[Rezension] „Brombeerliebe“, Andrea Reichart (Oldigor)

Inhalt
Über ein unerwartetes Erbe und unerwartete Folgen

Meinung und Fazit
Diese Geschichte schaffte es, dass ich von Anfang an verzaubert war.
Andrea Reichart hat einen ganz wunderbaren, lockeren Schreibstil und viel Liebe zum Detail.
Die Geschichte beginnt mit einer Autorin, die ihr nächstes Buchprojekt beenden muss. Ihr Mann fährt daher mit den Kindern alleine in den Urlaub, wobei er allerdings von der attraktiven Yvonne, nebst Kind, begleitet wird.
Als ich wenig später schon dachte, dass sich die Geschichte in die Richtung Dreiecksbeziehung/Seitensprung/Eifersucht entwickeln würde, vollzog sich allerdings eine beeindruckende Wende, und es sollte nicht die letzte Überraschung bleiben.
Mit der Benachrichtigung über eine Erbschaft, an die allerdings Bedingungen geknüpft waren, wurde die Geschichte noch besser als sie es ohnehin schon war. Was dann folgte war interessant, stellenweise sehr lustig und auch tragisch. So trug mich die Geschichte spielerisch von Seite zu Seite.

Nicht nur die Geschichte hat mich begeistert, auch die Figuren fand ich alle ganz wunderbar.
Viele verschiedene Charaktere treffen hier aufeinander, ergänzen und bereichern sich gegenseitig.
Die Hauptfigur Sue Sandig ist Autorin und schreibt gerade ihren nächsten, potentiellen Bestseller. Daneben ist sie (zumindest vorrangig) so herrlich durchschnittlich, dass es mir das Herz erwärmt hat. Weil sie so bodenständig und lebensnah rüber kommt, hebt sie sich deutlich von den sonst gebräuchlichen, stereotypen Figuren ab.
Ganz im Gegensatz dazu ist Yvonne eine schillernde, egomane Gestalt. Ein wunderbarer Gegensatz. Später kommen so manche Typen dazu, wie man sie sich besser nicht hätte ausdenken können. Aber ich will hier nicht zu viel verraten, dass muss man einfach selber lesen.

Ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen, mit viel Humor, aber auch tragischen Momenten. Absolute Kaufempfehlung!

Die Autorin
Andrea Reichart wurde 1960 in Oberhausen geboren, verbrachte ihre Kindheit in den USA und die weiterführende Schulzeit in Deutschland (Essen). Nach ihrer Buchhandelslehre studierte sie Germanistik und Anglistik (MA, 1989), arbeitete bis 2004 als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Essen am Lehrstuhl von Prof. H. Wenzel und besaß von 1992 bis 2008 in Essen einen Verlag und eine Buchhandlung.
1986 erschien eine von ihr und Peter Gustav Bartschat zusammengestellte Stilblütensammlung aus dem Buchhandel bei Eichborn unter dem Titel ‚Bücher welken nicht‘. 1996 erschien im Item-Verlag die erweiterte Neuauflage unter dem Titel ‚Haben Sie Bücher?‘ und 2006 die nochmals erweiterte Neuauflage ‚Heidi ist tot‘.
Zu ihren wissenschaftlichen Zeiten in den frühen 90er Jahren publizierte sie zu Themen der Alltags- und Genderforschung (Wochenbett und Kindertaufe im Mittelalter) und dem Alltagsleben im spätmittelalterlichen Essen.
2008 kam sie nach Iserlohn, um das Literaturhotel Franzosenhohl zu leiten, dessen literarisches Konzept von ihr stammt. Nachdem das Hotel im Sommer 2009 von der Stiftung Lesen für „die herausragende Initiative“ ausgezeichnet wurde, übergab sie die Geschäftsleitung Ende 2009 an einen Hotelfachmann und ist seit 2010 mit ihrer Agentur Leseziel wieder selbstständig. Das Literaturhotel ist ihr Kunde.
Sie bietet dort mit großem Erfolg 1-Personen-Blitz-Workshops an, stellt aktuelle Neuerscheinungen bei Buchpartys vor oder liest bei Wellness- oder Candlelight-Lesungen, wenn sie nicht an eigenen Texten arbeitet oder fremde Texte lektoriert.
Es fließen aus ihrer Feder immer wieder Kurzgeschichten – aus Freude an der Sache oder gezielt im Auftrag für Privatpersonen und Firmen, die sich dann als literarische Figuren darin wiederfinden.
Sie ist Herausgeberin der Anthologie ‘Sprung’ (erschienen im Mönnig Verlag 2010, ISBN 978-3-933519-48-1), das Ergebnis eines von ihr organisierten Kurzgeschichten Wettbewerbs des Literaturhotels. Im Candela Verlag erschien 2011 eine Kurzgeschichte in der Erotik-Anthologie ‚Venerii‘.
Im Mönnig-Verlag erschien im September 2011 ihr erster Roman: “Nenn mich Norbert” (ISBN 978-3-933519-51-4). Die Startauflage von 1.500 Exemplaren war nach nur 12 Wochen vergriffen, die 2. Auflage wurde im Januar 2012 ausgeliefert, die 3. Auflage im Frühjahr 2013. Am 14.2.2012 wurde „Norbert“ nominiert für den DeLiA Literaturpreis 2012 für den schönsten Liebesroman des Vorjahres. 2012 erschien „Safranträume“ und gleichzeitig in der Anthologie „Der vierte König“ (Kaufmann Verlag) die Geschichte „Adventsträume“. 2013 erscheint „Brombeerliebe“ – ein Roman, der auf Fortsetzungen angelegt ist. Sue Sandig und ihre Familie sind einfach zu nett! Und – für Norbert Fans – Sue’s Agent ist Norbert Schulte … 2013 gab die Autorin die Anthologie „Zauberhafte Welten“ heraus (Oldigor Verlag), darin erschien ihre Kurzgeschichte „Spiralnebel“.
Andrea Reichart organisiert nicht nur für das Literaturhotel in Iserlohn literarische Events. Sie war Mitorganisatorin der NRW Literaturtage 2011 und 2012 im Planungsteam für die DeLiA Liebesromantage 2013, beide in Iserlohn. Sie moderierte zwischen 2010 und Sommer 2013 literarische Sendungen für den Förderverein Lokalfunk Iserlohn (Fölok). Dazu interviewte sie die Autoren, die sie zu Lesungen ins Literaturhotel nach Iserlohn einlud. Sie ist Mitglied bei DeLiA. (Quelle: Oldigor)

