RSS

Schlagwort-Archive: Sachbuch

[Rezension] „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt“, Tanja Janz (Bastei Lübbe)

Inhalt
Der Untertitel „Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde„ sagt schon viel. Das Leben einer Nachhilfelehrerin ist manchmal schon kurios.

Meinung und Fazit
Vor ihrem Dasein als Autorin war Tanja Janz also Nachhilfelehrerin. Besonders im Ruhrgebiet, aber natürlich nicht nur dort, dürfte das nicht einfach gewesen sein, das war mir schon vorher klar. Dass es aber teilweise auch so grotesk und lustig ist, zumindest für den Leser, hat mich dann doch überrascht.

Als ich das Buch beendete war mir eins sofort klar, Nachhilfelehrer wäre kein Job für mich. Scheinbar muss man multifunktionale Eigenschaften mitbringen und u.a. als Koch, Sozialarbeiter, Putzfrau und Retter in der Not seinen Dienst verrichten. Daneben sitzt man zwischen vielen Stühlen und wird bei Bedarf recht unfair ausgespielt.
Ich fand es daher erstaunlich, mit wieviel Witz dieser Roman versehen war. Doch wenn einige Zeit verstrichen ist, dann kann man sicher lächelnd zurück blicken.

Genau das hat die Autorin getan und lässt den Leser in vielen kleinen Episoden daran teilhaben.
Sie schildert manchmal so unglaubliche Szenarien, wenn ich solche Menschen nicht selber kennen würde, ich könnte es ihr nicht abnehmen. Ich würde denken, dass sie übertreibt. Doch ich halte die Begebenheiten für durchaus glaubhaft, und so animierten mich viele Situationen gerade dazu lauthals los zu lachen, es war köstlich.

Was ich in diesem Buch nicht erwartet hätte, war die Gesellschafts- oder besser Eltern-Kritik. Hier hat die Autorin für meine Begriffe nicht nur offene Augen und Ohren, sondern auch viel Mut bewiesen. Vielen Dank dafür, sie sprechen mir aus dem Herzen!

Ein lustiges und auch sehr lehrreiches Buch, dass auch kritische Töne nicht vermissen lässt. Absolute Kaufempfehlung!

Die Autorin
Tanja Janz, geboren 1974, studierte Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften auf Lehramt in Essen. Seit 1995 unterrichtete sie als freie Dozentin für die VHS und verschiedene Nachhilfeanbieter, begleitete Sprachreisen, arbeitete als Sozialpädagogin an einer Grundschule und führte eine Nachhilfeschule. Mittlerweile ist sie freie Autorin. (Quelle: luebbe.de)

BuchdatenLogo BasteiLuebbe
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 272
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 20. September 2013
ISBN-13: 978-3404607501

 
 

Schlagwörter: , , , , , , ,

[Rezension] „Chromosom XY ungelöst“, Christoph Koch, (blanvalet)

Inhalt
Der Zusatztitel „von einem, der auszog, ein echter Kerl zu werden“ sagt alles….

Meinung und Fazit
„Wann ist ein Mann ein Mann“… Noch bevor diese Textzeile des Grönemeyer-Liedes aus meinem Kopf verschwand, tauchte sie auch schon im Buch auf. Nichts könnte passender ausdrücken was der Autor in seinem Buch vermitteln will, denn er hat sich auf den Weg gemacht, um im Selbstversuch das Geheimnis der wahren Männlichkeit ergründen.
In vielen Kapiteln, die alle eine angenehme, überschaubare Länge hatten, lernte ich, was es scheinbar heißt männlich zu sein. Was muss ein Mann wissen und was sollte er getan haben? Sollte er sich für Fußball, Formel 1 und Boxen interessieren? Was kann und vor allem sollte sich ein richtiger Mann körperlich zumuten?
Herr Koch hat viel ausprobiert, dass muss man ihm lassen, und er ist dafür um den halben Erdball geflogen. Er berichtet über seine Erlebnisse in äußerst amüsanter Weise, leicht, locker und unterhaltsam. Man hat aber auch bei den lustigen Stellen den Eindruck, dass er nicht krampfhaft versuchte dazu etwas zu Papier zu bringen. Alles wirkte sehr authentisch und vor allem ehrlich, denn oft genug stößt er auch an seine Grenzen oder geht auch darüber hinaus.
Was mich sehr gefreut hat war, dass ich durch dieses Buch auch sehr viel gelernt habe. Das betraf weniger die wahre Männlichkeit, denn dazu hatte ich schon vorher eine gesetzte Meinung, sondern hatte mit Übergangsritualen, ungewöhnlichen Sportarten, Muschelbläsen und dergleichen zu tun. Neben dem Unterhaltungseffekt war es somit auch der Informationsgehalt, der mich zum stetigen weiterlesen bewog.
Wer jetzt wissen möchte, was ein echter Mann niemals tun sollte (denn auch dazu gibt es reichlich Informationen), und ob Christoph Koch sich nun als wahrer Kerl fühlt, und , der muss dieses Buch lesen.

