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Schon mal aneinander vorbeigeredet ?

Nachdem ich euch gestern schon die Livestream-Lesung angekündigt habe, hat Blogg dein Buch  blogdeinbuch   sofort die nächste tolle Aktion in petto.
Zusammen mit   langenscheidt-logo  suchen sie den Langenscheidt Buchblogger 2013. Das Thema ist Missverständnisse :-)

Mal im Ernst, wem ist das nicht schon so gegangen:
Man sagt etwas, und der Gesprächspartner versteht es vollkommen anders. Oder man spricht ein Fremdwort fehlerhaft aus, und schon ändert sich der Sinn des Wortes/Satzes komplett.
Was mir schon passiert ist, könnt ihr weiter unten lesen. Jetzt gibt es erstmal eine kurze Info zu einem Blog, der genau dieses Thema aufgreift:

Vorbeireden
www.vorbeireden.de ist der Blog für lustige Missverständnisse. Er veröffentlicht Deine Missverständnisse, die Dich auch im Nachhinein noch zum Lachen bringen. Die 3 Prämissen sind: witzig, lustig, unterhaltsam. Das Ziel von vorbeireden.de ist es, Euch zum Lachen zu bringen und von den ernsten Dingen des Lebens abzuhalten. Ein festgelegtes Thema gibt es nicht, die Auswahl somit Querbeet und nie langweilig. Schau’ es Dir an und besuche uns auch auf Google+ und Twitter!”

Und hier könnt ihr lesen, was ich zu dem Thema schon erlebt und gehört habe:

Die Tücken der Aussprache
Als ich in der Dominikanischen Republik war, bestellte ich bei einem Obsthändler „un aranja“, woraufhin er sichtlich Spinneerstaunt die Stirn runzelte. Ich zeigte etwas verwirrt auf die Orangen, er lächelte und sagte: „Ah, naranja!“[na:ranxa:] Das „u“ hatte er wohl überhört, und ich hatte nicht bedacht, dass das j wie ein Ach-Laut ausgesprochen wird. Daher hätte fast eine Spinne statt einer Orange gekauft.

Eine Deutsche spricht kein Türkisch
In meiner Zeit als Krankenschwester hatte ich häufig mit Migranten zu tun. Einer türkischen Patientin, die nahezu kein Deutsch sprach, musste ich vor der Operation noch eine Spritze verabreichen. Als die Dame auf der Seite lag merkte ich, dass sie am ganzen Leib zitterte. Ich strich ihr beruhigend über die Schulter und sagte:„Korkma!“ Daraufhin warf sich die Patientin auf den Rücken, sah mich mit angsterfüllten Augen an und rief: „Ich nix Frau Korkma!“
Dabei heißt das türkische Wort „korkma“ auf deutsch einfach nur „keine Angst“….

Welche Religion darf es denn sein ?
KircheIch war auf dem Weg in die Kindertagesstätte und kam dabei an der Kirchenpforte vorbei. Davor stand ein älteres, festlich gekleidetes Ehepaar, und der Herr fragte mich:“Entschuldigung, wann wird die Kirche denn geöffnet?“ „Ich weiß nicht.“, entgegnete ich, „Worum geht es denn?“ „Mein Neffe heiratet heute.“ Mein Blick ging zur Uhr. „Dann denke ich, dass er wohl eher katholisch heiratet, oder?“ „Warum?“ „Weil hier niemand außer ihnen hier wartet, und bei der katholischen Kirche seit etwa 2 Minuten die Glocken läuten“, stellte ich fest. „Sie ist nur 200m die Straße runter.“ Der Mann bedankte sich und ging eiligen Schrittes mit seiner Frau davon.

Belauschtes Gespräch 1
Er: Mittlerweile ist die Zahl der Emigranten hier doch recht hoch.
Sie: Ich verstehe was Du meinst, aber es sind Immigranten.
Er: Hä? Warum?
Sie: Emigranten wandern aus, Immigranten wandern ein.
Er: Aber sie wandern doch aus. Polen, Russland, Türkei ….
Sie: Ja, aber es geht ja um Deutschland. Sie emigrieren aus ihrem Heimatland, und sind hier Immigranten.
Er: Und wenn Deutsche immigrieren ?
Sie: Die können nicht immigrieren, die sind ja schon hier oder zumindest hier geboren.
Er: Und wenn sie aus dem Urlaub zurück kommen?
Sie: Dann sind sie Urlaubsrückkehrer….
Er: Ach egal, ich hol´ mir jetzt `nen Döner….

Belauschtes Gespräch 2
In einem türkischen Imbiss.
Gast: “Ich hätte gerne Gyros mit allem und viel Tzatziki.”
Bedienung: “Das haben wir nicht. Wie wäre es mit Döner ?”
Gast:”Nein, danke.”
Sprach´s und ging.

Warm ist nicht gleich warm
Stephanie Hofschlaeger / pixelio.deAls meine philippinische Kollegin vor ca. 30Jahren nach Deutschland kam, musste sie als erstes einen Sprachkurs besuchen. Dort wurden ihr auch immer wieder kleine Aufgaben erteilt, wie z.B. “kaufe ein paar schöne, warme Winterschuhe”.
Nach nicht mal 20 Minuten war sie wieder da. Die Schuhe waren schön, und sie waren mit reichlich (warmen) Fell ausgestattet. Doch leider waren es Hausschuhe…. Und die Moral von der Geschicht´: Winter ist gleich Winter nicht.

