[Rezension] „Dreizehn Tage am Meer“, Markus Thiele (Oldigor)

Inhalt
Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Frau in den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen. Und ein Ereignis, das zwanzig Jahre zurückliegt. Dies ist der Auftakt zu einer Reise in die Vergangenheit – einer Reise, die vonDreizehn Tage am Meer den Beteiligten bisher gemieden wurde. Aus Furcht vor der Gegenwart.

Jan Graf, 47-jähriger Sportpilot, mehrfach geschieden und kinderlos, hat wegen eines Herzfehlers seine Fluglizenz verloren. Kurzerhand verkauft er seine Cessnas sowie den Rest seiner Shuttleservicefirma, und reist auf die Île d’Ouessant, jene französische Atlantikinsel, auf der er vor zwanzig Jahren Manon zurückließ – die einzige Frau, die er jemals liebte.

Kaum angekommen, schreibt er seinem zwei Jahre älteren Bruder Christian Haller, einem verheirateten Grundschullehrer und Vater eines Sohnes – der erste Kontakt zwischen den Männern seit zwei Jahrzehnten. Als Christian den Brief erhält, steht sein Entschluss fest: Er nimmt das nächste Flugzeug.

Der Text blendet immer wieder in die Vergangenheit. Die Ferien von damals endeten in einer Tragödie, die Familien zerstörte und die Liebe zweier Menschen zueinander unmöglich machte.

Vor der rauen Kulisse der bretonischen Insel, deren Klima so unberechenbar ist, wie die menschliche Seele, prallen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Die Zeit alleine kann keine Wunden heilen. Dennoch stellen sich alle Beteiligten nur eine Frage: Kann es einen Neuanfang geben? (Quelle: oldigor)

Meinung und Fazit
Anfangs wusste ich nicht genau was mich erwartet. Laut Inhaltsangabe konnte es ein Schicksalsroman, eine Liebes- oder Lebensgeschichte werden, doch ich musste bald erkennen, dass es eine gute Mischung aus allem ist, die mich fesselte und nachhaltig zum Nachdenken anregte.

Der Roman hat es dabei garnicht nötig besonders spannend oder anderweitig reißerisch zu sein. Er glänzt durch die leisen Töne, die zumeist in Form von Gedankengängen eines in die Jahre gekommenen Mannes (Jan Graf) angeschlagen werden. Irgendwie war er mir in seiner etwas introvertierten Art sehr sympathisch. Obwohl er scheinbar ein klares Ziel vor Augen hat, wirkt er manchmal verunsichert und gehemmt. Warum das so ist wurde mir langsam im Verlauf des Romans klar, denn seine Vergangenheit wird Stück für Stück in eingefügten Rückblenden aufgearbeitet. Mit der Zeit setzte sich somit ein lückenloses Bild zusammen, welches mich klarer sehen und verstehen lies.
Der Autor machte es mir durch seinen Schreibstil wunderbar leicht der Geschichte zu folgen. Seine Stärken lagen dabei in der sehr bildhaften Darstellungen der Umgebung und Personen. Stück für Stück bauten sich die einzelnen Szenarien in meinem Kopf auf, und das Zusammenspiel der Hauptfiguren passte sich sehr gekonnt ein.
Zurück bleiben gleich mehrere Erkenntnisse. Das Handeln des Einzelnen beeinflusst i.d.R. nicht nur dessen Leben, sondern es werden zwangsläufig auch andere Personen tangiert – mal mehr, mal weniger stark. Das Buch beinhaltet für mich zudem eine Aufforderung mehr miteinander und weniger übereinander zu reden. Außerdem zeigt die Geschichte sehr deutlich, dass man die Vergangenheit zwar nicht ändern kann, dass sie aber nicht zwingend die Zukunft bestimmen muss.

Trotz dieses Resümees hebt der Autor keineswegs den „pädagogischem Zeigefinger“. Er hat lediglich einen wunderbaren Roman geschaffen, welcher durch nachdenkliche, nachhaltige Töne besticht.

Der Autor
Markus Thiele, 1971 in Hildesheim geboren, ist hauptberuflich als selbständiger Rechtsanwalt in Göttingen tätig. Mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern lebt er auf dem Land – für ihn der Ort, an dem er den nötigen Ausgleich zum oftmals turbulenten Berufsalltag findet. Mit dem Schreiben begann er 2007 während eines Provenceurlaubs. Schon länger hatte ihn der Wunsch verfolgt, prosaische Kurz- als auch längere Texte zu verfassen. Als der Startschuss gefallen war, entstand ein erstes Romanmanuskript.
Zahlreiche Kurzprosa folgte, 2009 erhielt er für einen seiner Texte den „Wiener Werkstattpreis“, 2012 folgte der Publikumspreis des Kulturpreises der Stadt Göttingen. Mehrere seiner Werke wurden in Anthologien veröffentlicht.
2010 begann er die Arbeiten zu Dreizehn Tage am Meer. Am Ende stand der Roman, wie er nun (2013) im Oldigor Verlag veröffentlicht wird.
Schreiben ist für Markus Thiele das Abbilden von Wirklichkeiten. Das Schwierige ist nur, so sagt er, dass es so viele verschiedene davon gibt. Als Anwalt ist er ständig in Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen, teilweise mit geradezu skurrilen Charakteren – eine Möglichkeit, in die Untiefen und Tiefen der menschlichen Seele zu blinzeln. Seine Texte sind keine juristisch konnotierten, sind keine Krimis oder gar Gerichtsdramen. Seine Geschichten haben den Menschen zum zentralen Inhalt, dessen Gefühle, Ängste und Freuden und die Verhältnisse zu den Mitmenschen. Und so zitiert Thiele immer wieder gern seinen Lieblingsautor Siegfried Lenz: „Ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen.“ (Quelle: Oldigor)