Lach-und Sachgeschichten für Erwachsene – nicht nur für Männer. Kaufempfehlung!

Der Autor
Christoph Koch arbeitete nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaft bei jetzt.de, dem Jugend-Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung, zuletzt als stellvertretender Redaktionsleiter. Inzwischen ist er festes Mitglied der NEON-Redaktion. Als freier Autor schreibt er überdies für Die Zeit, SZ Magazin, brand eins, Monocle und den Tagesspiegel. Er betreibt ein Blog und arbeitet derzeit an einem neuen Buch für Blanvalet. (Quelle: randomhouse.de)

Buchdaten
Ausgabe: Taschenbuch (broschiert)blanvalet
Seiten: 320
Verlag: blanvalet Verlag
Erscheinungstermin: 23. September 2013
ISBN-13: 978-3764504168

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

[Advent-Gewinnspiel] Tag 20 mit Dr. Anja Dostert

Heute könnt ihr das Buch “Die verrückte Geschichte der Diät: Schlankheitswahn und Schönheitskult” von Dr. Anja Dostert gewinnen!

Zusätzlich
erhält der Gewinner einen “Gute Vorsatz” Kalender.

Alles weitere zum Gewinnspiel erfahrt ihr am Ende der Leseprobe.
Read the rest of this entry »

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

[Buchmesse] Freitag: Blogreportertour (Teil 1)

Jetzt habe ich euch aber genug auf die Folter gespannt…. Daher hier Teil 1 zu meinem ersten Buchmessetag, der ganz im IMG_1451Zeichen der Blogreportertour von „Blogg dein Buch“ stand.
Außer mir hatten noch 19 weitere Blogger das Glück, dass sie an dieser Tour teilnehmen konnten, und so trafen wir uns an der Blogger Lounge und starteten unsere Verlagstour.

1. Station: blanvaletDSCI0426
Hier wurden wir von Sebastian Rothfuss begrüßt. Wir hatten ausreichend Zeit Fragen zu stellen, und so erfuhren wir z.B. wonach sich die Seitenzahl eines Buches richtet (kurz: Genre und Autorenwillen), und dass es für Autoren vorteilhafter ist, wenn sie ihr Exposé bzw. Script über eine Agentur einreichen. Die Agenturen korrigieren Exposés vorab und beweisen oft ein C_Kochbesseres Gespür, wenn es um die Verlagswahl geht.
Dann wartete auch schon ein erstes Highlight auf uns, denn uns wurden direkt drei Autoren vorgestellt. Mit dabei waren Kyra Groh (“Pinguine lieben nur einmal”), Angelika Schwarzhuber (“Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück”) und Christoph Koch (“Chromosom XY ungelöst”). Alle drei waren super nett und standen uns Rede und Antwort zu ihrer Arbeit und ihren Romanen. Klickt doch einfach mal auf die Namen oder Buchtitel, dann erfahrt ihr mehr. Es lohnt sich :-)