 
 

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[Rezension] „Zum Traummann in 30 Tagen“, Theresa Selig (Langenscheidt)

Inhalt
Langenscheidt kann nicht nur Wörterbücher verlegen, sondern auch mit sehr kreativen, lustigen Wissenswerken anderer Art aufwarten. Vor einiger Zeit habe ich schon mal ein Buch dieses Verlages rezensiert. Es heißt “Forbetter your english”, und befasst sich mit den Stolperfallen, in die Deutsche gerne tappen, wenn sie Englisch reden.
Meine heutige Rezension richtet sich vor allem an alle Single-Frauen.
Wer will ihn nicht, den Traummann ? Und dann noch am besten in 30 Tagen.

Meinung und Fazit
Beim Anblick des Covers kam mir spontan „Küss den Frosch in den Sinn“. Von daher war mir klar, dass die Thematik dieses Buches mit einem Augenzwinkern zu sehen ist.
In 10 Lektionen führt die Autorin durch das Buch, wobei ich (als Nicht-Single) die beiden letzten Kapitel am lustigsten fand. Aber ich will nicht vorgreifen…

Den Einstieg schafft die Autorin mit einem Test, der den Verzweiflungsgrad festlegen soll. Das sorgte für erste Erheiterung. Danach geht es im wesentlichen um die Orte, wo man potentielle Traummann-Kandidaten treffen und ansprechen kann. Egal ob Büro, Supermarkt, Cafe, Urlaub oder sonst wo. Alle „Gelegenheiten“ sind mit entsprechenden Tipps versehen, wie man sich verhalten sollte bzw. was man lassen sollte. Manchmal waren die Tipps altbekannt, manchmal aber auch so absurd, dass ich laut lachen musste.
„Nehmen Sie eine Erdbeere und stecken sie in den Mund, lutschen Sie daran und rollen lustvoll mit den Augen. Ignorieren Sie die Pestizide, die sich grade in Ihrem Speichel auflösen.“ (Auszug S. 31)
Ähnlich verrückt im positiven Sinn fand ich die Tipps „Falls Sie wild entschlossen sind, adlig einzuheiraten“ (S. 86). Sehr lustig, irgendwie treffend und doch entbehrt es nicht einer gewissen Ironie…. Spätestens an dieser Stelle muss man gemerkt haben, dass nicht alles Geschriebene ernst zu nehmen ist….
Durch die verschiedenen Kapitel ziehen sich immer wieder diverse Merkkästen, sowie Gegenüberstellungen von verbalen und nonverbalen Kommunikationsfallen. Was man in der Bar bestellt oder wie man sich verhält und wie das ggf. auf Männer wirkt, was die Freundin vorsichtig ausdrückt und was sie wirklich sagen will etc. . Hier hat die Autorin eine recht gute Beobachtungsgabe an den Tag gelegt. Vielleicht hat sie auch „Miteinander reden“ von Schulz von Thun gelesen. Ich weiß es nicht ;-)
Die letzten beiden Kapitel stechen nochmal heraus. Hat man es bis Tag 29 nicht geschafft, dann soll der Notfallplan helfen. Auch hier fand ich das eine oder andere köstlich. Wer denkt ernsthaft darüber nach homosexuell zu werden oder ins Kloster zu gehen, wenn es mit Männern nicht klappt? Versucht man wirklich, sich einen Mann zurechtzulügen? Hier fand ich einige Synonyme zum brüllen. Z.B. „Ungepflegt = Naturbelassen“ (S.134), darauf muss man erstmal kommen…
Schlussendlich geht es dann noch darum, wie man den Traummann behalten kann, und damit schließt das Buch.

Ich denke dieses Buch spaltet die Gemüter. Einige werden es mögen, Andere als Schund verteufeln. Ich bin der Meinung, wer dieses Buch zu ernst nimmt, ist selber Schuld. Es mag der Ansatz eines Leitfadens sein, aber mit einer kräftigen Portion spitzfindigen Humors. Es ist gut geeignet, um den Leser, ob nun Single oder nicht, zu erheitern. Ich glaube allerdings, dass man durch dieses Buch nicht wirklich „zum Traummann in 30 Tagen“ kommt. Aber wie gesagt, dass ist vermutlich auch nicht Sinn der Sache. Gute Unterhaltung und Lachfaktor ist auf jeden Fall an vielen Stellen garantiert.

Die Autorin
Theresa Selig wurde 1979 geboren und studierte Politikwissenschafen in Berlin. An der Berliner Journalisten Schule wurde sie zur Redakteurin ausgebildet. Nach Stationen bei der Neon Online und Vanity Fair arbeitet sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, FAZ, Tagesspiegel und Neon. Das Suchen und Finden ihres persönlichen Traummannes mündete in eine Hochzeit und ihr Buch „Wer Ja sagt, muss auch Onkel Horst einladen“, das 2010 erschien. Sie lebt samt Traummann in Berlin. (Quelle: lovelybooks)

Ich möchte mich herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken, dass mir der Langenscheidt-Verlag zur Verfügung gestellt hat !

 
 

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