Buchdaten
Ausgabe: Taschenbucholdigor
Seiten: 251
ISBN: 978-3-943697-56-8
Erscheinungsdatum: 7. März 2013

Ausgabe: eBook
ISBN: 978-3-943697-57-5
Erscheinungsdatum: 19. Februar 2013

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[Rezension] „Ein ganzes halbes Jahr“, Jojo Moyes (rororo)

Inhalt
Lou & Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, Ein ganzes halbes Jahrdass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will. (Quelle: rowohlt.de)

Meinung und Fazit
Dies ist die Geschichte von Will und Lou.
Anders als im Klappentext beschrieben, würde ich nicht unbedingt von einer Liebesgeschichte sprechen, auch wenn dies einen Teil des Kerns ausmacht. Für mich ist es in der Hauptsache eher eine Schicksalsbegegnung.

Will ist erfolgreich, vermögend, sportlich und hat eine attraktive Partnerin. Doch plötzlich verändert ein Unfall sein ganzes Leben. Die Diagnose Tetraplegie wirft all seine Pläne und Wünsche über den Haufen und raubt ihm den Lebenswillen.
Tetraplegie war mir zwar ein Begriff, aber die Darstellung der Erkrankung in all ihren Facetten schockierte mich hin und wieder doch. Dass Will, der eine recht bewegte Vergangenheit hatte, damit nicht umgehen kann, schien mir irgendwann nur allzu verständlich.
Ihm gegenüber steht Lou. Sie kommt aus der Arbeiterschicht, wirkt auf den ersten Blick etwas exzentrisch, ist aber sehr liebenswert und denkt immer mehr an Andere als an sich selbst. Für meinen Geschmack war sie manchmal etwas zu devot, so dass ich sie gerne geschüttelt hätte, damit sie endlich aufwacht. Auf der Suche nach einer neuen Arbeit landet sie in einer befristeten Anstellung bei den Traynors, und somit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Will und Lou könnten unterschiedlicher nicht sein und haben anfangs daher auch einige Probleme persönlicher Art zu bewältigen.
Lou möchte Will gerne den Lebensmut zurück geben, er begegnet ihr abweisend und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Doch Lous stets positive Art veranlasst Will dazu, dass er seine emotionale Mauer einreist. In kleinen Schritten kommen sie sich immer näher. Beide versuchen das Leben des Anderen nach eigenen Maßstäben positiv zu beeinflussen. Ob das gelingen kann ?

Ich fand die Geschichte wundervoll und traurig zugleich und kann mir gut vorstellen, dass es solche Schicksale und schicksalhafte Entscheidungen nicht nur in Romanen gibt.
Die Gegensätzlichkeit der Charaktere war sehr gut gewählt. Lou war mir von Anfang an sympathisch, bei Will dauerte es etwas länger. Über den gesamten Roman hinweg lernten sie voneinander, entwickelten sich und wuchsen zu einer festen Einheit zusammen. Es war Phasenweise kaum vorstellbar, dass es das Schicksal nicht gut mit ihnen meinen könnte. Aber so sehr ich mich für die beiden freute, schwang trotzdem immer ein etwas flaues Gefühl mit, wenn wieder ein Rückschlag daher kam.
Auch wenn das Buch von dem Zusammenspiel zwischen Lou und Will lebt, sticht Lou als Charakter eindeutig hervor. Sie macht mit Abstand die größte Entwicklung durch. Alles ist sehr nachvollziehbar, bemerkenswert und ich konnte es ihr von Herzen gönnen.

Doch auch die Nebenfiguren, obwohl sie seltener in Erscheinung traten, hatten eine sehr gute Präsenz. Wills Eltern erschienen mir zwar recht kalt, doch dieser Eindruck wurde spätestens dann revidiert, als jeder in einem Kapitel selber zu Wort kam. So erlangte man auch einen sehr guten und aufschlussreichen Einblick in ihre Gefühlswelt, der einiges verständlicher erscheinen lies. Hier wurde unter anderem deutlich, dass die Erkrankung eines Angehörigen, in diesem Fall die eines (erwachsenen) Kindes, weitreichende Folgen für alle Beteiligten haben kann. Ein Umstand, den man ja doch mal gerne vergisst….

Ein hochemotionaler Roman, der mich tief bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Zurück bleibt die Frage, wie viel die Liebe im Leben eines Menschen bewirken kann. Vermutlich viel, aber manchmal einfach nicht genug…

Die Autorin
Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. (Quelle: rowohlt.de)

Buchdaten
Ausgabeformat: Broschiert
Seiten: 512
Verlag: rororo
Auflage: 3 (21. März 2013)
ISBN-10: 3499267039
Originaltitel: Me Before You

[Rezension] „Göttlich verliebt“, Josephine Angelini (Dressler)

Inhalt
Der fulminante Abschluss der “Göttlich”-Trilogie. Göttlich verliebt

Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas?

Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas? (Quelle: Dressler)

Meinung und Fazit
Auf diesen Abschluss der Trilogie habe ich mich sehr gefreut.
Nachdem ich dem zweiten Band etwas zwiegespalten gegenüber stand hoffte ich, dass das Finale aufregend werden würde.

Im wesentlichen habe ich gut in die Geschichte hinein gefunden, musste aber trotzdem hier und da feststellen, dass ich einige Erinnerungslücken bzgl. des Schicksals einiger Personen aus Bd.2 hatte. Erfreulicher Weise schaffte es die Autorin hervorragend mir auf die Sprünge zu helfen, ohne dass sie dabei zu weit zurück griff. Das hat mir sehr gut gefallen, denn ich bin kein Freund ausschweifender Wiederholungen.
Die Geschichte ging sehr spannend weiter, und ich war direkt wieder gefesselt. Besonders als Cassandra, wieder einmal eine Prophezeiung vortrug, war es um mich geschehen. Sie sprach von einem Held, einem Liebhaber, einem Beschützer, einem Tyrann und einem Krieger. Doch welcher Scion welche Position bekleiden würde blieb sehr lange unklar.
Was mich letztlich mit am meisten beeindruckt hat war, dass die Hauptcharaktere,über die drei Bände hinweg eine beeindruckende Entwicklung hingelegt haben. Hiermit meine ich vor allem Helen, wobei mich bei ihrer Person ein ganz klein wenig gestört hat, dass sie den anderen Figuren gegenüber irgendwann fast zu „groß“ wurde. Aber es gab auch bei den anderen Charakteren Überraschungmomente. Manche zeigten plötzlich ungeahnte Facetten, oder sie blieben bis zuletzt in ihrem Wesen so mysteriös und/oder undurchsichtig, dass ich garnicht umhin kam weiter lesen zu wollen. Bis zum Schluss setzte die Autorin immer wieder den einen oder anderen Charakter sehr gut in Szene, und trieb die Spannung auf die Spitze. Die Geschichte überraschte dabei durch vollkommen unvorhergesehene Wenden, wobei ich mit einigen schönen, aber auch traurigen oder schockierenden Schicksalen konfrontiert wurde.
Es kamen aber diesmal nicht nur die Scions zum Zug, sondern es wurde auch den Göttern noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet, als das in den Vorgängerbänden der Fall war. Die Zusammenführung der beiden Gruppen fand ich sehr gut inszeniert, und die Brisanz dieses Zusammentreffens hielt auch was sie versprach – Spannung pur.
Was natürlich auch auf keinen Fall fehlen durfte war die Liebe. Wer die anderen Bände kennt, der weiß um die nicht ganz unproblematische Dreiecksbeziehung zwischen Lukas, Helen und Orion. Hier hat die Autorin einen wundervollen Weg zur Auflösung geschaffen, den ich allerdings nicht verraten möchte.

Ein durchweg spannender, sehr emotionsgeladener, wunderbarer Abschluss der Trilogie.

Die Autorin
Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles. (Quelle: Dressler)

Buchdaten
Format: HC mit Schutzumschlag
Seiten: 464
ISBN-13: 978-3-7915-2627-0
EAN: 9783791526270
Erscheinungstermin: März 2013
Altersempfehlung: ab 14J.

[Rezension] „Soul Seeker: Vom Schicksal bestimmt, Alyson Noël (Page & Turner)

Inhalt
Plötzlich ist im Leben der 16-jährigen Daire Santos nichts mehr so, wie es war. Von einem Tag auf den anderen hat sie Soulseeker1schreckliche Visionen, Krähen und Geister verfolgen sie, während die Zeit still zu stehen scheint. Und dann wird sie in ihren Träumen auch noch heimgesucht von einem unbekannten Jungen mit wunderschönen blauen Augen. Daire glaubt, den Verstand zu verlieren. Erst als sie zum ersten Mal Kontakt zu ihrer Großmutter aufnimmt, scheint sich alles zu klären. Denn von ihr erfährt sie, dass sie ein Soul Seeker ist. Nur sie hat die Fähigkeit, zwischen den Welten der Lebenden und der Toten zu wandeln. Doch dann begegnet sie Dace, dem Jungen mit den schönen blauen Augen in der Wirklichkeit, und von dem Augenblick an ringt ihre Großmutter mit dem Tod. Kann es sein, dass dieser charmante Junge nicht der ist, der er vorgibt zu sein und eine dunkle Gefahr von ihm ausgeht?