2. Station: arsEdition
Tamara Laske empfing uns am Stand, und auch sie gab uns so manche Info. Letztes Jahr wurde das Verlagsprogramm um die Bloomsbury Kinder- und Jugendbücher erweitert, und im Januar 2013 startete mit bloomoon ein Imprint für Jugendliteratur. Wir erfuhren, dass ein DSCI0430Titel des neuen Programms als Spitzentitel besonders beworben wird. Das letzte Beispiel dazu ist das Buch „Boy Nobody“. Außer dem üblichen Werbematerial (Aufsteller, Flyer, Plakate etc.) gibt es hierzu ein Onlinespiel (Challenge), dass ich wirklich empfehlen kann. Interessant und knifflig war es hier und da, und es gab auch etwas zu gewinnen. Auch wenn das Gewinnspiel schon beendet ist, kann man das Spiel immer noch spielen. Wenn ihr Interesse habt, dann klickt doch mal hier :-)
Sehr interessant waren auch die Infos, was ein Verlag außer der Präsentation noch so auf der Messe treibt. Die Zeit wird nämlich intensiv für neue Buch- bzw. Autoreneinkäufe genutzt. Geht es anschließend in die Vertragsverhandlungen, so muss man sich u.a. über das Cover und abzubildende Textpassagen einig werden. So kommt es, dass das Cover manchmal übernommen wird (z.B. Boy Nobody), aber auch mal komplett anders aussehen kann (z.B. bei 3 Songs später).
In diesem Zusammenhang war gerade für Blogger auch die Info interessant, dass Klappentexte, wenn sie übernommen werden, gut kenntlich gemacht werden müssen (am besten mit Verlagslink). Außerdem sollte es vermieden werden Textpassagen aus dem Buch zu veröffentlichen. Hier kann ein „zu viel“ u.U. rechtliche Schritte nach sich ziehen. Im Zweifelsfall kann man sich das aber genehmigen lassen.

So, das war Teil 1 der Blogtour. In Teil 2 + 3 folgen aber auch noch Infos zu den Verlagen cbj/cbt, Moses, Ravensburger, Mira und Dr. Oetker, die ihr nicht verpassen solltet!
Und zum Abschluss noch ein paar Bilder :-)
(Bilder: © Christiane Aulich)
DSCI0424   DSCI0427   DSCI0428

 
2 Kommentare

Verfasst von - 18/10/2013 in Bücher, Blogtour, Buchvorstellung

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

[Buch-Woche] # 26

In dieser Woche lautet mein aktueller Lesestoff Ostfriesenmoor . Dieses Buch wurde geschrieben von Klaus-Peter OstfriesenmoorWolf und es handelt sich um einen Krimi . Bisher gefällt mir das Buch sehr gut .
Die Neuzugang der Woche lautet Der schwarze Prinz von Ivo Pala. Über das Buch freue ich mich ganz besonders. In Sachen Büchern habe ich  mir für die folgende Woche folgendes vorgenommen: Ich werde an zwei Leserunden teilnehmen und mindestens drei Rezensionen schreiben .

Das witzigste Buch, dass ich jemals gelesen habe war „Dann press doch selber Frau Dokta!“ von Dr. Josephine Chaos. Ich fand es deshalb witzig, weil es in geballter Form den (fast) täglichen Wahnsinn im Krankenhausalltag und in der Familie offen legte. Da ich elbenthal-saga-2selber Krankenschwester und Mutter bin fand ich das Buch super!

Wenn in meinem Osternest ein Buch liegen würde, dann wäre es „Sturmhöhe“ von Emily Brontë, weil ich dieses Buch schon immer lesen wollte. Würde ich selbst ein Buch zu Ostern verschenken, dann wäre es Legend von Marie Lu und die Tochter meiner Freundin würde es bekommen.

Latte Macchiato/ ein leckerer Tee, eine kuschelige Decke und ein Buch passen perfekt zusammen, denn damit kann man es so richtig gemütlich machen.Buchwoche

Vielen Dank an Soli für die Vorbereitung dieser Buchwoche :-)

 
3 Kommentare

Verfasst von - 23/03/2013 in Bücher, Blogtour

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

[Rezension] „Zum Traummann in 30 Tagen“, Theresa Selig (Langenscheidt)

Inhalt
Langenscheidt kann nicht nur Wörterbücher verlegen, sondern auch mit sehr kreativen, lustigen Wissenswerken anderer Art aufwarten. Vor einiger Zeit habe ich schon mal ein Buch dieses Verlages rezensiert. Es heißt “Forbetter your english”, und befasst sich mit den Stolperfallen, in die Deutsche gerne tappen, wenn sie Englisch reden.
Meine heutige Rezension richtet sich vor allem an alle Single-Frauen.
Wer will ihn nicht, den Traummann ? Und dann noch am besten in 30 Tagen.