Buchdatenoldigor
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 250
Verlag: Oldigor
Erscheinungsdatum: 21.11.2013
ISBN: 978-3943697827

[Rezension] „Humor und Hausverstand gewünscht“, Brigitte Teufl-Heimhilcher

Inhalt
Eine Powerfrau meistert ihr Leben

Meinung und Fazit
Ich muss schon sagen, dass mich alleine die Hauptfigur Thessa schon dazu bewogen hat das Buch in einem Rutsch zu lesen, denn sie ist alles andere als stereotypisch. Modelmaße und Perfektion sucht man vergebens, nur im Beruf macht ihr niemand so schnell etwas vor. Sie erschien mir recht bodenständig und sympathisch, und sie hatte mit so manchen Widrigkeiten zu kämpfen. Als alleinerziehende Mutter ist sie vermutlich gestählt.
Wie man an dieser (groben) Beschreibung schon merkt, hat die Autorin ihrer Hauptfigur sehr viel Persönlichkeit verliehen. Das macht die Identifikation wunderbar leicht, auch wenn man nicht gerade alleinerziehend ist. Etwas anders sieht das bei den weiteren Figuren aus. Sie bleiben manchmal hinter den Erwartungen zurück. Auch wenn sie sich überwiegend gut in die Geschichte einpassten, waren sie mir etwas zu blaß. Das betrifft natürlich nicht alle Figuren, aber einige. Mich persönlich störte das allerdings nicht so sehr, denn mir blieb ja Thessa…

Locker, leicht und herzlich ist der Schreibstil, mit einem sympathischen österreicher Dialekt. Letzteres aber sehr gut dosiert, so dass man alles versteht. Außerdem hat ein Dialekt für mich immer etwas sehr charmantes.
Die Geschichte an sich wirkt modern, was nicht zuletzt Thessas Lebens- und Beziehungsführung zu verdanken ist. Sie hat mit typischen, aber auch nicht ganz so typischen Situationen zu kämpfen, und versucht ihr Leben zu meistern.
Manchmal schwenkt die Geschichte zu ihrem (noch) Ehemann, der sich im Vorarlberg niedergelassen hat. Das macht die Erzählung abwechslungsreich, aber trotzdem fand ich diesen Teil der Geschichte etwas schwächer. Aber als ich gerade dachte dass die Geschichte jetzt in einen Zickenkrieg mit Eifersuchtsdrama abdriftet, überraschte mich die Autorin mit einer ungeahnten Wende. Das gab neuen Schwung und hat mir sehr gefallen, so dass ich gerne weiter las.

Ein Buch für vergnügliche Lesestunden, mit Liebe, Leid und Überraschungen. Einkuscheln und loslegen!

Die Autorin
Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt die kommunikative Hobbyköchin seit einigen Jahren heitere Gesellschaftsromane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag, Beziehungen aller Art und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinandersetzt.

Buchdaten
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 559 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 281 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B00CS3NTNW

 

[Rezension] „Grühnkohlsuppen-Blues“, Eileen Schlüter (CreateSpace )

InhaltGrünkohlsuppenBlues
Ein vergessenes Leben, eine vergessene Liebe. Stella muss sich neu orientieren…

Meinung und Fazit
Anfangs war ich doch etwas skeptisch, denn die Geschichte erinnerte mich fast an eine Mischung aus „Overboard“ und „Dein Tag ist meine Nacht“. Ich schicke aber schonmal vorweg, dass es die Autorin gut verstand diese ursprüngliche Annahme zu widerlegen. Mehr

[Auslosung] 3 Jahre, 3 Wochen – Tag 18

14 Bewerber hatte ich für die Auslosung “Wunschkonzert” von Anne Hertz.
Gewonnen hat: Mehr

[Auslosung] 3 Jahre, 3 Wochen – Tag 17

Für das Buch “Schwindelfreie Lügen” von Kajsa Arnold hatte ich 10 Lose zu verteilen.