Als besondere Zugabe ergibt der Schutzumschlag aufgefaltet ein wunderschönes A3 Poster. (Quelle: alyson-noel.de)

Meinung und Fazit
Mit der Hauptperson Daire hat die Autorin einen eher ungewöhnlichen Charakter ins Rennen geschickt. Sie ist ein Schickimicki-Leben an Filmsets auf der ganzen Welt gewöhnt und umgibt sich nur mit flüchtigen Bekanntschaften, denen sie oft auch misstrauisch gegenüber steht. All das ist überwiegend auf den Einfluss ihrer Mutter zurück zu führen. Die Beiden bilden ein recht eingeschworenes Team, wobei es nicht selten zu den üblichen Reibereien zwischen Mutter und Tochter kommt. Ein wesentlicher Grund mag hier sein, dass die Mutter noch recht jung ist.
Dann setzen plötzlich Daires Visionen und eine Art Halluzinationen ein. An dieser Stelle nimmt die Geschichte eine erste und entscheidende Wende, denn um diesem Ärzte-Marathon zu entgehen, zieht Daire zu ihrer Großmutter Paloma.
Von da an erfährt man einige Hintergründe, z.B. warum Daires Vater so früh sterben musste oder was die „Soul Seeker“ sind. Alles war sehr interessant und überwiegend schlüssig, auch wenn einige Fragen offen blieben.
Im wesentlichen wird aber die gegenwärtige Geschichte weiter geführt. Das Leben bei ihrer Großmutter, dass nicht immer einfach ist, weil sie eine sehr spirituelle, dem Schamanentum verpflichtete Frau ist und nach dem Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“ arbeitet. Daire beginnt ihre Ausbildung und tut sich oftmals sehr schwer Dinge durchzustehen. Nachvollziehbar fand ich, dass sie lieber den einfacheren Weg gewählt hätte. Umso beeindruckter war ich von ihrer Entwicklung, die sie im Verlauf der Geschichte durchmachte.
Dann holen sie ihre Visionen ein, denn sie trifft auf Dace. Auch hier vermochte die Autorin zu überraschen, denn nichts ist, wie es im ersten Moment scheint. Dace scheint das Gute und Böse in einer Person zu vereinen. Damit nahm die Geschichte, die bisher einen eher Hintergrund erzählenden Stil verfolgte, nochmalmal richtig Fahrt auf. Es wurde spannend, dramatisch, mysteriös und es bahnt sich eine Liebesgeschichte an, die scheinbar keine Zukunft haben darf. Daire steht vor einer ersten großen Entscheidung und Aufgabe. Mehr möchte ich dazu aber nicht erzählen.

Insgesamt gesehen hat mir dieser Auftakt gut gefallen, auch wenn er für meinen Geschmack etwas lang war. Dafür lernte man die Charaktere gut kennen, die (nebenbei erwähnt) sehr liebevoll und detailreich gezeichnet sind. Der Schreibstil ist nicht ganz einfach zu verfolgen, da sich etliche Schachtelsätze finden, wobei man an anderen Stellen von einem eher abgehackten Stil sprechen könnte. Trotzdem bin ich sehr gespannt wie es weiter geht.

Die Autorin
Alyson Noël ist eine preisgekrönte Autorin, die bereits mehrere Romane veröffentlicht hat. Mit ihrer »Evermore«-Serie stürmte sie auf Anhieb nicht nur die internationalen, sondern auch die deutschen Bestsellerlisten und eroberte unzählige Leserinnenherzen. Die Übersetzungsrechte für ihre Bücher wurden bisher in 35 Länder verkauft und auch die Filmrechte schnell vergeben. Alyson Noël lebt in Laguna Beach, Kalifornien.

Weitere Informationen auf www.alyson-noel.de oder http://www.alysonnoel.com und auf facebook. (Quelle: randomhouse.de)

Buchdaten
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 448
ISBN: 978-3-442-20406-9
Erscheinungstermin: 10. September 2012

[Hörbuch-Rezension] „Coffeeshop“, Gerlis Zillgens/ Franziska Wulf (Bastei-Lübbe)

Heute habe ich eine Hörbuchserie für euch, die ich richtig toll finde. Die Reihe umfasst 12 einzelne Folgen á 38-48 CoffeeshopÜbersichtMin..
Weil es einfacher ist, rezensiere ich direkt die ganze Reihe, denn dann besteht weniger Spoiler-Gefahr.

Inhalt
Das schönste Büro der Welt ist im Coffeeshop – einem gemütlichen Café in Berlin. Hier arbeitet Sandra, Sachensucherin. Ihre Kunden sind Menschen, die etwas verloren haben, oder die etwas finden wollen, das ihr Leben glücklicher macht. Doch auf der Suche nach dem Glück anderer Menschen gerät Sandra plötzlich mitten in die Suche nach ihrem eigenen – und nach sich selbst.

Meinung und Fazit
Die locker, leichte Musik am Anfang machte mir schon gute Laune. Als dann die Hauptpersonen vorgestellt wurden ahnte ich schon, dass das sehr interessant werden könnte. Der Fairness halber muss ich sagen, dass ich das erste Hörbuch “nur” ganz gut fand, aber es animierte mich immerhin auch die zweite Folge zu kaufen, und spätestens ab dann war ich hin und weg…