Meinung und Fazit
Beim Anblick des Covers kam mir spontan „Küss den Frosch in den Sinn“. Von daher war mir klar, dass die Thematik dieses Buches mit einem Augenzwinkern zu sehen ist.
In 10 Lektionen führt die Autorin durch das Buch, wobei ich (als Nicht-Single) die beiden letzten Kapitel am lustigsten fand. Aber ich will nicht vorgreifen…

Den Einstieg schafft die Autorin mit einem Test, der den Verzweiflungsgrad festlegen soll. Das sorgte für erste Erheiterung. Danach geht es im wesentlichen um die Orte, wo man potentielle Traummann-Kandidaten treffen und ansprechen kann. Egal ob Büro, Supermarkt, Cafe, Urlaub oder sonst wo. Alle „Gelegenheiten“ sind mit entsprechenden Tipps versehen, wie man sich verhalten sollte bzw. was man lassen sollte. Manchmal waren die Tipps altbekannt, manchmal aber auch so absurd, dass ich laut lachen musste.
„Nehmen Sie eine Erdbeere und stecken sie in den Mund, lutschen Sie daran und rollen lustvoll mit den Augen. Ignorieren Sie die Pestizide, die sich grade in Ihrem Speichel auflösen.“ (Auszug S. 31)
Ähnlich verrückt im positiven Sinn fand ich die Tipps „Falls Sie wild entschlossen sind, adlig einzuheiraten“ (S. 86). Sehr lustig, irgendwie treffend und doch entbehrt es nicht einer gewissen Ironie…. Spätestens an dieser Stelle muss man gemerkt haben, dass nicht alles Geschriebene ernst zu nehmen ist….
Durch die verschiedenen Kapitel ziehen sich immer wieder diverse Merkkästen, sowie Gegenüberstellungen von verbalen und nonverbalen Kommunikationsfallen. Was man in der Bar bestellt oder wie man sich verhält und wie das ggf. auf Männer wirkt, was die Freundin vorsichtig ausdrückt und was sie wirklich sagen will etc. . Hier hat die Autorin eine recht gute Beobachtungsgabe an den Tag gelegt. Vielleicht hat sie auch „Miteinander reden“ von Schulz von Thun gelesen. Ich weiß es nicht ;-)
Die letzten beiden Kapitel stechen nochmal heraus. Hat man es bis Tag 29 nicht geschafft, dann soll der Notfallplan helfen. Auch hier fand ich das eine oder andere köstlich. Wer denkt ernsthaft darüber nach homosexuell zu werden oder ins Kloster zu gehen, wenn es mit Männern nicht klappt? Versucht man wirklich, sich einen Mann zurechtzulügen? Hier fand ich einige Synonyme zum brüllen. Z.B. „Ungepflegt = Naturbelassen“ (S.134), darauf muss man erstmal kommen…
Schlussendlich geht es dann noch darum, wie man den Traummann behalten kann, und damit schließt das Buch.

Ich denke dieses Buch spaltet die Gemüter. Einige werden es mögen, Andere als Schund verteufeln. Ich bin der Meinung, wer dieses Buch zu ernst nimmt, ist selber Schuld. Es mag der Ansatz eines Leitfadens sein, aber mit einer kräftigen Portion spitzfindigen Humors. Es ist gut geeignet, um den Leser, ob nun Single oder nicht, zu erheitern. Ich glaube allerdings, dass man durch dieses Buch nicht wirklich „zum Traummann in 30 Tagen“ kommt. Aber wie gesagt, dass ist vermutlich auch nicht Sinn der Sache. Gute Unterhaltung und Lachfaktor ist auf jeden Fall an vielen Stellen garantiert.

Die Autorin
Theresa Selig wurde 1979 geboren und studierte Politikwissenschafen in Berlin. An der Berliner Journalisten Schule wurde sie zur Redakteurin ausgebildet. Nach Stationen bei der Neon Online und Vanity Fair arbeitet sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, FAZ, Tagesspiegel und Neon. Das Suchen und Finden ihres persönlichen Traummannes mündete in eine Hochzeit und ihr Buch „Wer Ja sagt, muss auch Onkel Horst einladen“, das 2010 erschien. Sie lebt samt Traummann in Berlin. (Quelle: lovelybooks)

Ich möchte mich herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken, dass mir der Langenscheidt-Verlag zur Verfügung gestellt hat !

 
 

Schlagwörter: , , , , ,

[Rezension] “Forbetter your english: Englisch für Deutsche” von Eric T. Hansen (Langenscheidt)

Inhalt
Eric T. Hansen lebt seit über 25 Jahren in Deutschland und ist fasziniert von der Begeisterung der Deutschen für die englische Sprache – und von ihren typischen Fehlern, über die er immer wieder schmunzeln muss. Mit viel Humor versucht der Autor, diesen auf den Grund zu gehen.