Der glückliche Gewinner ist: Mehr

[Auslosung] 3 Jahre, 3 Wochen – Tag 16

Jojo Moyes ist mittlerweile so bekannt, dass 29 Bewerber das Buch “Eine Hand voll Worte” haben wollten.

Der Gewinner heißt: Mehr

[Verlosung] 3 Jahre, 3 Wochen – Tag 17

Heute gibt es ein Buch aus dem Oldigor Verlag zu gewinnen.

Meine Rezension könnt ihr hier nachlesen.

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[Verlosung] 3 Jahre, 3 Wochen – Tag 16

Heute habe ich dieses Buch für euch:


Es handelt sich um “Eine Hand voll Worte” von Jojo Moyes in der HC-Ausgabe (mit Schutzumschlag) des Weltbild Verlags. Das Buch ist nicht mehr in Folie, aber ungelesen, weil ich zeitgleich das Hörbuch bekam.

Eine Rezension habe ich noch nicht für euch, aber ich verrate schon mal, dass ich die Geschichte sehr schön fand.

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[Verlosung] 3 Jahre, 3 Wochen – Tag 12

Heute geht es bayrisch zu…

Meine Rezension dazu könnt ihr hier nachlesen.
Es handelt sich bei dem Buch um ein gestempeltes Rezensionsexemplar.

Mehr zur Verlosung am Ende des Artikels…
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[Hörbuch-Rezension] „Weil ich Layken liebe“, Colleen Hoover (Goya libre)

Inhalt
Eine Geschichte über die mögliche und und unmögliche Liebe und weitere tiefe Gefühle.

Meinung und Fazit
Kurz nach dem hören dieses Buches bin ich immer noch tief in meine Gefühle verstrickt.
Es ist zwar keineswegs so, dass die Geschichte klischeefrei wäre, und auch die Charaktere haben so manch stereotype Merkmale, doch das empfand ich als absolut nebensächlich.
Es handelt sich hier um eine große, tiefgehende Liebesgeschichte. Vielleicht wirkt es am Anfang etwas übereilt und kitschig, aber insgesamt gesehen fand ich es ganz wundervoll. Doch es wäre wohl zu viel erwartet gewesen, dass alles so harmonisch bleibt und da nicht noch etwas nachkommt. Außerdem hätte die Erzählung dann wohl kaum so viele Seiten gefüllt und wäre auch nicht annähernd so hörenswert gewesen.
So kam es wie es kommen musste, und die weibliche Hauptfigur Layken schlitterte von einer Szene zur anderen und durchlebte dabei ein absolutes Gefühlschaos, dass von Euphorie bis Ohnmacht reichte. Manchmal konnte sie nicht glauben, was da gerade passiert, und ich fühlte mit ihr. Freude, Wut, Liebe und Leid lagen hier mehrfach so nah beieinander, dass es mich besonders zum Schluss der Geschichte immer wieder zu Tränen rührte. Dies betraf nicht ausschließlich die Geschehnisse um die Liebe von Layken und Will, sondern auch andere Personen trugen mit ihrer Geschichte entscheidend zur Emotionalität und Intensität des Romans bei.
Ein nicht unwesentlicher Teil des Buches wird durch Poesie bestimmt, was mich persönlich sehr ansprach. Immer wieder, besonders zum Kapitelanfang werden Strophen verschiedener Lieder der „The Avett Brothers“ zitiert. Sie sind ein sehr schöner Einstieg in das jeweilige Kapitel. Darüber hinaus geht es um Poetry Slam. Ich hatte den Begriff vorher schon gehört, aber was es genau bedeutet wurde mir erst während des Lesens klar. Jetzt habe ich richtig Lust, selber mal zu einem solchen Slam zu gehen.

Die Geschichte wird erzählt von Wanda Perdelwitz. Ihre Stimme passte ganz wunderbar zu Laken und die sprachliche Umsetzung war gelungen, auch wenn ich mir hier und da, außerhalb der Poetry Slams ein klein wenig mehr Emotionalität gewünscht hätte. Doch letztlich hat sie es trotzdem geschafft mich zu Tränen zu rühren, also kann man wirklich nicht von komplett unemotionalem Vortragen sprechen.

Eine emotional geladene Geschichte über Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Verzicht und Verlust, die immer wieder Anlass zum Nachdenken gibt. So wundervoll und poetisch wie Romeo und Julia.

Die Autorin
Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit sofort auf der New York Times-Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane geschrieben, die allesamt eine große Fangemeinde haben und zu internationalen Bestsellern wurden. (Quelle: dtv)

Hörbuchdaten
Ausgabe: 1 Audio CDgoya_libre_logo_gross
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2014
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
ISBN-10: 3833732105
ISBN-13: 978-3833732102
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Bestellen könnt ihr das Hörbuch hier (klick)

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei
blogdeinbuch und  jumbo.logo

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