Die Geschichte wird von Sandra, der Sachensucherin, in der Ich-Form erzählt. Dadurch erhielt ich den Eindruck mittendrin, statt nur dabei zu sein. Mit von der Partie sind dann noch ihr stets hilfsbereiter und bester Freund Nils, ihre Social-Media süchtige Freundin Klaudi und ihr homosexueller Freund und Coffeeshop-Besitzer Captain, der viele Schätzchen, aber keinen Schatz hat.
Die einzelnen Episoden erzählen im wesentlichen von den Aufträgen die Sandra entgegen nimmt, und von dem was ihr auf der Suche nach den Objekten, als auch privat so alles passiert. Sie sucht und findet letzte Ruhestätten, Untote, irgendwelche Säulen, die dann nicht mehr gebraucht werden und so einiges mehr. Nur für sich selbst findet sie scheinbar nicht das was sie sucht.
Man konnte mit Sandra lachen, bangen und gemeinsam die Augen rollen. Letzteres besonders dann, wenn Klaudi wieder mal eine unfreiwillige Schote nach der Anderen riss, und dies dann auch noch mit ihren diversen Facebook-Freunden teilte. Köstlich! Manchmal hätte ich ihr zu gerne zugerufen „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, aber einmal war ihre Mitteilungssucht dann nicht nur unterhaltsam, sondern auch äußerst nützlich…
Doch nicht nur die Hauptfiguren waren klasse. Die Autorin hat es ebenso geschafft auch die Nebenfiguren, wie z.B. Sandras Eltern, wunderbar in Szene zu setzen. Besonders der Vater, der immer auf Sparsamkeit bedacht ist und von den neuen Technologien ungefähr so viel Ahnung hat wie ein Hund von der Mäusejagd, hatte es mir angetan. Ein Unikum, dass mich oftmals laut auflachen lies…
Die Geschichte alleine wäre allerdings nur halb so gut ohne die hervorragende, sprachliche Umsetzung. Franziska Wulf hat im wahrsten Sinne den richtigen Ton getroffen. Sprechtempo und Stimmfarben wurden sehr gekonnt und variabel eingesetzt. Selten war für mich das hören eines Buches solch ein Genuss.

Eine Sitcom für die Ohren. Witzig, spannend, unterhaltsam -schade, dass es nur 12 Folgen gibt.

Die Autorin
Gerlis Zillgens lebt und arbeitet als freie Autorin in Köln. Sie schreibt seit vielen Jahren erfolgreich Romane und Drehbücher, entwickelt Fernsehserien und tourt als Kabarettistin durchs Land. Ansonsten veranstaltet sie gern Lesungen, liebt den Blick aus ihrem Arbeitszimmer, Salsa tanzen und Berlin. (Quelle: luebbe.de)

Die Sprecherin
Franziska Wulf wurde 1984 in Schwedt geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy, Leipzig. Neben festen Theaterengagements, z.B. am Theater am Neumarkt Zürich, ist sie in Kino- und Fernsehfilmen zu sehen und in diversen Hörspielen zu hören. (Quelle: luebbe.de)

BuchdatenCoffeeshop1
Verlag: Lübbe Audio
Format: Audio-Download, ungekürzt

ISBN: 978-3-8387-7112-0 (Coffeeshop 1.01)
„Coffeeshop 1.01“, 46 Min., ET: 30.11.2012

ISBN: 978-3-8387-7113-7 (Coffeeshop 1.02)
„Der Schlüssel zum Paradies“, 47 Min., ET: 07.12.2012

ISBN: 978-3-8387-7114-4 (Coffeeshop 1.03)Coffeeshop4
„Das Leben ist kein Ponyhof“, 45 Min., ET: 14.12.2012

ISBN: 978-3-8387-7115-1 (Coffeeshop 1.04)
„Der Untote“, 41 Min., ET: 21.12.2012

ISBN: 978-3-8387-7123-6 (Coffeeshop 1.05)
„Crew Ariel“, 41 Min., ET 28.12.2012

ISBN: 978-3-8387-7117-5 (Coffeeshop 1.06)Coffeeshop7
„Viel zu schön“, 38 Min., ET: 04.01.2013

ISBN: 978-3-8387-7118-2 (Coffeeshop 1.07)
„Bessere Hälfte“, 48 Min., ET: 11.01.2013

ISBN: 978-3-8387-7119-9 (Coffeeshop 1.08)
„Sein oder nicht sein“, 41 Min., ET: 18.01.2013

ISBN: 978-3-8387-7120-5 (Coffeeshop 1.09)
„Voll retro“, 39 Min., ET: 25.01.2013

ISBN: 978-3-8387-7121-2 (Coffeeshop 1.10)Coffeeshop10
„Albträume werden wahr“, 40 Min., ET: 01.02.2013

ISBN: 978-3-8387-7122-9 (Coffeeshop 1.11)
„Nur noch eben Geld abholen“, 44 Min., ET: 08.02.2013

ISBN: 978-3-8387-7123-6 (Coffeeshop 1.12)
„Alles nur virtuell“, 48 Min., ET: 15.02.2013

Außerdem gibt es die Serie auch als App, e-Book und Read & Listen-Version.

Noch mehr erfahrt ihr in meinem Artikel “Coffeeshop – der ganz normale Wahnsinn”
oder natürlich bei Logo BasteiLuebbe

[Hörbuch-Rezension] Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellt und was ich dagegen tun werde“ von Shelle Summers, Sprecherin: Anna Carlson (Argon-Verlag)

Inhalt
Dies ist die Geschichte von Grace und Tyler. Auch wenn Grace verzweifelt versucht, es NICHT zu Tylers und ihrer Tyler WilkieGeschichte werden zu lassen.
Weil sie einen sicheren Plan für ihr Leben hat. Zumindest so lange, bis sie Tyler kennenlernt, den Hundesitter von nebenan. Mit seinem süßen Lächeln und seinen warmen, braunen Augen bringt er alles durcheinander. Außerdem schreibt er umwerfend schöne Songs. Über sie. Für sie.
Doch als er zum gefeierten Star wird, nimmt das Schicksal eine unglaubliche Wendung – und das Leben seinen Lauf … (Quelle: argon-verlag)

Meinung und Fazit
Im Grunde ist dies eine Geschichte, wie sie jederzeit und überall stattfinden kann.
Grace hat alles was sie sich wünscht: einen heiratswilligen Freund, Geld und ein geregeltes Leben. Sie glaubt, dass man nichts anderes wollen kann… und dann lernt sie Tyler kennen.
An dieser Stelle trifft der Titel den Nagel auf den Kopf, denn nichts ist mehr wie es war. Grace fängt an ihr Leben zu überdenken, und muss Entscheidungen treffen.