  • Eric. T. Hansen tut für das Englische, was Sebastian Sick für das Deutsche tut
  • Von finished statt ready über so good statt as good as: Über 200 Missverständnisse hat der Autor zusammengetragen
  • Forbetter your English ist eine Reihe kurzer, pointierter Essays über Englisch und das Englischlernen
  • Für alle, die Spaß an der Sprache haben und ihr Englisch auf unterhaltsame Weise verbessern möchten

(Quelle: amazon)

Meinung und Fazit
Die Deutschen machen typisch deutsche Fehler, liest man als erstes in der Einleitung. Ich konnte mir das nur schwer vorstellen, dachte aber, dass Eric T. Hansen es besser wissen müsste. Schließlich kam der gebürtige US-Amerikaner als Student nach Deutschland, und betätigte sich im Nebenjob als Nachhilfelehrer für seine Muttersprache. Er lehrte nicht nur Englisch, er lernte auch schnell, dass es immer wieder die selben Fallen waren, in die seine Schüler gerne tappten.

Als ich weiterlas, musste ich irgendwann zu meiner Schande gestehen: Einige der Fehler sind durchaus auch meine eigenen ;-) Denn zu gerne übersetzen wir Deutschen (so auch ich) unsere Sprache 1:1 ins englische – das kann nur schiefgehen.
Es folgten viele lehrreiche Kapitel, die aber keineswegs verschult belehrend wirken. Alles war verpackt in witzige Anekdoten und Gespräche, wobei ich die Szenen mit seiner Freundin immer besonders amüsant fand. Manchmal kam ich nicht umhin laut zu lachen, an anderen Stellen war seine Verzweiflung nahezu greifbar, wenn Jemand nicht sonderlich belehrbar war.
Was habe ich gelernt ?
– man sagt nicht nur bei Menschen „eat“
– Zusätze wie „by car“ sind völlig überflüssig, wenn man vorher „I´ll drive“ verwendet
– man bezahlt nie in „bar“ und sollte „the menu“ nicht essen
– „fun“ heißt zwar Spaß, aber „funny“ nicht spaßig
– und vieles, vieles mehr
Und ich muss gestehen, I had a lot of fun to read this book ! Man möge mich verbessern, sollte dieser Satz auch nicht stimmen^^

Doch man muss jetzt nicht meinen, dass nur wir, die Deutschen, in der englischen Sprache Fehler begehen können… E.T. Hansen widmet sich auch kurz den englisch-amerikanischen Stolperfallen. Auch hier gibt es Unterschiede, die unter Umständen sehr peinlich werden können. Das fand ich irgendwie recht tröstlich…

Ein sehr empfehlenswertes, lustiges und sehr lehrreiches Buch ! Zukünftig, so hoffe ich zumindest, werde ich einige Fehler zu vermeiden wissen – danke :-)

Der Autor
Eric T. Hansen, Jahrgang 1960, wuchs in Hawaii auf, wo er Linguistik studierte und seine Leidenschaft für europäische Kultur entdeckte. Er kam dem Ziel seiner Träume näher, als er nach Deutschland geschickt wurde – als Mormonenmissionar. Er entschloss sich, zu bleiben, unterrichtete viele Jahre Englisch, um sein Studium der Literatur des deutschen Mittelalters in München zu finanzieren, trat aus der Kirche aus und zog nach Berlin, wo er bis heute als Satiriker, Buchautor und Journalist arbeitet.

Zusammen mit seiner Co-Autorin Astrid Ule schreibt er humoristische Sachbücher, angefangen mit seiner Erkundung des Mittelalters, „Planet Mittelalter“, bis hin zu den Bestsellern „Planet Germany“, „Deutschland-Quiz“ und „Nörgeln – des Deutschen größte Lust.“ Seine journalistischen Arbeiten sind in Publikationen wie die Washington Post, The Hollywood Reporter, die Süddeutsche ZeitungGEO SpecialFHM und Cicero erschienen. Zum Thema seiner Sachbücher präsentiert er auch Vorträge und Bühnenshows und tritt damit ab und zu in Fernsehshows auf.
(Quelle: Langenscheidt)

_____________________________

Und wer von englischem Nonsens noch nicht die Nase voll hat, der kann sich auch gerne meinen Artikel “I´m heavy on wire” durchlesen…

 
 

Schlagwörter: ,

 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 278 Followern an

%d Bloggern gefällt das: