Genres angesiedelt und von unterschiedlicher Länge. Doch nicht nur das lies das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen werden. Besonders begeistert haben mich die Ideen der AutorInnen zum Thema und deren Umsetzung. Alle Geschichten waren auf andere Weise interessant und fesselnd, sie bedienten sich verschiedener Schreib-/Sprachstile, was zusätzlich für Abwechslung sorgte. Der sprachliche Ausdruck ist literarisch recht anspruchsvoll und zeichnet auch in der Kürze der Geschichten gute bis sehr gute Figuren und Szenarien.
Abgerundet wird das Buch durch ein Nachwort und einer Auflistung der Autoren inkl. kurzer Vita.
Hier ist auch zu lesen, dass die Geschichten von deutschen und österreichischen AutorInnen geschrieben wurden. Das erklärte mir im Nachhinein manchen Wortgebrauch, wie z.B. Papierle.

Dieses Buch kann ich Lesern empfehlen, die gerne auch weit ab des Mainstreams lesen und sich gerne auf absurde Szenarien einlassen möchten. Dann steht dem Lesegenuss nichts mehr im Wege :-)

Die Autoren

Jan-Eike Hornauer, Mimi Awono, Gabriele Behrend, Karsten Beuchert, Peter R. Bolech, Harald Dahrer, Raphaela Edelbauer, Beja Christine Garduhn, Ulf Großmann, Katrin Jacob, Margarete Karetta, Stefanie Kißling, Michael Kramer, Matthias Kröner, Steve Kußin, Arnd Moritz, Dirk Röse, Julia Werner, Werner Vogel

Hier noch die Buchdaten:

  • ISBN-10: 3942635224
  • Erscheinungstermin: Ende 2011
  • Gebundene Ausgabe: 277 Seiten
  • Verlag: Candela Verlag
  • Einband: Hardcover


Osterwichteln mit “Wir lesen”

Hallo !
Heute möchte ich euch wieder eine tolle Aktion der Plattform “Wir lesen” vorstellen.

Ihr wichtelt gerne, d.h. schenkt gerne und werdet auch gerne beschenkt ? Super, dann gefällt euch diese Aktion bestimmt !

Anmelden könnt ihr euch über email an info@wir-lesen.com
Bei eurer Anmeldung zum Osterwichteln müsst ihr diese 5 Angaben (Pflichtangaben) machen:

  • Alter
  • Welches Buch bietest du an (mit Genrebezeichnung)
  • Lieblingsgenre
  • Welches Genre magst du überhaupt nicht
  • Postadresse

Zusatzinfos:

  • Euren Wichtelpartner bekommt ihr per email zugewiesen
  • Der Versand des Wichtel-Buches muss bis 28.03. 2012 als versichertes Päckchen/Paket erfolgen

Weitere Infos findet ihr unter
http://www.wir-lesen.com/aktionen_auf_wirlesen.htm
  (bitte auch durchlesen!)

Ich würde mich über viele Teilnehmer freuen und wünsche Euch viel Spaß !

Zwei tolle Aktionen auf „wir lesen“ (Wanderbuch und like-us-Verlosung)

Wie einige von euch vielleicht wissen, bin ich Mitglied beim Bücherportal wir-lesen.
Hier gibt es aktuell zwei tolle Aktionen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

  • ein Wanderbuch der Autorin Annette Eickert
  • eine facebook-like-Aktion

Der Roman „Sträflingskarneval“ von Annette Eickert (Mystery-Thriller) ist grade erst erschienen (Februar 2012) und geht nun als Wanderbuch auf die Reise.
Inhaltsangabe:
Mythos und Legenden eines uralten irischen Druidenordens treffen auf die harte Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Gefangen zwischen Intrigen und Machtkämpfen versuchen vier junge Menschen ihren Platz im Leben zu finden.
Der neue Großmeister der Druida Lovo ist besessen von absoluter Macht und sein Weg dorthin ist gepflastert mit Leichen. Ein altes druidisches Gesetz hilft ihm dabei. Aber noch ist er nicht am Ziel. Das Rätsel eines uralten Wegweisers verhindert momentan seinen Aufstieg, dessen Geheimnis er nicht alleine lösen kann. Daher bedient er sich grausamer Mittel und schreckt selbst vor Gewalt und Erpressung nicht zurück.
Ryan Tavish und seine Freunde stellen sich ihm mutig entgegen, wobei sie in die Schusslinie des Großmeisters geraten und um ihr Leben fürchten müssen.
Eine Leseprobe zum Buch findet ihr auf der Autorenwebsite: www.annette.eickert.info

Hier die Regeln für die Aktion: (bitte genau durchlesen)

  • WICHTIG! Jeder behandelt das Buch, als wäre es sein Eigenes! Bitte keine unnötigen Eselsohren oder Fettflecken oder ähnliches verursachen
  • Reihenfolge der Teilnehmer legen wir fest
  • der Vorgänger und der Nachfolger tauschen ihre Adressen aus
  • der Vorgänger gibt uns bitte per Email (info@wir-lesen.com) Bescheid, dass das Buch abgeschickt wurde und zu wem
  • der Nachfolger gibt uns bitte per Email (info@wir-lesen.com) Bescheid, dass das Buch angekommen ist und zu wem
  • jeder Teilnehmer hat 3 Wochen Zeit das Buch zu lesen
  • eine Rezension auf Lovelybooks und auf unserem Bücherportal „Wir Lesen“ wäre wünschenswert … falls vorhanden, kann die Rezension natürlich auch auf der eigenen Seite oder Blog online gestellt werden ;-)
  • falls das Buch verloren geht, teilen sich der Vorgänger und „Wir Lesen“ die Kosten für ein neues Exemplar
  • der letzte Leser schickt das Buch an „Wir Lesen“ zurück

Teilnehmerzahl: max. 10 Teilnehmer

Wenn ihr Lust habt bei der Wanderbuch-Aktion mitzumachen, dann meldet euch schnell unter der email info@wir-lesen.com (Betreff „Wanderbuch: Sträflingskarneval“) oder im Beitrag bei lovelybooks

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Wenn ihr zudem einen Facebook-Account habt, dann erhaltet ihr dort die Chance bei wir-lesen ein Buch zu gewinnen. Einfach auf der wir-lesen-Seite „gefällt mir“ klicken und bei je 100 neuen Fans (also 500, 600 etc.) wird ein Buch verlost. Aktuell fehlen nur noch 25 Fans, damit das Buch “Totenmädchen” von Mary Hooper (cbj) verlost wird.

Hier ein kurzer Einblick:
Packend, mitreißend und ungeheuer einfühlsam erzählt

Oxford, im Jahre 1650: Namhafte Mediziner und junge Studenten versammeln sich im Haus des Apothekers Clarke, um der Sezierung einer Leiche beizuwohnen. Die Tote ist die sechzehnjährige Anne Green, die wegen Kindstötung zum Tod am Strang verurteilt und gehängt worden ist. In Wahrheit wurde Anne Green vom Neffen ihres Dienstherren verführt und dann sitzengelassen – doch die Wahrheit hatte vor Gericht niemand hören wollen. Stunden nach Annes Tod ist der junge Student Robert der erste, der es wahrnimmt: Anne Greens Augenlider flattern. Sollte das Mädchen, das noch auf dem Schafott seine Unschuld beteuert hatte, den Strang überlebt haben?

Ich wünsche euch viel Glück !

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