Was mir als erstes sehr positiv auffiel, war die wunderbare, sprachliche Umsetzung des Buches. Die Sprecherin hat eine sehr angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Sie setzt die Betonungen sehr gekonnt und haucht der Geschichte Lebendigkeit ein.

Auch die Erzählung bezauberte.
Grace war mir sehr nah. Ich fand ihr Handeln und ihre Gefühle sehr nachvollziehbar, auch wenn ich sie manchmal gerne geschüttelt hätte, weil sie das Offensichtliche nicht sah oder sehen wollte. Dagegen stand Tyler, ein Lebenskünstler im doppelten Sinn, mit einem jungenhaften Charme. Auch er hatte die Gabe wie ein Stockfisch zu reagieren, sobald er Grace näher kam. Es war zum Haare raufen. Dafür schrieb er wunderbare, tiefgründige Songtexte, die mehr sagten als tausend Worte. Das war seine Art sich auszudrücken.
An diesen Stellen, wo die Texte zitiert werden, läd das Hörbuch dazu ein genauer hinzuhören, mit den Gedanken abzuschweifen und sich hinweg tragen zu lassen. Das fand ich ganz besonders schön, auch wenn ich mir sehr gewünscht hätte, dass zumindest diese Abschnitte mit Musik unterlegt gewesen wären. Das hätte der Geschichte noch etwas mehr fühlbaren Tiefgang verliehen.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist der laxe Umgang mit dem Thema Drogen. Es ist kein Geheimnis, dass verschiedenste Süchte im Künstlermilieu verbreitet sind. Es ist jedoch etwas anderes, wenn das in einer recht lockeren Art und Weise per Buch/Hörbuch kommuniziert wird, und sich zudem auf private Bereiche ausdehnt. Ich persönlich kann gut mit dem Thema umgehen, aber ich denke, dass der eine oder andere Leser/Hörer sich daran stoßen könnte.

Ein tolles, tiefgründiges Hörbuch, dass zum genauen hinhören anregt. Die Geschichte lässt mitfiebern, -lieben und -leiden – ein schönes Hörerlebnis !

Die Autorin
Shelle Sumners
Schauspielerin, Kellnerin, Korrektorin, Schulbuchautorin, Buchhändlerin und Empfangsdame in einer Hochzeitskapelle sind nur einige Berufe, in denen Shelle Sumners gearbeitet hat. Sie gibt aber zu, dass sie oft nur so getan hat, als würde sie arbeiten – tatsächlich hat sie sich heimlich Notizen für ihren ersten Roman gemacht. Zum Glück, denn so ist diese wunderbare romantische Komödie entstanden. (Quelle: argon-verlag)

Die Sprecherin
Anna Carlsson, beliebte Schauspielerin und renommierte Synchronsprecherin, absolvierte ihre Ausbildung an der berühmten Schauspielschule Gmelin in München. Im Jahr 2008 gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis für das beste Kinder- und Jugendhörbuch. Ihre warme facettenreiche Stimme ist wie geschaffen für diesen ganz besonderen Roman. (Quelle: argon-verlag)

Hörbuchdaten
ArgonLaufzeit
: 6 Std. 10 Min.
Ausgabe: 5 CDs in Multibox
Art: Autorisierte Lesefassung
ISBN: 978-3-8398-1232-7
Erscheinungstermin: 21.02.2013

[Rezension] Das verbotene Eden: Logan und Gwen, Thomas Thiemeyer (Knaur)

Inhalt
Seit Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist – mit einem Mann –, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und das verbotene edennichtswürdig. Sie schließt sich einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch der Einsatz scheitert grausam, und Gwen fällt in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht – und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten … (Quelle: droemer-knaur)

Meinung und Fazit
Diese Geschichte setzt dort an, wo der erste Teil (David und Juna) endete. Damit wurde der Charakter eines Mehrteilers sehr gut unterstrichen.
Schon nach wenigen Seiten wurde aber deutlich, dass diese Geschichte für sich steht. In aller Ruhe wurden die beiden Hauptfiguren und ihr Lebensumfeld vorgestellt. Dies geschah sehr bildgewaltig und glaubhaft, aber ohne langatmig zu wirken. Was Logan anbelangte, so hatte ich schnell das Gefühl direkt mittendrin zu sein, und auch Gwen beeindruckte nachhaltig. Beide Figuren gefielen mir deswegen besonders gut, weil ihre Stärken gut zur Geltung kamen, sie jedoch auf der anderen Seite auch so manche Schwächen offenbarten und selber damit haderten.
Faszinieren fand ich diesmal auch viele der Nebenfiguren. Hier hat der Autor einen großen Ideenreichtum bewiesen, denn sie waren nicht nur ausschmückendes Beiwerk, sondern bereicherten die Geschichte durch Einzigartigkeit und viele Facetten.
Die Geschichte um die Teilung der Völker (Männer-Frauen) wurde zwar fortgeführt, aber die Aufweichung der Grenzen wurde glaubhaft weiter voran getrieben. Die Sinnhaftigkeit der Trennung wird mehr oder weniger begründet in Zweifel gezogen und ich fand es wunderbar, dass die verschiedenen Figuren ganz unterschiedlich darauf reagierten. Wie im echten Leben…
Auch Logan und Gwen erleben die ganze Zwiespältigkeit und versuchen sich damit zu arrangieren. Es entwickelt sich eine wunderbare, zarte Romanze, die echt und überhaupt nicht kitschig wirkte. Das Ende dieser Geschichte überraschte mich sehr, denn es war so nicht vorhersehbar. Das hat mir sehr gut gefallen, und machte mir persönlich richtig Lust auf den nächsten Teil.

Diese Geschichte ist rasant, beklemmend, romantisch und lies mich ein wenig wehmütig zurück.
Eine wunderbare Fortsetzung und ein weiteres Highlight in meinem Bücherregal.

Der Autor
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern – zuletzt “Korona” –, entdeckte er mit den “Chroniken der Weltensucher” höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit “Das verbotene Eden – David und Juna” begann ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Nach “Logan und Gwen” ist nun “Magda und Ben” der abschließende Band. Mehr Informationen zum Autor unter http://www.thiemeyer.de (Quelle: droemer-knaur)

Buchdetails
Format:
Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten : 464
ISBN 978-3-426-65325-8
Leseempfehlung: Ab 14 Jahren

Coffeeshop – der ganz normale Wahnsinn

Durch blogdeinbuch habe ich eine (Hör-) Buch-Serie von Logo BasteiLuebbe für mich entdeckt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.bdb_coffeeshop
Sie heißt Coffeeshop, und ist ein digitaler Serienroman in 12 Folgen.
Die Serie gibt es als Audio-Download, App*, e-Book und Read & Listen-Version.
Ich persönlich habe mich für die Hörbücher entschieden, 12 Folgen á 38-48 Min.
Ich habe mich selten so gut amüsiert :-) Meine Rezension könnt ihr hier nachlesen, jetzt möchte ich euch die Serie aber erstmal vorstellen.

Inhalt
Das schönste Büro der Welt ist im Coffeeshop einem gemütlichen Café in Berlin. Hier arbeitet Sandra, Sachensucherin. Ihre Kunden sind Menschen, die etwas verloren haben, oder die etwas finden wollen, das ihr Leben glücklicher macht. Doch auf der Suche nach dem Glück anderer Menschen gerät Sandra plötzlich mitten in die Suche nach ihrem eigenen Glück – und nach sich selbst. Unterstützt wird Sandra von ihren besten Freunden: Captain, der exzentrische Besitzer des Coffeeshops, Klaudi, die ihr Leben bei facebook dokumentiert, und Nils, der ihr am liebsten nicht nur bei ihren Suchaufträgen zur Seite stehen will …


Die Autorin
Gerlis Zillgens
lebt und arbeitet als freie Autorin in Köln. Sie schreibt seit vielen Jahren erfolgreich Romane und Drehbücher, entwickelt Fernsehserien und tourt als Kabarettistin durchs Land. Ansonsten veranstaltet sie gern Lesungen, liebt den Blick aus ihrem Arbeitszimmer, Salsa tanzen und Berlin. (Quelle: luebbe.de)
Weitere Infos unter http://www.zillgens.de/

Die Sprecherin
Franziska Wulf wurde 1984 in Schwedt geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy, Leipzig. Neben festen Theaterengagements, z.B. am Theater am Neumarkt Zürich, ist sie in Kino- und Fernsehfilmen zu sehen und in diversen Hörspielen zu hören.
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*App mit Filmen (je 3-4 Minuten pro Episode), Musik (eigens komponiert und gesungen von der Künstlerin Kat Kaufmann, Sängerin der Band XXXBENKAT), Games +  Zusatzinhalte wie Rezepte und Buchtipps.

[Rezension] „Leben und Tod im Frühling“, Heiko Griesbach (Kindle Edition)

Inhalt
Maren ist Mitte Dreißig, als sie ihre niederschmetternde Diagnose erhält. Ihre Ehe kriselte ohnehin schon, wird nun durch die Erkrankung, sowie die Dienstreise ihres Ehemanns Thorsten auf eine zusätzliche Probe gestellt, und dann lernt Leben und Todsie auch noch Raoul kennen….

Meinung und Fazit
Den Leser erwartet direkt am Anfang ein Schock. Denn wer setzt sich schon gerne mit Situationen auseinander, die den Tod bedeuten? Zu gerne hätte ich dran geglaubt, dass alles gut ausgeht, doch die Diagnose ließ nicht darauf hoffen.
Maren ist mir über die Seiten hinweg sehr ans Herz gewachsen. Ihre Gefühlswelt fand ich gut nachvollziehbar, ihr Handeln nicht immer. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass Menschen in ihrer Situation nicht unbedingt rational handeln. Ihr Mann Thorsten hat auch nicht unerheblich zu ihrem wilden Aktionismus beigetragen. Auch ihn fand ich in seiner Rolle sehr authentisch. Hier wurde gut gezeigt, dass jeder Mensch eine Situation anders verarbeitet.
Dann kam mit Raoul noch ein dritter interessanter Charakter ins Spiel. Ich wusste nicht so recht, was ich von ihm halten sollte. Auf der einen Seite war er mir hoch sympathisch, dann fand ich sein Handeln zumindest in Teilen unverständlich, und irgendwie tat er mir auch leid. Warum, dass muss Jeder selber herausfinden.
Der Autor hat es geschafft mich zu fesseln und mit den verschiedenen Emotionen zu umgarnen. Einige Szenen waren mir dennoch zu kurz. Hier hätte man die Geschichte gerne etwas ausschmücken können.
Insgesamt gesehen eine bewegende Geschichte mit viel Liebe und Drama. Mehr davon !

Der Autor
Heiko Grießbach, 1966 in Leipzig geboren, kam 1978 nach Berlin. Nach erfolgreichem Schulabschluss lernte er den Beruf eines Facharbeiters für geologische Bohrungen, den er bis 2000 ausübte. Wenig später schulte er zum Mikrotechnologen um und arbeitet bis heute mit Halbleitermikrochips. Er lebt mit seiner thailändischen Frau in Berlin Marzahn und widmet sich seit zwei Jahren dem Schreiben. Teilnahmen an Wettbewerben und Ausschreibungen brachten ihm bisher sechs Veröffentlichung in Anthologien, z.B. “Leseblüten Zwischen Zeilen 2011″ des Piepmatz-Verlages oder “Begegnungen” der Edition Leselust, 2012 folgte “Doch plötzlich war es Mord” im Wendepunkt Verlag. Seine Autorenseite: http://xheiko.de (Quelle: Amazon.de) http://www.amazon.de/Heiko-Grie%C3%9Fbach/e/B005MYFDQA/ref=ntt_athr_dp_pel_1
Buchdaten
Format: Kindle Edition
Seitenzahl: ca. 80 Seiten
ASIN: B00873OO1I

[Rezension] „Der himmlische Weihnachtshund“, Petra Schier (Rütten u. Loening )

Inhalt
Santa Claus findet einen alten Wunschzettel: Ein neunjähriger Junge namens Michael wünscht sich einen Hund und dass DerhimmlischeWeihnachtshund_1seine Freundin Fiona nicht wegziehen muss. Leider hat er beide Wünsche zwanzig Jahre nicht beachtet und beschließt, nachzusehen, was aus dem Jungen geworden ist. Michael besitzt nun eine Fabrik und soll in Kürze heiraten. Doch er ist alles andere als glücklich.
Santa Claus schickt ihm einen jungen Labrador. Der Hund soll Michael helfen, sein wahres Glück zu finden. Tatsächlich führt der Hund ihn zu Fiona, aber damit bricht kurz vor Weihnachten das totale Chaos aus. Friede, Freude, Hundekuchen – oder wie Santa Claus kurz vor Weihnachten ein komplettes Liebes-Chaos anrichtet. (Quelle: Petra Schier
)

Meinung und Fazit
Diese Geschichte fängt schon ganz toll an und versprüht ihren ganz besonderen Charme direkt ab der ersten Seite. Auch wenn ich selbstverständlich nicht mehr an den Weihnachtsmann glaube, hat mich die Geschichte durch den originellen Einstieg sofort eingefangen. Kann der Weihnachtsmann wieder gut machen, dass er Michaels Weihnachtswunsch vor 20 Jahren nicht erfüllen konnte ? Er versucht es zumindest, und somit nimmt eine wunderbare Geschichte ihren Lauf, die aber nicht immer komplikationslos verläuft. Lustig fand ich in dem Zusammenhang den warnenden Zeigefinger der Weihnachtsfrau, die genau das prophezeit hatte….
Der Hauptteil der Geschichte rankt sich daher um die Wiedergutmachung dieses unerfüllten Wunsches. Hier spielt, wie sollte es laut Buchtitel anders sein, ein Hund eine nicht unbeträchtliche Rolle. Er fungiert als Mittler zwischen den Geschlechtern, wobei er seinen Gedanken freien Lauf lässt. Diese Passagen erinnerten mich an „Guck mal wer da spricht“, und sie sprühten oftmals vor feinsinnigem Humor, ehrlicher Freude oder auch schierer Verzweiflung. Hunde sind halt doch die besseren Menschenkenner…
Die anderen (menschlichen) Hauptfiguren fand ich trotz der Kürze der Geschichte sehr gut ausgearbeitet. Ihre Beziehungen untereinander, die Gefühle und alles was sich drumrum rankte, fand ich wundervoll dargestellt. Bei dem Thema „Selbstbestimmung“ lies mich die Geschichte sogar etwas nachdenklich zurück.

Schnappt euch Plätzchen und einen leckeren Tee und genießt diese wundervolle, weihnachtliche Geschichte !

Die Autorin
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte  Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin.
Ihre historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening.

Unter dem Pseudonym Mila Roth veröffentlicht die Autorin verlagsunabhängig die Action-Romance E-Book-Serie um den Geheimagenten Markus Neumann und die Zivilistin Janna Berg. (Quelle:Petra Schier)

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